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T+M Student


28.10.2002 21:05 - Gestartet von S45
Folgendes Problem:
Ich moechte einen T+M Student haben und bin auch Schueler, jedoch nicht volljaehrig.
Kann mein Vater/Mutter diesen Tarif fuer mich abschliessen? Ich meine mit Studentenveguenstigung?
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[1] Antoine antwortet auf S45
28.10.2002 23:52
Geht leider nicht. Dein Vater kann nur den normalen T&M More Tarif auswählen,ohne die 30 Frei SMS pro Monat. Etwas Geduld noch.
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[2] Exciter antwortet auf S45
29.10.2002 09:09
Benutzer S45 schrieb:
Folgendes Problem: Ich moechte einen T+M Student haben und bin auch Schueler, jedoch nicht volljaehrig.

Wäre jetzt natürlich einmal interessant, wie lange Du noch bis zum 18. warten mußt.

Kann mein Vater/Mutter diesen Tarif fuer mich abschliessen? Ich meine mit Studentenveguenstigung?

Ein Bekannter von mir ist auch noch nicht volljährig, so daß seine Mutter einen Time&More Tarif für ihn abgeschlossen hat. Der Händler schickte die Kopie des Schülerausweises meines Bekannten mit, und so kam mein Bekannter auch vor Vollendung des 18. Lebensjahres zu seinem Time&More Student.

Das Ganze war im August, so daß ich davon ausgehe, daß es auch jetzt noch funktioniert. Der Händler muß halt mitspielen.

Wenn Du dann später, wenn Du selbst 18 geworden bist, den Vertrag übernehmen möchtest [damit Du ein Handy-Upgrade selbst unterschreiben kannst zum Beispiel], werden einmalig EUR 15,- fällig und Deine Bonität wird natürlich auch noch einmal überprüft.


Gruß vom Exciter
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[2.1] Martin Kissel antwortet auf Exciter
29.10.2002 23:21
Benutzer Exciter schrieb:
Ich moechte einen T+M Student haben und bin auch Schueler, jedoch nicht volljaehrig.

Ich habe meinen ersten Mobilfunkvertrag gemacht, als ich gerade 17 geworden bin.
War ein T&M Student 20. Meine Unterschrift drunter plus die meines Vaters und Erziehungsberechtiger gut lesbar dazugeschrieben. Gab keine Probleme, allerdings wurde der Vertrag über den Händler meisl abgeschlossen.
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[] m1999 antwortet auf
30.10.2002 17:07
ganz einfach -> das gesetz.
ein minderjähriger ist nur beschränkt geschäftsfähig und das bedeutet dass er willenserklärungen im rechtsverkehr nicht selbst abgeben kann die für ihn nicht NUR vorteilhaft sind, bzw. diese schwebend unwirksam sind und der genehmigung seiner eltern bedürfen. einzige ausnahme: taschengeldparagraph: ein jugendlicher also der taschengeld bekommt kann dieses frei verwenden, jedoch kann er keine ratenverträge etc. abschliessen. da es sich bei postpaid um eine art "kredit" handelt, da erst im nachhinein bezahlt wird und ausserdem von der telefongesellschaft immer individuell eine kreditlimitbeschränkung bis zur taschengeldhöhe gemacht werden müsste ist das gesetzlich nicht möglich.

aber falls ein jugendlicher z.b. ein geschäft hat und dadurch finanziell "potent" ist kann er sich seine beschränkte geschäftsfähigkeit nach dem bgb "erweitern" lassen.

viele grüße
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[1] m1999 antwortet auf m1999
30.10.2002 17:09
noch eine anmerkung: falls die eltern einverstanden sind, müssten es eigentlich klappen. einfach mal bei eplus nachfragen ob es nicht ausreicht dass der gesetzliche vertreter unterschreibt, denn in diesem fall haftet auch er.
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[] m1999 antwortet auf
31.10.2002 10:27
Hi Ron's enemy, dann widmen wir uns der Juristerei :-)


Benutzer ron's enemy schrieb:
Benutzer m1999 schrieb:
ganz einfach -> das gesetz.
ein minderjähriger ist nur beschränkt geschäftsfähig und das bedeutet dass er willenserklärungen im rechtsverkehr nicht selbst abgeben kann die für ihn nicht NUR vorteilhaft sind, bzw. diese schwebend unwirksam sind und der genehmigung seiner eltern bedürfen.

Eben, meine ich ja. Er kann aber Verträge schließen, wenn seine Eltern nichts dagegen haben (§ 107 f.) . Außerdem kann er auch nach § 110 ohne Einwilligung schließen, sofern die Eltern den Abschluss eines Mobilfunkvertrags nicht verboten haben.

--> da würde dir mein Recht-Prof. aufs Schärfste widersprechen. Alle Verträge aus denen der Jugendliche keinen Vorteil hat und zwar NUR einen Vorteil sind von Anfang an schwebend unwirksam, d.h. wenn die Eltern nach 2, 3 oder 4 Monaten vom Vertrag erfahren das ganze untersagen, dann gilt es so als wäre der Vertrag nie zustande gekommen. Und auf so was lässt sich natürlich kein Geschäftspartner ein, oder ?


einzige ausnahme: taschengeldparagraph:

...der schon seit Anfang 2002 nicht mehr so heißt...

--> naja, so wird er aber noch an der Uni bezeichnet. Hauptsache du weisst was ich gemeint habe :-)

ein jugendlicher also der taschengeld bekommt kann dieses frei verwenden, jedoch kann er keine ratenverträge etc. abschliessen.

Doch, kann er auch, nur ist der Vertrag dann erst bei vollständiger Bewirkung der Leistung, nämlich dem Zahlen der letzten Rate, wirksam. Solange können die Eltern widersprechen. Was das mit Mobilfunkverträgen zu tun hat, ist mir allerdings unklar.

--> wie du sicher weisst steht nicht alles eindeutig im BGB, deshalb hat die Juristerei sich bestimmte allgemeingültige Dinge zurechtgelegt. So sagt dir jeder Jurist: die Verträge eines Jugendlichen im Rahmen des Taschengeldparagraphen müssen von Anfang an bewirkt sein! Ein Kreditvertrag etc. ist nicht von Anfang an bewirkt.
Ich habe doch oben erklärt was das mit einem Mobilfunkvertrag zu tun hat ? Dieser ist ein Postpaid-Vertrag, also gewährt der Mobilfunkanbieter dem Kunden einen Kredit den dieser erst im nachhinein bezahlt, verstehst du das ?

da es sich bei postpaid um eine art 'kredit' handelt, da erst im nachhinein bezahlt wird und ausserdem von der telefongesellschaft immer individuell eine kreditlimitbeschränkung bis zur taschengeldhöhe gemacht werden müsste ist das gesetzlich nicht möglich.

Natürlich ist das gesetzlich möglich. Sonst dürfte ein Minderjähriger nach deiner Logik ja z.B. auch kein Zeitschriften-Abo selbst abschließen. Vielleicht wollen die Anbieter nur nicht, weil Minderjährige zu viel Stress machen. Dagegen ist dann natürlich kein Kraut gewachsen.

--> das kann ich dir nicht sicher sagen, aber rechlich kann ein Jugendlicher ohne die Zustimmung seiner Eltern auch kein Abo abschliessen. Das Recht besagt nämlich um wieder auf den Kern zu kommen: alle Verträge aus denen ein Jugendlicher nicht einen eindeutigen Vorteil und nur einen Vorteil hat (z.b. Schenkung) sind schwebend unwirksam. Seine Eltern müssen also zustimmen. Ausnahme: Taschengeldparagraph. Der Jugendliche darf hier jedoch keinesfalls Ratenverträge, Kredite etc. abschliessen und der gekaufte Gegendstand muss im Rahmen der Taschengeldmöglichkeiten sein. Und so schließt sich der Kreis :-)

Viele Grüße
Ron's enemy