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Die DTAG ist unseriös vorgegangen


12.09.2009 20:30 - Gestartet von ddf
Guten Tag, hiermit möchte ich mich in die lange Liste der Beschwerdeführer einreihen und wissen, wer noch solche Erfahrungen gemacht hat.

Als langjähriger (sehr lange!) Telekom-Kunde hatten wir einen Anschluß ohne Vertragsbindung.
Von Anfang 2007 bis Sommer 2007 wurden wir unablässig von Telekom Call Centern telefonisch belästigt.
Auch massive Drohungen hielten diese Call Center nicht davon ab, uns telefonisch zu "bearbeiten". Wir brauchten nichts neues und einen neuen Vertrag schon mal gar nicht. Wir wollten einfach in Ruhe gelassen werden. Die machten den Telefonterror ständig weiter.
Bis es schließlich im Mai 2007 einem besonders rhetorisch geschulten Mitarbeiter gelang, daß telefonisch einem Tarifwechsel zugestimmt wurde (Mehr oder weniger, eigentlich hat er sich den Auftrag selber zugesprochen und unseren Akzept einfach unterstellt. Dreist, einfach frech).
Pikant an der Sache ist, daß nicht der Anschluß-Inhaber selber am Telefon war, sondern der Lebenspartner!
Es wurde telefonisch versprochen, alles sei Flatrate, Internet und Telefon inklusive.
Es erfolgte sodann auch schleunigst eine Auftragsbestätigung.
Naja dachten wir, endlich Schluß mit den Terrorisierungen am Telefon.
Die AuftragsBEARBEITUNG jedoch ließ mehr als 2 Monate auf sich warten. In der Zwischenzeit haben wir dann den bisherigen Internetzugang (das war uralte T-Online Kennung ohne irgendwelche Volumina oder Zeiten, und ohne irgendeine physikalische Zuordnung)auf den neuen Tarif Call&Surf umgestellt, War ja als Flatrate verkauft worden...
Dann kam mit einer Latenz von 3 Monaten nach Tarifwechsel eine Rechnung mit Nachzahlung für Internetnutzung in Höhe von 214 Euro, weil nach diesem Tarif eine Volumengebühr berechnet wurde.
Telefonische Nachfragen ergaben, daß der Tarif Call&Surf abgeschlossen wurde, es sei jedoch inzwischen ein Tarif Call&Surf 2 im Angebot, bei dem keine Volumenbegrenzung bestehe. Bei ansonsten gleichem Leistungsumfang und gleicher Gebühr! Wir waren sprachlos. Das gibt es DENSELBEN Tarif in 2 Versionen: ohne und mit Volumenbegrenzung, und man hat uns natürlich den mit Volumenbegrenzung aufgebrummt. Für 24 Monate.
Aufgrund meines Beschwerdeschreibens vom August 2007 schickte die Telekom uns dann im September 2007 eine Gutschrift in Höhe von 25,- Euro und der Tarif wurde umgestellt.
Fazit: Telekom hat mir eine 24-monatige Vertragsbindung aufgebrummt und die monatlichen Gebühren sind um ca. 100% mehr als vorher!

Darauf hin habe ich gekündigt und den DSL bei einem anderen Anbieter angeschlossen. Für die Portierung der Telefonnummern
beharrt die Telekom auf der Kündigungsfrist bis September 2009.
Man beachte SEPTEMBER 2009, weil ja erst im September 2007 auf Call&Surf 2 umgestellt wurde und die von da an einfach die 24 Monate neu rechnen.

Dann habe ich 2 lange Jahre lang Call&Surf bezahlt und den DSL garnicht benutzt. Muß noch dazusagen, daß ich mit dem neuen Anbieter QSC (separate Hauseinführung, also quasi eigene 2. Leitung) sehr zufrieden bin.
Aufgrund der Tatsache, daß
1. die telefonischen Belästigungen vom Frühjahr 2007 als äußerst grenzwertig anzusehen sind
2. dieser Call&Surf Doppeltarif Trick zur Gebührenerhebung genutzt wurde und 25 Euro Schweigegeld reichlich läppisch sind
3. nachweislich eine Falschberatung erfolgte
habe ich mich entschieden, die Telekom auf Wandlung zu verklagen.
Da ich mit einer Nichtzahlung während des 24 Monats-Knebels eine Anschußsperrung provoziewrt hätte, habe ich erstmal brav weitergezahlt (auch für nichtgenutztes DSL), um die 24 Monate "abzusitzen".

Nun aber ist alles Portiert und umgeschaltet. Die Telekom hat keine Abschalt- bzw. Sperr-Macht mehr über mich.

Jetzt kann ich schadlos klagen.

Meine Frage hier im Forum:
Wer hat ähnliches erlebt oder noch eine "Abrechnung mit der Telekom offen" ? Wer hat mit der Telekom noch ein Hühnchen zu rupfen? Ich biete die Möglichkeit einer Sammelklage. Unser Anwalt sammelt derzeit gleiche Fälle.

Wie beschrieben, es geht
1. um Call Center Belästigungen im Auftrag der DTAG (hauptsächlich im Zeitraum 2006/2007)
2. Falschberatung Tarifierung Call&Surf
3. Unberechtigter Vertragserfüllungsanspruch der DTAG mit dem Druckmittel der Anschlußsperre.

Grüße
DDF
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[1] neffetS antwortet auf ddf
13.09.2009 09:46
Hallo ddf,

Ich meine, So extrem verstritten hätte es doch gar nicht kommen müssen....

1) zum Informationsservice(Werbung per Telefon) unter der HL 0800 330 1000 entsprechend deaktivieren lassen, und schon wäre "Ruhe" gewesen.

2) Einen tel.abgeschlossenen Tarifwechsel kann man stornieren/Wiedersprechen, hier muß mann nicht die schriftliche Auftragsbestätigung abwarten.

3) diese Sammelklage, wenn es so was gibt, und ob es was bringt ? Ist deine persönliche Entscheidung

neffteS
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[1.1] ddf antwortet auf neffetS
19.09.2009 20:28
Benutzer neffetS schrieb:

1) zum Informationsservice(Werbung per Telefon) unter der HL 0800 330 1000 entsprechend deaktivieren lassen, und schon wäre "Ruhe" gewesen.
Kann ich nicht sagen, das waren definitiv DTAG-externe (Anrufer-) Kolonnen. Die Zahl der Anrufe waren extrem. Es muß sich ja auch nachweisen lassen, daß in diesem betreffenden Zeitraum die DTAG sehr viel Auftragsvolumen an sog. "Telefondienstleister" vergeben hatte. Es ging der DTAG damals um Bestandsschutz / -wahrung.
2) Einen tel.abgeschlossenen Tarifwechsel kann man stornieren/Wiedersprechen, hier muß mann nicht die schriftliche Auftragsbestätigung abwarten.
Ist schon klar, aber wenn die BEARBEITUNG mehr als 2 Monate dauert und vorher nix zu erkennen ist, das für einen Widerspruch / eine Stornierung Anlass gibt... Weißt schon, erst schnell bestätigen (Kunde blickt Call&Surf 1 / 2 sowieso nicht) und dann ewig im Arbeitsspeicher.
3) diese Sammelklage, wenn es so was gibt, und ob es was bringt> ? Ist deine persönliche Entscheidung

Gibt es selbstverständlich. Und solchen Methoden zukünftig den Riegel juristisch vorzuschieben bzw. dafür abzustrafen, ist m.E. recht und billig.
Im übrigen: Mit geht es hier nicht um meinen persönlichen Vorteil, z.B. Kohle zurück oder so. Es geht mir darum, daß diese Vorgehensweise bei altjährigen treuen Kunden einfach grenzwertig ist und daß es grundsätzlich nicht angehen kann, daß hier Kunden über den Tisch gezogen werden.

Grüße
DDF
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[1.1.1] CGa antwortet auf ddf
19.09.2009 20:35
Benutzer ddf schrieb:


Gibt es selbstverständlich. Und solchen Methoden zukünftig den Riegel juristisch vorzuschieben bzw. dafür abzustrafen, ist m.E. recht und billig.

Welche Klageform strebst du an? Eine aus dem US-TV bekannte Art der Sammeklage / class action gibt es in DE nicht.

M.E ist deine Klage jeglicher Art aussichtslos und unnötig.

cu ChrisX
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[2] Geschke antwortet auf ddf
18.09.2009 21:41
Hallo,

welcher Call & Surf Tarif wurde Dir den verkauft? Basic, Comfort oder Comfort Plus?

Mit einer Klage kommst Du reichlich spät! Ich hätte gleich Terror gemacht! Man kann das regelmäßige zahlen von Rechnung (immerhin 24 Rechnungen) auch als akzeptieren einer Leistung ansehen.
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[2.1] ddf antwortet auf Geschke
19.09.2009 20:10
Hi,
ich hab mich gleich beschwert. Das Ergebnis: eine lächerliche Gutschrift.
Wenn ich weiter "Terror" gemacht hätte, das weiß ich schon von anderen Problemen mit DTAG, dann schleppt sich das ohne Ende. Keiner ist verantwortlich. Du kriegst keinen kompetenten Vertreter des Unternehmens zu fassen. War selber mal in dem Laden.

Und wenn Du mit Nichtzahlung der Gebühren bzw. Abzug agierst, wirste einfach gesperrt. Und kriegst auch noch nen Schufa Eintrag. Na toll.

Solange Du bei "denen" an der Nabelschnur hängst und Dein Telefon bzw Internet täglich dringend brauchst, kannst Du Dich mit "denen", -wer immer das auch sein mag, ob die Rechtsabteilung oder Kundenservice oder Vertragsabteilung oder oder oder ...- nicht wirklich anlegen. Die sitzen am längeren Hebel.

So sieht es aus.
Jetzt bin ich weg von "denen". Nun ist es egal. Die können mich nicht mehr abschalten.

Grüße DDF

PS: Suche noch immer nach Mitstreitern, habe schon 3, je mehr umso günstiger wird es für jeden. Und bitte nur in derselben Angelegenheit (S. Posting oben)
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[2.1.1] Geschke antwortet auf ddf
21.09.2009 23:36
Sorry, so ganz kann ich Deine Einstellung nicht verstehen. Irgendwie hängt man mit vielen Sachen des täglichen Lebens am "Nabel" von Anderen. Dann immer nur alles aussitzen und nach dem "Abnabeln" die Katze aus dem Sack lassen. Nee, nee, das kann es nicht sein.

Du schreibst, Du hast eine Auftragsbestätigung bekommen. Für welchen Call & Surf Tarif? Basic, Comfort oder Comfort Plus?
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[3] Mogul antwortet auf ddf
08.10.2009 12:06

einmal geändert am 08.10.2009 12:07
Benutzer ddf schrieb:

Dann kam mit einer Latenz von 3 Monaten nach Tarifwechsel eine Rechnung mit Nachzahlung für Internetnutzung in Höhe von 214 Euro, weil nach diesem Tarif eine Volumengebühr berechnet wurde.
Telefonische Nachfragen ergaben, daß der Tarif Call&Surf abgeschlossen wurde, es sei jedoch inzwischen ein Tarif Call&Surf 2 im Angebot, bei dem keine Volumenbegrenzung bestehe. Bei ansonsten gleichem Leistungsumfang und gleicher Gebühr! Wir waren sprachlos. Das gibt es DENSELBEN Tarif in 2 Versionen: ohne und mit Volumenbegrenzung, und man hat uns natürlich den mit Volumenbegrenzung aufgebrummt. Für 24 Monate.


Zumindest in diesem Punkt kann ich dich beruhigen. Den Tarif mit Volumenbegrenzung gab es einige Monate früher. Es war der erste zögerliche Schritt der Telekom, mit den Paketpreisen der Wettbewerber zu konkurrieren. Wenige Monate später kam dann der Call&Surf 2 Tarif raus, auf den ich problemlos umstellen konnte. Auch in diesem Fall war die Telekom eine der letzten Firmen, die endlich eine Flatrate zu akzeptablen Konditionen anbot.

Mit Vetragsabschluß sollte Dir die Volumenbegrenzung eigentlich bekannt worden sein, im Zweifel mußt Du halt im Kundencenter nachsehen was Du konkret abgeschlossen hast. Sehe hier keine Chance für Dich, von der Telekom Geld zurück zu erhalten.