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Veränderungen wichtig/ unwichtig


17.01.2004 22:00 - Gestartet von orlando
"Wir haben uns eine beinahe südländische Mentalität angewöhnt", sagt der Kommunikationswissenschaftler Joachim Höflich von der Universität Erfurt.

Ich weiß nicht, was dieser Wissenschaftler unter "südländischer Mentalität" versteht. Das Handy im Privatbereich dehnt ja eher das unverbindliche Zeitvertreiben auch noch auf den Bereich aus, den man als zwischenmenschlichen bezeichnen könnte. Der Südländer allerdings ist ja eher dafür bekannt, mehr auf seinen unmittelbaren Nachbarn einzugehen. Die direkte Kommunikation von Mensch zu Mensch geht ja vielleicht den "sturen" Nordlichtern ab. Das Handy wird solches eher noch verhindern und umgekehrt den Südländern eine Form der Kommunikation anerziehen, die eher der unseren entspricht.

Die wichtigsten Veränderungen dieser Technologie hat sich weniger im persönlichen vollzogen, da ist sie eher belanglos.
WIE belanglos und verzichtbar das ist, kann man jeden Tag in der Straßenbahn hören.

Wichtiger für einen Kommunikationswissenschaftler wäre zu erforschen gewesen, wie sich dieses neue und flächendeckende Kommunikationsangebot auf die professionelle flächendeckende Kommunikationsinfrastruktur ausgewirkt hat.

Drahtlose Kommunikation im professionellen Bereich war bis vor 15 Jahren ein Netzwerk von wetterfesten Techniken, die jedem Sturm standhalten konnte. Heutzutage machen sich nicht nur Industrie und Handel von dieser Technik abhängig, sondern auch staatliche Sicherheitsdienste. Herkömmliche Funktechnik wird immer mehr eingespart zugunsten des Handys, das ja "einfach da ist". Organe wie Kriminalpolizei oder Bundesgrenzschutz kann man heute von Seiten privater Telekommunikationsunternehmen per Knopfdruck lahmlegen. Das ist eine eher bedenkliche Entwicklung.
Wie krisensicher ist die digatale Funktechnik ?

Darüber hätte ich gerne etwas gelesen, von so einem Wissenschaftler. Aber der beschäftigt sich mit albernen SMS...

O.