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TL -die endlose Geschichte


28.03.2004 11:52 - Gestartet von chemdoc
Hallo, TK-Geschädigte,

habe am 11.02.2003 Strafanzeige wegen Betruges gegen TL und Comet Media LTD. eingereicht. Im Kurzverfahren der Vorgang:
- am 22.09.2002 illegalen Dialer eingefangen, ca. 35 € gelöhnt, Geld war von DTK eingezogen worden, bevor Widerspruch möglich (22.09.02, 12:57:16 0190050097 00:04:599

- telef. Auskunft von TK - Geld zurück, wenn Nachweis, daß auf Startseite kein Kostenhinweis war (habe diese aber nie gesehen)
-'intelligenter' Versuch von mir, die Startseite zu öffnen, indem Comet Media -Nr. in DFÜ eingetragen, ha, ha!!!!
-Ergebnis: KEIN Seitenaufbau, aber Forderung von TK für vier Einwahlversuche = 119 €
24.10.02, 23:05:37 0190050097 00:00:37
24.10.02, 23:05:37 0190050097 00:00:41
24.10.02, 23:06:37 0190050097 00:00:23
24.10.02, 23:06:37 0190050097 00:00:25
Beachtet: Zwei Abgänge zu jeweils einer Sekundenzeit mit je einer Dreiviertelminute Verbindungsdauer, was schon technisch unmöglich ist.
meine Argumentation: kein Seitenaufbau, keine Kosteninfo, kein Vertrag, keine Dienstleistung in Anspruch genommen = Geldforderung ist Betrugsversuch von TL

-Staatsanwaltschaft hat per 25.03.2004 Verfahren eingestellt, weil Täuschung nicht nachweisbar! Zitat 'die technische Qualität des von TL benutzten automat. Abrechnungssystems ist so hoch, dass eine falsche Ablesung praktisch ausgeschlossen werden kann'. Ha, ha, ha !!!!
Nun meine Frage: Hat es Sinn, bei der Staatsanwaltschaft Widerspruch gegen die Verfahrenseinstellung einzulegen und sie z. b. aufzufordern, doch selbst mal die Comet Meda-Nr. anzuwählen, um zur Kostenanzeige die Startseite zu öffnen und dann ihre Telefonrechnung abzuwarten.

Gruß

Chemdoc

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[1] Paul-Merlin antwortet auf chemdoc
28.03.2004 17:28
Benutzer chemdoc schrieb:
Hallo, TK-Geschädigte,

habe am 11.02.2003 Strafanzeige wegen Betruges gegen TL und Comet Media LTD. eingereicht. Im Kurzverfahren der Vorgang:
- am 22.09.2002 illegalen Dialer eingefangen, ca. 35 € gelöhnt, Geld war von DTK eingezogen worden, bevor Widerspruch möglich (22.09.02, 12:57:16 0190050097 00:04:599

- telef. Auskunft von TK - Geld zurück, wenn Nachweis, daß auf Startseite kein Kostenhinweis war (habe diese aber nie gesehen) -'intelligenter' Versuch von mir, die Startseite zu öffnen, indem Comet Media -Nr. in DFÜ eingetragen, ha, ha!!!!
-Ergebnis: KEIN Seitenaufbau, aber Forderung von TK für vier Einwahlversuche = 119 €
24.10.02, 23:05:37 0190050097 00:00:37
24.10.02, 23:05:37 0190050097 00:00:41
24.10.02, 23:06:37 0190050097 00:00:23
24.10.02, 23:06:37 0190050097 00:00:25
Beachtet: Zwei Abgänge zu jeweils einer Sekundenzeit mit je einer Dreiviertelminute Verbindungsdauer, was schon technisch unmöglich ist.
meine Argumentation: kein Seitenaufbau, keine Kosteninfo, kein Vertrag, keine Dienstleistung in Anspruch genommen = Geldforderung ist Betrugsversuch von TL

-Staatsanwaltschaft hat per 25.03.2004 Verfahren eingestellt, weil Täuschung nicht nachweisbar! Zitat 'die technische Qualität des von TL benutzten automat. Abrechnungssystems ist so hoch, dass eine falsche Ablesung praktisch ausgeschlossen werden kann'. Ha, ha, ha !!!!
Nun meine Frage: Hat es Sinn, bei der Staatsanwaltschaft Widerspruch gegen die Verfahrenseinstellung einzulegen und sie z. b. aufzufordern, doch selbst mal die Comet Meda-Nr. anzuwählen, um zur Kostenanzeige die Startseite zu öffnen und dann ihre Telefonrechnung abzuwarten.

Gruß

Chemdoc

Hi Chemdoc,

warum hast Du nicht einfach die Lastschrift der TK wegen Widerspruch zurückgegeben und nur dann den unstrittigen Betrag bezahlt und die TK davon unterrichtet?
Normalerweise macht die TK dabei ohne Probleme mit, weil sich dann ja Talkline um die Geltendmachung der angeblichen Forderung bemühen muss.

In der Sache wird Dir jeder Betroffene hier im Forum Recht geben. Die Gaunereien sind ja so offensichtlich, dass nicht nachvollziebar ist, warum nicht auch die Staatsanwaltschaften "längst auf den Trichter gekommen sind."
Das einfachste wäre ja in der Tat gewesen, die Erlebnisse von Tausenden von Dialer-Opfern selbst nachzuvollziehen und amtlicherseits unter Einschaltung des BSI zu dokumentieren. Da hätte sich schnell gezeigt, dass die alltäglichen Betrügereien eben traurige Realität sind und zwar nicht in Einzelfällen sondern Hundertausendfach. In anderen Bereichen des organisierten Verbrechens (Beispiele: Terrrorbekämpfung, Drogenbekämpfung) ist die Einschaltung verdeckter Ermittler längst Gang und Gäbe. Hier hätte ein PC und Modemanschluss beim BSI genügt. Nepp und Betrug ist im Dialerbereich die Regel nicht die Ausnahme. Jedem der sich in die Materie hineinvertieft hat bleibt dies nicht verborgen. Eine Reaktion a´la Schweiz (= Dialerverbot) hätte seitens des Gesetzgebers eine angemessene Reaktion dargestellt.

Stattdessen wurde nach langem Hin und Her in diesem unserem Lande ein Gesetzwerk verabschiedet, dass in der Realität nur wenig verbessert und sehr bürokratisch ist. Die Dialer-Betrügereien gehen in der Praxis in der Breite weiter wie gehabt. So veröffentlicht das BSI aktuell z. B. eine Warnmeldung vor dem PIRATOS-Dialer der vorgeblich namens des BSI die Herunterladung eines Tools zu Virenbekämpfung empfiehlt. Stattdessen fängt sich der gutgläubige Nutzer einen 30,-- € Dialer ein. Warum sich die Behörde so veräppeln läßt, ohne entschiedener gegenzusteuern, kann als Normalbürger kaum nachvollzogen werden.

Auch die großen Telefongesellschaften sind sich weiter nicht zu schade das Inkasso für moralisch zutiefst verwerliche Abkassiereien zu übernehmen. Ich erinnere nur an Themen wie IQ-Test, Hauaufgaben.de usw. Von Polizei und Staatsanwaltschaft ist leider wenig Hilfe zu erwarten, solange die Beamten den Betrug im konkreten Einzelfall nachträglich nachweisen müssen.
Dies kann fast nie gelingen, da entweder keine beweissicheren Daten (Dialer) vorliegen, bzw. diese ständiger Veränderung unterliegen. Rückwirkend ist es dem Opfer fast unmöglich zu beweisen, dass im konkreten Fall ein Computerbetrug begangen wurde und der Betrugs-Dialer untergeschoben wurde.

Besser sind allerdings inzwischen Deine zivilrechtlichen Aussichten. Die Amtsgerichte urteilen inzwischen mehrheitlich
zu Gunsten der Dialer-Opfer (siehe Urteile in "http://www.dialerundrecht.de/urteile.htm".
Tipp: Anwalt einschalten, Urteile zur Verfügung stellen und sich wehren. Dann kämpfst zumindest Du gegen den anhaltenden Dialer-Betrug. Wer nicht kämpft hat schon verloren und trägt leider mit dazu bei, dass sich Dialer-Gaunereien weiter lohnen.

mfg

Paul-Merlin



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[2] promex15 antwortet auf chemdoc
12.04.2004 11:30
Ganz ehrlich: Inzwischen bin ich so etwas von skeptisch geworden bzgl. Prozeßaussichten. Jeder mit gesundem Menschenverstand müßte meinen, dass die Staatsanwaltschaft auf jeden Fall sich einem eigenen Versuch öffnen muss.
Allerdings habe ich in anderer Sache bereits feststellen müssen, wie leicht ein Verfahren aus Gründen eingestellt werden, die an den Haaren herbeigezogen sind (hier ging es allerdings um ein entführtes Kind).
Letzte schlechte Erfahrung war, dass ich gegen Talkline einen Prozeß verlor, bei dem das Gericht u.a. als Begründung eine angebliche Zahlung von mir an TL heranzog, die ich nie geleistet habe. Unter 600€, so wie es aussieht nichts zu machen (siehe Beitrag: Rechtsstreit Talkline / ksp - trotz Recht verloren).

Ich freue mich über jeden, der weder zeit noch Geld scheut und sich trotz aller Widrigkeiten gegen diese Machenschaften einsetzt!
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[2.1] Paul-Merlin antwortet auf promex15
12.04.2004 16:56
Benutzer promex15 schrieb:
Ganz ehrlich: Inzwischen bin ich so etwas von skeptisch geworden bzgl. Prozeßaussichten. Jeder mit gesundem Menschenverstand müßte meinen, dass die Staatsanwaltschaft auf jeden Fall sich einem eigenen Versuch öffnen muss. Allerdings habe ich in anderer Sache bereits feststellen müssen, wie leicht ein Verfahren aus Gründen eingestellt werden, die an den Haaren herbeigezogen sind (hier ging es allerdings um ein entführtes Kind).
Letzte schlechte Erfahrung war, dass ich gegen Talkline einen Prozeß verlor, bei dem das Gericht u.a. als Begründung eine angebliche Zahlung von mir an TL heranzog, die ich nie geleistet habe. Unter 600€, so wie es aussieht nichts zu machen (siehe Beitrag: Rechtsstreit Talkline / ksp - trotz Recht verloren).

Ich freue mich über jeden, der weder zeit noch Geld scheut und sich trotz aller Widrigkeiten gegen diese Machenschaften einsetzt!



Hi promex15,

dumm gelaufen. Dennoch, Du hast wenigstens versucht Dich gegen die schreieinde Ungerechtigkeit zu wehren. Für den morgendlichen Blick in den Spiegel ist das wichtig. Auf Dauer letztlich wichtiger als die verlorene "Kohle". Wenn in diesem Land nur noch die Gauner, Betrüger, Nepper und Lumpen die Spielregeln bestimmen würden, dann wäre es Zeit auszuwandern.
Vorher sollte sich jedoch die - immer noch - Mehrheit der Bürger diesem um sich greifenden Trend entgegenstemmen. Das fängt bei Dingen, wie dem Kampf gegen Dialer-Betrüger an. Ein für Dich zugebenermassen schwacher Trost ist, dass die Mehrzahl der Dialer-Opfer mehr Erfolg als Du bei ihrer Gerichtsverhandlung vor dem Amtsgericht hat.

Ich sehe auch, dass von Staatsanwaltschaft, Polizei,BSI, RegTP vielfach leider keine Unterstützung im konkreten Fall zu erwarten ist. Das ist in der Tat entäuschend, denn bei anderen Fällen von organisierter Kriminalität wird von den Behörden mehr Einssatz gezeigt. Die aktive Nutzung eines PC´s beim BSI
in Verbindung mit einem danebenstehenden Staatsanwalt, der die Fälle dokumentiert, könnte schon vielen Dialer-Betrügern das Handwerk legen. Warum das nicht erfolgt, das ist wirklich die Frage. So viel Blauäugigkeit, dass bei vieltausendfachen Strafanzeigen, die nur die Spitze des Eisbergs bilden, jeder Fall für sich geprüft wird, es dann für die Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft immer an zureichenden, tatsächlichen Anhaltspunkten für eine Straftat mangelt, ist in der Tat schwer nachzuvollziehen.

mfg

Paul-Merlin



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[2.1.1] promex15 antwortet auf Paul-Merlin
12.04.2004 17:28
Du hast 100% Recht. Allerdings wird durch diese Willkür in dem einen Fall ein krankes Kind Behandlung und Kontakt zum hier alleine sorgeberechtigten Vater verweigert, in anderen Fällen wie hier bei TL kassiert diese Firma ohne Ende, ohne dass die entsprechende Leistung gegenüber stehen würde. Beides sehr weit auseinander aber grundsätzlich unbefriedigend.
Als ich selbstständig war, kassierte TL tausende von DM von mir, nun muss ich ein klares Fehlurteil hinnehmen und die Gebühr für 1 Jahr bezahlen (für mich und mein kleines Kind sehr viel Geld).
Ich hoffe, dass ich bald an die passenden Dokumente komme, um aufzeigen zu können, dass der angebliche Beweis keiner war und nutze jede Möglichkeit, das Ganze neu aufzurollen oder zumindest publik zu machen.
Ich freue mich über jeden, der ebenso denkt!
Bzgl der Dialer kann ja schlecht wie im Falle des entführten Kindes wg mangelndem öffentlichen Interesses der Fall eingestellt werden, da ja genügend Leute betroffen sind. Normalerweise müsste der BSI ein Interesse am 'objektiven' Aufzeigen haben, damit das Ganze nicht ´noch mehr ausartet...
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[2.1.2] abH antwortet auf Paul-Merlin
16.04.2004 14:37
Ja, das stimmt so !
da die Strafanträge ja nur bei den zuständigen Staatsanwaltschaften gestellt werden können sind die Anzeigen verstreut und da wir nicht in Amiland leben gibt eben nicht die Möglichkeit einer Sammelklage.

MfG
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[3] Amadores antwortet auf chemdoc
13.05.2004 11:58
da möchte ich doch glatt mal fragen...sagt mal was glaubt ihr denn wo die verbindungen herkommen?wählt talkline so aus spaß irgendwelche rechner aus um dies zu belasten??