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Umstellung des GMX-Backbones


07.07.2009 13:58 - Gestartet von ippel
Seit 1. Juli 2009 hat GMX viele, wenn nicht gar alle Kunden, die bisher zwar mit GMX online waren, dabei aber nicht über einen Vollanschluß verfügten (also keinen Bitstreamzugang hatten) vom Telefonica-Backbone auf den Telekom-Backbone zwangsumgestellt.

Hintergrund: Die Anbindung ans Netz erfolgte beim o. g. Personenkreis entweder über die Leitungen der Telefonica Deutschland oder der Deutschen Telekom. Die Zuordnung erfolgte automatisch, jedoch konnte man durch das Verwenden eines T1und1... bzw. D1und1... als Einwahlnamen den Telefonica- oder Telekom-Backbone selbst wählen, wenn man mit der automatischen Zuteilung unzufrieden war. Das war seitens GMX ein toller Service.

Der Telekom-Backbone hat ein traditionell schlechtes Routing in amerikanische, asiatische und teilweise auch europäische Netze. Dafür ist die innerdeutsche Anbindung sehr gut und teilweise die Latenzzeit niedriger, was Onlinespielern gefallen dürfte.

Der Telefonica-Backbone hat dagegen eine weit bessere internationale Anbindung.

Seit 1. Juli 2009 wird nun wohl bei allen GMX-Kunden automatisch und nicht mehr veränderbar der Telekom-Backbone benutzt. In den AGB hat sich GMX eine jederzeitige Änderung des Backbones vorbehalten. Rechtlich ist der Schritt einwandfrei. Allerdings hätte 1&1 diesen Schritt, zumindest auf Nachfrage beim Support, den fragenden Kunden kurz erläutern können. Dies geschah nicht. Dies spricht für einen schlechten Service und mangelhaftes Kundenmanagement.

Den Kunden, die mit diesem Schritt nicht einverstanden sind, bleibt allerdings keine Wahl. Sie haben keine Möglichkeit, sich gegen diesen Schritt zu wehren, ausgenommen zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit ihre Entscheidung für oder gegen die Erneuerung des Vertrages mit GMX zu überdenken.

Der Grund für diesen Schritt bleibt indes im Dunkeln. Man kann vermuten, daß zum 1. Juli 2009 wichtige Verträge mit der Telefonica Deutschland ausliefen und GMX nun zukünftig seine Nicht-Vollanschluß-Kunden ausschließlich über das Telekomnetz ans Internet anbindet. Ebenso darf spekuliert werden, daß wohl wirtschaftliche Gründe, sprich günstigere Preise dafür ausschlaggebend waren. Die Anbindung der genannten Kunden erfolgt normalerweise nach dem ZISP-Modell. ZISP-Preise sind reguliert. Es gibt in diesem Bereich Großkundenrabatte. Als zweitgrößter Provider Deutschlands dürfte GMX in die höchste Rabattstufe fallen und so wohl von günstigeren Preisen profitieren.

Anzumerken bleibt, daß Kunden, die einen GMX-Vollanschluß besitzen, der derzeit ausschließlich per Bitstreamzugang realisiert wird, von den Änderungen nicht betroffen sind. Sie werden über die Netze der jeweiligen Technologiepartner ans Internet angebunden. Zur Zeit arbeitet GMX mit Arcor, QSC, Telefonica und, sofern die drei genannten Partner nicht zur Verfügung stehen, mit der Telekom zusammen. Die Wahl des Partners richtet sich nach der technischen Verfügbarkeit an der Vermittlungsstelle, an der der jeweilige Kunde angeschlossen ist.
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[1] Umstellung des GMX-Backbones bestätigt II
ippel antwortet auf ippel
08.07.2009 14:56
GMX hat nun durch seinen Support offiziell bestätigt, daß bundesweit nur noch das Telekom-Backbone benutzt wird.

Ippel