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Pfingstgrüsse von Intrum Justitia


07.06.2003 18:14 - Gestartet von OkMaximusOpfer
Hallo zusammen,

endlich habe ich Post von diesem Laden erhalten.

Hauptforderung = 385,00 EUR
Zinsen (Basisz.+5% ab 19.3.3) = 6,41 EUR (= 6,9% Jahreszins)
Mahnspesen (von Talkline) = 2,50 EUR
Inkassokosten = 77,63 EUR
Kontoführungskosten = 3,00 EUR
Porto = 0,55 EUR
Gesamtforderung per 14.06.03 = 475,09 EUR

Ich bin begeistert :-)

Da ich bei Talkline mehr als einmal der angeblichen Forderung widersprochen habe, darf doch gar kein Inkassobüro eingeschaltet werden - also liegt hier doch ein Verstoss gegen das Datenschutzgesetz vor: Weitergabe von vertraulichen Daten an Dritte, die das gar nichts angeht. Oder?
Das wäre dann eine weitere Anzeige gegen Talkline (neben der Nötigung für die Sperrung meines Zuganges zum Talklinenetz, neben der restlichen 0190-Geschichte ;-)

Die Gebührenforderung ist natürlich auch übertrieben.

Ach übrigens, Intrum bittet um *** FAIR PAY ***
meine Meinung dazu: Lernt erstmal *** FAIR PLAY ***

Viele Grüße

Michael

http://okmaximusopfter.daf4f.de/
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[1] Paul-Merlin antwortet auf OkMaximusOpfer
07.06.2003 22:47
Hallo Michael,

ich drücke Dir die Daumen.

Auch kämpfe gegen die Abzockergemeinschaft von Talkine, Q1 und Konsorten.
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[2] tcsmoers antwortet auf OkMaximusOpfer
08.06.2003 00:08
Benutzer OkMaximusOpfer schrieb:
Hallo zusammen,

endlich habe ich Post von diesem Laden erhalten.

Hauptforderung = 385,00 EUR
Zinsen (Basisz.+5% ab 19.3.3) = 6,41 EUR (= 6,9% Jahreszins)
Mahnspesen (von Talkline) = 2,50 EUR
Inkassokosten = 77,63 EUR
Kontoführungskosten = 3,00 EUR
Porto = 0,55 EUR
Gesamtforderung per 14.06.03 = 475,09 EUR

Ich bin begeistert :-)

Da ich bei Talkline mehr als einmal der angeblichen Forderung widersprochen habe, darf doch gar kein Inkassobüro eingeschaltet werden - also liegt hier doch ein Verstoss gegen das Datenschutzgesetz vor: Weitergabe von vertraulichen Daten an Dritte, die das gar nichts angeht. Oder?
Das wäre dann eine weitere Anzeige gegen Talkline (neben der Nötigung für die Sperrung meines Zuganges zum Talklinenetz, neben der restlichen 0190-Geschichte ;-)

Die Gebührenforderung ist natürlich auch übertrieben.

Ach übrigens, Intrum bittet um *** FAIR PAY *** meine Meinung dazu: Lernt erstmal *** FAIR PLAY ***

Du könntest doch mal rein vorsorglich eine Anzeige wegen Nötigung erstatten.

peso
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[3] comedian antwortet auf OkMaximusOpfer
08.06.2003 04:00
Bei mir hat sich Intrum als fairer Partner erwiesen :o)
Die haben mich verklagt, und bisher - trotz Bestreitens - nicht nachgewiesen, dass Talkline die Forderung an Intrum abgetreten hat.

Gruß
Comedian
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[4] Kaymann antwortet auf OkMaximusOpfer
08.06.2003 06:48
Benutzer OkMaximusOpfer schrieb:
Hallo zusammen,

endlich habe ich Post von diesem Laden erhalten.

Hauptforderung = 385,00 EUR
Zinsen (Basisz.+5% ab 19.3.3) = 6,41 EUR (= 6,9% Jahreszins)
Mahnspesen (von Talkline) = 2,50 EUR
Inkassokosten = 77,63 EUR
Kontoführungskosten = 3,00 EUR
Porto = 0,55 EUR
Gesamtforderung per 14.06.03 = 475,09 EUR

Ich bin begeistert :-)

Da ich bei Talkline mehr als einmal der angeblichen Forderung widersprochen habe, darf doch gar kein Inkassobüro eingeschaltet werden - also liegt hier doch ein Verstoss gegen das Datenschutzgesetz vor: Weitergabe von vertraulichen Daten an Dritte, die das gar nichts angeht. Oder?
Das wäre dann eine weitere Anzeige gegen Talkline (neben der Nötigung für die Sperrung meines Zuganges zum Talklinenetz, neben der restlichen 0190-Geschichte ;-)

Die Gebührenforderung ist natürlich auch übertrieben.

Ach übrigens, Intrum bittet um *** FAIR PAY *** meine Meinung dazu: Lernt erstmal *** FAIR PLAY ***

Viele Grüße

Michael

http://okmaximusopfter.daf4f.de/


Hallo,
mir ist in diesem Zusammmenhang nicht klar, was diese Herrschaften unter Fair PLay verstehen. Hier geht es nicht um ein Spiel, sondern um die Frage, ob irgendwelche dusteren Gestalten mit unlauteren Mitteln unschuldige Telefon- und Internetbenutzer abzocken.

Gruß Kaymann
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[4.1] OkMaximusOpfer antwortet auf Kaymann
08.06.2003 08:41
Hallo Kaymann,

Ach übrigens, Intrum bittet um *** FAIR PAY *** meine Meinung dazu: Lernt erstmal *** FAIR PLAY ***
mir ist in diesem Zusammmenhang nicht klar, was diese Herrschaften unter Fair PLay verstehen. Hier geht es nicht um ein Spiel, sondern um die Frage, ob irgendwelche dusteren Gestalten mit unlauteren Mitteln unschuldige Telefon- und Internetbenutzer abzocken.
Tja, ohne "Fair Play" gibts kein "Fair Pay".
Wären Talkline & Co. halbwegs seriös und fair, dann würden wir diese ganzen Diskussionen nicht führen. Eigentlich ist das eine reine Verarschung. Daher diskutiere ich mich mit diesen Typen auch nicht mehr, schliesslich muß ich vor Gericht ja sowieso alles wiederholen.

Ein paar kleine Nadelstiche hier und da sollten Talkline & Co. das Leben zumindest etwas schwerer machen. Bei genügend Anzeigen wegen Nötigung, Verstoss gegen den Datenschutz (das sind die leicht nachzuweisenden Tatbestände), Betruges, Geldwäsche und was es sonst noch so gibt, muß sich hier in Deutschland ja mal was rühren.

Macht mit.

PS: was haltet Ihr davon, wenn wir den Gerichtspräsidenten in Darmstadt mit der dringenden Bitte anzuschreiben, aufsichtsrechtliche Maßnahmen gegen Intrum zu prüfen? Die sind ja bundesweit für die weit überhöhten Gebühren und was weiss ich für Frechheiten bekannt. Inkasso-Unternehmen müssen doch zugelassen werden und dann wird so ein Verhalten von den Gerichten geduldet?

Viele Grüße

Michael
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[5] renee antwortet auf OkMaximusOpfer
09.06.2003 11:57
Hallo, habe die Forderung von Intrum bestritten und danach nichts mehr vom Inkassobüro gehört.Jetzt kam ein Schreiben von Talkline, dass rechtliche Schritte eingleitet werden.
Mein RA hat bereits am 9.Mai Anzeige gegen Talkline und Comet Media (Dialer) erstattet.
Man sollte eine Liste der "Geschädigten" führen, würde bei einem Prozess sicher hilfreich sein. Talkline versucht jeden so darzustellen, als sei man der Einzige, der nicht surfen kann.
Dass diese Methode System hat, sollte man beweisen können.
Gruß renee
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[5.1] tcsmoers antwortet auf renee
09.06.2003 11:58
Benutzer renee schrieb:
Hallo, habe die Forderung von Intrum bestritten und danach nichts mehr vom Inkassobüro gehört.Jetzt kam ein Schreiben von Talkline, dass rechtliche Schritte eingleitet werden. Mein RA hat bereits am 9.Mai Anzeige gegen Talkline und Comet Media (Dialer) erstattet.
Man sollte eine Liste der "Geschädigten" führen, würde bei einem Prozess sicher hilfreich sein. Talkline versucht jeden so darzustellen, als sei man der Einzige, der nicht surfen kann. Dass diese Methode System hat, sollte man beweisen können.
Gruß renee

Dein Anwalt sollte einmal auf dieses Forum verweisen.

peso
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[6] Pabasch antwortet auf OkMaximusOpfer
20.06.2003 10:09
Hi,
wir haben auch vom Inkasso Intrum so eine Rechnung erhalten. Und Klage eingereicht (gegen Talkline,, Intrum & Knoedel), sowie die Regulierungsbehörde der Telekom eingeschaltet!!!!

Hattet ihr vorab Mahnungen von Talkline erhalten oder kam gleich das Inkassobüro zum Zuge?
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[6.1] comedian antwortet auf Pabasch
21.06.2003 09:28
Benutzer Pabasch schrieb:
Hi, wir haben auch vom Inkasso Intrum so eine Rechnung erhalten. Und Klage eingereicht (gegen Talkline,, Intrum & Knoedel), sowie die Regulierungsbehörde der Telekom eingeschaltet!!!!

Hattet ihr vorab Mahnungen von Talkline erhalten oder kam gleich das Inkassobüro zum Zuge?

Schreibt hier ein kompetetenter Berater von der Hotline?

Gruß
Comedian
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[] OkMaximusOpfer antwortet auf
08.06.2003 08:52
Hallo Monopoly,

M.E. kommt das darauf an, ob Talkline ein Inkassobüro hätte beauftragen dürfen. Das wiederum hängt davon ab, ob du deine endgültige Zahlungsunwilligkeit signalisiert hast. Wenn ja, dann ist kein Inkassobüro und daher auch keine Datenweitergabe nötig.
war ich nicht eindeutig genug? http://okmaximu­sopfter.daf4f.de

Verbindungsdaten (demnächst: Verkehrsdaten) fallen unter das einfachgesetzliche Fernmeldegeheimnis, d.h. du könntest es mit einer Anzeige wegen Verletzung des Fernmeldegeheimnisses (§ 206 StGB) versuchen. Das ist allerdings nur bei vorsätzlichem Handeln strafbar.
Du meinst, die haben aus "Fahrlässigkeit" oder Dummheit das Inkassobüro eingeschaltet?

sein. Schreib mir anschließend mal ne Mail, aus welchem Grund das Verfahren eingestellt worden ist. :-)
Danke, wie Du mich immer wieder motivierst ;-)

Das müßte halt jeder machen, bei dem sie es versuchen:
- Sperrung Talklinenetz = Nötigung
- Einschaltung Inkasso = Verstoß gegen Fernmeldegeheimnis +
Datenschutz
- Erstattung von Q1 nicht direkt an Talkline = Verdacht auf Geldwäsche
- Betrug etc. wg. dieser Dialer ist ja sowieso klar
- ... weitere Vorschläge sind jederzeit willkommmen

Viele Grüße

Michael
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[1] comedian antwortet auf OkMaximusOpfer
08.06.2003 11:03
Benutzer OkMaximusOpfer schrieb:

Das müßte halt jeder machen, bei dem sie es versuchen:
- Sperrung Talklinenetz = Nötigung

Für mich ist das ehr die Befreiung von der potenziellen Gefahr, nochmal übers Ohr gehauen zu werden.

- Einschaltung Inkasso = Verstoß gegen Fernmeldegeheimnis + Datenschutz

Ich bitte dich - die Intrum hat eine Zulassung zum Inkasso. TL darf über die Intrum vermeintliche Forderungen weiterverfolgen. Wie gesagt - die Intrum war bei mir bisher nicht in der Lage, die Abtretung zu beweisen.

- Erstattung von Q1 nicht direkt an Talkline = Verdacht auf Geldwäsche
- Betrug etc. wg. dieser Dialer ist ja sowieso klar

Nur schwer beweisbar. Wenn der Dialer von einer Webseite gesteuert wird, deren Inhalt dynamisch generiert wird, dann darf der Geschädigte den Cache des IE nicht gelöscht haben.

- ... weitere Vorschläge sind jederzeit willkommmen

Wenn du zivilrechtlich die Zahlung abschmettern lassen willst, dann mußt du dafür sorgen, dass dieser unheilige Anscheinsbeweis zugunsten von Talkline erschüttert wird (zB durch eine Auskunft des Bundesamtes für Sicherheit in der Datenverarbeitung. Die haben nämlich die Mechanismen begutachtet, mit denen die Dialeranbieter arbeiten und können eine amtliche Auskunft über die Abzockmöglichkeiten geben.

Gruß
Comedian
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[1.1] tcsmoers antwortet auf comedian
08.06.2003 13:46
Benutzer comedian schrieb:
Benutzer OkMaximusOpfer schrieb:

Das müßte halt jeder machen, bei dem sie es versuchen:
- Sperrung Talklinenetz = Nötigung

Für mich ist das ehr die Befreiung von der potenziellen Gefahr, nochmal übers Ohr gehauen zu werden.

- Einschaltung Inkasso = Verstoß gegen Fernmeldegeheimnis + Datenschutz

Ich bitte dich - die Intrum hat eine Zulassung zum Inkasso.

Denke immer an die Brgündung zum Urteil des OLG München über die Abtretung von Forderungen.


peso

TL
darf über die Intrum vermeintliche Forderungen weiterverfolgen. Wie gesagt - die Intrum war bei mir bisher nicht in der Lage, die Abtretung zu beweisen.

- Erstattung von Q1 nicht direkt an Talkline = Verdacht auf Geldwäsche
- Betrug etc. wg. dieser Dialer ist ja sowieso klar

Nur schwer beweisbar. Wenn der Dialer von einer Webseite gesteuert wird, deren Inhalt dynamisch generiert wird, dann darf der Geschädigte den Cache des IE nicht gelöscht haben.

- ... weitere Vorschläge sind jederzeit willkommmen

Wenn du zivilrechtlich die Zahlung abschmettern lassen willst, dann mußt du dafür sorgen, dass dieser unheilige Anscheinsbeweis zugunsten von Talkline erschüttert wird (zB durch eine Auskunft des Bundesamtes für Sicherheit in der Datenverarbeitung. Die haben nämlich die Mechanismen begutachtet, mit denen die Dialeranbieter arbeiten und können eine amtliche Auskunft über die Abzockmöglichkeiten geben.

Gruß
Comedian
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[1.2] Rechenknecht antwortet auf comedian
20.06.2003 09:01
Benutzer comedian schrieb:
Ich bitte dich - die Intrum hat eine Zulassung zum Inkasso. TL darf über die Intrum vermeintliche Forderungen weiterverfolgen. Wie gesagt - die Intrum war bei mir bisher nicht in der Lage, die Abtretung zu beweisen.

Gruß
Comedian
Einen schönen Gruß an alle.
Ich bin ein wenig spät.
@comedian
Was macht dich so sicher das Intrum eine Inkassoerlaubnis hat?
Habe ich in letzter Zeit etwas nicht mitbekommen?
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[] tcsmoers antwortet auf
08.06.2003 13:51
Benutzer Monopoly schrieb:
Benutzer Monopoly schrieb:
Verbindungsdaten (demnächst: Verkehrsdaten) fallen unter das einfachgesetzliche Fernmeldegeheimnis, d.h. du könntest es mit einer Anzeige wegen Verletzung des Fernmeldegeheimnisses (§ 206 StGB) versuchen.

PS. Deine Bestandsdaten, d.h. Name, Anschrift usw. fallen nicht unter das Fernmeldegeheimnis, die unbefugte Weitergabe an ein Inkassobüro ist also keine Straftat. Es müsste aber ordnungswidrig nach BDSG sein. Das soll die StA dann selbst suchen bzw. an die je nach Landesrecht zuständige Behörde weiterleiten.

Deswegen ändert D 1 u.a. gerade seine AGB. Dort ist die Verwendung von Eintreiberorganisationen geregelt.

peso


Monopoly
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[] tcsmoers antwortet auf
08.06.2003 21:37
Benutzer Monopoly schrieb:
Benutzer tcsmoers schrieb:
Benutzer comedian schrieb:
Ich bitte dich - die Intrum hat eine Zulassung zum Inkasso.

Denke immer an die Brgündung zum Urteil des OLG München über die Abtretung von Forderungen.

Seit der TDSV-Novelle 2000 ist es ausdrücklich erlaubt, Verbindungsdaten an Inkassounternehmen weiterzugeben. Damit ist dein Urteil überholt.

Es dürfte fraglich sein, wenn klar erkennbar ist, dass die Einschaltung einer Eintreiberorganisation unzulässig ist. Hier dürften wohl Probleme des Datenschutzes auftauchen, da für eine Weitergabe persönlicher Daten eine Rechtsgrundlage vorhanden sein muss.

peso
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[1] tcsmoers antwortet auf tcsmoers
08.06.2003 21:42
Benutzer tcsmoers schrieb:
Benutzer Monopoly schrieb:
Benutzer tcsmoers schrieb:
Benutzer comedian schrieb:
Ich bitte dich - die Intrum hat eine Zulassung zum Inkasso.

Denke immer an die Brgündung zum Urteil des OLG München über die Abtretung von Forderungen.

Seit der TDSV-Novelle 2000 ist es ausdrücklich erlaubt, Verbindungsdaten an Inkassounternehmen weiterzugeben. Damit ist dein Urteil überholt.

Es dürfte fraglich sein, wenn klar erkennbar ist, dass die Einschaltung einer Eintreiberorganisation unzulässig ist. Hier dürften wohl Probleme des Datenschutzes auftauchen, da für eine Weitergabe persönlicher Daten eine Rechtsgrundlage vorhanden sein muss.

Habe erst nachträglich Deine letzte Stellungnahme gelesen. Wir sind somit einer Meinung.
Fraglich ist, wenn ich nur sage, dass ich nicht zahlen werde, diese Vorschrift anwendbar ist. M.E. dürfte bei konkreten Widersprüchen diese Auffassung zutreffen. Wir müssen ja an sich mal davon ausgehen, welche Aufgaben Eintreiberfirmen eigentlich machen sollen. Leider entwickelt sich die Einschaltung dieser Bande zu einer Standartverhaltensweise. Hier würden vielleicht viele Anzeigen irgendwann mal auf einen geschädigten Staatsanwalt / Richter stossen.

peso
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[] comedian antwortet auf
08.06.2003 22:32
Benutzer Monopoly schrieb:

Wie gesagt - die Intrum war bei mir bisher nicht in der Lage, die Abtretung zu beweisen.

Daran wird es kaum scheitern, wenn Intrum nicht ganz blöde ist. Notfalls schustern Talkline und Intrum noch nachträglich eine Urkunde zusammen und datieren sie zurück, ohne dass du das nachweisen könntest.

Bisher hat sie sogar das unterlassen. Allerdings ist mir ein anderer Fall bekannt, wo die sowas beim Inkasso einer DTMS Forderung gemacht haben. Die haben eine abgelichtete Globalzession frisch ausgefüllt mit Kugelschreiber und mit neuem Datum versehen. Die Unterschrift von DTMS war abgelichtet. Im Kopf war der Stempel von Intrum und die Unterschrift eines Menschen der von der dtms sein kann oder nicht.

Vielleicht machen die sich ja noch die Mühe :o)

Gruß
Comedian
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[] tcsmoers antwortet auf
09.06.2003 11:48
Benutzer Monopoly schrieb:


Dennoch halte ich eine Datenweitergabe dann für unzulässig, wenn die Einschaltung eines Inkassobüros nicht erforderlich ist. Nach § 7 Abs. 1 S. 2 TDSV ist eine Weitergabe nämlich nur erlaubt, 'soweit es zum Einzug des Entgelts und !!!! der Erstellung einer detaillierten Rechnung erforderlich ist.'

Ob man hieraus eine Ermächtigung zur Einschaltung eines Inkassobüros herleiten kann, möchte ich bezweifeln. Das auschlagebende Wort ist "und" und "erforderlich".

Zum Einzug des Entgelts kann ich mir das u.U. noch vorstellen (obwohl hier bestimmt sog. Rechnungslegungsbüros gemeint sind) aber zur Erstellung einer detaillierten Rechnung sind diese Typen nicht erforderlich. Diese Rechnung ist im Regelfall schon erstellt.

Ob diese um sich greifende Praxis rechtsstaatlich haltbar ist, sollte die StA entscheiden. Also, viele Anzeigen wegen Nötigung, versuchtem Betrug und Verstoß gegen die Datenschutzgesetze erstatten.

peso



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[] comedian antwortet auf
09.06.2003 19:06
Benutzer Monopoly schrieb:

Wenn die Zahlungsunwilligkeit ganz klar feststeht, bringt die Einschaltung einer Eintreiberorganisation gar nichts. Warum soll man den denn Daten übermitteln ???

Dann halte ich die Datenweitergabe auch für unzulässig. Die Einschaltung des Inkassobüros an sich aber nicht.

Wenn die Voraussetzungen des § 7 TDSV nicht vorliegen, dann ist die Datenweitergabe verboten. Dann muss man prüfen, ob die Abtretung selbst nach § 134 BGB nichtig ist.

Gruß
Comedian
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[] Datenweitergabe an Intrum unzulässig?
comedian antwortet auf
10.06.2003 22:45
Benutzer Monopoly schrieb:
Dennoch halte ich eine Datenweitergabe dann für unzulässig, wenn die Einschaltung eines Inkassobüros nicht erforderlich ist. Nach § 7 Abs. 1 S. 2 TDSV ist eine Weitergabe nämlich nur erlaubt, 'soweit es zum Einzug des Entgelts und der Erstellung einer detaillierten Rechnung erforderlich ist.'

Danke Monopoly, du gast mich auf eine weitere Idee gebracht, wie ich der Intrum nochmal Feuer machen kann:

In dem Rechtsstreit

Intrum Justitia Inkasso GmbH
gegen
mich

wegen Internet by Call Gebühren

-Az.: xxx C xx/03-

wird ergänzend vorgetragen, dass die angebliche Abtretung – so sie von der Klägerin noch nachgewiesen wird – wegen Verstosses gegen das Fernmeldegeheimnis gemäss § 134 BGB, § 85 TKG, §§ 3 I, 7 I 3 TDSV, § 206 I StGB (vgl. OLG München, NJW-RR 1998, 758) nichtig ist.

Dem Fernmeldegeheimnis, das seine Grundlage in Art. 10 des Grundgesetzes und § 85 TKGTKG hat, unterliegen in erster Linie Nutzungs- und Abrechnungsdaten. § 85 III TKG iVm § 3 TDSV stellen die Weitergabe von Abrechnungsdaten durch die Zedentin unter ein grundsätzliches Verbot mit Erlaubnisvorbehalt. Ein Verstoss gegen das Verbot ist gemäss § 206 I StGB strafbewehrt.

Die Zedentin (Talkline) erbringt geschäftsmäßig Telekommunikation­sdienstleistungen; die Handlungen ihrer Mitarbeiter unterfallen daher sowohl § 85 TKG, als auch § 206 I StGB, wenn Abrechnungsdaten unbefugt an Dritte weitergegeben werden. Vorliegend konnte die Klägerin aus den ihr übermittelten Daten einen EVN erstellen und dem Gericht vorlegen.

Gemäss § 85 III 2 TKG ist die Weitergabe von Abrechnungsdaten an andere nur zulässig, soweit das TKG oder eine andere gesetzliche Vorschrift dies vorsieht, also nur im Rahmen des § 7 I TDSV. Tatbestandsvoraussetzung hierfür ist, dass

1. Ein Abtretungsvertrag geschlossen wurde (muss die Klägerin noch beweisen)
2. Die Klägerin zur Wahrung des Fernmeldegeheimnisses vertraglich verpflichtet wurde
3. Die Datenübermittlung zum Einzug des Entgelts erforderlich war.

Da bisher der Abtretungsvertrag - trotz Bestreitens und Ankündigung des Beweisantritts - nicht nachgewiesen ist, bestreite ich, dass die Klägerin vertraglich zur Wahrung des Fernmeldegeheimnisses verpflichtet wurde.

Darüber hinaus sehe ich die Datenübermittlung an die Klägerin zum Einzug des Entgelts als nicht erforderlich an. Die Datenübermittlung kann nur erforderlich sein, wenn die Einschaltung eines Inkassobüros aus Sicht der Zedentin geboten war. Dies war vorliegend schon deshalb nicht der Fall, weil die Zedentin die noch streitgegenständliche Forderung nicht angemahnt hatte.

Nach alledem ist die Klage vollumfänglich abzuweisen.

Zwei Abschriften anbei

Gruß
Comedian
Menü
[] RE: Datenweitergabe an Intrum unzulässig?
comedian antwortet auf
21.06.2003 00:57
Axmann hat es immer noch nicht gebacken bekommen, die Abtretung von Talkline an Intrum nachzuweisen.

Gruß
Comedian
Menü
[] Pabasch antwortet auf
21.06.2003 20:28

Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post (Reg TP)
Tulpenfeld 4, 53113 Bonn
Postfach 80 01, 53105 Bonn
Und was sagst Du jetzt?!!!! Diese Behörde ist dazu verdonnert worden sich darum zu kümmern. Also um diesen Auto-Dial Kram!!!!!!
Noch Fragen!!!!!!
Ach so die Klage: Betrug, Nötigung; Unterlassung!!!! ect.p.p.
Hey wir sind auch Neulinge unter den Opfern. Immerhin geht es hier um 176 Euro!!!! Versuchen lediglich uns ein Bild unter der Flut der Infos zu machen.
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[] comedian antwortet auf
21.06.2003 21:40
Benutzer Monopoly schrieb:
Haben sie tatsächlich, ich habs mir vor einiger Zeit vom AG Darmstadt bestätigen lassen.

Seit wann erteilt das AG Darmstadt Auskünfte über Dinge, für die es nicht zuständig ist?

Zuständig ist der Präsident des LG Darmstadt.

Gruß
Comedian
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[] comedian antwortet auf
22.06.2003 00:54
Du hast recht. Ich hab nochmal nachgesehen.

Gruß
Comedian
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[] Franke antwortet auf
22.06.2003 03:11
Benutzer Monopoly schrieb:
Benutzer Pabasch schrieb:
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP)

Das ist die Regulierungsbehörde fpr Telekommunikation und Post, aber nicht die 'Regulierungsbehörde der Telekom', wie du geschrieben hast :-)

Diese Behörde ist dazu verdonnert worden sich darum zu kümmern. Also um diesen Auto-Dial Kram!!!!!!

Stimmt gar nicht, die ist für die Rufnummernzuteilung zuständig. An welche dubiosen Mehrwertdiensteanbieter die Zuteilungsnehmer die 0190-Nummern untervermieten, ist der RegTP egal. Das wird sie dir aber auch noch selbst sagen.

Ach so die Klage: Betrug, Nötigung; Unterlassung!!!! ect.p.p.

Das ist eine Anzeige, keine Klage. Anklage kann dann nur die Staatsanwaltschaft erheben, wenn sie das Verfahren nicht vorher einstellt, was wahrscheinlich ist.
<zu diesem Punkt muß ich Ronny 100 % Recht geben. Ich habe Talkline wegen Betruges im September letzten Jahres angezeigt.
Vor ein paar Tagen erhielt ich die Bestätigung ... Verfahren ist eingestellt worden. Ich hätte dagegen zwar noch Einspruch einlegen können, aber es bringt eh nix.
Gruß Franke
Zu was sollst du eigentlich
genötigt worden sein, und was hätte Talkline nicht unterlassen sollen?

Monopoly
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[1] comedian antwortet auf Franke
22.06.2003 09:28
Benutzer Franke schrieb:
Das ist eine Anzeige, keine Klage. Anklage kann dann nur die Staatsanwaltschaft erheben, wenn sie das Verfahren nicht vorher einstellt, was wahrscheinlich ist.
<zu diesem Punkt muß ich Ronny 100 % Recht geben. Ich habe Talkline wegen Betruges im September letzten Jahres angezeigt. Vor ein paar Tagen erhielt ich die Bestätigung ... Verfahren ist eingestellt worden. Ich hätte dagegen zwar noch Einspruch einlegen können, aber es bringt eh nix.

Vorsicht: Es bringt zwar meist nicht die gewünschte strafrechtliche Anklage; das Ermittlungsergebnis reicht aber nicht selten dazu, dass Mehrwertnummern nach § 13 a TKV abgeschalten werden. Der Rausflug von TTW bei Talkline-ID ist das beste Beispiel.

Gruß
Comedian
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[1.1] pongo antwortet auf comedian
22.06.2003 10:25

Vorsicht: Es bringt zwar meist nicht die gewünschte strafrechtliche Anklage; das Ermittlungsergebnis reicht aber nicht selten dazu, dass Mehrwertnummern nach § 13 a TKV abgeschalten werden. Der Rausflug von TTW bei Talkline-ID ist das beste Beispiel.

Und wie heißt TTW jetzt???
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[1.1.1] comedian antwortet auf pongo
22.06.2003 11:06
Den Namen haben sie nicht geändert (Teleteamwork Asp).

Gruß
Comedian
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[] comedian antwortet auf
23.06.2003 10:49
Benutzer Monopoly schrieb:
Benutzer comedian schrieb:
Es bringt zwar meist nicht die gewünschte strafrechtliche Anklage; das Ermittlungsergebnis reicht aber nicht selten dazu, dass Mehrwertnummern nach § 13 a TKV abgeschalten werden.

Da habe ich meine Zweifel. Wenn überhaupt, dann erst nach mehrmonatiger Reaktionszeit. Wenn du wissen willst, wie 0190-Reseller § 13a auslegen, dann lies mal c't 13/2003, S. 46.

Danke! Über den Artikel habe ich am Wochende schon gelacht!
Die Abschaltung ist trotzdem das einzige Mittel, das es gibt. Strafrechtlich ist - das hast auch du schon geschrieben - wenig drinnen. Es gibt massive Probleme bei der Ermittlung der Verantwortlichen.


Der Rausflug von TTW bei Talkline-ID ist das beste Beispiel.

Was Talkline vermutlich nicht daran hindert, alte TTW-Forderungen weiter per Inkassobüro einzufordern.

Darüber habe ich mich auch schon gewundert. Haben sie bei der Phonestore Seibel auch so gemacht.

Darüber hinaus nützt die Abschaltung nicht wirklich viel, weil die Anbieter dann einen Monat später unter anderer Rufnummer wieder präsent sind.

Schon klar - aber besser als nix. Teleteamwork ist auch weiter am machen, ich glaube über dtms in Mainz. Viel mehr wie Abschalten kannst du aber derzeit nicht machen.

Gruß
Comedian
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[] tcsmoers antwortet auf
26.06.2003 11:36
Benutzer Monopoly schrieb:
Benutzer tcsmoers schrieb:
Benutzer comedian schrieb:
Ich bitte dich - die Intrum hat eine Zulassung zum Inkasso.

Denke immer an die Brgündung zum Urteil des OLG München über die Abtretung von Forderungen.

Seit der TDSV-Novelle 2000 ist es ausdrücklich erlaubt, Verbindungsdaten an Inkassounternehmen weiterzugeben. Damit ist dein Urteil überholt.

Monopoly

Was hältst Du von der Begründung zu & 7 TDSV
"Die Regelung begründet für den Dienstanbieter kein eigenständiges Recht, die Forderung an das Inkassounternehmen mit der Folge abzutgreten, dass dieser die Forderung gegenüber dem Kunden unmittelbar als eigene Forderung geltend machen kann."

peso
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[1] Quehl antwortet auf tcsmoers
26.06.2003 19:04
Benutzer tcsmoers schrieb:
Benutzer Monopoly schrieb:
Benutzer tcsmoers schrieb:
Benutzer comedian schrieb:
Ich bitte dich - die Intrum hat eine Zulassung zum Inkasso.

Denke immer an die Brgündung zum Urteil des OLG München über die Abtretung von Forderungen.

Seit der TDSV-Novelle 2000 ist es ausdrücklich erlaubt, Verbindungsdaten an Inkassounternehmen weiterzugeben. Damit ist dein Urteil überholt.

Monopoly

Was hältst Du von der Begründung zu & 7 TDSV
"Die Regelung begründet für den Dienstanbieter kein eigenständiges Recht, die Forderung an das Inkassounternehmen mit der Folge abzutgreten, dass dieser die Forderung gegenüber dem Kunden unmittelbar als eigene Forderung geltend machen kann."

peso

heißt das auch, daß Talkline als Inkasso von Callisa die Gebühren von Callisa gar nicht einziehen darf? Danach hätte Callisa ja die Forderung unmittelbar von mir ggf. über die Telekom einziehen müssen. Toller Paragraph.
Menü
[] tcsmoers antwortet auf
27.06.2003 20:29
Benutzer Monopoly schrieb:
Benutzer tcsmoers schrieb:
Was hältst Du von der Begründung zu & 7 TDSV 'Die Regelung begründet für den Dienstanbieter kein eigenständiges Recht, die Forderung an das Inkassounternehmen mit der Folge abzutgreten, dass dieser die Forderung gegenüber dem Kunden unmittelbar als eigene Forderung geltend machen kann.'

Damit ist vermutlich nur gemeint, dass es nach wie vor einer Inkassoerlaubnis bedarf. Und die hat Intrum.

Könnte sein. Alternativ könnte es auch ein grundsätzliches Verbot für eine Überweisung auf das Inkassokonto sein. Das Inkasso darf zwar tätig werden, aber nur im konkreten Auftrag als Erfüllungsgehilfe.

peso


Wenn sie die ihren Schriftsätzen endlich mal beifügen würden, würde es vielleicht auch das Gericht glauben :-)

Monopoly
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[] tcsmoers antwortet auf
27.06.2003 21:52
Benutzer Monopoly schrieb:
Benutzer tcsmoers schrieb:
Benutzer Monopoly schrieb:
Damit ist vermutlich nur gemeint, dass es nach wie vor einer Inkassoerlaubnis bedarf. Und die hat Intrum.

Könnte sein. Alternativ könnte es auch ein grundsätzliches Verbot für eine Überweisung auf das Inkassokonto sein.

Dann wäre der § 7 Abs. 1 TDSV aber ziemlich sinnlos.

Das Inkasso darf zwar tätig werden, aber nur im konkreten Auftrag als Erfüllungsgehilfe.

Der Zessionar ist mehr als nur ein Erfüllungsgehilfe. Obwohl das auch nicht schlecht wäre, dann würde Talkline für die Rechtsverstöße Intrums haften :-)

Einen 'Auftrag' braucht Intrum nicht. Vom Zeitpunkt der wirksamen Abtretung an tritt Intrum selbst an die Stelle des Gläubigers und darf dann, vorbehaltlich einer behördlichen Genehmigung, natürlich auch klagen.

Andernfalls wüsste ich nicht, was ein Inkassobüro für einen Sinn hätte. Na ja, Einschüchterung des vermeintlichen Schuldners vielleicht. Aber das können die - regelmäßig günstigeren - Anwälte mindestens genausogut.

Ich glaube, dass vom Sinn her der § 7 sowieso nicht ganz zutreffend ist. Für mich ist dieser § in erster Linie dafür gedacht, dass Unternehmen ihre Abrechnungen extern erledigen lassen dürfen (z.B. durch ein Rechenzentrum).

peso