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global scaling


26.02.2004 21:03 - Gestartet von kautz-vella
Ich denke einiges von Kais Artikel ist definitiv zu berichtigen.

Global Scaling war lange vor GS-Com da, die Forschungsrichtung/Theoriebildung läuft in Russland seit 1983, hat die Auswertung von Millionen von Daten zum Inhalt und hat mit unschlagbarer Signifikanz gezeigt, das statistische Größen- und Frequenzverteilungen in der Natur durchgehend logarythmisch Skaleninvariant sind. Das ist mathematisch der Beweis, dass das Universum fraktal aufgebaut ist, was ja soweit nichts schlimmes ist, denn jeder Wirbel ist ein fraktales Gebilde, das ist in der Hydrodynamik Lehrmeinung, und das in der Natur alles wirbelt wußten schon die alten Griechen. Überraschend an der Theorie mag sein dass die großen und die kleinen Wirbel, Elementarteilchencund Galaxien gleichsam Teile ein und desselben Fraktals sind, da steckt ein wenig Welterkenntniss drin. Hokuspokus ist's deswegen noch lange nicht.

Dann hätte Kai gut daran getan ein wenig zu recherchieren, wie es z.B. seine Vorrednerin Marie-Anne Winter getan hat. Dann hätte er herausgefunden, das die Komunikation mit GS-Com ein alter Hut ist, das es schon analoge Sprachübertragung gegeben hat, und dass die Präsentation in Berlin dem Umstand galt, das
a. das ganze auch digital geht
b. man auf Standarthardwarekomponenten zurückgreifen kann.

Ob das nun alle oder einige Prozessoren können, weis ich nicht, finde ich aber auch eher nebensächlich.

Da irgendwo liegt nun der Sprengstoff der ganzen Angelegenheit. GS-Com ist eine Softwareangelegenheit, die dazu neigen könnte, sich extrem schnell auszubreiten. Da wird die Vorsicht mit dem umherkopieren von Programmen bei Präsentationen mehr als verständlich.

Dann macht es noch Sinn die ganze Angelegenheit in den Kontext der Quantendynamik zu stellen. Das Verfahren beruht auf dem von Albert Einstein, Boris Podolski und Nathan Rosen bereits 1935 prognostizierten Effekt der Quanten-Teleportation, der 1997 an der Universität Innsbruck, 1998 an der Universität Rom und 2003 an der Universität Genf experimentell nachgewiesen werden konnte. Der Unterschied bei Müller ist, das alle bisherigen Quantenteleportationen mit einem analogen Signal verifiziert worden sind. Müller hat dieses Verifizierungs-Verfahren über den Subraum gelöst, das heißt er paralysiert auf dem ersten Rechner Schwingungsbäuche der Subraumharmonien und erkennt die verschränkte Welle am anderen Ende an dem fehlenden Schwingungsbauch. Das ist physikalisch betrachtet Kommunikation, wenn auch nicht auf dem Niveau eines chats.

Für die ganze Angelegenheit benutzt er ein auf Kettenbrücken basierende Umrechnungsverfahren, mit dem er Rauschen in Subraum-Harmonien verwandeln kann, und, streng reversibel, Subraumharmonien in Rauschen. Da dieses Kettenbruchverfahren aus den Grundlagen der Global Scaling Theorie entlehnt ist finde ich hat der Müller und sein Team hier erstmal ein Applaus verdient, und keinen Verriß. Das alles dürfte dem Kai auch nicht neu sein, Müller hat es ausführlich und verständlich referiert, und Kai war soweit ich weis anwesend.

Trotzdem kann ich die Enttäuschung verstehen, bei der Vorstellung wurde augenscheinlich mehr versprochen als erfüllt, um dennoch Begeisterung aufbringen zu können muß man wohl etwas tiefer in der Materie stecken...

Der Vorwurf des Betrugs ist in jedem Fall absurd, und reiht den Kai ein in die langen Listen der ewigen Nörgler, die sich die Zeit damit vertreiben über die Innovationen anderer mit schulwissenschaftlicher Besserwisserei herzufallen um sich danach als Wächter der Stagnation selbst beweiräuchern zu können. Ich dachte eigentlich diese Spezies tummele sich ausschließlich in Diskussionsforen.

mfg

Harald Kautz-Vella