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Widerspruch zu Mahnbescheid per Einschreiben?


05.09.2003 10:57 - Gestartet von Talkline pen pal
Hallo liebe Mitbetroffene!

Jetzt haben auch wir einen (eigentlich zwei, denn als Ehepaar haftet jeder von uns gesamtschudnerisch) gerichtlichen Mahnbescheid erhalten.
Nun eine Frage: Muss ich den Widerspruch per Einschreiben schicken, um später beweisen zu können, dass ich diesen fristgemäß abgeschickt habe, oder gibt es da andere kostengünstigere Alternativen, den ordnungsgemäßen Eingang am AG Hünsfeld sicherzustellen?

Über eine rasche Antwort würde ich mich freuen! Danke!

Gruß

Talkline pen pal.
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[1] comedian antwortet auf Talkline pen pal
05.09.2003 14:19
Zunächst nutzt es dir nichts, den Widerspruch fristgerecht abzusenden. Der Widerspruch muß innerhalb zweier Wochen nach Zustellung (Datum der Zustellungsurkunde maßgeblich) beim AG Hünfeld eingegangen sein.

In meinem Fall habe ich ein Einwurf-Einschreiben verwendet. Damit kannst du den Tag der Zustellung in das Postfach des AGs Hünfeld nachweisen - und darauf kommt es an.

Gruß
Comedian
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[1.1] Talkline pen pal antwortet auf comedian
05.09.2003 15:06
Benutzer comedian schrieb:
Zunächst nutzt es dir nichts, den Widerspruch fristgerecht abzusenden. Der Widerspruch muß innerhalb zweier Wochen nach Zustellung (Datum der Zustellungsurkunde maßgeblich) beim AG Hünfeld eingegangen sein.

In meinem Fall habe ich ein Einwurf-Einschreiben verwendet. Damit kannst du den Tag der Zustellung in das Postfach des AGs Hünfeld nachweisen - und darauf kommt es an.

Gruß
Comedian

Kann ich beide Widersprüche (mein Mann und ich haben je einen Mahnbescheid zu der Sache erhalten) wenigsten in ein Kuvert stecken, also zusammen versenden?

Gruß

Talkline pen pal
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[1.1.1] Knödelfresser antwortet auf Talkline pen pal
05.09.2003 16:15
...wie wärs, wenn ihr beide auf einem gemeinsamen Widerspruch unterschreibt. Machts nicht so kompliziert.
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[1.1.1.1] Talkline pen pal antwortet auf Knödelfresser
05.09.2003 16:19
Benutzer Knödelfresser schrieb:
...wie wärs, wenn ihr beide auf einem gemeinsamen Widerspruch unterschreibt. Machts nicht so kompliziert.

Es hat doch aber jeder sein eigenes Widerspruchsformular mit eigener Geschäftsnummer bekommen.
Ich denke, wenn nicht jeder mit seinem Widerspruchsvordruck reagiert, erhält Intrium für den, der nicht offiziell unter seiner Geschäftnummer widersprochen hat, einen vollstreckbaren Titel.
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[1.1.1.1.1] Knödelfresser antwortet auf Talkline pen pal
05.09.2003 16:31
dann natürlich ZWEI Widersprüche, hatte das nicht so ganz gecheckt.
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[1.1.1.1.1.1] Talkline pen pal antwortet auf Knödelfresser
05.09.2003 17:17
Benutzer Knödelfresser schrieb:
dann natürlich ZWEI Widersprüche, hatte das nicht so ganz gecheckt.

Nachdem das nun geklärt ist, zurück zu meiner Frage:
Diese zwei Widersprüche nun in einem Kuvert und Einwurf Einschreiben an das AG Hünfeld verschicken, oder besser jedes getrennt, also doppelte Kosten.

Bekomme ich, falls es zu einem Prozeß kommen sollte und ich den gewinnen sollte, eigentlich meine Auslagen Talkline bzw. Intrum
von Talkline/intrum ersetzt, genauso wie alle deren Auslagen zahlen müsste wenn ich verliere, oder muss wiederum diese verklagen?
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[1.1.1.1.1.1.1] comedian antwortet auf Talkline pen pal
05.09.2003 21:01
Benutzer Talkline pen pal schrieb:
Benutzer Knödelfresser schrieb:
dann natürlich ZWEI Widersprüche, hatte das nicht so ganz gecheckt.

Nachdem das nun geklärt ist, zurück zu meiner Frage: Diese zwei Widersprüche nun in einem Kuvert und Einwurf Einschreiben an das AG Hünfeld verschicken, oder besser jedes getrennt, also doppelte Kosten.

Ein Umschlag reicht vollkommen.


Bekomme ich, falls es zu einem Prozeß kommen sollte und ich den gewinnen sollte, eigentlich meine Auslagen Talkline bzw. Intrum von Talkline/intrum ersetzt, genauso wie alle deren Auslagen zahlen müsste wenn ich verliere, oder muss wiederum diese verklagen?

Du bekommst die Kosten ersetzt. Das Gericht trifft von Amts wegen eine Kostenentscheidung. Nachdem das Urteil da ist, mußt du dann einen Kostenfestsetzungsantrag an das Gericht richten (mit Belegen), damit das Gericht die Höhe der erstattungsfähigen Kosten festsetzt.

Gruß
Comedian
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[1.1.1.1.1.1.1.1] Talkline pen pal antwortet auf comedian
05.09.2003 23:32
Benutzer comedian schrieb:
Benutzer Talkline pen pal schrieb:
Benutzer Knödelfresser schrieb:
dann natürlich ZWEI Widersprüche, hatte das nicht so ganz gecheckt.

Nachdem das nun geklärt ist, zurück zu meiner Frage: Diese zwei Widersprüche nun in einem Kuvert und Einwurf Einschreiben an das AG Hünfeld verschicken, oder besser jedes getrennt, also doppelte Kosten.

Ein Umschlag reicht vollkommen.


Bekomme ich, falls es zu einem Prozeß kommen sollte und ich den gewinnen sollte, eigentlich meine Auslagen Talkline bzw. Intrum von Talkline/intrum ersetzt, genauso wie alle deren Auslagen zahlen müsste wenn ich verliere, oder muss wiederum diese verklagen?

Du bekommst die Kosten ersetzt. Das Gericht trifft von Amts wegen eine Kostenentscheidung. Nachdem das Urteil da ist, mußt du dann einen Kostenfestsetzungsantrag an das Gericht richten (mit Belegen), damit das Gericht die Höhe der
erstattungsfähigen Kosten festsetzt.

Gruß
Comedian


Vielen Dank für die Info!

Gruß

talkline pen pal.
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[2] dmeier antwortet auf Talkline pen pal
05.09.2003 18:20
Benutzer Talkline pen pal schrieb:
Hallo liebe Mitbetroffene!

Jetzt haben auch wir einen (eigentlich zwei, denn als Ehepaar haftet jeder von uns gesamtschudnerisch) gerichtlichen Mahnbescheid erhalten.
Nun eine Frage: Muss ich den Widerspruch per Einschreiben schicken, um später beweisen zu können, dass ich diesen fristgemäß abgeschickt habe, oder gibt es da andere kostengünstigere Alternativen, den ordnungsgemäßen Eingang am AG Hünsfeld sicherzustellen?

Über eine rasche Antwort würde ich mich freuen! Danke!

Gruß

Talkline pen pal.

Hallo,
mein Mahnbescheid datiert von Jan.03. Auf Anraten meines Anwaltes habe ich den Widerspruch zuerst ans Amtsgericht gefaxt und dann mit mormaler Post (55 Cent) verschickt.
Das AG ist nicht Talkline, die behaupten würden weder Fax noch Brief bekommen zu haben.
Ende Juli bekam ich dann das bekannte Schreiben von Intrum mit der Bestätigung, dass ich Widerspruch eingelegt hätte.

Sehe auch nichts, was dagegenspricht, beide in einem Umschlag zu versenden.

Grüsse
dmeier
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[3] GPX750R antwortet auf Talkline pen pal
06.09.2003 18:59
Benutzer Talkline pen pal schrieb:
Hallo liebe Mitbetroffene!

Jetzt haben auch wir einen (eigentlich zwei, denn als Ehepaar haftet jeder von uns gesamtschudnerisch) gerichtlichen Mahnbescheid erhalten.
Nun eine Frage: Muss ich den Widerspruch per Einschreiben schicken, um später beweisen zu können, dass ich diesen fristgemäß abgeschickt habe, oder gibt es da andere kostengünstigere Alternativen, den ordnungsgemäßen Eingang am AG Hünsfeld sicherzustellen?

Über eine rasche Antwort würde ich mich freuen! Danke!


Hi !
Die Widerspruchsfrist beträgt
- zwei Wochen ab der Zustellung des Mahnbescheids
- einen Monat bei zulässiger Auslandszustellung.
Ein später eingehender Widerspruch ist aber auch noch wirksam, wenn noch kein Vollstreckungsbescheid erlassen worden ist. Nur die Ruhe also. Gegen den Vollstreckungsbescheid kann man auch noch angehen. So weit sollte man es aber nicht kommen lassen.
Gruss
GPX750R