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Fragwürdiges Geschäftsgebaren


04.12.2002 19:42 - Gestartet von palino999
Hi zusammen,
dies muß jetzt mal erzählt werden, da ich sonst vor Wut platze!
Meine Freundin und ich sind seit Anfang 2002 Kunden der T-Online
AG. Da wir beide Internet "Newbies" waren, wählten wir zunächst den ISDN eco-Tarif mit minütlicher Abrechnung. Es stellte sich schnell heraus, daß wir mit einem 60 Std.-Surftime-Tarif günstiger fahren würden. Also mal eben online den Tarif gewechselt. Klappte alles wunderbar. Im September dann mußte DSL mit Flatrate her - auch alles online bestellt. Klappte auch alles wunderbar. Jetzt zum eigentlichen Thema:
Unser Telefonanschluß läuft auf den Namen meiner Freundin und auch der ganze Internetkram der T-Online. Da wir beide je eigene E-mail-adressen brauchen, mußten wir einen sogenannten Mitbenutzer einrichten, der natürlich extra kostet. Ich will hier der Ehrlichkeit halber sagen, daß ich vor der DSL-Umstellung die AGB´s der T-Online nicht gelesen habe. Ich ging also davon aus, daß bei DSL im Gegensatz zum ISDN-Tarif nur die Flatrate und Grundpreise zu zahlen sind, egal wer von uns beiden surft. Einen Monat später kam dann also die Rechnung und ich mußte zu meinem Erschrecken feststellen, daß der Mitbenutzer(Ich) so um die 4500 Minuten zum ISDN-Tarif zu zahlen hatte. OK, irgendwie selber Schuld. Ich ab zum Telefon, den Kundenservice anrufen und das in beiderseitigem Einvernehmen lösen. Ich erklärte der sehr kurz angebundenen Dame am Telefon wie das alles so kam und fragte nach einer Lösung (von wegen die Hälfte der 4500 Minuten zu zahlen, wie kann man das mit dem Mitbenutzer anders lösen usw.). Als erstes wurde mir an den Kopf geworfen: Da hätten sie sich besser mal die AGB´s durchgelesen! (Da hatte sie wie schon gesagt sicherlich Recht)
In Punkto Verhandlungen oder entgegenkommen was die Rechnungssumme angeht war ich bei der T-Online dann an der völlig falschen Adresse. Besonders Kundenorrientiert finde ich das nicht (bin selber eigenständiger Dienstleister) aber na gut, kann ich zum Teil noch nachvollziehen. Auf meine Frage hin, wie man das mit dem Mitbenutzer denn anders lösen könne kam dann der Hit: Ich müsse, um eine 2. E-mailadresse nutzen zu können, ein Spezialpaket der T-Online mit Sicherheitssoftware und was sonst noch für pipapo bestellen. Natürlich zu monatlichen Extrakosten.
Jetzt war mein Puls schon so bei guten 125 Bpm., da ich vor dem Telefonat mit der etwas gereizten Mitarbeiterin (oder Gegenarbeiterin?)von der zum 1.11. geplanten Erhöhung der DSL Flat gelesen hatte. Ihr Ton tat das Übrige und wie es der Zufall wollte, poppte während des Telefonats auf meinem Rechner eine Tiscaliwerbung auf.
Genervt wie ich war, wollte ich von Ihr wissen, wie und wo man denn Online die T-Online Leistungen kündigen könne, um daraufhin zu erfahren, daß dies nur schriftlich oder per Fax ginge, wegen der Unterschrift. Scheinbar hört die technische Fähigkeit der T-Online AG bei Kündigungen auf. Egal, ich also am nächsten Tag gefaxt. Das war genau der 01.11.02. Laut den AGB´s der T-online besteht eine Kündigungsfrist von 6 Werktagen, was ja sogar relativ Human klingt. Die Tage zogen ins Land, ich hatte einen Tag nach der gefaxten Kündigung bereits einen Tiscali-DSL-Zugang für 10 Euro weniger im Monat und 10 E-mailadressen fürs gleiche Geld (19,99€), aber auf eine Bestätigung meiner Kündigung, auf die ich in dem Schreiben ausdrücklich hingewiesen habe, wartete ich umsonst.(Ist übrigens bis heute 05.12.02 noch so). Um also festzustellen, ob die Leistungen eingestellt sind, habe ich versucht mit der T-Online Software online zu gehen und siehe da, nach 10 Tagen immer noch drauf. Komisch, na wartest noch mal paar Tage dachte ich mir. Als ich dann am 14.11. noch immer keine Nachricht von meinem Lieblingkonzern hatte, hab ich mal wieder angerufen (Gebühren nur für diese Telefonate im November = 6,62€). Eine etwas nettere Dame als die erste war dran. Ich klagte ihr mein Leid und sie sagte mir sehr freundlich, daß ich durch meine "Testeinwahl" die Kündigung unwirksam gemacht hätte. Und, wie finde ich das? Was glauben die??? Daß ich Monat um Monat die Rechnungen abwarte, sämtliche Widerspruchsfristen verstreichen lasse, um dann womöglich irgendwann gesagt zu bekommen, daß sie keine Kündigung bekommen hätten?
Ich wutentbrannt das nächste Kündigungsschreiben losgejagt.
Ca. 10 Tage später so um den 25.11. ruft mich dann eine Mitarbeiterin der T-Online an und fragt mich, wieso ich kündigen will. Nachdem ich ihr dann ganz langsam und ich denke sehr deutlich erklärt habe, daß ich nicht kündigen will sondern bereits habe und auch die Begründung angab, wurde mir von Ihr dann die Langersehnte Kündigungsbestätigung versprochen. Bis heute (04.12.02) habe ich sie nicht.
Da ich Multimilliardär bin und so gerne beim Kundencenter der T-Online in der Warteschleife hänge (heute wieder 13,3 Minuten)
um mir wieder und wieder diesen dämlichen Jingle anzuhören, hab ich mal wieder angerufen, um zu fragen, was denn jetzt mit der Kündigung ist.
Und nun kommt zu guter Letzt (hoffe ich) der absolute Hammer:
Sie: Kündigung? Ja, ich guck mal nach.------ Hm, ja weiß nicht so genau aber ich verbinde sie mal mit der SPEZIALABTEILUNG, die wissen da mehr und können auch Faxen und so.
Ich:Ja, vielen Dank..................(obige 13 min. verstrichen)

Ich hab dann irgendwann aufgelegt und nochmal die NICHTSPEZIALABTEILUNG angerufen. Wieder jemand anderes dran, wieder die Geschichte erzählt, wieder Geld verbrannt.
Sie:Ja die Kündigung wird bearbeitet, das kann ich hier sehen.
Ich:Was ist denn mit der Frist von 6 Tagen und mit meiner neuerlichen Rechnung?
Sie:Wenn alles durch ist, wird was zurückerstattet.Hat sich wohl alles überschnitten.
Ich:Wieviele Monate wird das ungefähr dauern(ich hatte echt nen dicken Hals)
Sie:Hören Sie, sie sind nicht der einzige der uns faxt, das wird nach und nach abgearbeitet.
(Da muß man wohl hoffen, daß dieser gutgehende Laden nicht noch vorher Insolvenz anmeldet!)
Ich:Wann kriege ich denn nun meine Kündigungsbestätigung? Und in welcher Form?
Sie:Per E-MAIL an Ihre T-Online E-MAIL Adresse und...

Da bin ich dann irgendwann ausgetickt und habe sie gefragt ob sie da alle noch ganz Normal sind oder ob ich hier im falschen Film bin usw.
Zum Schluß hat sie es dann noch geschafft, mir zu versichern, daß die Bestätigung auch noch per Post kommen wird.

Ich werde das mal abwarten, meine Rechnung erstmal nicht zahlen und die weitere Entwicklung hier zum Besten geben. Vielleicht gibts ja noch andere mit ähnlichen Erfahrungen.

P.S. Die Einrichterei der T-Online Software auf XP war Anfang des Jahres ein noch viel größeres Drama aber darüber bin ich mittlerweile hinweg.

Fazit: Die T-Online International AG ist für mich das Kundenignoranteste Unternehmen seit einer Rainbowtoursreise 1988.

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[] palino999 antwortet auf
04.12.2002 20:30
Kein Beitrag
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[] palino999 antwortet auf
04.12.2002 20:46
Da ich weder Zeit noch Lust habe, mich Stunden- oder Tagelang mit der Thematik zu befassen, wo ich am günstigsten an eine oder mehrere e-mail Adressen herankomme habe ich mich für Tiscali entschieden. Es gibt wahrscheinlich hunderte verschiedene Möglichkeiten, doch muß ich hier anmerken, daß ich lediglich einfacher User bin und das auch bleiben will. Ich habe überhaupt keine Lust dazu, bei etwaigen Fehlfunktionen irgendwelche Modifikationen an unaussprechlichen Dateien vorzunehmen oder dergleichen. Wenn etwas nicht hinhaut, will ich als Kunde beraten werden und bin auch bereit, dafür gewisse im Rahmen bleibende Kosten zu zahlen. Bei T-Online war´s denke ich einzig und allein die Art und Weise der "Beratung" und die Unbeweglichkeit dieses Unternehmens, die mich dann letzten Endes zur Kündigung bewegt hat.
Mit den AGB´s von Tiscali hast Du recht. Werd heute gleich noch nen Blick reinwerfen.
Die Sache mit dem Einschreiben stimmt natürlich auch, aber Du weißt ja wie das ist mit zur Post laufen etc.

Hier nochmal für alle:
Tiscali ist bestimmt nicht das non plus ultra aber auf den ersten Blick günstiger sind sie schon.

Palino999
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[] Linea antwortet auf
06.12.2002 15:18
Ich glaube, wenn ich mich noch immer so über diesen Verein aufrege wie Du jetzt und ich am Anfang, dann WÄRE ich schon vor Wut geplatz. Mittlerweile nehme ich`s aber mit Humor. Anrufen tu ich da nur noch ganz selten, und wenn, dann bestimmt nicht mehr über 0180, sondern über eine ganz normale Festnetzrufnummer, die ich irgendwann mal ergattert habe. Ansonsten nur noch Faxe, aus Kostengründen. Mit Ausnahme der Kündigungen, die habe ich allesamt Einschreiben mit Rückschein geschickt. Eine Bestätigung habe ich allerdings bis heute nicht erhalten. Oder vielleicht an meine E-Mail-Adresse? *totlach* Die sind wirklich nicht mehr ganz echt! Aber was soll's, ich bin auch stur, und wenn die ihr Geld haben wollen, sollen sie ruhig klagen. Aber mir vielleicht erstmal auflisten, wie meine Onlinekosten zustandegekommen sind. Gestern kam eine letzte Mahnung mit Sperrandrohung. Aber gerne, ich habe mittlerweile den Anbieter gewechselt. Dafür kam dann letzte Woche ein netter werbebrief, ob ich denn schon wüßte, daß es den schnelleren Datenzugang DSL geben würde. *prust* Ach ja, und angerufen hatte auch so ein Typ...den hab ich erstmal zusammengepfiffen wegen T-Online, bis er dann kleinlaut sagte "Aber ich bin doch von der Telekom..." Auch nicht besser! Da mir aber in Bezug auf Sperrung jetzt gar nichts mehr passieren kann, betrachte ich meinen angeregten Schriftverkehr mit Robert eben als neues Hobby. *g* Ich weiß, es fällt manchmal schwer, aber: Nicht aus des Ruhe bringen lassen!!!
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[1] thomas-m antwortet auf Linea
06.12.2002 23:33
Benutzer Linea schrieb:
Ich glaube, wenn ich mich noch immer so über diesen Verein aufrege wie Du jetzt und ich am Anfang, dann WÄRE ich schon vor Wut geplatz. Mittlerweile nehme ich`s aber mit Humor. Anrufen tu ich da nur noch ganz selten, und wenn, dann bestimmt nicht mehr über 0180, sondern über eine ganz normale Festnetzrufnummer, die ich irgendwann mal ergattert habe.

Wenn Du Probleme mit 0180´er Nummern hast kopiere Dir diesen Link und richte Ihn als Favorit ein -> dann hast Du keine Probleme mehr.

http://www.tk-anbieter.de/0180/search.php?name=%#result

Im übrigen die t-offliner sind immer noch über die 0800´ter Nummer erreichbar(bis Juni war´s jedenfalls so - mein bislang letzter Anruf da), wer hier die 0180´er wählt der macht nur den Laden fett.

Gruß thomas-m
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[2] wuebby antwortet auf Linea
31.12.2002 19:52
T-online ist 'treu'. Kurze Vorgeschichte: ich wollte im September 2001 die noch dsl-lose Zeit für 2 Rechner mit surftime 30 und surftime 90 überbrücken. surftime30 kam nach gut 3 Wochen. Inzwischen wurde unerwartet schnell Anfang November dsl bereit gestellt. T-online bot zu diesem Zeitpunkt dsl-flatrate nicht für Mehrplatznutzung an, deshalb kündigte ich fristgerecht und wechselte zu 1&1 (mußte allerdings einen Router kaufen). Kündigung wurde bestätigt, aber T-online schickte weiter Rechnung für surftime30 und angeblich noch fast 700 Minuten zusätzlche Nutzungszeit. Habe sofort reklamiert.surftime90 trudelte nach Kündigung auch noch ein , habe Annahme verweigert. Heute kam die 24. Mahnung!! Zahlreiche Telefonate haben zu keinem Erfolg geführt. Ich bekomme ca. alle 14 Tage eine Mahnung und in unregelmäßigen Abständen eine Rechnung über die Mahngebühr. Die ursprüngliche
Forderung von T-online war 9,48€, inzwischen bin ich bei 20,48€. Mir geht es hier einfach um das Prinzip. Bei der 50. Mahnung werde ich ein Dankesschreiben schicken. Von wem bekommt schon so regelmäßig Post in einer Zeit,wo Internet und Telefon und sms die 'Welt' beherrschen.
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[] Linea antwortet auf
06.12.2002 23:13
Benutzer ron's enemy schrieb:
Benutzer Linea schrieb:
Ich glaube, wenn ich mich noch immer so über diesen Verein aufrege wie Du jetzt und ich am Anfang, dann WÄRE ich schon vor Wut geplatz. Mittlerweile nehme ich`s aber mit Humor. Anrufen tu ich da nur noch ganz selten, und wenn, dann bestimmt nicht mehr über 0180, sondern über eine ganz normale Festnetzrufnummer, die ich irgendwann mal ergattert habe.

Wäre nett, wenn du mir die mal an die o.g. Adresse mailen könntest, ich suche nämlich schon länger vergebens nach einer Nicht-0180-Nummer. Du müsstest den Delete-This-String bei meiner Adresse rausmachen (ist ein Spam-Schutz).

OK, ich such sie gleich raus.


Ansonsten nur noch Faxe, aus Kostengründen. Mit Ausnahme der Kündigungen, die habe ich allesamt Einschreiben mit Rückschein geschickt. Eine Bestätigung habe ich allerdings bis heute nicht erhalten. Oder vielleicht an meine E-Mail-Adresse? *totlach* Die sind wirklich nicht mehr ganz echt! Aber was soll's, ich bin auch stur, und wenn die ihr Geld haben wollen, sollen sie ruhig klagen. Aber mir vielleicht erstmal auflisten, wie meine Onlinekosten zustandegekommen sind.

Vorsicht. Das müssen sie nur, wenn du innerhalb der auf der fraglichen Rechnung genannten Frist nachweisbar(!) Einwendung erhoben hast. Hast du das nicht und hast einfach nur nicht bezahlt, kehrt sich die Beweislast nach Fristablauf zu deinen Lasten um, weil T-Online dann gesetzlich zur Löschung deiner Verbindungsdaten verpflichtet ist und sie dir folglich auch nicht mehr aushändigen kann. Dann musst du nachweisen, dass T-Onlines Rechnung falsch ist, was in der Regel unmöglichkeit ist.

Hab ich direkt nach Erhalt der Rechnung gemacht, im Februar. Bis heute nur nichtssagende Standardschreiben. "Wir sind berechtigt, nachzuberechnen...blabla..." kein Wort davon, WANN ich angeblich gesurft habe. Pech, dann gibt's auch kein Geld. Aheb natürlich zu jeder Rechnungskürzung meinen Kommentar geschrieben!


Ron's enemy