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wirklich Erparnis für Telekom??


20.01.2005 13:26 - Gestartet von koelli
"Wie ein Telekomsprecher erklärte, kostet ein Basistelefon lediglich 500 Euro im Aufbau, eine öffentliche Telefonzelle dagegen 7 500 Euro."

Das mag auf den ersten Blick stimmen. Aber man darf die andere Seite nicht außer Acht lassen: Was hat denn der mehrmalige Umbau der Telefonzellen zuerst Kartentelefonen, dann zurück zu Karten/Münztelefonen und nun zu Basistelefonen unnötig an Geld verschlungen!?
Und: Wieviel an Gesprächsgebühren entgeht der Telekom nun erst durch die Basistelefone, weil nur noch wenige Leute eine Telefonkarte mit sich führen. Diese Kundschaft geht also lieber zur Konkurrenz und wirft dort eine Münze in den Apparat...
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[1] baesserWisser antwortet auf koelli
20.01.2005 13:50
Benutzer koelli schrieb:

Und: Wieviel an Gesprächsgebühren entgeht der Telekom nun erst durch die Basistelefone, weil nur noch wenige Leute eine Telefonkarte mit sich führen. Diese Kundschaft geht also lieber zur Konkurrenz und wirft dort eine Münze in den Apparat...

jede eingeworfene münze muss auch abgeholt werden - geschlossene häuschen zudem noch gesäubert werden.
wenn man dürfte, hätte die t-com die ganzen unrentablen geräte schon längst abgeschafft.
unterm strich bleibt da kein gewinn - ich kann das verhalten der t-com verstehen. das ist zwar ärgerlich für die ländlichen telefone und deren nutzer - aber vielleicht kommt ja das ein oder andere "clubtelefon" als ersatz in die dorfkneipe...?

grüße
b.w.
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[1.1] ÖTel-Mann antwortet auf baesserWisser
20.01.2005 18:47
Es ist wirklich so, das die DTAG einiges einsparen kann, wenn sie die nicht rentablen Standorte gegen Basistelefone austauscht.
Ein Telefonhäuschen verursacht nunmal auch erhebliche Kosten wie:

-Reinigung
-Instandsetzung (Scheiben,Tür usw...)ua durch Vandalismus
-Entstörungen der Geräte bei Defekt,Manipulation und Zerstörung
(Anfahrt,Arbeitsaufwand des Servicetechnikers,Ersatzteile usw...)
- bei Münztelefonen: leerung der Kassette ( Anfahrt,spätere Münzverarbeitung (Lagerung,Zählung,Transport usw.. im Logistikzentrum...)
-Stromkosten fürs Gerät und die Innenraum-Beleuchtung und ggf Fernkennzeichnung auf dem Dach.
-Bei manchen Standorten wird auch ein Betrag an die Stadt/Gemeinde,für den beanspruchten m² gezahlt.

Wenn dann ein Münz oder Kartentelefon nur (als Beispiel) knapp 70,00 Euro im Monat einnimmt, ist so ein Standort nicht rentabel.Die DTAG muß auch,gerade heute bei ihrer enormen verschuldung, wirtschaftlich Arbeiten.

Dazu gibt es bei der DTAG spezielle Wirtschaftlichkeitsrechnungen für Öffentliche Telekommunikationsstandorte.

Natürlich wird nur dort ein Häuschen entfernt wo der Umsatz nicht mehr stimmt, befindet sich in unmittelbarer Umgebung eine weitere Öffentliche Sprechmöglichkeit,wird auch schonmal auf das Basistel verzichtet.
Kleinere Ortschaften mit einem unrentablen ÖTel Standort bekommen natürlich ihr Basistel.

Ich denke wenn man sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt, kann man die DTAG auch verstehen.
Viele sehen einfach nur das die 'Zelle' an ihrer Straßenecke nach 20 Jahren nun abgebaut wurde , den Hintergrund wieso/warum verstehen wirklich nur die wenigsten.

Da it das Basistel nunmal eine alternative.
Denn ein Basistelefon braucht einfach nur den Telefonanschluss, Reinigung, Stromkosten, Kassenleerung usw... entfallen.

Gerade bei älteren Mitmenschen kann ich allerdings sehr gut verstehen das sie mit dem Basistel nicht klar kommen ,Calling Card mit Pin eingeben usw...ist dann schon ein Problem.

Gruß vom ÖTel-Mann
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[1.1.1] hurius antwortet auf ÖTel-Mann
20.01.2005 18:55
Benutzer ÖTel-Mann schrieb:
Es ist wirklich so, das die DTAG einiges einsparen kann, wenn sie die nicht rentablen Standorte gegen Basistelefone austauscht.
Ein Telefonhäuschen verursacht nunmal auch erhebliche Kosten wie:

-Reinigung -Instandsetzung (Scheiben,Tür usw...)ua durch Vandalismus -Entstörungen der Geräte bei Defekt,Manipulation und Zerstörung (Anfahrt,Arbeitsaufwand des Servicetechnikers,Ersatzteile usw...)
- bei Münztelefonen: leerung der Kassette ( Anfahrt,spätere Münzverarbeitung (Lagerung,Zählung,Transport usw.. im Logistikzentrum...)
-Stromkosten fürs Gerät und die Innenraum-Beleuchtung und ggf Fernkennzeichnung auf dem Dach.
-Bei manchen Standorten wird auch ein Betrag an die Stadt/Gemeinde,für den beanspruchten m² gezahlt.

Wenn dann ein Münz oder Kartentelefon nur (als Beispiel) knapp 70,00 Euro im Monat einnimmt, ist so ein Standort nicht rentabel.Die DTAG muß auch,gerade heute bei ihrer enormen verschuldung, wirtschaftlich Arbeiten.

Dazu gibt es bei der DTAG spezielle
Wirtschaftlichkeitsrechnungen für Öffentliche
Telekommunikationsstandorte.

Natürlich wird nur dort ein Häuschen entfernt wo der Umsatz nicht mehr stimmt, befindet sich in unmittelbarer Umgebung eine weitere Öffentliche Sprechmöglichkeit,wird auch schonmal auf das Basistel verzichtet.
Kleinere Ortschaften mit einem unrentablen ÖTel Standort bekommen natürlich ihr Basistel.

Ich denke wenn man sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt, kann man die DTAG auch verstehen.
Viele sehen einfach nur das die 'Zelle' an ihrer Straßenecke nach 20 Jahren nun abgebaut wurde , den Hintergrund wieso/warum verstehen wirklich nur die wenigsten.

Da it das Basistel nunmal eine alternative.
Denn ein Basistelefon braucht einfach nur den Telefonanschluss, Reinigung, Stromkosten, Kassenleerung usw... entfallen.

Gerade bei älteren Mitmenschen kann ich allerdings sehr gut verstehen das sie mit dem Basistel nicht klar kommen ,Calling Card mit Pin eingeben usw...ist dann schon ein Problem.

Gruß vom ÖTel-Mann

Manipulation war damals echt geil. konnte da mit allen noch ungesperrten callbycall anbietern die mit 0190 begann, wunderbar kostenlos von t-zellen aus telefonieren...
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[1.1.2] koelli antwortet auf ÖTel-Mann
21.01.2005 12:52
Benutzer ÖTel-Mann schrieb:
Es ist wirklich so, das die DTAG einiges einsparen kann, wenn sie die nicht rentablen Standorte gegen Basistelefone austauscht.
Ein Telefonhäuschen verursacht nunmal auch erhebliche Kosten wie:

-Stromkosten fürs Gerät und die Innenraum-Beleuchtung und ggf Fernkennzeichnung auf dem Dach.

Dann frage ich mich, warum die Telekom massenweise das Geld zum Fenster rauswirft, indem bei heutigen öffentlichen Fernsprechern 24 Stunden am Tag das rosa T auf der Säule leuchtet!? Haben die noch nie was von einem Dämmerungs-Lichtsensor gehört? Da kann ich nur den Kopf schütteln...
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[1.1.2.1] ÖTel-Mann antwortet auf koelli
21.01.2005 17:26
Benutzer koelli schrieb:
Benutzer ÖTel-Mann schrieb:
Es ist wirklich so, das die DTAG einiges einsparen kann, wenn sie die nicht rentablen Standorte gegen Basistelefone austauscht.
Ein Telefonhäuschen verursacht nunmal auch erhebliche Kosten
wie:

-Stromkosten fürs Gerät und die Innenraum-Beleuchtung und ggf Fernkennzeichnung auf dem Dach.

Dann frage ich mich, warum die Telekom massenweise das Geld zum Fenster rauswirft, indem bei heutigen öffentlichen Fernsprechern 24 Stunden am Tag das rosa T auf der Säule leuchtet!? Haben die noch nie was von einem Dämmerungs-Lichtsensor gehört? Da kann ich nur den Kopf schütteln...


Dämmerungsschalter sind schon lange Standard und serienmäßig in jedem Telefonhäuschen -Haube und Telestation eingebaut.
Mag vielleicht daran liegen das die Dämmerungschalter defekt sind oder so scharf eingestellt das sie bei 'zu dunklem Wetter' gleich reagieren.Manche Halunken haben auch ihren Spaß daran die 'Lichteinfall-Öffnung' vom Dämmerungsschalter absichtlich zu verstopfen (Taschentuch oä...) und schon wirds hell...So werden die Dämmerungsschalter auch von den Technikern getestet.


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[1.1.2.1.1] Eurofreund antwortet auf ÖTel-Mann
31.03.2005 13:32
Das mit dem Vandalismus stimmt schon, kann man ja als Münzenstörer immer wieder sehen bis hin zu gesprengten Telefonzellen!
Nur eines muß ich mal sagen auch wenn ich nicht soll:
Telekom gab ne Menge Geld aus für schicke neue corporate identity T-magenta weiß grau Zellen hat sogar nagelneue oder 1a in Schuß Zellen auf den Müll geworfen nur damit das T da oben prangt (was im übrigen auf 50% aller Zellen immer am umfallen ist da mangelhafte Befestigung), das ganze hat mal eben einen 3-stelligen Millionenbetrag gekostet. Heute hat man gemerkt das das so nicht machbar ist alle gelben Zellen durch neue zu ersetzen nur damit oben das T drauf ist und ein bisschen rosa Farbe (auch keine gute Idee, gelb wurde damals als Signalfarbe aus guten Grund gewählt, z.B. die einzige Farbe die von Farbblinden erkannt werden kann usw. usw.).
Deweiteren hat man damals angefangen die Münzer durch Kartentels zu ersetzen wegen der Aufbrüche der Münzkassettenanbauten (was nicht verwunderlich ist denn die Münzer 21 Kassetenanbauten bekam die Russenmafia in 30 Sekunden auf, einfach nur Schrott), der Spaß hat über die Jahre hinweg incl. der Verluste mit gefälschten Telefonkarten und manipulierten Chipkarten mal eben ein paar 100 Milionen Euro gekostet, Geld wo Vandalen viel zu tun hätten um solchen Schaden zu verursachen. Nun hat man gemerkt das das auch alles unüberlegt war wegen der Konkurenz auf dem Münzermarkt, gefälschten Karten unzufriedenen Touristen (WHAT THE MESS IS THIS? F**ING PAYPHONE!, Tourist versucht mit Gewalt Münze in den Kartenschlitz zu stecken und nimmt dabei den Hörer als Hammerersatz um die Münze in den Kartenschlitz zu drücken worunter der Hörer und der Kartenschlitz merklich leidet). Kurzer Rede langer Sinn, jetzt werden ab Ende 2005 bis 2007 wieder 10.000 Kartentelefone in Trilogy Münztelefone umgewandelt was auch mal eben einen 2 stelligen Millionen Betrag erfordert. Dieser ganze Unsinn wäre nun wirklich nicht nötig gewesen, zudem wirft die T-com auch noch die Leute raus die Ahnung von der Materie haben und ersetzt sie durch irgendwelche ungelernten billig-Tagelöhner auf Abruf.
Ja, ja ich weiß: es muß sich ja alles rechnen und wenn etwas Betriebswirtschaftlich unrentabel ist: dann wird es abgeschaft.

Einen Haken hat die Sache jedoch: Der Staat privatisiert immer mehr Dinge die früher in die Zuständigkeit des Staates gefallen sind: Post, Bahn usw. Bald Krankenhäuser, Schulen, Altersheime und wohlmöglich bald Polizei und Gefängnisse (kein Witz!).

O.K. die privatisierten Unternehmen sagen: WIR SIND KEIN WOHLFARTSVEREIN! Wir müssen Gewinne machen, die Aktionäre erwarten daß!
Nur wenn alle Bereiche die früher der Staat kontrolliert und besorgt hat erst einmal privatisiert sind, was bedeutet das?

Ich kanns euch sagen: WIR SIND KEIN WOHLFARTSVEREIN, aus "betriebswirtschaftlichen Gründen können wir keine: Schüler, Studenten, Rentner, Arbeitslose, geistig Behinderte, Sozialhilfeempfänger, schwangere und geringfügig Beschäftigte mehr als Kunden akzeptieren da diese Personengrupen NICHT über das erforderliche Einkommen verfügen um unsere Dienstleistungen (Altersheim, Schule, Uni, Post, Telekom usw.)zu bezahlen. Als betriebswirtschaftlich rechnendes Unternehemen haben wir hier keine andere alternative, Danke für Ihr Verständnis.

Klingt auf den ersten Blick wie ein Witz, aber es ist keiner: immer dran denken: was sich nicht lohnt wird abgeschaft, Schluß mit der falschen Sozialromantik ! ! !

Na dann: gute Nacht Europa :-)

Laßt es euch gut gehen ich geh jetzt Essen
Eurofreund

PS: wenn der Chef ( Teamleiter ) das Liest flieg ich hier gleich raus, Kritik unerwünscht...