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Ungerechtfertigte Abbuchung eines Freiminutenpakets und der Kampf danach


01.10.2009 12:37 - Gestartet von boudoo
In Kürze:

klarmobil bucht 50-Minutenpakete, die nie bestellt wurden. Auf einen
Rechnungseinwand wird einfach nicht reagiert, sondern hübsch weiter abgebucht.
Nach Stornierung einer Lastschrift überhäuft klarmobil den Kunden mit Mahnungen,
hohen Gebühren und Drohungen, den Kunden an Wirtschaftsauskunfteien zu melden.
Schriftliche Einwände des Kunden werden offenbar grundsätzlich nicht gelesen.

Ausführlich:

Ich hatte seit mehreren Jahren einen klarmobil-Postpaid-Tarif mit eher geringen
Umsätzen (um die 3-5 EUR monatlich).

Im Frühjahr des Jahres 2009 wird mir telefonisch vom klarmobil Callcenter ein
Tarif angeboten, der Gesprächsgebühren von 12 Cent vorsieht (statt bisher 17
Cent). Auf die sinngemäße Frage des Mitarbeiters "Wenn Sie einverstanden sind,
bestätigen Sie bitte mit 'ja'", antwortete ich sinngemäß: "ich bin
einverstanden, wenn keine zusätzlichen monatlichen Gebühren anfallen."

Drei Monate nach diesem Gespräch entdecke ich, dass plötzlich monatlich 5 EUR
regelmäßig abgebucht werden, und zwar für ein 50-Freiminutenpaket, von dem in
dem Gespräch keine Rede war.

Postwendend nach der dritten derartigen Rechnung erhebe ich gegen diese
Rechnungen meinen Widerspruch mit der Ankündigung, die Lastschrift zu
stornieren. Auf den Widerspruch höre ich 3,5 Wochen nichts. Dann kündige ich die
Stornierung der Lastschrift erneut an und storniere sie tatsächlich. Inzwischen
habe ich meinen Vertrag bei klarmobil ordentlich gekündigt.

Jetzt wacht klarmobil auf und sendet mir eine 1. Mahung mit
Rücklastschriftgebühren von 19,95 EUR und zwei Wochen später eine zweite Mahnung
mit Mahngebühren von 9,95 EUR. In der zweiten Mahnung droht klarmobil, meine
Daten an "Wirtschaftsauskunfteien" zu melden - unberechtigt, da die AGB nur
eine Meldung bei unbestrittener Forderung erlaubt. Die Forderungen sind jedoch
mehrfach von mir bestritten worden.

Ich habe seit meinem ersten Widerspruch jede Reaktion von klarmobil schriftlich
mit einem Einwand beantwortet. Keines meiner Schreiben wurde offenbar von
klarmobil gelesen. Um größeren Schaden zu verhüten, werde ich nun die ganzen
Mahngebühren und auch die stornierte Lastschrift überweisen (ohne Anerkennung
einer Rechtspflicht) und dann den Rechtsweg beschreiten.

Bilanz:
- 3 Monate a 5 EUR unberechtigt abgebuchte Minutenpakete
- Mahn. und Rücklastschriftgebühren: 29,90 EUR
Insgesamt ein Spass von 44,90 EUR, die ich nun über einen Anwalt versuche,
zurück zu bekommen.

Fazit: Finger weg von klarmobil. Finger weg von Tarifabschlüssen mit dem
Callcenter.

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[1] keine Rechnungsreklamation möglich
whenselm antwortet auf boudoo
02.11.2009 19:06
Moin!
Mir geht es ähnlih.
Habe eine SIMkarte sperren lassen und eine Ersatzkarte bekommen. Nach drei Monaten treffen Rechnungen über die URSPRÜNGLICHE SIMCARD ein. lt. hotline wurde die Simcard wieder aktiviert, anstatt der Ersazkarte.
Habe alle Rechnungen beanstandet und die Lastschrift widerrufen.
Außer Drohungen wie bei dir warte ich nun der Dinge ...
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[1.1] boudoo antwortet auf whenselm
05.11.2009 13:15
Ergänzung: Was bei mir schließlich gefruchtet hat, war ein Brief unter Androhung des Rechtsweges direkt und persönlich an den Geschäftsführer Hartmut Herrmann. Wie durch ein Wunder war die Erstattung danach kein Problem mehr.
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[1.2] Zwischenstand
whenselm antwortet auf whenselm
31.01.2010 22:28
Inzwischen bietet mir das Inkassobüro einen Vergleich mit 15 Nachlass an (warum wohl?!)
Auf den eigentlichen Fehler (statt Ersatzkarte die alte wieder aktiviert) wird weiterhin nicht eingegangen. (Wir haben Ihre Karte aktiviert ...")
Man empfielt mir genau den EVN zu prüfen. Nur das da nur Verbindungen der eigentlich gesperrten Karte stehen. Die Ersatzkarte habe ich vorliegen und ist unbenutzt noch in der "Scheckkarte", also nicht herausgebrochen geschweige denn benutzt.
Ach ja der Vertrag wurde gekündigt - muss ich wirklich nicht nachweinen. Der neue Provider hat sogar die Nummernportierung gratis gemacht.