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Abzocke, Drohungen, Ignoranz - Wie weiter?


06.06.2002 21:56 - Gestartet von dasböseistimmerundüberall
Hallo Ihr Talkline-Geschädigten,

Ich verfolge das Forum nun schon seit geraumer Zeit und reihe mich hiermit auch bei Euch ein. Heute scheint es Mode zu sein, bei jeder Gelegenheit betrogen zu werden - ob im Supermarkt (bei der Euro Umstellung), durch den Vermieter (nicht korrekte Nebenkosten) oder Talkline (Betrug?).

Was ich an den bisherigen Beiträgen vermisst habe, ist das klar strukturierte Vorgehen und klare Tips - ist kein angagierter Rechtsanwalt unter uns? Verbraucher haben in Deutschland so einen schwachen Stand, weil Sie sich nicht organisieren!
Auch ich bin unsicher - habe der ersten Mahnung wiedersprochen, habe einen Einzelverbindungsnachweis gefordert und bisher nicht erhalten. Ich erwäge eine Anzeige, wenn mir mit Insolvenz gedroht wird, obwohl ich zahlungsfähig und zahlungswillig bin. Wie gehen wir vor? Meine Überlegung ist Strafanzeige gegen das Inkasso-Büro wegen übler Nachrede zu erstatten (es ist mir eigentlich egal ob ich bei der Schufa eingetragen werde oder ob ich durch sonst einen rechtlich fragwürtigen Eintrag einen Nachteil erleiden könnte), alles könnte mir einen Nachteil bringen der durch das Verhalten von Talkline nicht gerechtfertigt ist!

Wie sieht es aus gegen Talkline Strafanzeige wegen Betruges und nicht nachvollziehbaren Forderungen zu erstatten?

Ist dies das das richtige Vorgehen? Oder sollte man wegen einer Forderung von 100 Euro - 150 Euro Selbstbehalt für die Rechtschutzversicherung - investieren?

Bisher sind mir auch erhebliche Kosten für Porto, Bearbeitungsgebühren und Arbeitszeit entstanden. Wie warscheinlich auch Euch? Diese Kosten rechne ich gegen die angeblichen Forderungen von Talkline auf! Wie seht Ihr das?

Es ist sehr mühsam sich nicht immer nur bescheissen zu lassen.

Kann jemand den Sachverhalt/Chancen und Risiken mal zusammenfassen?

Es grüsst Euch

Dbiiuüa
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[1] Quehl antwortet auf dasböseistimmerundüberall
06.06.2002 22:40
Benutzer dasböseistimmerundüberall schrieb:
Hallo Ihr Talkline-Geschädigten,

Ich verfolge das Forum nun schon seit geraumer Zeit und reihe mich hiermit auch bei Euch ein. Heute scheint es Mode zu sein, bei jeder Gelegenheit betrogen zu werden - ob im Supermarkt (bei der Euro Umstellung), durch den Vermieter (nicht korrekte Nebenkosten) oder Talkline (Betrug?).

Was ich an den bisherigen Beiträgen vermisst habe, ist das klar strukturierte Vorgehen und klare Tips - ist kein angagierter Rechtsanwalt unter uns? Verbraucher haben in Deutschland so einen schwachen Stand, weil Sie sich nicht organisieren! Auch ich bin unsicher - habe der ersten Mahnung wiedersprochen, habe einen Einzelverbindungsnachweis gefordert und bisher nicht erhalten. Ich erwäge eine Anzeige, wenn mir mit Insolvenz gedroht wird, obwohl ich zahlungsfähig und zahlungswillig bin. Wie gehen wir vor? Meine Überlegung ist Strafanzeige gegen das Inkasso-Büro wegen übler Nachrede zu erstatten (es ist mir eigentlich egal ob ich bei der Schufa eingetragen werde oder ob ich durch sonst einen rechtlich fragwürtigen Eintrag einen Nachteil erleiden könnte), alles könnte mir einen Nachteil bringen der durch das Verhalten von Talkline nicht gerechtfertigt ist!

Wie sieht es aus gegen Talkline Strafanzeige wegen Betruges und nicht nachvollziehbaren Forderungen zu erstatten?

Ist dies das das richtige Vorgehen? Oder sollte man wegen einer Forderung von 100 Euro - 150 Euro Selbstbehalt für die Rechtschutzversicherung - investieren?

Bisher sind mir auch erhebliche Kosten für Porto, Bearbeitungsgebühren und Arbeitszeit entstanden. Wie warscheinlich auch Euch? Diese Kosten rechne ich gegen die angeblichen Forderungen von Talkline auf! Wie seht Ihr das?

Es ist sehr mühsam sich nicht immer nur bescheissen zu lassen.

Kann jemand den Sachverhalt/Chancen und Risiken mal zusammenfassen?

Es grüsst Euch

Dbiiuüa


Mit einer Strafanzeige wird es nicht ganz so einfach. Da sammele ich noch Argumente. Zusammengefaßt könnte man sagen, um was bist Du betrogen worden? Wenn Du nichts bezahlt hast, hast Du keinen Verlust. Die Beiträge hier dienen nur zur Klärung und sind daher aus Betrugssicht nicht von Talkline zu vertreten. Nur wenn Du unter falschen Angaben getäuscht worden bist und dann daraufhin bezahlt hast, könnte was draus werden. Ist aber so ein Grenzbereich, daß ich noch nicht zur Tat geschritten bin. Falsche Aussagen zu machen ohne Folgen ist auch noch nicht strafbar.
Ich habe eine Aufrechnung gegen vorher auch schon falsch abgerechnete Rechnungen geltend gemacht. Je nach Umfang und sonstigen Umständen sind auch sonstige Kosten aus meiner Sicht aufrechenbar. Zumindest müßte Talkline widersprechen und das machen sie nicht. Hatte schon mal geschrieben, daß ich die Sache als erledigt ansehe und trotzdem habe ich eine Mahnung bekommen.
Strafanzeige gegen das Inkassobüro sehe ich als erfolglos an. Die können soviel fordern und schreiben, wie sie wollen. Man könnte das evtl. dann als Spam betrachten, aber das wird wegen Geringfügigkeit eingestellt. Üble Nachrede ist nur, wenn tatsächlich eine Veröffentlichung erfolgt. Dies wird aber nicht der Fall sein. Dies wäre z.B. der Fall, wenn in der Zeitung stehen würde, Herr Müller hat bei Talkline seine Rechnung nicht bezahlt und ist daher insolvent.
Wie Rons schon sagt, keine Bange machen lassen.

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[] dasböseistimmerundüberall antwortet auf
07.06.2002 00:14
Hallo Ron und Quehl

Merci für Euer Feedback'

Quehl Du schreibst um was bist Du betrogen worden - ich sage Dir um meine Zeit! Ich rede auch nicht von den Kosten für diesen Beitrag, sondern von den Kosten für Anrufe, E-mail und Schriftverkehr zu Talkline sowie den Ärger. Das ganze geht mir auf die ... - Ron finanziell bringt das überhaupt nichts! Aber es bringt auch nichts diesen Wahnsinn hinzunehmen. Ich möchte mich einfach nicht mehr bescheissen lassen und ich hoffe das sehen einige so(hier 2.50 Euro, da 10,- Euro). Es geht ums Prinzip. Noch immer vermisse ich eíne strukturierte Zusammenfassung und ein abgestimmtes Vorgehen. Das Ziel sollte doch sein denn Mistand zu beseitignen.


dbiiuüra

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[] howie_berlin antwortet auf
07.06.2002 12:31
Ron's enemy hat recht - just be patient and wait!
Hab ich schon vor Wochen gesagt: nicht einschuechtren lassen, immer wieder Widerspruch einlegen, und abwarten. Las die nur drohen - ob mit einem Inkasssobuero oder Gericht ........... werden eh nichts machen koennen weil ihre Abrechnungen teilweise vollkommen falsch sind und dazu zu horenden Preisen.
Also, macht locker und lasst die Talkline-Leute euch nicht aufregen - bringt nichts!!
Gruesse
howie
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[] informiert antwortet auf
10.06.2002 01:44
Verstehe ich Euch richtig: Es reicht, wenn ich einmal pro falscher Rechnung Widerspruch einlege, die folgenden Mahnungen kann ich ignorieren?

Gibt es da auf einer schönen RegTP Seite Infos zu?

Talkline bietet zwar nicht mehr selbst inet an, aber ist Rechnungsteller!

Seit der Talkline Schlamassel bei mir im Februar losging, versuche ich mich von denen fern zu halten, aber die rechnen ja für 1ooo andere Tarife ab, was nicht vorher ersichtlich ist. Auf meiner letzten rechnen sie MUCWEB, easysurf und avisgo ab...

Bin also kurz davor, call by call aufzugeben, die Einsparung von cents bringt ja null, wenn ich so viel Zeit und Einschreiben-Rückschein Gebühren aufbringen muss.

Also, noch mal zurück zum 1.§: Auf die Mahnung sollte ich nicht reagieren?

Danke, informiert
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[] Highlander2000 antwortet auf
12.06.2002 15:13

Du musst wirksam Einwendung erhoben haben, etwa: "Hiermit erhebe ich Einwendung gegen die von Ihnen für den Zeitraum vom ... bis ... in Rechnung gestellten Verbindungsentgelte und bitte um eine Aufschlüsselung der einzelnen Verbindungen gem. § 16 Abs. 1 TKV. Ich erwarte Ihre Antwort bis zum ... [14 Tage danach]." Die Einwendung ist nur wirksam, wenn sie innerhalb einer gewissen Frist nach Rechnungsdatum oder -erhalt erhoben wurde, die du den AGB entnehmen kannst (irgendwas zwischen 80 Tagen und 6 Monaten); nach Fristablauf entfällt die Verpflichtung des Anbieters, die Verbindungen aufzuschlüsseln, sofern bis dahin keine Einwendung erhoben wurde.

Du musst allerdings im Streitfall (zu dem es Talkline meiner Überzeugung aus bestimmten Gründen nach nie kommen lassen wird, trotzdem sollte man kein Risiko eingehen) nachweisen können, wirksam Einwendung erhoben zu haben, üblicherweise geht das durch Einschreiben mit Rüchschein (kostet 4,40 EUR).

Wenn das alles erfüllt ist, dann musst du nur noch den EVN abwarten. Mahnungen sowie alle damit verbundenen Entgelte sind dann nichtig. Es genügt, wenn einmal wirksam und nachweislich Einwendung erhoben wurde. Bezahlen musst du allerdings den unstrittigen Betrag, sofern feststellbar (§ 242 BGB).

Ron's enemy

Hi!

Gilt obiges auch noch, wenn man schon eine Mahnung seitens Talkline erhalten hat?
Davon abgesehen, gibt es eigentlich jemanden, der schon Geld aufgrund der talknet-city-Aktion gesehen hat? Mir wurde zwar eine Erstattung zugesagt, passiert ist bis heute nichts ...
Stattdessen, weden die Abrechnungen (diesmal ACN) immer dreister!

Gruß vom Highlander2000!