Anbieterforum
  • 21.02.2010 22:51
    dvo schreibt

    Tipps aus der Praxis zum erfolgreichen Umgang mit frechen Telkos wie 1&1

    * Längerfristige (z.B. zweijährige) Verträge am Besten gleich bei Vertragsabschluss kündigen. Dann die Telkos legen es nur darauf an, dass man die Kündigungsfristen versäumt. Falls man gegen Vertragsende gern länger bleiben: möchte: ein kleiner Anruf bei der Kundenbetreuung genügt, um die Verlängerung perfekt zu machen.

    * Anrufe bei der Hotline bringen erfahrungsgemäß wenig, weil man sich erst mal durch automatisierte Menüs kämpfen muss und dann lange in Warteschleifen hängt. Selbst wenn man Mitarbeiter dranbekommt, sind die meist mehr oder weniger uninformiert und inkompetent. Wenn's für sie brenzlich wird, wird man meist weiterverbunden, und dann bricht verdächtig gern die Verbindung zusammen.

    * Freundliche Worte bringen ebenso wenig wie Schimpforgien - am Besten kühl und knapp die Fakten nennen. Es bringt erfahrungsgemäß wenig bis gar nichts, *ausführliche* E-Mails oder Briefe zu senden, weil sie ohnehin nicht richtig gelesen werden - vermutlich weil die Mitarbeiter keine Zeit haben und/oder nicht in der Lage sind, komplexe Zusammenhänge nachzuvollziehen.

    * Kündigungen und Fristsetzungen am Einfachsten und Billigsten per Mail und dann einen Mail-Ausdruck per Fax (z.B. an die 1&1 "Profiseller" Faxnummer 0800/1013038) senden und sich einen Einzelsendebericht als Beleg ausdrucken. Es geht auch per Einschreiben, aber dann besser nur die relativ günstige Einwurf-Variante - auch weil man bei Einschreiben mit Rückschein Gefahr läuft, dass einfach die Annahme verweigert wird.

    * Erfahrungsgemäß ist das Einstellen der Zahlung die einzige Sprache, die von zickigen Telkos wie 1&1 verstanden wird. Wenn man sie dazu bewegen will, etwas zu leisten (etwa die versprochen Leistungen zu erbringen, oder einfach nur sinnvoll zu antworten), dann dazu am Besten eine 14-tägige Frist setzen. Wenn die ergebnislos verstrichen ist, hat man das Recht, Zwangsmaßnahmen einzuleiten. Wenn eine wichtiger Vertragsbestandteil nicht (nach angemessener Zeit) geliefert wird, besteht Anspruch auf Rücktritt vom Vertrag und sogar Schadensersatz. Mehr dazu z.B. unter http://www.internetratgeber-recht.de/Kaufrecht/frameset.htm?http://www.internetratgeber-recht.de/Kaufrecht/Verspaetung/verspaetete_lieferung_7.htm

    * Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, einfach die Lastschrift-Einzugsermächtigung zurückziehen, denn dann müssen sie ihrem Geld per Rechnung hinterherlaufen. Sollten sie trotzdem (dann unerlaubt) abbuchen, bei der Bank eine Rücklastschrift anweisen, wobei die Gebühr dafür auf Kosten der Telko geht. Wenn weiter nichts passiert, die Zahlung entweder komplett einstellen, oder nur Teilzahlungen leisten (zum Beispiel, wenn ein Teil der Rechnung falsch ist oder man Monatsgebühren mit eigenen Ansprüchen verrechnet), was zum Einen grundsätzlichen Zahlungswillen demonstriert und zum Anderen für die Buchhaltung besonders lästig sein dürfte.
  • 02.04.2010 03:38
    spaghettimonster antwortet auf dvo
    Benutzer dvo schrieb:
    > * Kündigungen und Fristsetzungen am Einfachsten und Billigsten
    > per Mail und dann einen Mail-Ausdruck per Fax (z.B. an die
    > 1&1 "Profiseller" Faxnummer 0800/1013038) senden
    > und sich einen Einzelsendebericht als Beleg ausdrucken.

    Vorsicht, in den aktuellen AGB (03/2010; für Altverträge können andere gelten) hat 1&1 sogar das Fax-Kündigungsrecht ausgeschlossen. Man sollte also bei 1&1 per Post kündigen.
  • 02.04.2010 10:14
    spunk_ antwortet auf spaghettimonster
    Benutzer spaghettimonster schrieb:

    > ausgeschlossen. Man sollte also bei 1&1 per Post kündigen.


    sinnvoller ist dagegen sich an den vorgeschlagenen Weg über die Internetseite zu halten. das verhindert mögliche Fehler.

    ausserdem erlebt man den Vorteil evtl. für die Kündigungsrücknahme Vergünstigungen in ähnlicher Höhe wie Neukunden zu erhalten.

  • 02.04.2010 16:45
    spaghettimonster antwortet auf spunk_
    Benutzer spunk_ schrieb:
    > sinnvoller ist dagegen sich an den vorgeschlagenen Weg über die
    > Internetseite zu halten. das verhindert mögliche Fehler.

    Ich bin nicht sicher, wie man dann den Zugang der Kündigung nachweisen soll. Aber wenn eine ausdruckbare Bestätigung angezeigt wird o.ä., was ich nicht weiß, was ich bei 1&1 aber für ratsam halte - warum nicht.