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Beispiel o2


15.01.2004 15:08 - Gestartet von Hassan
Zu den im Artikel genannten Strategien hinsichtlich der Fokussierung auf Vieltelefonierer kann ich anhand des Beispiels o2 nur bestätigen.

Dank MNP sollte eigentlich Bewegung in den Markt kommen, die Wechselwilligkeit der Mobilfunkkunden angekurbelt werden.

Die Kehrseite der Medaille sieht allerdings etwas trostlos aus!

Ich kann meine Nummer zwar problemlos zwischen den Betreibern portieren lassen und überall einen Vertrag eingehen. Doch wie sieht es aus, wenn ich am Ende der Vertragslaufzeit in einen PrePaid-Tarif wechseln möchte?

E-Plus und o2 bieten absolut keine Möglichkeit dazu! Traurig!!!
Hier sieht man nun, dass sich diese Betreiber ganz den Vertragskunden verschrieben haben.

Wer also eine tolle Nummer von seinem Betreiber zugeteilt bekommen hat oder sich eine solche bei einer Online-Auktion ersteigert hat und nun vom Vertrag in einen PrePaid-Tarif wechseln möchte, ist gezwungen, wenn er seine Nummer nicht verlieren möchte, sich an T-Mobile oder Vodafone zu wenden.

Ich nehme mal an, dass die Kundenzahlen bei E-Plus und o2 deutlich höher wären, wenn Vertragskunden dieser Unternehmen in PrePaid-Tarife wechseln könnten, bzw. PrePaid-Kunden von T-Mobile oder Vodafone direkt in PrePaid-Tarife von E-Plus oder o2 wechseln könnten.
Wofür wurde MNP denn sonst eingeführt? Der Hintergedanke war doch, dass der Kunde seine Nummer sozusagen auf Lebenszeit behalten kann.

Im Laufe eines Lebens ändern sich aber nunmal die Telefongewohnheiten. Gerade bei der aktuellen Wirtschaftslage dürfte so mancher Kunde eine PrePaid-Karte vorziehen. Ich auch!

Es gibt daher für diese Unternehmen meiner Meinung nach noch einiges im Bereich Kundenservice zu tun. Die starre und arrogante Haltung nur Vertragskunden aufzunehmen dürfte sich in nicht all zu ferner Zukunft als Fehlentscheidung entpuppen...

Spätestens dann, wenn ein fünfter Mobilfunknetzbetreiber am Markt mitmischt...
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[1] SpaceRat antwortet auf Hassan
15.01.2004 20:15
Benutzer Hassan schrieb:
Ich nehme mal an, dass die Kundenzahlen bei E-Plus und o2 deutlich höher wären, wenn Vertragskunden dieser Unternehmen in PrePaid-Tarife wechseln könnten, bzw. PrePaid-Kunden von

Die Kundenzahlen ja...
Aber der Umsatz?
Davon, daß sich ein Rentern 5x im Jahr auf seiner Prepaid-Gurke anrufen läßt wird kein Mobilfunkanbieter reich...

Bye

SpaceRat
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[2] Hightower antwortet auf Hassan
15.01.2004 22:04
Benutzer Hassan schrieb:
Zu den im Artikel genannten Strategien hinsichtlich der Fokussierung auf Vieltelefonierer kann ich anhand des Beispiels o2 nur bestätigen.

Dank MNP sollte eigentlich Bewegung in den Markt kommen, die Wechselwilligkeit der Mobilfunkkunden angekurbelt werden.

Die Kehrseite der Medaille sieht allerdings etwas trostlos aus!

Das schlimme an der MNP ist, daß ich meine Nummer erst nach Vertragsende mitnehmen kann. Beispiel: Ich habe meinen Vertrag bei Vodafone gekündigt und nehme die Nummer mit zu E-Plus (24 Monatsvertrag), stelle aber nach 3 Monaten fest, daß ich mit dem schlechten Netz unzufrieden bin und will zu o2. Problem: Weil ich zwei Jahre an E-Plus gebunden bin, muß die Nummer noch 18 Monate bei E-Plus bleiben bevor ich sie zu o2 portieren kann. Und meine Kunden erreichen mich nicht mehr :-(

H
T
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[2.1] handytim antwortet auf Hightower
15.01.2004 23:11
Benutzer Hightower schrieb:
Und meine Kunden erreichen mich nicht mehr :-(

Doch, da Du in den Professional S wechselst und ne Rufumleitung auf deine Genion-Nummer machst ;o)

Ciao
Tim
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[2.2] bud antwortet auf Hightower
09.12.2004 18:09
kann man nicht eine rufnummernaenderung beantragen
und die alte nummer dann portieren?

bud

Benutzer Hightower schrieb:
Benutzer Hassan schrieb:
Zu den im Artikel genannten Strategien hinsichtlich der Fokussierung auf Vieltelefonierer kann ich anhand des Beispiels
o2 nur bestätigen.

Dank MNP sollte eigentlich Bewegung in den Markt kommen, die Wechselwilligkeit der Mobilfunkkunden angekurbelt werden.

Die Kehrseite der Medaille sieht allerdings etwas trostlos aus!

Das schlimme an der MNP ist, daß ich meine Nummer erst nach Vertragsende mitnehmen kann. Beispiel: Ich habe meinen Vertrag bei Vodafone gekündigt und nehme die Nummer mit zu E-Plus (24 Monatsvertrag), stelle aber nach 3 Monaten fest, daß ich mit dem schlechten Netz unzufrieden bin und will zu o2. Problem: Weil ich zwei Jahre an E-Plus gebunden bin, muß die Nummer noch 18 Monate bei E-Plus bleiben bevor ich sie zu o2 portieren kann. Und meine Kunden erreichen mich nicht mehr :-(

H
T
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[3] nilpok antwortet auf Hassan
16.01.2004 19:51
Benutzer Hassan schrieb:
Zu den im Artikel genannten Strategien hinsichtlich der Fokussierung auf Vieltelefonierer kann ich anhand des Beispiels o2 nur bestätigen.

Dank MNP sollte eigentlich Bewegung in den Markt kommen, die Wechselwilligkeit der Mobilfunkkunden angekurbelt werden.

Die Kehrseite der Medaille sieht allerdings etwas trostlos aus!

Ich kann meine Nummer zwar problemlos zwischen den Betreibern portieren lassen und überall einen Vertrag eingehen. Doch wie sieht es aus, wenn ich am Ende der Vertragslaufzeit in einen PrePaid-Tarif wechseln möchte?

E-Plus und o2 bieten absolut keine Möglichkeit dazu! Traurig!!! Hier sieht man nun, dass sich diese Betreiber ganz den Vertragskunden verschrieben haben.

Wer also eine tolle Nummer von seinem Betreiber zugeteilt bekommen hat oder sich eine solche bei einer Online-Auktion ersteigert hat und nun vom Vertrag in einen PrePaid-Tarif wechseln möchte, ist gezwungen, wenn er seine Nummer nicht verlieren möchte, sich an T-Mobile oder Vodafone zu wenden.

Ich nehme mal an, dass die Kundenzahlen bei E-Plus und o2 deutlich höher wären, wenn Vertragskunden dieser Unternehmen in PrePaid-Tarife wechseln könnten, bzw. PrePaid-Kunden von T-Mobile oder Vodafone direkt in PrePaid-Tarife von E-Plus oder o2 wechseln könnten.
Wofür wurde MNP denn sonst eingeführt? Der Hintergedanke war doch, dass der Kunde seine Nummer sozusagen auf Lebenszeit behalten kann.

Im Laufe eines Lebens ändern sich aber nunmal die Telefongewohnheiten. Gerade bei der aktuellen Wirtschaftslage dürfte so mancher Kunde eine PrePaid-Karte vorziehen. Ich auch!

Es gibt daher für diese Unternehmen meiner Meinung nach noch einiges im Bereich Kundenservice zu tun. Die starre und arrogante Haltung nur Vertragskunden aufzunehmen dürfte sich in nicht all zu ferner Zukunft als Fehlentscheidung entpuppen...

Spätestens dann, wenn ein fünfter Mobilfunknetzbetreiber am Markt mitmischt...


Du hast denn Artikel nicht ganz verstanden kann das sein?
In dem Artikel wird den kleinen Netzbetreibern genau das geraten, was du anprangerst. Es lohnt sich halt nicht jeden Kunden um jeden Preis zu bekommen.
Und warum soll ein Unternehmen die Kosten und den Aufwand für eine Rufnummernportierung in Kauf nehmen, für einen Kunden an dem man vieleicht nie was verdienen wird. Viele Prepaidkunden sind doch eher ein Verlustgeschäft für die Mobilfunker.
Und genau darum ging es in dem Artikel.

Lieber 3 Vertragskunden die ordentlich Umsatz bringen, als 10 Prepaidkunden die 10-20 Euro im Monat machen. Und wer mehr macht, wäre mit nem Vertrag doch eh besser dran.

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[3.1] tcsmoers antwortet auf nilpok
16.01.2004 21:20
Benutzer nilpok schrieb:
Benutzer Hassan schrieb:
Zu den im Artikel genannten Strategien hinsichtlich der Fokussierung auf Vieltelefonierer kann ich anhand des Beispiels
o2 nur bestätigen.

Dank MNP sollte eigentlich Bewegung in den Markt kommen, die Wechselwilligkeit der Mobilfunkkunden angekurbelt werden.

Die Kehrseite der Medaille sieht allerdings etwas trostlos aus!

Ich kann meine Nummer zwar problemlos zwischen den Betreibern portieren lassen und überall einen Vertrag eingehen. Doch wie sieht es aus, wenn ich am Ende der Vertragslaufzeit in einen
PrePaid-Tarif wechseln möchte?

E-Plus und o2 bieten absolut keine Möglichkeit dazu!
Traurig!!!
Hier sieht man nun, dass sich diese Betreiber ganz den Vertragskunden verschrieben haben.

Wer also eine tolle Nummer von seinem Betreiber zugeteilt bekommen hat oder sich eine solche bei einer Online-Auktion ersteigert hat und nun vom Vertrag in einen PrePaid-Tarif wechseln möchte, ist gezwungen, wenn er seine Nummer nicht verlieren möchte, sich an T-Mobile oder Vodafone zu wenden.

Ich nehme mal an, dass die Kundenzahlen bei E-Plus und o2 deutlich höher wären, wenn Vertragskunden dieser Unternehmen in PrePaid-Tarife wechseln könnten, bzw. PrePaid-Kunden von T-Mobile oder Vodafone direkt in PrePaid-Tarife von E-Plus oder
o2 wechseln könnten.
Wofür wurde MNP denn sonst eingeführt? Der Hintergedanke war doch, dass der Kunde seine Nummer sozusagen auf Lebenszeit behalten kann.

Im Laufe eines Lebens ändern sich aber nunmal die Telefongewohnheiten. Gerade bei der aktuellen Wirtschaftslage dürfte so mancher Kunde eine PrePaid-Karte vorziehen. Ich auch!

Es gibt daher für diese Unternehmen meiner Meinung nach noch einiges im Bereich Kundenservice zu tun. Die starre und arrogante Haltung nur Vertragskunden aufzunehmen dürfte sich in nicht all zu ferner Zukunft als Fehlentscheidung entpuppen...

Spätestens dann, wenn ein fünfter Mobilfunknetzbetreiber am Markt mitmischt...


Du hast denn Artikel nicht ganz verstanden kann das sein? In dem Artikel wird den kleinen Netzbetreibern genau das geraten, was du anprangerst. Es lohnt sich halt nicht jeden Kunden um jeden Preis zu bekommen.
Und warum soll ein Unternehmen die Kosten und den Aufwand für eine Rufnummernportierung in Kauf nehmen, für einen Kunden an dem man vieleicht nie was verdienen wird. Viele Prepaidkunden sind doch eher ein Verlustgeschäft für die Mobilfunker.
Und genau darum ging es in dem Artikel.

Lieber 3 Vertragskunden die ordentlich Umsatz bringen, als 10 Prepaidkunden die 10-20 Euro im Monat machen. Und wer mehr macht, wäre mit nem Vertrag doch eh besser dran.

Du sagst es. Weniger Kunden mit mehr Umsatz würden zu einer Netzentlastung führen.

Wie sieht es eigentlich aus, wenn ein Handy nur eingebucht ist. Wird das Netz dann auch belastet ? Nimmt z.B. eine BTS nur eine bestimmte Anzahl Nutzer auf ?

peso

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[3.1.1] knuddeltim antwortet auf tcsmoers
19.01.2004 19:09
Wie sieht es eigentlich aus, wenn ein Handy nur eingebucht ist.
Wird das Netz dann auch belastet ? Nimmt z.B. eine BTS nur eine bestimmte Anzahl Nutzer auf ?

Außer bei Vodafone: Ja. Bei Vodafone wird dem Benutzer vorgegaukelt er wäre eingebucht (Netzanzeige) aber der Anrufer erhält entweder sofort die Mailbox oder die Nicht-Erreichbar-Ansage. Deshalb ist Vodafone für Bereitschaftsdienst absolut ungeignet. Bei einem fairen Anbieter erlaubt die BTS kein Einbuchen mehr. Zum Teil werden Reserven gehalten für Verbindungen benachbarter BTSen. Es gibt auch Netzbetreiber die priorisieren: eigener VK, eigener PK, fremder VK, fremder VK. So erlebt in Italien wo ich mit roamendem Handy kein Netz bekam, aber mit der italienischen Prepaid-Karte sofort. Es war ein Sonntag.

Tim
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[3.1.1.1] Jens Wolf antwortet auf knuddeltim
20.01.2004 09:14
Benutzer knuddeltim schrieb:
Wie sieht es eigentlich aus, wenn ein Handy nur eingebucht ist.
Wird das Netz dann auch belastet ? Nimmt z.B. eine BTS nur eine bestimmte Anzahl Nutzer auf ?

Außer bei Vodafone: Ja. Bei Vodafone wird dem Benutzer vorgegaukelt er wäre eingebucht (Netzanzeige) aber der Anrufer erhält entweder sofort die Mailbox oder die Nicht-Erreichbar-Ansage. Deshalb ist Vodafone für

Das ist mir vor sehr, sehr langer Zeit mit Vodafone auch (sehr häufig!!) passiert. Letztlich deswegen und wegen der unverschämten Tarife ist Vodafone für mich gestorben. Dachte zunächst, daß es nur an einem defekten Mobilmasten liegt, aber irgendwie wären das dann recht viele defekte Masten gewesen...

Da das schon einige Jahre her ist, würde mich interessieren, ob es zu deiner Behauptung auch offizielle Quellen gibt. Hast du da was gefunden, worauf du deine Behauptung stützt?


Bereitschaftsdienst absolut ungeignet. Bei einem fairen Anbieter erlaubt die BTS kein Einbuchen mehr. Zum Teil werden

Jepp, so sollte das sein!

Reserven gehalten für Verbindungen benachbarter BTSen. Es gibt auch Netzbetreiber die priorisieren: eigener VK, eigener PK, fremder VK, fremder VK. So erlebt in Italien wo ich mit roamendem Handy kein Netz bekam, aber mit der italienischen Prepaid-Karte sofort. Es war ein Sonntag.

Ist bei den im D1-Netz roamenden o2-Kunden in Deutschland genauso und auch völlig verständlich und meines erachtens auch fair für die eigenen Vertragskunden von D1, die die bessere Verfügbarkeit ja auch teuer erkaufen. Genauso werden nach meinen Erfahrungen bei Überlastungen bei allen vier deutschen Netzbetreibern die Vertragskunden vor den Prepaidkunden priorisiert.

Tim

Ciao Jens