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1und1 Komplettanschluss mit 128kbit Downstream


21.07.2009 11:30 - Gestartet von sirtales
Hallo,

vor einem halben Jahr habe ich bei 1und1 von meinem 1und1 3DSL
Anschluss zu 1und1 Komplett gewechselt. Seit dem 10.07.2009 ist die
Leitung von der Telekom abgeschaltet und alles läuft über die
Internetleitung von 1und1.

Seit dieser Umstellung zeigt meine Fritz!Box 7270 mit neuster
Firmware nurnoch 128kbit/s beim Downstream an. Vor dem 10.07. waren
es über 17000!!!

Der Telekomtechniker, der heute da war und die Leitung gecheckt hat,
hat mir erklärt, dass ich nicht mehr mit DSL 16000 rechnen kann und
froh sein soll, wenn ich DSL Lite bekomme. Außerdem meinte er, dass
es auch keinen Sinn macht, die Änderung rückgängig zu machen, da in
dem Dorf, in dem ich wohne keine Bandbreite mehr verfügbar ist und
ich meine alte Leitung daher nicht mehr zurück bekomme.

Darf 1und1 sowas machen? Ist das rechtens? Ich habe mir vor kurzem
einen Server gekauft, den ich jetzt mit DSL Lite in die Tonne treten
kann.

Hat vielleicht jemand eine Idee, was ich machen kann? Bei 1und1 werde
ich auf jeden Fall in Zukunft nicht mehr einkaufen...

Viele Grüße
Tobi
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[1] stefeise antwortet auf sirtales
21.07.2009 11:49
Benutzer sirtales schrieb:
Hallo,

Seit dieser Umstellung zeigt meine Fritz!Box 7270 mit neuster Firmware nurnoch 128kbit/s beim Downstream an. Vor dem 10.07.
waren
es über 17000!!!

Der Telekomtechniker, der heute da war und die Leitung gecheckt hat,
hat mir erklärt, dass ich nicht mehr mit DSL 16000 rechnen kann und froh sein soll, wenn ich DSL Lite bekomme. Außerdem meinte er, dass es auch keinen Sinn macht, die Änderung rückgängig zu machen, da in
dem Dorf, in dem ich wohne keine Bandbreite mehr verfügbar ist und ich meine alte Leitung daher nicht mehr zurück bekomme.

Böse, böse Telekom, jetzt klauen die schon Leitungen!

Darf 1und1 sowas machen? Ist das rechtens?

Hat jetzt die Telekom die Leitung geklaut oder 1u1?

Ich habe mir vor kurzem einen Server gekauft, den ich jetzt mit DSL Lite in die Tonne treten
kann.

Hat vielleicht jemand eine Idee, was ich machen kann?

Vertrag erfüllen, heisst, die nächsten 24 Monate die Kohle an 1u1 abdrücken und sich 24 Monate darüber aufregen!

Bei 1und1 werde ich auf jeden Fall in Zukunft nicht mehr einkaufen...

Das erwartet 1u1 auch nicht von Dir, dass Du dort einkaufst.
Musst nur rechtzeitig Deine sauer verdiente Kohle für 128er DSL bei denen abdrücken


Viele Grüße
Tobi

Und was lernt man daraus? Geiz ist doch nicht Geil!!!
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[1.1] niknuk antwortet auf stefeise
21.07.2009 12:06
Benutzer stefeise schrieb:

Benutzer sirtales schrieb:

Hat vielleicht jemand eine Idee, was ich machen kann?

Vertrag erfüllen, heisst, die nächsten 24 Monate die Kohle an 1u1 abdrücken und sich 24 Monate darüber aufregen!

Unter diesen Umständen lässt sich der Vertrag auch locker auflösen. Möglicherweise reicht es dazu schon, 1&1 die selbst gegebene Leistungsgarantie unter die Nase zu reiben, nach der ein Anschluss mindestens die Hälfte der Maximalbandbreite erreichen muss (bei DSL 16000 also 8 MBit/s). Diese Garantie findet man hier:

http://dsl.1und1.de/xml/order/DetailsGarantieLeistung

Häufig muss man aber einen Anwalt bemühen, um 1&1 zu überzeugen, dass der Kunde im Recht ist. Und bei 128 kbit/s an einem DSL-16000-Anschluss hat der Kunde auch ganz ohne Garantie das Recht, Nachbesserung zu verlangen, denn eine derart geringe Bandbreite entspricht nicht der "marktüblichen Beschaffenheit" von DSL 16000-Anschlüssen. Davon abgesehen dürften bei 128 kbit/s auch eine ganze Reihe der Dienste, die beim Komplettanschluss enthalten sind und vertraglich vereinbart wurden, nicht funktionieren, allen voran die VoIP-Telefonie. Einen Anschluss, der nicht 100%ig vereinbarungsgemäß funktioniert, muss der Kunde aber nicht akzeptieren.

Ich bin auch ziemlich sicher, dass der Telekom-Techniker Mist erzählt hat und dass die Telekom nach einem Rückwechsel trotz angeblich fehlender Leitungen doch noch DSL 16000 aus dem Hut zaubern wird. Die eigenen Kunden packt der rosa Riese nämlich in Watte. Vielleicht werden es nicht die vollen 16 MBit/s, aber die für T-DSL 16000 garantierte Mindestbandbreite von 6,6 MBit/s sollte drin sein.

Gruß

niknuk
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[1.1.1] nicmar antwortet auf niknuk
21.07.2009 22:08
Hat man denn immer als 1u1 Kunde gegenüber Telekomkunde das Nachsehen?

Oder gibts auch Städte, in denen 1u1 selbst den Vollanschluss mit vollen 16 MBit (dauerhaft) anbietet?
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[1.1.1.1] niknuk antwortet auf nicmar
21.07.2009 23:05
Benutzer nicmar schrieb:

Hat man denn immer als 1u1 Kunde gegenüber Telekomkunde das Nachsehen?

Nein, natürlich nicht. Aber es wäre nicht das erste Mal, dass 1&1 oder irgend ein anderer Telekom-Konkurrent von der Telekom mit gammeligen Leitungen oder eher lustlosem Service "beglückt" wird, während der rosa Riese für die eigenen Kunden alle Hebel in Bewegung setzt und ggf. einen gestörten Anschluss auch schon mal auf eine der angeblich nicht existenten besseren Leitungen umklemmt.

Oder gibts auch Städte, in denen 1u1 selbst den Vollanschluss mit vollen 16 MBit (dauerhaft) anbietet?

Natürlich, wobei das nichts mit Städten zu tun hat. Es kann in jedem Ort passieren, dass 1&1 in einer Wohnung perfekt funktionierendes DSL 16000 mit voller Bandbreite schaltet, und der Nachbar im gleichen Haus bekommt trotzdem nur einen Bruchteil davon. Sicher ist 1&1 daran interessiert, auch dem Nachbarn die volle Bandbreite bereitzustellen. Da man dazu aber auf das Wohlwollen von Leitungsbetreiber Telekom angewiesen ist, läuft ohne die Mitarbeit des rosa Riesen gar nichts.

Gruß

niknuk
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[2] Albi aus Kiel antwortet auf sirtales
22.07.2009 07:17
Den Geschwindigkeitsunterschied kann ich schon verstehen.

Wenn Du DSL über einen Telekom-Anschluß bekommst, dann kann sich die Telekom den Punkt der Einspeisung von DSL-Daten in Deinem Ort aussuchen. Am besten ist natürlich, so dicht dran wie möglich.

Die anderen Mitbewerber bekommen feste Übergabestellen zugewiesen, wo sie in die angemietete Leitung das Signal einspeisen können. Das können schon mal ein paar Kilometer sein.

Mein Nachbar ist bei der Telekom und bekommt nun als langjähriger Kunde die 16.000 kb/s. Ich bin beim Mitbewerber und bekomme so 5400 kb/s, wie alle in meiner Straße auch, egal bei welchem Mitbewerber die sind. Der Punkt der Einspeisung ist zentral im Ort und das sind rund 1800 Meter weg.

Albi
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[2.1] alexh antwortet auf Albi aus Kiel
22.07.2009 10:27
Es kann aber auch anders herum funktionieren. Ich hatte bisher ein T-Com-Resale-DSL. Laut Verfügbarkeitsabfrage bei T-Home waren bei mir nicht mehr als DSL 3000 möglich - obwohl die FritzBox als Leitungskapazität mehr als 7000 kbit angezeigt hat.
Nun bei 1&1 läuft das Ganze offenbar über eine andere Leitung und ich habe ein astreines HomeNet 6000, die FB zeigt eine Kapazität von mehr als 10000 kbit an
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[2.1.1] spunk_ antwortet auf alexh
22.07.2009 11:00
Benutzer alexh schrieb:

eine Kapazität von mehr als 10000 kbit an

selbiges hier - ALLERDINGS: technischer Zugang ist nicht mehr von telekom sondern von Arcor. (Ratenadaptiv statt festgelegter Übertragungsrate ist der Grund)

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[2.1.1.1] alexh antwortet auf spunk_
22.07.2009 11:27
Benutzer spunk_ schrieb:
technischer Zugang ist nicht mehr von telekom sondern von Arcor.

Dito :-)
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[3] spunk_ antwortet auf sirtales
22.07.2009 11:09
Benutzer sirtales schrieb:

Internetleitung von 1und1.

hmmm?
praktisch wird der technische Zugang stets über einen der Dienstleister für 1u1 bereitgestellt (das sind mindestens Telekom, Telefonica , Arcor und evtl. noch weitere mir unbekannte lokale Anbieter)

Seit dieser Umstellung zeigt meine Fritz!Box 7270 mit neuster Firmware nurnoch 128kbit/s beim Downstream an. Vor dem 10.07.

diese theoretischen Werte sind zwar ein grober ANhaltspunkt, aber wichtig ist schlussendlich nur die reale Übertragungsgeschwindigkeit. einfach mal eine grosse datei übertragen und auf die Uhr gucken.

dem Dorf, in dem ich wohne keine Bandbreite mehr verfügbar ist und ich meine alte Leitung daher nicht mehr zurück bekomme.


dann ist das Problem des "Übersprechens" (das ist auch der Suchbegriff für google) vorhanden.
kurz: es sind zu viele Nutzer im Kabelbaum angeschlossen und die einzelnen leitungen stören sich gegenseitig.
ziemlich sicher wäre diese Reduizierung auch ohne nderung eines vertrages entstanden, denn die Dienstleister für den eigentlichen Zugang (jaja, ist meist telekom) passen das auch bei alufenden verträgen an um möglichst vielen Kunden je eine ähnliche Übertragungsrate anzubieten.

nach verschwörungstheorien werden allerdings Telekom eigene Kunden leicht bevorzugt ggü. den Kunden die bei alternativen Anbietern Kunde sind.


Darf 1und1 sowas machen? Ist das rechtens? Ich habe mir vor

das darf die Telekom (oder Arcor, oder Telefonica oder wer auch immer lokal die Leitung bereitstellt)

Hat vielleicht jemand eine Idee, was ich machen kann? Bei

kritisch, aber mal die ALternativen angucken:
- Umzug
- Kabelanschluss
- Funkanschlus
- UMTS

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[4] sirtales antwortet auf sirtales
25.07.2009 12:19
Es gibt was neues:
Die Leitung geht echt zum Nachbarort mit einer Leitungslänge von 5,6km! Das hab ich erfahren, nachdem ich mit ca 15 Supportleuten von 1und1 gesprochen hab und mich eben wegen der Leistungsgarantie von 1und1 (mind. 50% der Geschw. des bestellten Pakets) beschwert hab.

Jetzt wird der Vertrag aufgelöst und ich muss mir bei der Telekom einen neuen Anschluss holen. Bestellt habe ich das gestern. Jetzt warte ich nurnoch auf die schriftliche Bestätigung von 1und1. Die Telekomleitung geht nicht mehr als 150Meter. Ist gleich am Straßenende.