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die böse Telekom


24.07.2003 14:47 - Gestartet von loge0611
Das ist wieder mal eine Nachricht, die viele freut! Die böse, böse Telekom.

Bei einer gründlichen Recherche wäre aber herausgekommen, daß die Telekom von der EU gezwungen wird, die Grundgebühr zu erhöhen. Aber das will ja keiner wissen ...
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[1] Nik3 antwortet auf loge0611
24.07.2003 15:06
Benutzer loge0611 schrieb:
Bei einer gründlichen Recherche wäre aber herausgekommen, daß die Telekom von der EU gezwungen wird, die Grundgebühr zu erhöhen. Aber das will ja keiner wissen ...

ich zitiere aus dem gestrigen teltarif-artikel, der im heutigen artikel auch verlinkt ist:
"Grund für die nötigen Preiserhöhungen ist eine Aufforderung der EU-Kommission: Brüssel drängt darauf, dass die Telekom die Preis-Kosten-Schere zwischen dem Einkaufspreis und dem Endkundenpreis schließt. Das von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post festgestellte Anschlusskosten-Defizit beläuft sich auf jährlich 607 Millionen Euro."

vielleicht solltest du auch ein wenig gründlicher recherchieren?
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[1.1] hdontour antwortet auf Nik3
24.07.2003 15:51
Benutzer Nik3 schrieb:
Benutzer loge0611 schrieb:
Bei einer gründlichen Recherche wäre aber herausgekommen, daß die Telekom von der EU gezwungen wird, die Grundgebühr zu erhöhen. Aber das will ja keiner wissen ...

ich zitiere aus dem gestrigen teltarif-artikel, der im heutigen artikel auch verlinkt ist:
"Grund für die nötigen Preiserhöhungen ist eine Aufforderung der EU-Kommission: Brüssel drängt darauf, dass die Telekom die Preis-Kosten-Schere zwischen dem Einkaufspreis und dem Endkundenpreis schließt. Das von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post festgestellte Anschlusskosten-Defizit beläuft sich auf jährlich 607 Millionen Euro."

vielleicht solltest du auch ein wenig gründlicher recherchieren?

selbst auf N-TV hieß es gestern schon, daß die Telekom erhöhen
m u s s......, er hat schon Recht, mit dem was er schreibt
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[1.1.1] klaussc antwortet auf hdontour
24.07.2003 16:08

selbst auf N-TV hieß es gestern schon, daß die Telekom erhöhen m u s s......, er hat schon Recht, mit dem was er schreibt

Was ein Schwachsinn, das ist doch jetzt mehrfach hier erklärt worden, wann kommt noch Super-RTL und die Bild-Zeitung?

Außerdem sehe ich noch eine Schere zwischen Analog und ISDN-Anschluss, dieser Preisunterschied lässt sich nämlich auch nicht sachlich erklären.

Schließlich ist die Hauptinvestition die, in die letzte Meile (2 Kupferadern) und das ist bei beiden Anschlüssen gleich, lediglich ein paar "billige" Baugruppen rechtfertigen keine zusätzlichen monatlichen Gebühren von 8 Euro, deswegen bieten übrigens die altenativen Anbieter erst gar keine analogen Anschlüsse an.

Wieder ein Fall von Quersubvention (ISDN zu Analog), das heißt jetzt nicht das Analog zu billig sondern ISDN zu teuer ist.

Gruß

Klaus

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[1.1.1.1] hdontour antwortet auf klaussc
24.07.2003 16:19
Benutzer klaussc schrieb:

selbst auf N-TV hieß es gestern schon, daß die Telekom erhöhen m u s s......, er hat schon Recht, mit dem was er schreibt

Was ein Schwachsinn, das ist doch jetzt mehrfach hier erklärt worden, wann kommt noch Super-RTL und die Bild-Zeitung?

Außerdem sehe ich noch eine Schere zwischen Analog und ISDN-Anschluss, dieser Preisunterschied lässt sich nämlich auch nicht sachlich erklären.

Schließlich ist die Hauptinvestition die, in die letzte Meile (2 Kupferadern) und das ist bei beiden Anschlüssen gleich, lediglich ein paar "billige" Baugruppen rechtfertigen keine zusätzlichen monatlichen Gebühren von 8 Euro, deswegen bieten übrigens die altenativen Anbieter erst gar keine analogen Anschlüsse an.

Wieder ein Fall von Quersubvention (ISDN zu Analog), das heißt jetzt nicht das Analog zu billig sondern ISDN zu teuer ist.

Gruß

Klaus


das Geschrei hier möchte ich hören, wenn die Telekom Analog ersatzlos streicht und jeder ISDN nehmen muss, wie bei den Alternaiven....
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[1.1.1.1.1] MartyK antwortet auf hdontour
24.07.2003 16:39
Benutzer hdontour schrieb:

das Geschrei hier möchte ich hören, wenn die Telekom Analog ersatzlos streicht und jeder ISDN nehmen muss, wie bei den Alternaiven....

Warum nicht? Wenn sich die T-Kom dann ISDN nicht vergolden lässt und der Anschluss nicht teurer ist als ein Analog-Anschluss (nein, er müsste eigentlich noch günstiger werden, da es dann nämlich nichts mehr zu subventionieren gibt).

Martin
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[1.1.1.1.1.1] Ed antwortet auf MartyK
24.07.2003 18:52
Benutzer MartyK schrieb:
Benutzer hdontour schrieb:

das Geschrei hier möchte ich hören, wenn die Telekom Analog ersatzlos streicht und jeder ISDN nehmen muss, wie bei den Alternaiven....

Warum nicht? Wenn sich die T-Kom dann ISDN nicht vergolden lässt und der Anschluss nicht teurer ist als ein Analog-Anschluss (nein, er müsste eigentlich noch günstiger werden, da es dann nämlich nichts mehr zu subventionieren gibt).

Wieso das denn? Wenn man heute analog subventioniert weil es für den Preis nicht machbar ist dann müßte bei ISDN zum Analog-Preis auch ein Defizit herrschen. Nur kann dieses dann nicht mehr ausgeglichen werden. Zudem wird ISDN wegen des höheren Aufwands immer etwas teurer bleiben.

Die anderen Anbieter haben aber kein Intreesse an den analogen weil die zu wenig Gewinn abwerfen. Zudem sind die ISDN Kunden meißt auch "Power-User", denn warum sollten sie sonst einen Aufpreis für einen zweiten Kanal zahlen wenn sie sie gar nicht brauchen?

Grüße

Ed
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[1.1.1.1.1.1.1] MartyK antwortet auf Ed
24.07.2003 19:07
Benutzer Ed schrieb:
Benutzer MartyK schrieb:
Benutzer hdontour schrieb:

das Geschrei hier möchte ich hören, wenn die Telekom Analog ersatzlos streicht und jeder ISDN nehmen muss, wie bei den Alternaiven....

Warum nicht? Wenn sich die T-Kom dann ISDN nicht vergolden lässt und der Anschluss nicht teurer ist als ein Analog-Anschluss (nein, er müsste eigentlich noch günstiger werden, da es dann nämlich nichts mehr zu subventionieren gibt).

Wieso das denn? Wenn man heute analog subventioniert weil es für den Preis nicht machbar ist dann müßte bei ISDN zum Analog-Preis auch ein Defizit herrschen.

Nope. Denn dann fallen ja in der Vermittlungsstelle jene Analog-Digital-Wandler weg, die heute noch zum Einsatz kommen, weil es eben noch analoge Anschlüsse gibt.
Die Kosten für Betrieb und Funktion (Anschaffung, Installation,
Reparatur, Strom) der Analog/Digital-Wandlung trägt bei ISDN der Kunde, bei Analog die TK-Gesellschaft. Ein NTBA kostet einen Bruchteil dessen, was ein a/d-Wandler kostet.

Die zwei Leitungen verusachen keine zusätzlichen Kosten, es läuft ja alles über dieselbe Doppelader, die bei Analog nur ein Gespräch zur Zeit ermöglicht.
Zudem wurde hier noch gar nicht berücksichtigt, dass mittels ISDN auch mehr Umsatz auf Grund eben der zwei Kanäle gemacht werden kann.


Nur kann dieses dann nicht mehr ausgeglichen werden. Zudem wird ISDN wegen des höheren Aufwands immer etwas teurer bleiben.

Nope. Höheren Aufwand gibt es nicht bei ISDN - im Gegenteil.


Die anderen Anbieter haben aber kein Intreesse an den analogen weil die zu wenig Gewinn abwerfen. Zudem sind die ISDN Kunden meißt auch "Power-User", denn warum sollten sie sonst einen Aufpreis für einen zweiten Kanal zahlen wenn sie sie gar nicht brauchen?

Wegen des Komforts?

Martin
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[1.1.1.1.1.1.1.1] Ed antwortet auf MartyK
24.07.2003 20:42
Benutzer MartyK schrieb:
Benutzer Ed schrieb:
Benutzer MartyK schrieb:
Benutzer hdontour schrieb:

das Geschrei hier möchte ich hören, wenn die Telekom Analog ersatzlos streicht und jeder ISDN nehmen muss, wie bei den Alternaiven....

Warum nicht? Wenn sich die T-Kom dann ISDN nicht vergolden lässt und der Anschluss nicht teurer ist als ein Analog-Anschluss (nein, er müsste eigentlich noch günstiger werden, da es dann nämlich nichts mehr zu subventionieren gibt).

Wieso das denn? Wenn man heute analog subventioniert weil es für den Preis nicht machbar ist dann müßte bei ISDN zum Analog-Preis auch ein Defizit herrschen.

Nope. Denn dann fallen ja in der Vermittlungsstelle jene Analog-Digital-Wandler weg, die heute noch zum Einsatz kommen, weil es eben noch analoge Anschlüsse gibt.
Die Kosten für Betrieb und Funktion (Anschaffung, Installation, Reparatur, Strom) der Analog/Digital-Wandlung trägt bei ISDN der Kunde, bei Analog die TK-Gesellschaft.

Hier schrieb jemand das die a/d Wandler auf der Steckkarte sind und über die selbe Steckkarte auch ISDN gemacht wird. Wenn es extra analoge Karten wären dann müßte man diese durch ISDN Karten ersetzen, meinst du da spart man was wenn man die Karten massenweise entsorgt? Und den Strom kannst du vergessen, auch der NTBA wird fremdgespeist. Ich habe hier ein Telefon mit Netzteil und eine FritzCard, da ist mein NTBA selbstverständlich ausgesteckt. Und mein altes ISDN-Telefon konnte sogar bei Stromausfall telefonieren, benötigete das Netzteil nur für ein paar Extrafunktionen.

Ein NTBA kostet einen Bruchteil dessen, was ein a/d-Wandler kostet.

Ach was kostet denn so ein supertolles Bauteil? Ein par Cent, mehr nicht. Die hast du massenweise im PC, in jedem ISDN Telefon sind sie auch, im Discman..... kurz: überall.
Im Gegenteil: Die a/d Wandler in der Vermittlungsstelle bringen ein passendes Datensignal für die dort verwendete 2MBit Strecke. Die Daten vom ISDN Anschluß müssen erst passend getaktet werden was einen höheren Aufwand bedeutet.

Die zwei Leitungen verusachen keine zusätzlichen Kosten, es läuft ja alles über dieselbe Doppelader, die bei Analog nur ein Gespräch zur Zeit ermöglicht.

Außerhalb der Vermitlungsstelle verursachen sie keine Kosten.

Zudem wurde hier noch gar nicht berücksichtigt, dass mittels ISDN auch mehr Umsatz auf Grund eben der zwei Kanäle gemacht werden kann.

Wer 2 Kanäle braucht, hat sie bereits. Meine Oma hat nur ein Telefon, die kann auch über 2 Kanäle nicht mehr telefonieren. Und sie wird sich sicher kein zweites kaufen (nicht mal geschenkt nehmen) um 2 Gespräche gleichzeitig zu führen.

Nur kann dieses dann nicht mehr ausgeglichen werden. Zudem wird ISDN wegen des höheren Aufwands immer etwas teurer bleiben.

Nope. Höheren Aufwand gibt es nicht bei ISDN - im Gegenteil.

Doch. s.o.

Allerdings ist der nicht allzu groß, aber dennoch vorhanden.

Die anderen Anbieter haben aber kein Intreesse an den analogen weil die zu wenig Gewinn abwerfen. Zudem sind die ISDN Kunden meißt auch "Power-User", denn warum sollten sie sonst einen Aufpreis für einen zweiten Kanal zahlen wenn sie sie gar nicht brauchen?

Wegen des Komforts?

Welchen denn? Das dürfte eine zu vernachlässigende Minderheit sein die ISDN wegen ein paar Merkmalen (die es meißt auch analog gibt) hat.
Das ist halt eine Rosinenpickerei die die anderen da machen.

Grüße

Ed
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[1.1.1.1.1.1.1.1.1] MartyK antwortet auf Ed
24.07.2003 21:29
Benutzer Ed schrieb:
Benutzer MartyK schrieb:
Benutzer Ed schrieb:
Benutzer MartyK schrieb:
Benutzer hdontour schrieb:

das Geschrei hier möchte ich hören, wenn die Telekom Analog ersatzlos streicht und jeder ISDN nehmen muss, wie bei den Alternaiven....

Warum nicht? Wenn sich die T-Kom dann ISDN nicht vergolden lässt und der Anschluss nicht teurer ist als ein Analog-Anschluss (nein, er müsste eigentlich noch günstiger werden, da es dann nämlich nichts mehr zu subventionieren gibt).

Wieso das denn? Wenn man heute analog subventioniert weil es für den Preis nicht machbar ist dann müßte bei ISDN zum Analog-Preis auch ein Defizit herrschen.

Nope. Denn dann fallen ja in der Vermittlungsstelle jene Analog-Digital-Wandler weg, die heute noch zum Einsatz kommen, weil es eben noch analoge Anschlüsse gibt.
Die Kosten für Betrieb und Funktion (Anschaffung, Installation, Reparatur, Strom) der Analog/Digital-Wandlung trägt bei ISDN der Kunde, bei Analog die TK-Gesellschaft.

Hier schrieb jemand das die a/d Wandler auf der Steckkarte sind und über die selbe Steckkarte auch ISDN gemacht wird.

Und du weißt, wieviel so ein a/d-Wandler kostet?


Wenn es extra analoge Karten wären dann müßte man diese durch ISDN Karten ersetzen, meinst du da spart man was wenn man die Karten massenweise entsorgt?

Warum nicht?


Und den Strom kannst du vergessen, auch der NTBA wird fremdgespeist. Ich habe hier ein Telefon mit Netzteil und eine FritzCard, da ist mein NTBA selbstverständlich ausgesteckt.

Bei dir vielleicht - kein Wunder, wenn dein Telefon mit Netzteil funktioniert. Verallgemeinern kannst du das nicht.
Das NTBA brauchst du trotzdem.


Und mein altes ISDN-Telefon konnte sogar bei Stromausfall telefonieren, benötigete das Netzteil nur für ein paar Extrafunktionen.

Mein ISDN-Telefon läuft auch bei Stromausfall...


Ein NTBA kostet einen Bruchteil dessen, was ein a/d-Wandler kostet.

Ach was kostet denn so ein supertolles Bauteil? Ein par Cent, mehr nicht.

Ein NTBA vielleicht, ein a/d-Wandler kaum. Und schon gar keine TK-Anlage.


Die hast du massenweise im PC, in jedem ISDN Telefon sind sie auch, im Discman..... kurz: überall.

Ach, und dabei handelt es sich um Cent-Artikel? Ich schrieb schon, dass es die Masse ausmacht. Und es gibt immer noch sehr viele Leute, die einen Analoganschluss haben.


Im Gegenteil: Die a/d Wandler in der Vermittlungsstelle bringen ein passendes Datensignal für die dort verwendete 2MBit Strecke. Die Daten vom ISDN Anschluß müssen erst passend getaktet werden was einen höheren Aufwand bedeutet.

Seit wann bringt eine einfachere höhere Taktung einen höheren Aufwand mit sich? Belege!


Die zwei Leitungen verusachen keine zusätzlichen Kosten, es läuft ja alles über dieselbe Doppelader, die bei Analog nur ein Gespräch zur Zeit ermöglicht.

Außerhalb der Vermitlungsstelle verursachen sie keine Kosten.

Innerhalb auch nicht.

Da von Seiten der Vermittlungsstelle alle Anschlüsse digital sind (nur der Ort der Analog/Digital-Wandlung ist vom
NTBA im Haushalt in die Vst. verlegt), entstehen auf der Anbieterseite quasi keine zusätzlichen Kosten für den ISDN-Anschluss. Das kann man natürlich auch genau anders herum formulieren: Eigentlich haben alle Kunden einen ISDN-Anschluss, aber viele bezahlen nur einen analogen Anschluss.


Zudem wurde hier noch gar nicht berücksichtigt, dass mittels ISDN auch mehr Umsatz auf Grund eben der zwei Kanäle gemacht werden kann.

Wer 2 Kanäle braucht, hat sie bereits.

Logisch. Wer sie nicht braucht, braucht auch kein ISDN...


Meine Oma hat nur ein Telefon, die kann auch über 2 Kanäle nicht mehr telefonieren.

Du vergisst, dass man mit 2 Kanälen bei ISDN auch erreichbar ist, wenn man im Internet surft oder Faxe verschickt, schließlich reduziert sich die Anwendung von ISDN nicht nur auf Telefongespräche.


Und sie wird sich sicher kein zweites kaufen (nicht mal geschenkt nehmen) um 2 Gespräche gleichzeitig zu führen.

s. o.


Nur kann dieses dann nicht mehr ausgeglichen werden. Zudem wird ISDN wegen des höheren Aufwands immer etwas teurer bleiben.

Nope. Höheren Aufwand gibt es nicht bei ISDN - im Gegenteil.

Doch. s.o.

Nein. Das ist nur ein Argument, um die höheren Kosten zu rechtfertigen.


Allerdings ist der nicht allzu groß, aber dennoch vorhanden.

Nein.


Die anderen Anbieter haben aber kein Intreesse an den analogen weil die zu wenig Gewinn abwerfen. Zudem sind die ISDN Kunden meißt auch "Power-User", denn warum sollten sie sonst einen Aufpreis für einen zweiten Kanal zahlen wenn sie sie gar nicht brauchen?

Wegen des Komforts?

Welchen denn? Das dürfte eine zu vernachlässigende Minderheit sein die ISDN wegen ein paar Merkmalen (die es meißt auch analog gibt) hat.

Ob es sich um eine Minderheit handelt, ist irrelevant. Schließlich richtet die T-Kom bei ihren Produkten deren Preise nicht danach aus, ob sie (also die Produkte) von einer Minderheit angenommen werden.


Das ist halt eine Rosinenpickerei die die anderen da machen.

Welche anderen?

Martin
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[1.1.1.1.1.1.1.1.1.1] Ed antwortet auf MartyK
25.07.2003 01:10
Benutzer MartyK schrieb:
Benutzer Ed schrieb:
Benutzer MartyK schrieb:
Benutzer Ed schrieb:
Benutzer MartyK schrieb:
Benutzer hdontour schrieb:

das Geschrei hier möchte ich hören, wenn die Telekom Analog ersatzlos streicht und jeder ISDN nehmen muss, wie bei den Alternaiven....

Warum nicht? Wenn sich die T-Kom dann ISDN nicht vergolden lässt und der Anschluss nicht teurer ist als ein Analog-Anschluss (nein, er müsste eigentlich noch günstiger werden, da es dann nämlich nichts mehr zu subventionieren gibt).

Wieso das denn? Wenn man heute analog subventioniert weil es für den Preis nicht machbar ist dann müßte bei ISDN zum Analog-Preis auch ein Defizit herrschen.

Nope. Denn dann fallen ja in der Vermittlungsstelle jene Analog-Digital-Wandler weg, die heute noch zum Einsatz kommen, weil es eben noch analoge Anschlüsse gibt. Die Kosten für Betrieb und Funktion (Anschaffung, Installation, Reparatur, Strom) der Analog/Digital-Wandlung trägt bei ISDN der Kunde, bei Analog die TK-Gesellschaft.

Hier schrieb jemand das die a/d Wandler auf der Steckkarte sind und über die selbe Steckkarte auch ISDN gemacht wird.

Und du weißt, wieviel so ein a/d-Wandler kostet?

Mit Sicherheit deutlich weniger als einen Euro. Schau mal in deinen PC, da hat heute jedes Board allein zwei, einen für den AC97 Sound und einen für das Modem (dürften wohl im selben Chip sitzen). Und du bekommst ein Board schon für 50 Euro, und da ist neben einer mehrlagigen Platine ein Chipsatz drauf der um Welten komplizierter ist als so ein oller d/a Wandler. Von sämtlichen anderen Sachen will ich da jetzt gar nicht erst reden.


Wenn es extra analoge Karten wären dann müßte man diese durch ISDN Karten ersetzen, meinst du da spart man was wenn man die Karten massenweise entsorgt?

Warum nicht?

Rechnen kannst du schon? Du kaufst dir ein neues Auto weil es 0,5l weniger verbraucht und verschrottest dein altes weil es keiner haben will? Das möcht ich sehen, das würde sich Betriebswirtschaftlich nie rechnen.

Und den Strom kannst du vergessen, auch der NTBA wird fremdgespeist. Ich habe hier ein Telefon mit Netzteil und eine FritzCard, da ist mein NTBA selbstverständlich ausgesteckt.

Bei dir vielleicht - kein Wunder, wenn dein Telefon mit Netzteil funktioniert. Verallgemeinern kannst du das nicht. Das NTBA brauchst du trotzdem.

Den NTBA braucht man auch wenn jeder Anschluß der ganzen Welt ISDN hat, der ist ein Umsetzer zwischen der Uk0 (2Draht) und S0 (4Draht). Er funktioniert auch ohne deinen Strom, nur kann er dann die Telefone nicht speisen.

Und mein altes ISDN-Telefon konnte sogar bei Stromausfall telefonieren, benötigete das Netzteil nur für ein paar Extrafunktionen.

Mein ISDN-Telefon läuft auch bei Stromausfall...

Glückwunsch, gute Wahl. Das ist dann übrigens der Beweis das auch bei ISDN die Vst die Stromversorgung übernimmt.

Ein NTBA kostet einen Bruchteil dessen, was ein a/d-Wandler kostet.

Ach was kostet denn so ein supertolles Bauteil? Ein par Cent, mehr nicht.

Ein NTBA vielleicht, ein a/d-Wandler kaum. Und schon gar keine TK-Anlage.

Ein NTBA ist mit Sicherheit wesentlich teurer als so ein popeliger kleiner Chip auf irgendeiner Platine. Verabschiede dich mal von der Vorstellung das a/d Wandler für einen Analoganschluß 10KW Anschlußleistung haben und Mannshohe Schränke sind.

Und was eine TK-Anlage jetzt damit zu tun hat ist mir ein Rätsel. Ja auch der Leopard2 Panzer ist teurer als ein a/d Wandler, allein deshalb weil der wohl hunderte davon verbaut hat.

Die hast du massenweise im PC, in jedem ISDN Telefon sind sie auch, im Discman..... kurz: überall.

Ach, und dabei handelt es sich um Cent-Artikel?

Ja tut es. Ruf doch mal bei Siemens oder SEL an und frage was für einen Chip sie verwenden und dann können wir bei Bürklin oder wo auch immer nachschauen was er kostet.

Ich schrieb schon, dass es die Masse ausmacht. Und es gibt immer noch sehr viele Leute, die einen Analoganschluss haben.

Aber diese a/d Wandler hat die Telekom bereits, ein umrüsten bestehender Anschlüsse spart also nichts.
Was sparst du dir wenn du eine Soundkarte kaufst und den onBoard AC97 Dekoder nicht mehr verwendest? Meinst du das dir den irgendjemand ausbaut? (wenn es überhaut funktioniert)


Im Gegenteil: Die a/d Wandler in der Vermittlungsstelle bringen ein passendes Datensignal für die dort verwendete 2MBit Strecke. Die Daten vom ISDN Anschluß müssen erst passend getaktet werden was einen höheren Aufwand bedeutet.

Seit wann bringt eine einfachere höhere Taktung einen höheren Aufwand mit sich? Belege!

Du mußt die Signale in die richtigen Zeitschlitze bringen. Wenn jetzt Kanal 1 in die Vst Daten übertragen soll, aber auf der Uk0 gerade Kanal 2 sendet dann geht das nicht so einfach. Also braucht man da auch ein Bauteil, das man bei analog nicht braucht. Aber auch das ist ein Pfennigartikel.

Die zwei Leitungen verusachen keine zusätzlichen Kosten, es läuft ja alles über dieselbe Doppelader, die bei Analog nur ein Gespräch zur Zeit ermöglicht.

Außerhalb der Vermitlungsstelle verursachen sie keine Kosten.

Innerhalb auch nicht.

Da von Seiten der Vermittlungsstelle alle Anschlüsse digital sind (nur der Ort der Analog/Digital-Wandlung ist vom NTBA im Haushalt in die Vst. verlegt),

Die a/d Wandlung wird nicht im NTBA gemacht, der hat nur die Aufgabe Uk0 auf S0 umzusetzen und bei Bedarf Endgeräte zu speisen.

entstehen auf der Anbieterseite quasi keine zusätzlichen Kosten für den ISDN-Anschluss.

Doch, nämlich das bereithalten der besser ausgebauten vermittlungstechnik. Sicher kein Grund für den heutigen Preisunterschied.

Das kann man natürlich auch genau anders herum formulieren: Eigentlich haben alle Kunden einen ISDN-Anschluss,
aber viele bezahlen nur einen analogen Anschluss.

So kann man das nicht sehen. Sicher ist die Vermittlungstechnik digital, aber der Kunde bekommt das was er bezahlt: einen Analoganschluß oder einen ISDN-Anschluß. Zum einen hat er einen Kanal mehr und auch noch den D-Kanal der für einige Datenübertragungen genutzt wird. Da war sogar mal Internet mit 8kBit geplant, all das geht bei analog nicht.

Meine Oma hat nur ein Telefon, die kann auch über 2 Kanäle nicht mehr telefonieren.

Du vergisst, dass man mit 2 Kanälen bei ISDN auch erreichbar ist, wenn man im Internet surft oder Faxe verschickt, schließlich reduziert sich die Anwendung von ISDN nicht nur auf Telefongespräche.

Ja sicher kann man das, aber das brauchen viele einfach nicht.

Nur kann dieses dann nicht mehr ausgeglichen werden. Zudem wird ISDN wegen des höheren Aufwands immer etwas teurer bleiben.

Nope. Höheren Aufwand gibt es nicht bei ISDN-im Gegenteil.

Doch. s.o.

Nein. Das ist nur ein Argument, um die höheren Kosten zu rechtfertigen.

Der Aufwand ist höher, aber eben nur minimal. Billiger ist ISDN jedenfalls nicht. Der Presi wurde halt damals anhand von 2 Einzelanschlüssen festgelegt. Schon damals wollte/konnte man den Analogpreis nicht erhöhern (jeder sollte sich ein Telefon leisten können) deshalb hat man es sich halt be denen geholt die eh mehr Geld hatten.

Allerdings ist der nicht allzu groß, aber dennoch vorhanden.

Nein.

Doch.



Das ist halt eine Rosinenpickerei die die anderen da machen.

Welche anderen?

Irgendwo weiter oben ging es um die anderen Anbieter die gar kein Analog anbieten.


Man wird gar nicht alle Anschlüsse auf ISDN umstellen können, bei Uk0 ist bei ca. 5km Schluß, dann braucht man teure Verstärker die irgendwie mit Strom versorgt werden müssen. Wenn nämlich dein Telefon und die Vst nicht mehr kommunizieren können ist bei ISDN Schluß, bei analog nimmt mit zunehmender Leitungslänge die Lautstärke ab und der Signal/Rauschabstand verringert sich. Da sind zur Not auch 20km möglich, klingt zwar schlecht aber geht. Bei ISDN ist da schon lange vorher Schluß.


Grüße

Ed
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[1.1.1.1.1.1.1.1.2] Martin Kissel antwortet auf Ed
25.07.2003 02:53
Ein NTBA kostet einen Bruchteil dessen, was ein a/d-Wandler kostet.
Ach was kostet denn so ein supertolles Bauteil? Ein par Cent, mehr nicht. Die hast du massenweise im PC, in jedem ISDN Telefon sind sie auch, im Discman..... kurz: überall.

Da kommen aber noch ein paar zusätzliche Dinge dazu. CLIP-Funktion, um nur ein Stichwort zu nennen.


Wer 2 Kanäle braucht, hat sie bereits. Meine Oma hat nur ein Telefon, die kann auch über 2 Kanäle nicht mehr telefonieren. Und sie wird sich sicher kein zweites kaufen (nicht mal geschenkt nehmen) um 2 Gespräche gleichzeitig zu führen.

Wozu hat sie denn ISDN?
Warum kein Genion?



Nope. Höheren Aufwand gibt es nicht bei ISDN - im Gegenteil.
Doch. s.o.
Allerdings ist der nicht allzu groß, aber dennoch vorhanden.

Es gibt Stellen, da ist kein ISDN möglich.
Sei es auf Grund einer exorbitanten Leitungslänge oder aber zu wenig Kabeln in der Erde. Da werden dann iirc 30 Leitungen über zwei Adern bis zum Endkunden geschickt und dort "aufgedröselt". Mir wäre nicht bekannt, daß das auch mit ISDN machbar ist.
D.h. möglich mittlerweile sicher, aber das kostet....
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[1.1.1.1.1.1.1.1.2.1] Ed antwortet auf Martin Kissel
25.07.2003 12:18
Benutzer Martin Kissel schrieb:
Ein NTBA kostet einen Bruchteil dessen, was ein a/d-Wandler kostet.
Ach was kostet denn so ein supertolles Bauteil? Ein par Cent, mehr nicht. Die hast du massenweise im PC, in jedem ISDN Telefon sind sie auch, im Discman..... kurz: überall.

Da kommen aber noch ein paar zusätzliche Dinge dazu. CLIP-Funktion, um nur ein Stichwort zu nennen.

Ja die müssen bei analog erst noch eigekoppelt werden. Ist also wieder ein Vorteil für ISDN. Aber das ganze spielt eh keine Rolle da vermutlich die Steckkarten die selben sind.

Wer 2 Kanäle braucht, hat sie bereits. Meine Oma hat nur ein Telefon, die kann auch über 2 Kanäle nicht mehr telefonieren. Und sie wird sich sicher kein zweites kaufen (nicht mal geschenkt nehmen) um 2 Gespräche gleichzeitig zu führen.

Wozu hat sie denn ISDN?

Hat sie ja nicht. Hier ging es irgendwann mal da drum das die Telekom ISDN billiger als Analog heute anbieten könnte wenn man alle analogen abschafft. Und mit meinet Oma wollte ich sagen das es für sie keinerlei Mehrwert bringen würde wenn sie ISDN hätte.

Warum kein Genion?

Wäre bei ihrem Telefonieraufkommen sicher eine Überlegung, wen sie nicht auf einem Kaff wohnen würde. Aber selbst wenn es ginge braucht sie einen guten Lautsprecher und ein paar Tasten die sie problemlos trifft, da hat sie mit modernen Handys kein leichtes Leben. Bin mal gespannt wann ein Hersteller ein Einfaches, großes, leicht zu bedienendes Gerät für ältere Menschen entwickelt.

Nope. Höheren Aufwand gibt es nicht bei ISDN - im Gegenteil.
Doch. s.o.
Allerdings ist der nicht allzu groß, aber dennoch vorhanden.

Es gibt Stellen, da ist kein ISDN möglich.
Sei es auf Grund einer exorbitanten Leitungslänge

richtig, da ist analog klar im Vorteil.

oder aber zu wenig Kabeln in der Erde. Da werden dann iirc 30 Leitungen über zwei Adern bis zum Endkunden geschickt und dort "aufgedröselt".
Mir wäre nicht bekannt, daß das auch mit ISDN machbar ist. D.h. möglich mittlerweile sicher, aber das kostet....

Das sollte funktionieren, allerdings kannst du dann nur 15 ISDN Anschlüsse schalten weil du ja nur 30 Kanäle hast. Dann gibt es da noch andere Möglichkeiten, z.B. kann man auch mehr Kanäle über 30 laufen lassen, es telefonieren ja eh nie alle gleichzeitig. Nur wird die Telekom sicher nicht ihr komplettes Netz umbauen weil ISDN angeblich billiger ist als analog.
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[1.1.1.1.1.1.1.1.2.1.1] chb antwortet auf Ed
25.07.2003 13:52
Benutzer Ed schrieb:
Warum kein Genion?

Weil es vielleicht Leute gibt, die schlicht mit modernen Handies nicht mehr klarkommen? Gerade älltere Menschen mit arthritischen Fingern wired man wohl kaum die Bedienung moderner Fummelhandys zumuten wollen. Der "Motorola-Knochen" von anno Tobak ist da gerade richtig...

leichtes Leben. Bin mal gespannt wann ein Hersteller ein Einfaches, großes, leicht zu bedienendes Gerät für ältere Menschen entwickelt.

Das interessiert mich auch mal. Nur da ist nämlich noch Wachstumspotential zu sehen.

Es gibt Stellen, da ist kein ISDN möglich. Sei es auf Grund einer exorbitanten Leitungslänge
richtig, da ist analog klar im Vorteil.

Das ist aber recht selten der Fall.

wenig Kabeln in der Erde. Da werden dann iirc 30 Leitungen über zwei Adern bis zum Endkunden geschickt und dort "aufgedröselt".
Mir wäre nicht bekannt, daß das auch mit ISDN machbar ist.

Doch, geht. Ich hatte mal so einen über PCM-Multiplexer geschalteten Anschluss. Allerdings hatte der, der nach mir in das Zimmer (Wohnheim in altem Haus) gezogen ist keine Chance, mit dem Analogmodem mehr als 33,6 kBit/s zu erreichen

D.h. möglich mittlerweile sicher, aber das kostet....
Das sollte funktionieren, allerdings kannst du dann nur 15 ISDN Anschlüsse schalten weil du ja nur 30 Kanäle hast.

Wenn wirklich nur 1 Adernpaar da ist, dann geht sogar nur noch weniger, weil 1 ISDN-Anschluss = 2x B-Kanal + 1x D-Kanal. Macht 144 kBit/s.

gleichzeitig. Nur wird die Telekom sicher nicht ihr komplettes Netz umbauen weil ISDN angeblich billiger ist als analog.

Einfaches Rechenexempel: wäre die Ersparnis bzw. die wahrscheinlichen Mehreinkünfte über die Abschreibungszeit der Geräte gesehen höher als die Investition? Wenn nein, wird das *niemals* so kommen - es lohnt sich unternehmerisch nicht und einen technologischen Vorteil hat man auch nicht.

Benni
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[1.1.1.1.1.1.1.1.2.1.1.1] Ed antwortet auf chb
25.07.2003 17:51
Benutzer chb schrieb:
Benutzer Ed schrieb:
Warum kein Genion?

Weil es vielleicht Leute gibt, die schlicht mit modernen Handies nicht mehr klarkommen? Gerade älltere Menschen mit arthritischen Fingern wired man wohl kaum die Bedienung moderner Fummelhandys zumuten wollen. Der "Motorola-Knochen" von anno Tobak ist da gerade richtig...

leichtes Leben. Bin mal gespannt wann ein Hersteller ein Einfaches, großes, leicht zu bedienendes Gerät für ältere Menschen entwickelt.

Das interessiert mich auch mal. Nur da ist nämlich noch Wachstumspotential zu sehen.

Hat aber ein Imageproblem: Welche alten Leute wollen den Produkte für alte Leute? EineOma aus dem Bekanntenkreis weigert sich zum Rentnertreff zu gehen. Begründung: Was soll ich bei den alten Leuten? Erklär als 25jähriger mal das 75 durchaus alt ist. :-)

Es gibt Stellen, da ist kein ISDN möglich. Sei es auf Grund einer exorbitanten Leitungslänge
richtig, da ist analog klar im Vorteil.

Das ist aber recht selten der Fall.

Das stimmt. Nur wenn es so ist dann ist der Aufwand zur Störungsbeseitigung enorm.

wenig Kabeln in der Erde. Da werden dann iirc 30 Leitungen über zwei Adern bis zum Endkunden geschickt und dort "aufgedröselt".
Mir wäre nicht bekannt, daß das auch mit ISDN machbar ist.

Doch, geht. Ich hatte mal so einen über PCM-Multiplexer geschalteten Anschluss. Allerdings hatte der, der nach mir in das Zimmer (Wohnheim in altem Haus) gezogen ist keine Chance, mit dem Analogmodem mehr als 33,6 kBit/s zu erreichen

Da sollte er eigentlich keine Probleme wegen deinem ISDN haben. Der Unterschied ist nur das sein a/d Wandler jetzt nicht mehr in der Vst sondern am Ende der PCM-Strecke liegt. Kann aber sein das es ein Übersprechen zwischen den Leitungen zwischen PCM und den Dosen kam. Aber die 56K Kann man eh kaum erreichen, evtl. war das PCM Ding auch nur unfähig. Bei alten Telefonanlagen ging das auch nur bis 9.6kBit.

D.h. möglich mittlerweile sicher, aber das kostet....
Das sollte funktionieren, allerdings kannst du dann nur 15 ISDN Anschlüsse schalten weil du ja nur 30 Kanäle hast.

Wenn wirklich nur 1 Adernpaar da ist, dann geht sogar nur noch weniger, weil 1 ISDN-Anschluss = 2x B-Kanal + 1x D-Kanal. Macht 144 kBit/s.

Theoretisch ja, aber das Verfahren heißt PCM32. Da hast du 30 Nutzkanäle, 1 Datenkanal und ein Syncronisationskanal. Wenn du da jetzt 15 ISDN Anschlüsse drüberschiebst hättest du theoretisch 240kBit Datenkanäle, die werden aber in einem 64kBit Kanal zusammengefasst. Der Datenkanal überträgt nur recht wenig, da reicht ein Kanal.

gleichzeitig. Nur wird die Telekom sicher nicht ihr komplettes Netz umbauen weil ISDN angeblich billiger ist als analog.

Einfaches Rechenexempel: wäre die Ersparnis bzw. die wahrscheinlichen Mehreinkünfte über die Abschreibungszeit der Geräte gesehen höher als die Investition? Wenn nein, wird das *niemals* so kommen - es lohnt sich unternehmerisch nicht und einen technologischen Vorteil hat man auch nicht.

Genau das ist es. Und schon gar nicht wenn man ISDN zum Preis von etwas weniger als Analog anbieten würde, darum ding es nämlich hier. Außerdem weiß niemand wie lange die Abschreibungszeit ist, oder wer will behaupten das es in 5, 10 oder 20 Jahren nich analog/ISDN gibt. Cisco wirbt heute schon in einem Nebensatz seiner Werbung "...und hier ist ihr neues IP Telefon. Das man damit sparen kann...". Das kann also schneller gehen als man heute denkt.
Falls es IP Telefonie gibt, wird vermutlich zuerst ISDN aufgegeben werden, da hier eher die Poweruser sind und man dann den bisher für ISDN genutzten Frequenzbereich mit in DSL integrieren aknn.

Grüße

Ed
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[1.1.1.1.2] Sir John antwortet auf hdontour
24.07.2003 17:49
Benutzer hdontour schrieb:
Benutzer klaussc schrieb:

selbst auf N-TV hieß es gestern schon, daß die Telekom erhöhen m u s s......, er hat schon Recht, mit dem was er schreibt

Was ein Schwachsinn, das ist doch jetzt mehrfach hier erklärt worden, wann kommt noch Super-RTL und die Bild-Zeitung?

Außerdem sehe ich noch eine Schere zwischen Analog und ISDN-Anschluss, dieser Preisunterschied lässt sich nämlich auch nicht sachlich erklären.

Schließlich ist die Hauptinvestition die, in die letzte Meile (2 Kupferadern) und das ist bei beiden Anschlüssen gleich, lediglich ein paar "billige" Baugruppen rechtfertigen keine zusätzlichen monatlichen Gebühren von 8 Euro, deswegen bieten übrigens die altenativen Anbieter erst gar keine analogen Anschlüsse an.

Wieder ein Fall von Quersubvention (ISDN zu Analog), das heißt jetzt nicht das Analog zu billig sondern ISDN zu teuer ist.

Gruß

Klaus


das Geschrei hier möchte ich hören, wenn die Telekom Analog ersatzlos streicht und jeder ISDN nehmen muss, wie bei den Alternaiven....

Ich habe einen Analoganschluß. Bei NetCologne. Wird nicht mehr *offen* vermarktet, gibt's aber überall da, wo NetCologne die "Letzte Meile" selbst verbuddelt hat. Ferner ist analog zusammen mit einem Internetzugang via DSL oder Kabel erhältlich. Und ältere Analog-Kunden genießen Bestandsschutz, auch bei Umzug innerhalb des Lizenzgebiets. Ich denke, andere regionale Telefongesellschaften halten's ähnlich. Die Kosten für's Verbuddeln fallen nur einmal an, die TAL-Miete jeden Monat. Darum lohnt's sich vielfach für die "Alternaiven" nicht, Analoganschlüsse anzubieten. Und die Telekom nennt fast überall die "Letzte Meile" ihr Eigen und kann deswegen generell einen Analoganschluß anbieten. Ob der Preis dafür ein politischer ist, vermag ich nicht zu beurteilen.
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[1.1.1.2] talk antwortet auf klaussc
24.07.2003 16:29
Hallo,

Benutzer klaussc schrieb:
Außerdem sehe ich noch eine Schere zwischen Analog und ISDN-Anschluss, dieser Preisunterschied lässt sich nämlich auch nicht sachlich erklären.

Was oft vergessen wird:

Für einen ISDN-Anschluß mit seinen 2 Basiskanälen müssen im Telefonnetz auch mehr Kapazitäten vorgehalten werden, als für einen einfachen Analoganschluß.

Bsp: 10 Kunden mit ISDN-Anschluß können in der Spitze 20 Sprachkanäle belegen, 10 Analog-Kunden max. 10 Kanäle...

Zudem gibt es bei einem ISDN-Anschluß auch in der Regel einiges an Zusatzleistungen (Komfortmerkmale, etc.), die es bei Analog nicht oder nur gegen Aufpreis gibt. Von den mehreren Rufnummern bei ISDN ganz zu schweigen...

Der preisliche Unterschied zwischen Analog und ISDN könnte aber zugegebenermaßen etwas niedriger ausfallen. Die Erhöhung bei den Analog-Anschlüssen trägt aber ja auch ihren Teil zu einer leichten Angleichung bei.

Und der Telekom-Preis für ISDN-Anschlüsse wird ja von vielen Konkurrenten unterboten und bringt so den Wettbewerb etwas in Gang...

cu talk
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[1.1.1.2.1] keine Alternative
klaussc antwortet auf talk
24.07.2003 16:45
Benutzer talk schrieb:
Hallo,

Benutzer klaussc schrieb:
Außerdem sehe ich noch eine Schere zwischen Analog und ISDN-Anschluss, dieser Preisunterschied lässt sich nämlich auch nicht sachlich erklären.

Was oft vergessen wird:

Für einen ISDN-Anschluß mit seinen 2 Basiskanälen müssen im Telefonnetz auch mehr Kapazitäten vorgehalten werden, als für einen einfachen Analoganschluß.

Das verursacht aber kaum Kosten, es sind die einzelenen Adern, quer über die Straße, die relativ teuer sind.

an Zusatzleistungen (Komfortmerkmale, etc.), die es bei Analog nicht oder nur gegen Aufpreis gibt. Von den mehreren Rufnummern bei ISDN ganz zu schweigen...

Auch das kostet kaum Geld, ein ISDN Komfortanschluss wäre auch noch teurer als die 8 Euro, MSN´s sind Bits im Rechner, lediglich die Regulierungsbehörde kassiert einige Euro einmalige Gebühren (was trotzdem wieder überzogen ist)

Der preisliche Unterschied zwischen Analog und ISDN könnte aber zugegebenermaßen etwas niedriger ausfallen. Die Erhöhung bei den Analog-Anschlüssen trägt aber ja auch ihren Teil zu einer leichten Angleichung bei.

Es soll ja nicht der Analoganschluss teurer werden, sondern der ISDN-Anschluss billiger ;-)

Und der Telekom-Preis für ISDN-Anschlüsse wird ja von vielen Konkurrenten unterboten und bringt so den Wettbewerb etwas in Gang...

Die alternativen Carrier sind für mich keine Alternative, insbesondere die hohen Gesprächskosten wg des fehlenden cbc sind unakzeptabel.

Gruß

Klaus
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[1.1.1.3] MartyK antwortet auf klaussc
24.07.2003 16:38
Benutzer klaussc schrieb:

Außerdem sehe ich noch eine Schere zwischen Analog und ISDN-Anschluss, dieser Preisunterschied lässt sich nämlich auch nicht sachlich erklären.

Schließlich ist die Hauptinvestition die, in die letzte Meile (2 Kupferadern) und das ist bei beiden Anschlüssen gleich, lediglich ein paar "billige" Baugruppen rechtfertigen keine zusätzlichen monatlichen Gebühren von 8 Euro, deswegen bieten übrigens die altenativen Anbieter erst gar keine analogen Anschlüsse an.

Ack.


Wieder ein Fall von Quersubvention (ISDN zu Analog), das heißt jetzt nicht das Analog zu billig sondern ISDN zu teuer ist.

Stimmt. ISDN müsste viel kostengünstiger sein als ein Analoganschluss, weil sowohl die Technik als auch die Wartung kostengünstiger sind bei ISDN. Grund: Du bist selber für die Stromversorgung verantwortlich, die Telekom braucht weniger a/b-Adapterchips und damit auch weniger Hardware in den Vermittlungsstellen. Alles viel weniger Aufwand für die T-Kom, mehr Aufwand für den Teilnehmer, er braucht Endgeräte und die ganze Analog-Digital-Wandlung (beim Telefongespräch).

Martin
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[1.1.1.3.1] chb antwortet auf MartyK
24.07.2003 17:00
Benutzer MartyK schrieb:
Vermittlungsstellen. Alles viel weniger Aufwand für die T-Kom, mehr Aufwand für den Teilnehmer, er braucht Endgeräte und die ganze Analog-Digital-Wandlung (beim Telefongespräch).

Das liesse sich bequem wie in der Schweiz lösen: die dortigen NTBAs enthalten einen simplen A/D-Wandler und haben auch 2(?) analoge Ausgänge neben den digitalen. In grossen Massen produziert dürften die auch nicht viel teurer sein als die bisher eingesetzten. Damit könnte man alle Teilnehmer auf ISDN umstellen. Allerdings ist das kaum wünschenswert bei den derzeitigen ISDN-Preisen, denn Oma Erna hat durch einen weiteren Kanal keinen Mehrwert - insofern ist es nur eine theoretische Überlegung.

Benni
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[1.1.1.3.1.1] MartyK antwortet auf chb
24.07.2003 17:30
Benutzer chb schrieb:
Benutzer MartyK schrieb:
Vermittlungsstellen. Alles viel weniger Aufwand für die T-Kom, mehr Aufwand für den Teilnehmer, er braucht Endgeräte und die ganze Analog-Digital-Wandlung (beim Telefongespräch).

Das liesse sich bequem wie in der Schweiz lösen: die dortigen NTBAs enthalten einen simplen A/D-Wandler und haben auch 2(?) analoge Ausgänge neben den digitalen.

Die Frage ist nur: Wenn man einen NTBA und somit ISDN hat, wozu braucht man dann noch analoge Ausgänge?

Martin
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[1.1.1.3.1.1.1] chb antwortet auf MartyK
24.07.2003 17:49
Benutzer MartyK schrieb:
Das liesse sich bequem wie in der Schweiz lösen: die dortigen NTBAs enthalten einen simplen A/D-Wandler und haben auch 2 analoge Ausgänge neben den digitalen.
Die Frage ist nur: Wenn man einen NTBA und somit ISDN hat, wozu braucht man dann noch analoge Ausgänge?

Damit man analoge Endgeräte anschliessen kann. Schliesslich sind die erheblich preiswerter als ISDN-Endgeräte. An kleinen TK-Anlagen schliesst man ja gewöhnlicherweise auch überwiegend Analogapparate an - Systemtelefone sind im Heimbereich nicht besonders verbreitet, ISDN-Telefone auch nicht unbedingt.
Um nur zu telefonieren genügen die Funktionen, die man von analogen Apparaten per Codeziffern aus erreichen kann. Solche Wandler im NTBA sollten aber sinnigerweise die CLIP-Funktion und ein paar andere "Basics" (CCBS, etc.) bereitstellen, sonst sind sie wirklich sinnlos.

Aber das ist wirklich alles rein hypothetisch.

Benni
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[1.1.1.3.1.1.1.1] MartyK antwortet auf chb
24.07.2003 18:23
Benutzer chb schrieb:
Benutzer MartyK schrieb:
Das liesse sich bequem wie in der Schweiz lösen: die dortigen NTBAs enthalten einen simplen A/D-Wandler und haben auch 2 analoge Ausgänge neben den digitalen.
Die Frage ist nur: Wenn man einen NTBA und somit ISDN hat, wozu braucht man dann noch analoge Ausgänge?

Damit man analoge Endgeräte anschliessen kann.

Ups, logisch.

Martin
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[1.1.1.3.2] talk antwortet auf MartyK
24.07.2003 18:25
Hallo,

Benutzer MartyK schrieb:
Stimmt. ISDN müsste viel kostengünstiger sein als ein Analoganschluss, weil sowohl die Technik als auch die Wartung kostengünstiger sind bei ISDN.

Würde ich so nicht sagen.

Grund: Du bist selber für die Stromversorgung verantwortlich,

Der NTBA selbst kann auch über die Telefonleitung gespeist werden, zudem brauchen viele Analoggeräte heute auch einen extra Stromanschluß.

die Telekom braucht weniger a/b-Adapterchips und damit auch weniger Hardware in den Vermittlungsstellen. Alles viel weniger Aufwand für die T-Kom,

Meines Wissens sind die entsprechenden Vermittlungseinrichtungen
für Analog und ISDN tauglich und werden einfach einsprechend eingestellt. Daß durch einen Wegfall der Analog-Wandel-Funktion große Kosteneinsparungen möglich sein solle, halte ich für eher unwahrscheinlich. Oder wäre ein Golf viel billiger, wenn man extra für Dich die Lüftungsanlage weglassen würde? ;-)

Und wie ich in dem anderen Artikel schon geschrieben habe, darf man nicht vergessen, daß für einen ISDN-Anschluß aufgrund des zweiten Kanals auch mehr Vermittlunskapazitäten im Telefonnetz vorgehalten werden müssen. Das dürfte viel eher ins Geld gehen.

Und wohin das führen kann, wenn die vorhandenen Vermittlungskapazitäten eben nicht mehr ausreichen, hat man ja teilweise in der Blütezeit der Flatrates für Analog/ISDN (T-Online, Sonnet, NGI,...) gesehen.

cu talk
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[1.1.1.3.2.1] MartyK antwortet auf talk
24.07.2003 18:38
Benutzer talk schrieb:
Hallo,

Benutzer MartyK schrieb:
Stimmt. ISDN müsste viel kostengünstiger sein als ein Analoganschluss, weil sowohl die Technik als auch die Wartung kostengünstiger sind bei ISDN.

Würde ich so nicht sagen.

Grund: Du bist selber für die Stromversorgung verantwortlich,

Der NTBA selbst kann auch über die Telefonleitung gespeist werden, zudem brauchen viele Analoggeräte heute auch einen extra Stromanschluß.

Also, MEIN NTBA braucht zusätzlich Strom, mein vorheriges analoges Telefon benötigte keinen.


die Telekom braucht weniger a/b-Adapterchips und damit auch weniger Hardware in den Vermittlungsstellen. Alles viel weniger Aufwand für die T-Kom,

Meines Wissens sind die entsprechenden Vermittlungseinrichtungen für Analog und ISDN tauglich und werden einfach einsprechend eingestellt. Daß durch einen Wegfall der Analog-Wandel-Funktion große Kosteneinsparungen möglich sein solle, halte ich für eher unwahrscheinlich.

Wenn weniger Hardware in den Vermittlungssstellen gebraucht wird, bedeutet das auch weniger Einwand, diese zu konfigurieren und evtl. zu warten. In Zeiten der Kostenersparnis ist das also ein nicht zu unterschätzender Faktor. Ich zitiere aus einem Posting von Ulrich Schwarz im Usenet:
"Wenn _alle_ Kunden ISDN haetten und die DTAG Analoganschluesse nicht
mehr supporten muesste, dann koennte jedenfalls die ganze
A/D-Wandler-Technik fuer Analoganschluesse bei der DTAG wegfallen.
Damit ist nachgewiesen, dass es fuer die DTAG wesentlich guenstiger
waere, wenn alle Kunden automatisch von ihr auf ISDN umgestellt
wuerden. Dann koennte sie sich die ganze spezielle A/D-Technik fuer
Anlaloganschluesse sparen und koennte nebenbei auch noch auf die
Stromversorgung der Haushalte durch ihre Leitungen verzichten."


Oder wäre ein Golf viel billiger, wenn man extra für Dich die Lüftungsanlage weglassen würde? ;-)

Wenn es nur die Lüftungsanlage wäre...


Und wie ich in dem anderen Artikel schon geschrieben habe, darf man nicht vergessen, daß für einen ISDN-Anschluß aufgrund des zweiten Kanals auch mehr Vermittlunskapazitäten im Telefonnetz vorgehalten werden müssen. Das dürfte viel eher ins Geld gehen.

Nun, dafür müssen ja auch noch analoge Anschlüsse supported werden, das kostet auch bei der Wartung mehr Geld. Ich glaube nicht, dass die Bereithaltung eines 2. Kanals so viel mehr ins Gewicht fällt.


Und wohin das führen kann, wenn die vorhandenen Vermittlungskapazitäten eben nicht mehr ausreichen, hat man ja teilweise in der Blütezeit der Flatrates für Analog/ISDN (T-Online, Sonnet, NGI,...) gesehen.

Deswegen wird ja auch immer weiter ausgebaut.

Martin
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[1.1.1.3.2.1.1] koelli antwortet auf MartyK
24.07.2003 19:13
Benutzer MartyK schrieb:
Ich zitiere aus einem Posting von Ulrich Schwarz im Usenet:
"Wenn _alle_ Kunden ISDN haetten und die DTAG Analoganschluesse nicht mehr supporten muesste, dann koennte jedenfalls die ganze A/D-Wandler-Technik fuer Analoganschluesse bei der DTAG wegfallen.
Damit ist nachgewiesen, dass es fuer die DTAG wesentlich guenstiger waere, wenn alle Kunden automatisch von ihr auf ISDN umgestellt wuerden. Dann koennte sie sich die ganze spezielle A/D-Technik fuer Anlaloganschluesse sparen und koennte nebenbei auch noch auf die Stromversorgung der Haushalte durch ihre Leitungen verzichten."

Ach, plötzlich könnte man also doch auf den NTBA verzichten, wenn man alle auf ISDN umstellen würde?
Genau diese Frage nach dem Verzicht auf NTBAs habe ich vor Monaten schon mal hier im Forum gestellt und als Antwort bekommen, dass man für ISDN immer Wandler brauchen wird...
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[1.1.1.3.2.1.1.1] talk antwortet auf koelli
24.07.2003 19:20
Hallo,

Benutzer koelli schrieb:
Benutzer MartyK schrieb:
>> "Wenn _alle_ Kunden ISDN haetten und die DTAG
>> Analoganschluesse nicht mehr supporten muesste, dann koennte
>> jedenfalls die ganze A/D-Wandler-Technik fuer
>> Analoganschluesse bei der DTAG wegfallen.
>
Ach, plötzlich könnte man also doch auf den NTBA verzichten, wenn man alle auf ISDN umstellen würde?

Den NTBA scheint Marty nicht zu meinen, aber der gehört ja auch nicht zu A/D-Technik.

Genau diese Frage nach dem Verzicht auf NTBAs habe ich vor Monaten schon mal hier im Forum gestellt und als Antwort bekommen, dass man für ISDN immer Wandler brauchen wird...

Auf den NTBA wird man wohl in der Tat wahrscheinlich nie verzichten können, der er wandelt das eingehende Uk0-Signal (das mit einer Doppelader auskommt) in ein S0-Signal (das zwei Leitungspaare braucht) für die hausinterne Verteilung und die angeschlossenen Geräte um.

cu talk
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[1.1.1.3.2.1.1.1.1] Ed antwortet auf talk
24.07.2003 21:01
Benutzer talk schrieb:
Hallo,

Benutzer koelli schrieb:
Benutzer MartyK schrieb:
>> "Wenn _alle_ Kunden ISDN haetten und die DTAG >> Analoganschluesse nicht mehr supporten muesste, dann
koennte
>> jedenfalls die ganze A/D-Wandler-Technik fuer >> Analoganschluesse bei der DTAG wegfallen.
>
Ach, plötzlich könnte man also doch auf den NTBA verzichten, wenn man alle auf ISDN umstellen würde?

Der NTBA ist systembedingt, das hat nix damit zu tun ob es noch analoge Anschlüsse gibt.

Den NTBA scheint Marty nicht zu meinen, aber der gehört ja auch nicht zu A/D-Technik.

Genau diese Frage nach dem Verzicht auf NTBAs habe ich vor Monaten schon mal hier im Forum gestellt und als Antwort bekommen, dass man für ISDN immer Wandler brauchen wird...

Auf den NTBA wird man wohl in der Tat wahrscheinlich nie verzichten können, der er wandelt das eingehende Uk0-Signal (das mit einer Doppelader auskommt) in ein S0-Signal (das zwei Leitungspaare braucht) für die hausinterne Verteilung und die angeschlossenen Geräte um.

Stimmt, das sind 2 total verschiedene Standards. Uk0 ist für die Strecke von ca. 5 Km gemacht, da kann man auch nur einen NTBA dranmachen. Der wandelt auf den S0 Bus der 4 adrig ist und an dem mehrere Telefone parallel angeschlossen werden. Nebenbei übernimmt er nich die Speisung dieser Telefone. Die S0 Länge ist aber begrenzt, wenn ich mich recht erinnere auf 150m.

Grüße

Ed
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[1.1.1.3.2.1.1.1.2] koelli antwortet auf talk
25.07.2003 12:01
Benutzer talk schrieb:
Hallo,

Benutzer koelli schrieb:
Benutzer MartyK schrieb:
>> "Wenn _alle_ Kunden ISDN haetten und die DTAG >> Analoganschluesse nicht mehr supporten muesste, dann
koennte
>> jedenfalls die ganze A/D-Wandler-Technik fuer >> Analoganschluesse bei der DTAG wegfallen.
>
Ach, plötzlich könnte man also doch auf den NTBA verzichten, wenn man alle auf ISDN umstellen würde?

Den NTBA scheint Marty nicht zu meinen, aber der gehört ja auch nicht zu A/D-Technik.

Genau diese Frage nach dem Verzicht auf NTBAs habe ich vor Monaten schon mal hier im Forum gestellt und als Antwort bekommen, dass man für ISDN immer Wandler brauchen wird...

Auf den NTBA wird man wohl in der Tat wahrscheinlich nie verzichten können, der er wandelt das eingehende Uk0-Signal (das mit einer Doppelader auskommt) in ein S0-Signal (das zwei Leitungspaare braucht) für die hausinterne Verteilung und die angeschlossenen Geräte um.

cu talk

Danke Leute für die Erklärungen!
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[1.1.1.3.2.1.2] talk antwortet auf MartyK
24.07.2003 19:33
Hallo,

Benutzer MartyK schrieb:
Also, MEIN NTBA braucht zusätzlich Strom, mein vorheriges analoges Telefon benötigte keinen.

Der NTBA selbst müßte auch ohne Stromanschluß funktionieren, allerdings kann er dann IIRC selbst keine weiteren Geräte speisen o.ä...

Wenn weniger Hardware in den Vermittlungssstellen gebraucht wird, bedeutet das auch weniger Einwand, diese zu konfigurieren und evtl. zu warten. In Zeiten der Kostenersparnis ist das also ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Du tust so, als ob die A/D-Wandler riesige separate Geräte wären, die viel Geld in Anschaffung und Unterhalt kosten. Meines Wissens ist diese Wandelfunktion aber in die Vst.-Technik schon ohne großen Aufwand fertig eingebaut.

In den ISDN-Telefon ist ja auch ein A/D-Wandler drin, das dürfte nicht viel mehr als ein Chip, bzw. eine Funktion auf einem solchen sein.

Ich zitiere aus einem Posting von Ulrich Schwarz im Usenet: "Wenn _alle_ Kunden ISDN haetten und die DTAG Analoganschluesse nicht mehr supporten muesste, dann koennte jedenfalls die ganze A/D-Wandler-Technik fuer Analoganschluesse bei der DTAG wegfallen.

Ich bezweifle, ob ein Carrier überhaupt Vermittlungstechnik für den Endkundenanschluß einkaufen kann, die *nicht* Analog unterstützt. Schließlich ist diese Technik noch sehr weit in Europa verbreitet. Den Telco-Ausrüster möchte ich mal sehen, der
das in seiner Technik nicht berücksichtigt.

Und selbst wenn es "ISDN-only"-Technik geben würde, glaube ich nicht, daß sie wesentlich günstiger wäre.

Oder wäre ein Golf viel billiger, wenn man extra für Dich die Lüftungsanlage weglassen würde? ;-)

Wenn es nur die Lüftungsanlage wäre...

Was ich mit diesem Beispiel sagen wollte: Es wird wahrscheinlich mehr Kosten verursachen, ein Grundmerkmal eines Produktes extra für einen Nachfrager auszubauen, als man durch einen Wegfall dieses Merkmals sparen könnte...

>> [mehr Vst.-Kapazitäten für ISDN]
>
Nun, dafür müssen ja auch noch analoge Anschlüsse supported werden, das kostet auch bei der Wartung mehr Geld. Ich glaube nicht, dass die Bereithaltung eines 2. Kanals so viel mehr ins Gewicht fällt.

Im Alltag dürfte ein POTS-Anschluß vermutlich nicht wesentlich wartungsintensiver sein, als ein ISDN-Anschluß.

Das Bereitstellen von evtl. zusätzlichen Vst.-Kapazitäten dürfte vermutlich deutlich kostenintensiver sein.

cu talk
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[1.1.1.3.2.1.2.1] MartyK antwortet auf talk
24.07.2003 20:05
Benutzer talk schrieb:
Hallo,

Benutzer MartyK schrieb:
Also, MEIN NTBA braucht zusätzlich Strom, mein vorheriges analoges Telefon benötigte keinen.

Der NTBA selbst müßte auch ohne Stromanschluß funktionieren, allerdings kann er dann IIRC selbst keine weiteren Geräte speisen o.ä...

Ja, da hängt der Splitter dran. Aber auch davor hing der NTBA am Stromnetz, soviel ich weiß.


Wenn weniger Hardware in den Vermittlungssstellen gebraucht wird, bedeutet das auch weniger Einwand, diese zu konfigurieren und evtl. zu warten. In Zeiten der Kostenersparnis ist das also ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Du tust so, als ob die A/D-Wandler riesige separate Geräte wären, die viel Geld in Anschaffung und Unterhalt kosten.

Auch kleine Dinge können viel kosten. ;) Zudem macht es auch die Masse derer aus.


Meines Wissens ist diese Wandelfunktion aber in die Vst.-Technik schon ohne großen Aufwand fertig eingebaut.

In den ISDN-Telefon ist ja auch ein A/D-Wandler drin, das dürfte nicht viel mehr als ein Chip, bzw. eine Funktion auf einem solchen sein.

s. o.


Ich zitiere aus einem Posting von Ulrich Schwarz im Usenet: "Wenn _alle_ Kunden ISDN haetten und die DTAG Analoganschluesse nicht mehr supporten muesste, dann koennte jedenfalls die ganze A/D-Wandler-Technik fuer Analoganschluesse bei der DTAG wegfallen.

Ich bezweifle, ob ein Carrier überhaupt Vermittlungstechnik für den Endkundenanschluß einkaufen kann, die *nicht* Analog unterstützt. Schließlich ist diese Technik noch sehr weit in Europa verbreitet. Den Telco-Ausrüster möchte ich mal sehen, der das in seiner Technik nicht berücksichtigt.

Das denke ich auch. Aber den Gedankengang fand ich trotzdem interessant.


Und selbst wenn es "ISDN-only"-Technik geben würde, glaube ich nicht, daß sie wesentlich günstiger wäre.

Klar, wer lässt sich Exklusivität denn auch nicht extra bezahlen?


Oder wäre ein Golf viel billiger, wenn man extra für Dich die Lüftungsanlage weglassen würde? ;-)

Wenn es nur die Lüftungsanlage wäre...

Was ich mit diesem Beispiel sagen wollte: Es wird wahrscheinlich mehr Kosten verursachen, ein Grundmerkmal eines Produktes extra für einen Nachfrager auszubauen, als man durch einen Wegfall dieses Merkmals sparen könnte...

Ok. Aber ob ein Auto ohne Lüftungsanlage wirklich nicht um einiges weniger kostet?


>> [mehr Vst.-Kapazitäten für ISDN]
>
Nun, dafür müssen ja auch noch analoge Anschlüsse supported werden, das kostet auch bei der Wartung mehr Geld. Ich glaube nicht, dass die Bereithaltung eines 2. Kanals so viel mehr ins Gewicht fällt.

Im Alltag dürfte ein POTS-Anschluß vermutlich nicht wesentlich wartungsintensiver sein, als ein ISDN-Anschluß.

Das Bereitstellen von evtl. zusätzlichen Vst.-Kapazitäten dürfte vermutlich deutlich kostenintensiver sein.

Das bezweifle ich.

Der Preis für ISDN wurde anhand der Zusatzfunktionen festgelegt (2 Leitungen, also ca. 2x Analog-Grundgebühr) und hat nix
mit den wirklichen Kosten zu tun.

Martin
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[1.1.1.3.2.1.2.1.1] Martin Kissel antwortet auf MartyK
25.07.2003 02:45
Der NTBA selbst müßte auch ohne Stromanschluß funktionieren, allerdings kann er dann IIRC selbst keine weiteren Geräte speisen o.ä...
Ja, da hängt der Splitter dran. Aber auch davor hing der NTBA am Stromnetz, soviel ich weiß.

Der NTBA muß nur dann ans Stromnetz angeschlossen werden, wenn ISDN-Geräte ohne eigene Stromversorgung angeschlossen werden.
Hänge ich also z.B. ein Telefon mit eigenen Netzteil und einen PC dran, benötigt mein NTBA keinen eigenen Anschluß. Sobald ich aber ein 'kleines' ISDN-Telefon dranhänge, muß er ans Stromnetz, damit er das Telefon versorgen kann.

Ist übrigens unabhängig davon, ob noch ein Splitter davorhängt oder nicht. Der Splitter hat generell keinen Stromanschluß.



Du tust so, als ob die A/D-Wandler riesige separate Geräte wären, die viel Geld in Anschaffung und Unterhalt kosten.
Auch kleine Dinge können viel kosten. ;) Zudem macht es auch die Masse derer aus.

Dann müßte aber der Endkunde sowas kaufen. Und für den ist es gleich ne ganze Ecke teurer.
Oder aber NTBAs werden umgerüstet und gleich mit a/b-Ports ausgeliefert, aber auch das kostet Geld.
Also am einfachsten alles beim alten belassen.


Im Alltag dürfte ein POTS-Anschluß vermutlich nicht wesentlich wartungsintensiver sein, als ein ISDN-Anschluß.

Im Alltag läuft der Krempel einfach. :)


Der Preis für ISDN wurde anhand der Zusatzfunktionen festgelegt (2 Leitungen, also ca. 2x Analog-Grundgebühr) und hat nix mit den wirklichen Kosten zu tun.

Ack.
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[2] Thomas Michel antwortet auf loge0611
24.07.2003 15:36
Benutzer loge0611 schrieb:
Das ist wieder mal eine Nachricht, die viele freut! Die böse, böse Telekom.

Bei einer gründlichen Recherche wäre aber herausgekommen, daß die Telekom von der EU gezwungen wird, die Grundgebühr zu erhöhen. Aber das will ja keiner wissen ...

Die Telekom wurde nicht gezwungen, die Grundgebühr zu erhöhen, sondern die Preis-Kosten-Schere zu schließen. Dass sich dies durch Erhöhung der Grundgebühr natürlich am einfachsten und lukrativsten bewerkstelligen lässt, ist eine andere Sache.

Die Telekom hätte auch einfach die Kosten senken können, die sie anderen Anbietern derzeit für die Überlassung des Anschlusses in Rechnung stellt. Auf dieser Basis nämlich ist die EU zu dem Beschluss gekommen.

Aber was gibt es für ein marktbeherrschendes Unternehmen besseres, als eine von der EU verordnete Preiserhöhung für die eigenen Kunden. Von daher kann man es ihr auch nicht krumm nehmen.

MfG.
Th. Michel

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[2.1] die böse Telekom
loge0611 antwortet auf Thomas Michel
24.07.2003 17:48
Benutzer Thomas Michel schrieb:
...
Die Telekom wurde nicht gezwungen, die Grundgebühr zu erhöhen, sondern die Preis-Kosten-Schere zu schließen. Dass sich dies durch Erhöhung der Grundgebühr natürlich am einfachsten und lukrativsten bewerkstelligen lässt, ist eine andere Sache.

Die Telekom hätte auch einfach die Kosten senken können, die sie anderen Anbietern derzeit für die Überlassung des Anschlusses in Rechnung stellt. Auf dieser Basis nämlich ist die EU zu dem Beschluss gekommen.

so weit ich weiß, fährt die Telekom in diesem Bereich aber größere Verluste ein. Ansonsten wäre die "Schere" ja noch weiter aufgegangen.

Aber was gibt es für ein marktbeherrschendes Unternehmen besseres, als eine von der EU verordnete Preiserhöhung für die eigenen Kunden. Von daher kann man es ihr auch nicht krumm nehmen.

Die Telekom hat auch schon Preissenkungen verboten bekommen.
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[2.1.1] telefonitis antwortet auf loge0611
31.07.2003 19:45
Benutzer loge0611 schrieb:

...
Die Telekom hat auch schon Preissenkungen verboten bekommen.

Das will ich doch schwer hoffen, daß dem fast-immer-noch-Monopolist Preissenkungen, die erkennbar keinem anderen Ziel dienen, als dem, Wettbewerber an die Wand zu drücken, untersagt werden. Als abschreckendes Beispiel kann sich ja jeder den es interessiert anschauen, wie die Entwicklung auf dem Strommarkt gelaufen ist - da durfte jedes EVU 'sein' Netz verteidigen, so weit die Phantasie reichte.
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[3] MartyK antwortet auf loge0611
24.07.2003 16:01
Benutzer loge0611 schrieb:
Das ist wieder mal eine Nachricht, die viele freut! Die böse, böse Telekom.

Ja, die T-Kom ist echt böse.


Bei einer gründlichen Recherche wäre aber herausgekommen, daß die Telekom von der EU gezwungen wird, die Grundgebühr zu erhöhen. Aber das will ja keiner wissen ...

Auch will keiner wissen, dass sich die T-Kom oft "Zwänge" der Regulierungsbehörde zunutze gemacht hat.
Ein Schelm, wer denkt, dass der T-Kom die Erhöhung der Grundgebühr nicht gerade recht kommt...

Martin
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[3.1] loge0611 antwortet auf MartyK
24.07.2003 17:55
Benutzer MartyK schrieb:
...
Auch will keiner wissen, dass sich die T-Kom oft "Zwänge" der Regulierungsbehörde zunutze gemacht hat.
Ein Schelm, wer denkt, dass der T-Kom die Erhöhung der Grundgebühr nicht gerade recht kommt...

Wenn Dir die Gewerkschaft einen höheren Lohn "verordnet", schreist Du auch nicht auf, oder?
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[3.1.1] MartyK antwortet auf loge0611
24.07.2003 18:24
Benutzer loge0611 schrieb:
Benutzer MartyK schrieb: ...
Auch will keiner wissen, dass sich die T-Kom oft "Zwänge" der Regulierungsbehörde zunutze gemacht hat.
Ein Schelm, wer denkt, dass der T-Kom die Erhöhung der Grundgebühr nicht gerade recht kommt...

Wenn Dir die Gewerkschaft einen höheren Lohn "verordnet", schreist Du auch nicht auf, oder?

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Hier geht es um Ausnutzung eines Monopols. Bin ich Monopolist?