Anbieterforum
Forum zu:
Threads:
11682 1683 16842025
Menü

Schreiben von intrum justitia


15.10.2003 13:42 - Gestartet von Leica
Hallo Leute,
ich habe heute auch von intrum justitia die Aufforderung erhalten, den Betrag von ursprünglich 142,88 Euro (jetzt 188,03 ) zu überweisen, abgezogen wurden von den Kosten 0,02 Euro als "bereits bezahlt" ! Was ist das denn für ein Quatsch?
Damit wäre ich ja "zahlungswillig", was niemals der Tatsache entspricht!
Dann darunter der Satz "wir erwarten, daß Sie sich nunmehr als FAIRER PARTNER" verhalten, der die ihm erbrachte Leistung auch mit der vereinbarten Gegenleistung honoriert!
Ich glaubs ja nicht!
Und als kleingedruckter Hinweis auf der nächsten Seite dann, daß es keines schriftlichen Vertragsabschlußes bedarf, da der Vertragsabschluß "konkludent" durch die Nutzung des Netzes zustand kommt. Soll das heißen, die wollen uns weismachen, sie bräuchten keinen Vertragsabschluß nachweisen? Soll das eine weitere Einschüchterungstaktik sein?
Viele Grüße
Leica


Menü
[1] comedian antwortet auf Leica
15.10.2003 21:09
Hallo Leica,

du hast es erkannt: Die Intrum will dich weichkochen! Auf jeden Fall solltest du - falls nicht schon geschehen - die Verbindung bestreiten und eine nachträgliche Verbindungsaufschlüsselung verlangen.

Erkläre denen nochmal, daß du nicht zahlungswillig bist. Außerdem könntest du denen mit einer Anzeige wegen Geldwäsche drohen.

Gruß
Comedian
Menü
[1.1] hilde39 antwortet auf comedian
24.10.2003 20:15
Hi,

habe heute auch ein Mahnschreiben von intrum inkasso erhalten,
worin sie statt der ersten Forderung von 160,25 Euro eine Gesamtforderung von 213,81 Euro anmahnen (zahlbar bis 30.10.)
Eine Frechheit, was die da noch aufschlagen! Nun, wir werden nicht bezahlen! Ist es sinnvoll, Widerspruch einzulegen und
nochmals die komplette Rufnr. und die Anbieteranschrift zu ver-
langen? Habe bisher weder von Talkline noch von Q 1 etwas darüber erfahren. Hat jemand Erfahrung, wie es jetzt weitergeht? Bin für Info's dankbar!

silkpaint39
Menü
[1.2] GPX750R antwortet auf comedian
25.10.2003 19:34
Mach Dir dabei nicht soviel Arbeit. Schreibe nicht ellenlang sondern halte Dich kurz, da intrum sowieso nicht auf Dich eingehen. Telegrammstil reicht.
Ich hatte nur einmal bei Talkline wiedersprochen. Nachdem ich gemerkt hatte, dass ich einen Serienbrief erhalten hatte, war mir alles klar und habe niemehr außer auf dem gerichtl. Mahnbescheid reagiert.
Gruß GPX750R
Menü
[1.2.1] tcsmoers antwortet auf GPX750R
25.10.2003 20:15
Benutzer GPX750R schrieb:
Mach Dir dabei nicht soviel Arbeit. Schreibe nicht ellenlang sondern halte Dich kurz, da intrum sowieso nicht auf Dich eingehen. Telegrammstil reicht.
Ich hatte nur einmal bei Talkline wiedersprochen. Nachdem ich gemerkt hatte, dass ich einen Serienbrief erhalten hatte, war mir alles klar und habe niemehr außer auf dem gerichtl.
Mahnbescheid reagiert.
Gruß GPX750R

Du sagst es. Seine Zahlungsunwilligkeit schon gegenüber dem Erstanspruchsteller erklären und alles weitere ist sein Problem. Wenn man ganz klar erkennen lässt, dass man nicht zahlen will, sind die Kosten der Eintreiberorganisation dem Privatvergnügen zuzurechnen.

Fraglich ist, ob hier nicht ein Straftatbestand vorliegt, da keine Gründe zur Einschaltung dieser Bande erkennbar sind.

peso
Menü
[] tcsmoers antwortet auf
25.10.2003 22:31
Benutzer Monopoly schrieb:
Benutzer tcsmoers schrieb:
Fraglich ist, ob hier nicht ein Straftatbestand vorliegt, da keine Gründe zur Einschaltung dieser Bande erkennbar sind.

Was soll an der Abtretung einer Forderung strafbar sein?

Monopoly


Du kennst die Begründung zu dem OLG Urteil über das Fernmeldegeheimnis doch und über dieses Thema haben wir doch lange genug debattiert. Die hiesige StA hat die Verfahren bisher nicht wegen Nichtvorliegens eines Tatbestandes eingestellt. Man ist sehr wohl der Auffassung, dass hier Vorschriften des Datenschutzes verletzt wurden.

peso
Menü
[] comedian antwortet auf
26.10.2003 09:02
Benutzer Monopoly schrieb:
Seit der TDSV 2000 ist eine Weitergabe von Verbindungsdaten an Inkassounternehmen aber erlaubt (§ 7 Abs. 1).

Aber auch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Eine davon ist, daß die Intrum vertraglich zur Wahrung des Fernmeldegeheimnisses verpflichtet ist. Davon lese ich in der Generalabtretung zwischen TL und Intrum nichts.

Aber wenn Axmann bei Gericht wieder mal vorträgt, daß er selbst die Möglichkeit einer betrügerischen Einwahl sieht, dann ist die Sache eh gelaufen :o)

http://www.dialerundrecht.de/Entscheidungen/agforchheim151003.htm

Gruß
Comedian
Menü
[1] Schreiben von intrum justitia
Der Zivilrechtler antwortet auf comedian
26.10.2003 09:32
Hallo,

gestern habe ich ebenfalls ein Schreiben von Intrum erhalten... Eingefordert wird ein geringer Betrag aus call-by-call Gesprächen über Ventelo vom Februar 2003. Tatsächlich hatte ich es damals versäumt die Telekomrechnung fristgemäß zu begleichen und erst auf die Mahnung der DTAG geleistet. Die auf der DTAG-Rechnung ausgewiesene Forderung der Ventelo habe ich zunächst nicht beglichen um ein Doppelzahlung zu vermeiden, sondern wollte eine Mahnung der Ventelo abwarten.

Eine entsprechende Mahnung der Ventelo habe ich jedoch nie erhalten. Nunmehr fordert die Intrum neben einer Inkassogebühr, die weit über der Hauptforderung der Ventelo liegt, die Erstattung von Mahnspesen. Zum einen besteht kein Anspruch auf Erstattung der "Inkassokosten", zum anderen sind entsprechede Mahnspesen nie angefallen.

Sollte es sich bei diesem Verhalten um ein systematisches Vorgehen handeln, würde ich gerne rechtliche Schritte gegen die Intrum bzw. Ventelo einleiten... Wer kann mir sachdienliche Hinweise liefern?

MfG
Menü
[1.1] Rechenknecht antwortet auf Der Zivilrechtler
26.10.2003 10:06
Hallo,
einfach mal dieses Forum der letzten 3 Monate durcharbeiten und dann bei www.computerbetrug.de weiter machen. Dann hat man Beweise zur Genüge.
Menü
[] comedian antwortet auf
26.10.2003 18:35
Benutzer Monopoly schrieb:
Ich wüsste nicht, wonach du einen Anspruch auf Einsicht in Intrums Inkassoverträge hast.

Du hast recht. Einen Anspruch auf Einsicht in Verträge, die Talkline mit Intrum schließt, gibt es wohl nicht. Habe ich aber auch nicht behauptet.

Tatsache ist, ich kenne den Vertrag zwischen Intrum und Talkline. Die Intrum hat mir durch Axmann eine Ablichtung zukommen lassen.


Außerdem steht nicht fest, ob ein Verstoß gegen die entsprechende Vorschrift auch die Nichtigkeit der Abtretung zur Folge hätte. § 7 Abs. 1 S. 3 TDSV ist kein Strafgesetz.

Auch hier hast du recht. Allerdings habe ich weder behauptet, die TDSV sei ein Strafgesetz, noch daß ein Verstoß gegen § 7 I 3 TDSV die Nichtigkeit des Inkassovertrags nach sich ziehen würde.

Die Frage ist, ob § 7 I 3 TDSV ein Verbot enthält, die Abtretung vorzunehmen, oder ob die Vorschrift lediglich die rechtsgeschäftliche Gestaltungsmacht von Talkline einschränkt. Im letzteren Fall könnte die Abtretung unwirksam sein, weil Talkline die Abtretung ohne die Verpflichtung der Intrum auf das Telekommunikationsgeheimnis zwar nicht verboten ist, aber nicht wirksam vereinbart werden kann. So verhält es sich mit den gesetzlichen Abtretungsausschlüssen, wie zB §§ 399, 400 und 719 BGB.

Gruß
Comedian
Menü
[1] GPX750R antwortet auf comedian
27.10.2003 12:47
Hi,
ich hatte letztlich von einem Gerichtsurteil gelesen, indem der abgeschlossene Generalvertrag zwecks Abtretungen zwischen Intrum und Talkline für den Einzelfall nicht anwendbar ist. Für jede Forderung muß eine expliziete Abtretung vorliegen.
Gruss GPX750R
Menü
[] tcsmoers antwortet auf
26.10.2003 21:04
Benutzer Monopoly schrieb:
Benutzer comedian schrieb:
Benutzer Monopoly schrieb:
Ich wüsste nicht, wonach du einen Anspruch auf Einsicht in Intrums Inkassoverträge hast.

Tatsache ist, ich kenne den Vertrag zwischen Intrum und Talkline. Die Intrum hat mir durch Axmann eine Ablichtung zukommen lassen.

Ach so. Na dann kannst du das natürlich bei der zuständigen Behörde beanstanden, wenn du einen Anhaltspunkt hast. Ob es dir allerdings irgendwas nützt, ist fraglich.

Außerdem steht nicht fest, ob ein Verstoß gegen die entsprechende Vorschrift auch die Nichtigkeit der Abtretung zur Folge hätte. § 7 Abs. 1 S. 3 TDSV ist kein Strafgesetz.

Auch hier hast du recht. Allerdings habe ich weder behauptet, die TDSV sei ein Strafgesetz, noch daß ein Verstoß gegen § 7 I 3 TDSV die Nichtigkeit des Inkassovertrags nach sich ziehen würde.

Das mag sein. Aber was nützt es dir bzw. anderen Betroffenen dann, zu bestreiten, dass Intrum dem Fernmeldegeheimnis verpflichtet wurde, wie du und tcsmoers mit seinem veralteten Urteil des OLG München als Alibi nicht müde werdet zu erwähnen?


Du kennst die beiden §§. Meines Erachtens haben wir sogar eine Verschärfung dieses §§.

peso


Die Frage ist, ob § 7 I 3 TDSV ein Verbot enthält, die Abtretung vorzunehmen, oder ob die Vorschrift lediglich die rechtsgeschäftliche Gestaltungsmacht von Talkline einschränkt. Im letzteren Fall könnte die Abtretung unwirksam sein, weil Talkline die Abtretung ohne die Verpflichtung der Intrum auf das Telekommunikationsgeheimnis zwar nicht verboten ist, aber nicht wirksam vereinbart werden kann.

Ich will es nicht ausschließen, aber davon ausgehen würde ich bis auf weiteres auch nicht. Andernfalls hätte die Klage gegen dich vor dem AG Darmstadt ja auch abgewiesen werden müssen, und zwar vollständig.

Monopoly
Menü
[] comedian antwortet auf
26.10.2003 23:08
Benutzer Monopoly schrieb:
Ich will es nicht ausschließen, aber davon ausgehen würde ich bis auf weiteres auch nicht. Andernfalls hätte die Klage gegen dich vor dem AG Darmstadt ja auch abgewiesen werden müssen, und zwar vollständig.

Wieso? Ich hatte es zwar vorgetragen, aber der Schriftsatz erreichte das Gericht nachdem der Richter das Urteil diktiert hatte. Daher ist das Urteil darüber nicht aussagekräftig.

Comedian