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01051 und KSP Kosten


05.12.2003 13:14 - Gestartet von egal1
hallo.
habe heute verwundert eine ksp-mahnung (inkasso kanzlei) bekommen mit forderungen von 10,10? für gespräche über 01051, die bis in 11/02 zurückreichen und zusätzlich soll ich anwaltskosten von ca. 28? zahlen (also fast das 3fache der eigentlichen forderung).
ich habe aber über den betrag nie eine mahnung/zahlungsaufforderung seitens der 01051 selbst bekommen.
ist das rechtens ? darf eine inkasso firma nicht erst eingeschaltet werden, wenn bereits eine mahnung (unabhängig von der eigentlichen tkom rechnung) vom forderungssteller selbst, geschickt wurde ?
10,10? würde ich natürlich sofort zahlen, aber das andere ist ja totaler wucher.
wuerde mich ueber ne antwort hier im forum freuen.
gez. egal1


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[1] trebo antwortet auf egal1
05.12.2003 13:52
lass es auf einen prozess ankommen, die beweispflicht liegt bei dem provider bzw. deren anwälten.
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[2] menschl antwortet auf egal1
11.01.2004 01:43
Ich kenne diesen Anwalt auch, der für sämtliche Telefongesell-
schaften arbeitet.
Sind Sie sogut, bestreiten Sie die Forderung, wenn kein Ein-
zelverbindungsnachweis beigefügt ist.
Lassen Sie den KSP links liegen. Bei mir hat der auch schon
gemahnt und mit einem MB nie reagiert.
Rechtens, ist dieser Vorgang nicht.
Die D.Telekom hat eine Inkassozulassung vom Präsidenten des
LG Bonn.
Die Telekom darf Drittanbieterbeträge nicht mit der Inkasso-
genehmigung eintreiben.
Von dieser Seite aus, haben Sie wenig zufürchten.
Doch Vorsicht bei der D.Telekom. Gebt immer stehts die Nummer
der Rechnung an und nie die Buchungskontonummer.
Sonst kann es passieren, die T-Com überweist irgendwann auch
illegal die Beträge an Drittanbieter.
Ich habe ein Verfahren gegen die T-Com beim LG Heilbronn wegen
dem unsittlichen Verhalten laufen.
Der Präsident des LG Bonn will die Akte wegen der Inkassoge-
nehmigung prüfen, ob dies rechtens ist.
Ich halte Euch, auf dem laufenden. Die Amtsgerichte meinen,
dies wäre rechtens, wenn Sie das Schreiben vom Präsidenten
des LG Bonn nicht vorweisen können.
Wenn Ihr das Schreiben haben wollt, lasst es mich wissen
Ich schlage der Telekom gerne ein Schnäppchen zu deren un-
gunsten. Geben Sie eine Faxnummer an.
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[2.1] egal1 antwortet auf menschl
14.01.2004 17:18
Die Telekom treibt im meinem Fall ja auch garnicht Drittanbieterbeträge ein, sondern 01051 beauftragt die Inkassofirmen. Glaube das macht einen Unterschied, oder ?!
egal1

mit Benutzer menschl schrieb:
Ich kenne diesen Anwalt auch, der für sämtliche Telefongesell- schaften arbeitet.
Sind Sie sogut, bestreiten Sie die Forderung, wenn kein Ein- zelverbindungsnachweis beigefügt ist.
Lassen Sie den KSP links liegen. Bei mir hat der auch schon gemahnt und mit einem MB nie reagiert.
Rechtens, ist dieser Vorgang nicht. Die D.Telekom hat eine Inkassozulassung vom Präsidenten des LG Bonn.
Die Telekom darf Drittanbieterbeträge nicht mit der Inkasso- genehmigung eintreiben.
Von dieser Seite aus, haben Sie wenig zufürchten. Doch Vorsicht bei der D.Telekom. Gebt immer stehts die Nummer der Rechnung an und nie die Buchungskontonummer. Sonst kann es passieren, die T-Com überweist irgendwann auch illegal die Beträge an Drittanbieter.
Ich habe ein Verfahren gegen die T-Com beim LG Heilbronn wegen dem unsittlichen Verhalten laufen.
Der Präsident des LG Bonn will die Akte wegen der Inkassoge- nehmigung prüfen, ob dies rechtens ist.
Ich halte Euch, auf dem laufenden. Die Amtsgerichte meinen, dies wäre rechtens, wenn Sie das Schreiben vom Präsidenten des LG Bonn nicht vorweisen können.
Wenn Ihr das Schreiben haben wollt, lasst es mich wissen Ich schlage der Telekom gerne ein Schnäppchen zu deren un-
gunsten. Geben Sie eine Faxnummer an.
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[3] gras antwortet auf egal1
16.01.2004 12:34
So Hallo,

hab genau das selbe Problem mit der ksp,Antragsteller ist die 01019 Telefondienste Gmbh, meine angebliche Rechnungssumme beträgt 195,-EUR,das Datum belaüft sich auf 22.01.2001 wo ich innnerhalb von 3 monaten für 170,-EUR im netz gewesen sein soll
pro monat für 50,-EUR!!!,
Gestern ein Mahnbescheid bekommen was über das Amtsgericht Dresden läuft,wohne ja in Dresden,

so bin mir aber jetzt nicht mehr sicher ob das n fake iss,oder nicht
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[3.1] PaPo antwortet auf gras
28.01.2004 08:50
Hallo zusammen!

Zur Zeit geht wohl eine Welle von Inkassobescheiden meherer CallByCall-Anbieter und Internet by Call-Anbieter (insb. Freenet) übers Land. Hauptsächlich ist das Ganze wohl durch das geänderte Mahnverfahren der DTAG aus 2001 begründet.

Bei mir war es ähnlich. Habe von KSP einen Mahnbescheid über Rechnungen aus 01/02.2002 über 01051 bekommen. Den habe ich auch zähneknirschend bezahlt. Die sind damit wohl im Recht, was aber aus Kundensicht eine absolute Sauerei ist.

Im Nachhinein kann man daraus nur die Konsequenz ziehen, zukünftig die Finger von den CallByCalls zu lassen und zur guten alten Telekom zurück zu gehen!!

Ein interessanter Link zu dem Thema:
http://www.dirk-hertfelder.de/index.html

Grüße
PP
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[4] weissnixx2004 antwortet auf egal1
19.01.2004 19:28
Hallo,

ich habe auch so ein Schreiben bekommen.
Habe denen eine mail geschrieben, daß ich nicht zahlen werde.

Hier ein ähnlicher Link zur Sache
https://www.teltarif.de/arch/2004/kw02/...

Schönen Abend noch
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[4.1] weyel2000 antwortet auf weissnixx2004
20.01.2004 15:55
Ich habe heute ein ähnliches Schreiben von ksp-Anwälten bekommen. Dabei geht es um einen Betrag von 34,76 € vom Februar 2002(insg. wollen die 71,63 € haben!).
Nach verschiedenen Rücksprachen mit Telekom hat sich folgendes ergeben: Aus heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen konnte die Rechnung damals nicht fristgemäß bezahlt werden. Daraufhin schickte die Telekom eine Mahnung, in der sie nur ihre eigenen Beträge anmahnt, nicht aber die der anderen Anbieter.
Ich habe natürlich nicht die Mahnung mit der Ursprungsrechnung beglichen, sondern war der Annahme, daß alles gefordert wurde, und dann den Mahnungsbetrag beglichen.
Nun stellt sich heute natürlich heraus, daß der 01051-Betrag damals wirklich nicht bezahlt wurde, aber eben unwissentlich.
Verwunderlich ist ja auch, daß 01051 nicht selbst mal angemahnt hat, sondern gleich über Anwälte agiert.
Dieses Vorgehen halte ich als Laie für nicht rechtmäßig, obwohl ich natürlich grundsätzlich zur Bezahlung der offenen Forderung bereit bin, .
Es wäre gut, wenn vielleicht der eine oder andere von euch einen auch rechtlich fundierten Rat hätte.

Gruß
weyel2000
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[4.1.1] sebbo antwortet auf weyel2000
20.01.2004 18:26
Benutzer weyel2000 schrieb:
Ich habe heute ein ähnliches Schreiben von ksp-Anwälten bekommen. Dabei geht es um einen Betrag von 34,76 € vom Februar 2002(insg. wollen die 71,63 € haben!).
Nach verschiedenen Rücksprachen mit Telekom hat sich folgendes ergeben: Aus heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen konnte die Rechnung damals nicht fristgemäß bezahlt werden. Daraufhin schickte die Telekom eine Mahnung, in der sie nur ihre eigenen Beträge anmahnt, nicht aber die der anderen Anbieter. Ich habe natürlich nicht die Mahnung mit der Ursprungsrechnung beglichen, sondern war der Annahme, daß alles gefordert wurde, und dann den Mahnungsbetrag beglichen.
Nun stellt sich heute natürlich heraus, daß der 01051-Betrag damals wirklich nicht bezahlt wurde, aber eben unwissentlich. Verwunderlich ist ja auch, daß 01051 nicht selbst mal angemahnt hat, sondern gleich über Anwälte agiert.
Dieses Vorgehen halte ich als Laie für nicht rechtmäßig, obwohl ich natürlich grundsätzlich zur Bezahlung der offenen Forderung bereit bin, .
Es wäre gut, wenn vielleicht der eine oder andere von euch einen auch rechtlich fundierten Rat hätte.

Gruß
weyel2000
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[4.1.2] sebbo antwortet auf weyel2000
20.01.2004 18:34
Benutzer weyel2000 schrieb:
Ich habe heute ein ähnliches Schreiben von ksp-Anwälten bekommen. Dabei geht es um einen Betrag von 34,76 € vom Februar 2002(insg. wollen die 71,63 € haben!).
Nach verschiedenen Rücksprachen mit Telekom hat sich folgendes ergeben: Aus heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen konnte die Rechnung damals nicht fristgemäß bezahlt werden. Daraufhin schickte die Telekom eine Mahnung, in der sie nur ihre eigenen Beträge anmahnt, nicht aber die der anderen Anbieter. Ich habe natürlich nicht die Mahnung mit der Ursprungsrechnung beglichen, sondern war der Annahme, daß alles gefordert wurde, und dann den Mahnungsbetrag beglichen.
Nun stellt sich heute natürlich heraus, daß der 01051-Betrag damals wirklich nicht bezahlt wurde, aber eben unwissentlich. Verwunderlich ist ja auch, daß 01051 nicht selbst mal angemahnt hat, sondern gleich über Anwälte agiert.
Dieses Vorgehen halte ich als Laie für nicht rechtmäßig, obwohl ich natürlich grundsätzlich zur Bezahlung der offenen Forderung bereit bin, .
Es wäre gut, wenn vielleicht der eine oder andere von euch einen auch rechtlich fundierten Rat hätte.

Gruß
weyel2000

Hallo,

ich habe mir gerade mal die AGB der 01051 angesehen.

Unter Punkt 4.7 steht dort: "Der Kunde kommt unbeschadet des gesetzlichen automatischen
Verzugseintritts nach § 286 Abs. 3 BGB in Verzug, wenn er die
Rechnungsbeträge nicht innerhalb von 21 Tagen ab Rechnungszugang zahlt.
Kommt der Kunde in Verzug, werden vorbehaltlich der Geltendmachung eines
weitergehenden Verzugsschadens Zinsen in Höhe von 5 % über dem jeweiligen
Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank oder eines jeweilig
entsprechenden Nachfolgetarifs berechnet. Die Geltendmachung weiterer
Ansprüche wegen Zahlungsverzugs (z.B. Mahnkosten nach Verzugseintritt)
bleibt der 01051 GmbH vorbehalten."

Das heißt, daß Du 21 Tage nach Rechnungserhalt automatisch in Verzug bist, falls bei der 01051 keine Zahlung eingeht.

So kann die 01051 am 21. Tag nach Rechnungserhalt bei Nichtzahlung - auch ohne selbst eine Mahnung zu versenden - die offenen Forderungen direkt an eine Anwaltskanzlei oder ein Inkassobüro übergeben.

Rechtlich scheint das so OK zu sein, ist meiner Meinung aber trotzdem eine S***auerei.

Gruß
Sebbo
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[4.1.2.1] weissnixx2004 antwortet auf sebbo
20.01.2004 23:33
Hallo,

habe mich noch einmal schlau gemacht.
2002 war die Änderung des Schuldrechts.
D.h. Ansprüche die in 2001 angefallen sind, hatten eine "Lebenszeit" von 2 Jahren, ab Ende 2001, also sind sie am 31.12.2003 - 23:59:59 (man könnte auch sagen 01.01.2004 00:00 :-) ) verfallen.
Die Änderung auf drei Jahre betrifft alle Ansprüche die seit dem 01.01.2002 entstanden sind.
Damit dürfte die Sache klar sein, zumal in deren AGB´s keine andere Verjährungsfrist genannt ist, daher also die gesetzlich gilt.

Schönen Abend allerseits

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[4.1.2.1.1] sebbo antwortet auf weissnixx2004
21.01.2004 07:46
Benutzer weissnixx2004 schrieb:
Hallo,

habe mich noch einmal schlau gemacht.
2002 war die Änderung des Schuldrechts.
D.h. Ansprüche die in 2001 angefallen sind, hatten eine "Lebenszeit" von 2 Jahren, ab Ende 2001, also sind sie am 31.12.2003 - 23:59:59 (man könnte auch sagen 01.01.2004 00:00
:-) ) verfallen.
Die Änderung auf drei Jahre betrifft alle Ansprüche die seit dem 01.01.2002 entstanden sind.
Damit dürfte die Sache klar sein, zumal in deren AGB´s keine andere Verjährungsfrist genannt ist, daher also die gesetzlich gilt.

Schönen Abend allerseits


Hallo,

das stimmt nicht ganz.

Die Forderung ist aus Februar 2002. Das heisst, sie verjährt zum 31.12.04 23:59.

Scheint also doch - zumindest rechtlich - alles OK zu sein.

Sebbo
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[4.1.2.2] weyel2000 antwortet auf sebbo
21.01.2004 08:34
Hallo,

ich habe mir gerade mal die AGB der 01051 angesehen.

Unter Punkt 4.7 steht dort: "Der Kunde kommt unbeschadet des gesetzlichen automatischen Verzugseintritts nach § 286 Abs. 3 BGB in Verzug, wenn er die Rechnungsbeträge nicht innerhalb von 21 Tagen ab Rechnungszugang zahlt.
Kommt der Kunde in Verzug, werden vorbehaltlich der Geltendmachung eines weitergehenden Verzugsschadens Zinsen in Höhe von 5 % über dem jeweiligen Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank oder eines jeweilig entsprechenden Nachfolgetarifs berechnet. Die Geltendmachung weiterer Ansprüche wegen Zahlungsverzugs (z.B. Mahnkosten nach Verzugseintritt)
bleibt der 01051 GmbH vorbehalten."

Das heißt, daß Du 21 Tage nach Rechnungserhalt automatisch in Verzug bist, falls bei der 01051 keine Zahlung eingeht.

So kann die 01051 am 21. Tag nach Rechnungserhalt bei Nichtzahlung - auch ohne selbst eine Mahnung zu versenden - die offenen Forderungen direkt an eine Anwaltskanzlei oder ein Inkassobüro übergeben.

Rechtlich scheint das so OK zu sein, ist meiner Meinung aber trotzdem eine S***auerei.

Gruß
Sebbo

Hallo Sebbo,
erstmal besten Dank für deine Antwort.
Für mich stellen sich folgende weitere Fragen:

1. Ist jeder Nutzer von Call-by-Call-Angeboten verpflichtet, die jeweiligen AGB´s der Anbieter gelesen und akzeptiert zu haben? Soweit ich weiß, muß ein solcher Anbieter den Kunden explizit darauf hinweisen und ihm die Möglichkeit einräumen, diese zur Kenntnis zu nehmen.

2. Steht damit im Zusammenhang: Die Deutsche Telekom war, zumindest zu diesem Zeitpunkt, verpflichtet, die Beträge dieser Anbieter zu berechnen, einzuziehen und an die jeweiliogen Betrieber weiterzuleiten.
Wieso kommt sie dieser Pflicht nicht nach? Und wieso mahnt sie nicht auch die Beträge der Call-by-Call-Anbieter an, sondern nur ihre eigenen - vorausgesetzt, sie hat o.g. Pflicht?

Damit sehe ich auch eine Verantwortung der Telekom.
Es kann nun mal passieren, daß eine Rechnung, aus welchen Gründen auch immer, nicht fristgemäß bezahlt wurde. Und ich kann davon ausgehen, daß die Telekom dann auch den rückständigen Betrag anmahnt, ohne noch einmal vergleichen zu müssen, ob dieser mit dem tatsächlichen Rechnungsbetrag übereinstimmt!
Daß der Mahnbetrag nicht mit dem Rechnungsbetrag übereinstimmt, kann ja durchaus auch seine Gründe in anderen Positionen der Rechnung oder gar aus noch länger zurückliegenden Rechnungen haben.
Außerdem:
3. Bin ich dann selbst verpflichtet, aus der Rechnung irgendwelche Beträge netto, bruto, mit Ust., ohne Umst. etc. herauszurechnen, um zu erahnen, welcher offenen Betrag hier gemeint sein könnte.

Und 4. Ist eigentlich geregelt, wie ich dann den rückständigen Betrag an den jeweiligen Anbieter überweise? Kenne ich Bankverbindungen? Weiß der Anbieter überhaupt von mir, kennt er meine persönlichen Daten?

Das sind so viel Fragen, die gar nicht geklärt sind. Daher sehe ich immer mehr eine Verantwortung bzw. ein offensichtliches Verschulden der Telekom!
Ich hoffe, die Diskussion hier geht weiter, damit allen Betroffenen irgendwie geholfen werden kann.

Gruß
weyel2000
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[4.1.2.2.1] sebbo antwortet auf weyel2000
21.01.2004 10:13
Benutzer weyel2000 schrieb:
Hallo,

ich habe mir gerade mal die AGB der 01051 angesehen.

Unter Punkt 4.7 steht dort: "Der Kunde kommt unbeschadet des
gesetzlichen automatischen Verzugseintritts nach § 286 Abs. 3 BGB in Verzug, wenn er die Rechnungsbeträge nicht innerhalb von 21 Tagen ab Rechnungszugang zahlt.
Kommt der Kunde in Verzug, werden vorbehaltlich der Geltendmachung eines weitergehenden Verzugsschadens Zinsen in Höhe von 5 % über dem
jeweiligen Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank oder eines jeweilig entsprechenden Nachfolgetarifs berechnet. Die Geltendmachung
weiterer Ansprüche wegen Zahlungsverzugs (z.B. Mahnkosten nach Verzugseintritt)
bleibt der 01051 GmbH vorbehalten."

Das heißt, daß Du 21 Tage nach Rechnungserhalt automatisch in Verzug bist, falls bei der 01051 keine Zahlung eingeht.

So kann die 01051 am 21. Tag nach Rechnungserhalt bei Nichtzahlung - auch ohne selbst eine Mahnung zu versenden
- die
offenen Forderungen direkt an eine Anwaltskanzlei oder ein Inkassobüro übergeben.

Rechtlich scheint das so OK zu sein, ist meiner Meinung aber
trotzdem eine S***auerei.

Gruß
Sebbo

Hallo Sebbo,
erstmal besten Dank für deine Antwort.
Für mich stellen sich folgende weitere Fragen:

Bitte

1. Ist jeder Nutzer von Call-by-Call-Angeboten verpflichtet, die jeweiligen AGB´s der Anbieter gelesen und akzeptiert zu haben? Soweit ich weiß, muß ein solcher Anbieter den Kunden explizit darauf hinweisen und ihm die Möglichkeit einräumen, diese zur Kenntnis zu nehmen.

Ja. Der Anbieter muss diese öffetnlich zugänglich machen. Dies geschieht in der Regel durch Veröffentlichung im Amtsblatt der Reglulierungsbehörde. Sicherlich wirst Du diese auch auf Anfrage von 01051 zugeschickt bekommen.

2. Steht damit im Zusammenhang: Die Deutsche Telekom war, zumindest zu diesem Zeitpunkt, verpflichtet, die Beträge dieser Anbieter zu berechnen, einzuziehen und an die jeweiliogen Betrieber weiterzuleiten.
Wieso kommt sie dieser Pflicht nicht nach? Und wieso mahnt sie nicht auch die Beträge der Call-by-Call-Anbieter an, sondern nur ihre eigenen - vorausgesetzt, sie hat o.g. Pflicht?

Richtig ist, dass die Telekom die Beträge in der Rechnung aufführen muß und Du diese auch in erster Instanz inkassiert. Zur Mahnung ist sie seit (meine ich zumindest) Anfang 2002 nicht mehr verpflichtet und braucht in der Mahnung nur ihre eigenen Kosten anzugeben. Hierüber hat sie auch irgendwann Anfang 2002 (wahrscheinlich ganz klein gedruckt) ihre Kunden in einer Rechung informiert.

Damit sehe ich auch eine Verantwortung der Telekom. Es kann nun mal passieren, daß eine Rechnung, aus welchen Gründen auch immer, nicht fristgemäß bezahlt wurde. Und ich kann davon ausgehen, daß die Telekom dann auch den rückständigen Betrag anmahnt, ohne noch einmal vergleichen zu müssen, ob dieser mit dem tatsächlichen Rechnungsbetrag übereinstimmt!
Daß der Mahnbetrag nicht mit dem Rechnungsbetrag übereinstimmt, kann ja durchaus auch seine Gründe in anderen Positionen der Rechnung oder gar aus noch länger zurückliegenden Rechnungen haben.
Außerdem:
3. Bin ich dann selbst verpflichtet, aus der Rechnung irgendwelche Beträge netto, bruto, mit Ust., ohne Umst. etc. herauszurechnen, um zu erahnen, welcher offenen Betrag hier gemeint sein könnte.

Wahrschinlich ja. Die Telekom und die 01051 könnten jetzt ungefähr so argumentieren: "Sie wurden ordnungsgemäss (s.o.) auf die neuen Regelungen bezüglich Mahnungen und anderen Anbietern hingewiesen. Sie hätten jederzeit an verschiedenen Stellen (01051 und Telekom) erfragen können..."
Somit scheint rechtlich wieder alles in Ordnung zu sein.


Und 4. Ist eigentlich geregelt, wie ich dann den rückständigen Betrag an den jeweiligen Anbieter überweise? Kenne ich Bankverbindungen? Weiß der Anbieter überhaupt von mir, kennt er meine persönlichen Daten?
Wie du den rückständigen Betrag bezahlst, wird dem Anbieter wohl egal sein. Hauptsache Du zahlst ;) Zum Erfragen der Bankdaten s. meine Antwort zu Punkt 3.

Das sind so viel Fragen, die gar nicht geklärt sind. Daher sehe ich immer mehr eine Verantwortung bzw. ein offensichtliches Verschulden der Telekom!
Ich hoffe, die Diskussion hier geht weiter, damit allen Betroffenen irgendwie geholfen werden kann.

Gruß
weyel2000

Alles in Allem würde ich sagen, dass die komplette Prozedur rechtlich in Ordnung ist. Du wurdest auf alles - zumindest von Seiten der Telekom - hingewiesen. In der heutigen Zeit muss man sich eben alles, was man so an Rechnungen bekommt GENAU ansehen.

Gruß
Sebbo
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[4.1.2.2.1.1] weyel2000 antwortet auf sebbo
22.01.2004 08:19
Hallo sebbo,

nimm mir das bitte nicht übel, aber aus deinen Antworten könnte man fast glauben, du bist Mitarbeiter bei 01051 oder vertritts deren Interessen, z.B.:

"Ja. Der Anbieter muss diese öffetnlich zugänglich machen. Dies geschieht in der Regel durch Veröffentlichung im Amtsblatt der Reglulierungsbehörde. Sicherlich wirst Du diese auch auf Anfrage von 01051 zugeschickt bekommen." - Das glaube ich nicht, daß es ausreicht, die AGB´s in irgendeinem Amtsblatt zu veröffentlichen und dann seiner Hinweispflicht genüge getan zu haben.

aber wie auch immer: Die Forderung nach den ausstehenden Beträgen(ohne Mahn- u. Anwaltsgebühren etc.) ist korrekt, mir aber erst mit Eingang des Mahnschreibens bekannt. Daher habe ich den ausstehenden Betrag an 01051 Telecom (nicht an das Anwaltskonto!) überwiesen. Gleichzeitig habe ich 1051 per e-Mail über den Vorgang informiert und hoffe nun auf eine endgültige Klärung der Angelegenheit.

Es gab ein Urteil des Verwaltungsgerichts Köln, das die Telekom verpflichtete, auch die Beträge anderer Abieter anzumahnen und zu kassieren. Allerdings weiß ich nicht, ob dieses Urteil noch Bestand hat.
Eigentlich müsste die Regulierungsbehörde hier einschreiten und für klare, auch für den Privatnutzer nachvollziehbare und handhabbare Regelungen sorgen. Dies ist offensichtlich noch nicht passiert. Auf jeden Fall werde ich die RegTP darüber informieren und um Auskunft bitten.
Dieses Problem betrifft ja sicherlich Tausende, manche wissen es nur noh nicht.

Gruß
weyel2000

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[4.1.2.2.1.1.1] sebbo antwortet auf weyel2000
22.01.2004 11:02
Benutzer weyel2000 schrieb:
Hallo sebbo,

nimm mir das bitte nicht übel, aber aus deinen Antworten könnte man fast glauben, du bist Mitarbeiter bei 01051 oder vertritts deren Interessen, z.B.:
Nein, da liegst Du falsch, da arbeite ich nicht.

"Ja. Der Anbieter muss diese öffetnlich zugänglich machen. Dies geschieht in der Regel durch Veröffentlichung im Amtsblatt der Reglulierungsbehörde. Sicherlich wirst Du diese auch auf Anfrage von 01051 zugeschickt bekommen." - Das glaube ich nicht, daß es ausreicht, die AGB´s in irgendeinem Amtsblatt zu veröffentlichen und dann seiner Hinweispflicht genüge getan zu haben.
Soweit ich weiss schon. Auf der Website kann man sie sich ja auch runterladen. Und wahrscheinlich auch in den Geschäftsräumen einsehen. Bin kein Rechtsanwalt aber meienr Meinung nach reicht das so. Wenn Du in einem Laden was kaufst, sind ja auch immer deren AGB Bestandteil. Ansehen tut sich die aber kaum einer...


aber wie auch immer: Die Forderung nach den ausstehenden Beträgen(ohne Mahn- u. Anwaltsgebühren etc.) ist korrekt, mir aber erst mit Eingang des Mahnschreibens bekannt. Daher habe ich den ausstehenden Betrag an 01051 Telecom (nicht an das Anwaltskonto!) überwiesen. Gleichzeitig habe ich 1051 per e-Mail über den Vorgang informiert und hoffe nun auf eine endgültige Klärung der Angelegenheit.
Ich kenne diese ganze Prodezur daher, da ich selber mal Post vonb KSP (wegen einem anderen Anbieter) bekommen habe. KSP wird wahrscheinlich auf deren Gebühren bestehen. Aber was 01051 insgesamt dazu sagt, würde mich schon interessieren. Vielleicht kannst Du deren Antwort ja hier posten???


Es gab ein Urteil des Verwaltungsgerichts Köln, das die Telekom verpflichtete, auch die Beträge anderer Abieter anzumahnen und zu kassieren. Allerdings weiß ich nicht, ob dieses Urteil noch Bestand hat.
Eigentlich müsste die Regulierungsbehörde hier einschreiten und für klare, auch für den Privatnutzer nachvollziehbare und handhabbare Regelungen sorgen. Dies ist offensichtlich noch nicht passiert. Auf jeden Fall werde ich die RegTP darüber informieren und um Auskunft bitten. Dieses Problem betrifft ja sicherlich Tausende, manche wissen es nur noh nicht.
Richtig, hat auch mich schon betroffen. Aber es war, soweit ich weiss, gerade die RegTP, die Anfang 2002 entschieden hat, dass die Telekom Beträge anderer anbieter nicht mehr mahnen muss. Frag doch da mal nach...Auch deren Antwort wäre hier schön zu lesen.


Gruß
weyel2000


Wünsche Dir viel Glück bei der ganzen Sache. Ich hatte damals keins und habe alles gezahlt...

Gruß
Sebbo
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[5] Goernsi antwortet auf egal1
15.02.2004 20:59
Die KSB ist schon fast eine krimnelle Vereinigung. Hier wird mit System abgezockt. Ich habe auch weit überzogene Forderungen bekommen, ohne von 01051 jemals eine Mahnung gesehen zu haben. Ich würde die Hauptforderung ja sofort an 01051 überweisen, aber habe leider nicht einmal deren Bankverbindung!

Keine Angst: Vor Gericht hat die KsB keine Chance, wenn keine Mahnung durch den Anbieter verschickt wurde. In diesem Forum treiben sich leider einige KSB Mitarbeiter!!!

Hier ein Musterschreiben, dass alle Geschädigten gleich an 01051 faxen sollten:

Aktenzeichen XXxxxxXx
Buchungskonto XXXXXXX

Sehr geehrte Damen,sehr geehrte Herren,

ein Schreiben der Firma KSB vom 09.02.2004 ist bei mir am 14.02.2004 eingegangen .

Die Forderung der 01051 Telecom Gmbh wurde bisher nicht angemahnt. Mich befremdet ein Inkassoschreiben, ohne dass ich vorher eine Mahnung erhalten habe.

Bitte lassen Sie mir Kopie der Mahnschreiben von 01051 Telecom Gmbh und einen EVN zukommen. Sie wisse, dass sie in der Pflicht sind, mir einen Nachweis über die geforderten .... zu erbringen.

Erst dann kann ich prüfen, ob die HAUPTFORDERUNG von 01051 Telecom Gmbh überhaupt berechtigt ist.

Sobald Sie einen EVN liefern und ihre Forderung anmahnen, überweise ich ihre Forderung gerne auf ein Konto der 01051 Telecom GmbH!

Gleiches Schreiben geht Ihnen per Fax zu.

Mit freundlichen Grüßen
Menü
[6] Telefonistin antwortet auf egal1
16.02.2004 19:28
Hallo,

Nicht nur das KSP mit hohen Kosten auf sich aufmerksam macht, aber hat sich schonmal jemand die Frage gestellt, warum KSP keine Vollmacht der von ihnen vertretenen Mandantschaft beifügt ?
Als 'Kunde' der KSP habe ich das gesetzlich verbriefte Recht, dass mir die KSP eine Vollmacht ihrer Mandanschaft im Original überreicht ... hehe, da haben die Vorstände der Telefongesellschaften ganz schön was zu unterschreiben ;-))
Letztlich was passiert, wenn der Telefonanbieter behauptet, KSP gar nicht bevollmächtigt zu haben ? Wenn man dann zwischenzeitlich bereits an KSP geleistet hat, ist dies im juristischen Sinne KEINE befreiende Zahlung .... DENKT MAL DRÜBER NACH !!.

Einfach die Vollmacht im Original anfordern (geht per EMail und kostet somit nicht viel ;-)) und den Fall solange zurückstellen.

Benutzer egal1 schrieb:
hallo.
habe heute verwundert eine ksp-mahnung (inkasso kanzlei) bekommen mit forderungen von 10,10? für gespräche über 01051, die bis in 11/02 zurückreichen und zusätzlich soll ich anwaltskosten von ca. 28? zahlen (also fast das 3fache der eigentlichen forderung).
ich habe aber über den betrag nie eine mahnung/zahlungsaufforderung seitens der 01051 selbst bekommen. ist das rechtens ? darf eine inkasso firma nicht erst eingeschaltet werden, wenn bereits eine mahnung (unabhängig von der eigentlichen tkom rechnung) vom forderungssteller selbst, geschickt wurde ?
10,10? würde ich natürlich sofort zahlen, aber das andere ist ja totaler wucher.
wuerde mich ueber ne antwort hier im forum freuen.
gez. egal1


Menü
[7] Goernsi antwortet auf egal1
20.02.2004 09:47
01051 schreibt sogar auf Ihrer Homepage, dass sie Mahnungen verschicken.

Zitat:
"Bekomme ich von 01051 eine eigene Rechnung?

Nein, die 01051-Gesprächsgebühren finden Sie auch weiterhin auf der Rechnung der DTAG. Wenn Sie diese innerhalb von 7 Tagen bezahlen, sind alle Forderungen beglichen.

Nur im Falle eines Zahlungsverzugs bekommen Sie von 01051 eine Mahnung."

Sorry, wenn der Anbieter selber sagt, er verschickt eine Mahnung, dann kann ich wohl auch davon ausgehen. Das KSP Schreiben ist nichtig. Ausserdem stimmt nicht einmal die Bankverbindung die 01051 auf Ihrer Website veröffentlicht. Wollen die kein Geld?

Scheinbar kann man mit Inkasso mehr verdienen als mit Billig-Telefonieren.

Die Firma ist genauso wie die miesen Anwälte von KSP ein Fall für den Staatsanwalt oder für den Spiegel. Hier wird massiv im grossen Stil abgezockt. Leider gibt es scheinbar viele Menschen die sich von solchen dummdreisten Formschreiben beeindrucken lassen.

NIEMALS GELD AN EIN INKASSOUNTERNEHMEN ÜBERWEISEN!!!!

Wenn alle diesen Rat beherzigen würden, gäb es dieses Krebsgeschwür in unserer Gesellschaft nicht mehr.

Goernsi
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[7.1] TIPP
Goernsi antwortet auf Goernsi
20.02.2004 10:10
TIPP

Wenn ihr mal gefrustet seit, findet ihr bei der KSP unter der telefonnummer 040-45065-708 immer eine willige Mitarbeiterin, bei der man seinen Unmut so richtig schön Luft machen kann. Es macht richtig spass und nach dem Telefonat geht es einem gleich viel besser. Bei mir gehören mittlerweile 1-2 Telefonate pro Woche zum festen Programm. Mal ausprobieren!!!
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[8] Ozymandias antwortet auf egal1
20.02.2004 12:01
In meinem Fall erhielt ich gestern eine Mahnung für eine Rechnung vom 9.10.2001. Heute erhielt ich die gleiche Mahnung nochmals.

Ich werde die Rechnung natürlich nicht zahlen, da sie längst verjährt ist (danke, Forum).
Dennoch werde ich mich an den Geschäftsführer wenden. Ich schlage vor, daß ihr das auch tut.

Thomas Rühmer, Geschäftsführer
01051 telecom GmbH
Robert Bosch Str 1
52525 Heinsberg

Die nette Mitarbeiterin von ksp war so nett mir die Addresse des Hauptsitzes mitzuteilen, den Namen habe ich aus dem Internet.

Ich weiss aus Erfahrungen mir Arcor, dass solche Briefe sehr schnell und positiv beantwortet werden.

Yours,

Ozymandias
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[8.1] Ozymandias antwortet auf Ozymandias
20.02.2004 14:06
Frage: Könnte man das Verhalten der 01051 bzw. der ksp als Betrug auffassen ?
Wenn die Verjährungsfrist bereits überschritten ist und ich dennoch versuche die Kohle zu kriegen, so dürfte das doch dicht an der Rechtswidrigkeit stehen.


§ 263
Betrug
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

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[8.1.1] RE: kein Betrug bei Verjährung!
Philotech antwortet auf Ozymandias
21.02.2004 02:58
Nein, das Einfordern von (im übrigen) rechtlich einwandfreien Forderungen stellt keinen Betrug dar, wenn die Forderung bereits verjährt ist.
Eine verjährte Forderung ist eine ganz normale vollwirksame und gerichtlich durchsetzbare Forderung. Als Schuldner hat mal allerdings die Möglichkeit, sich ausdrücklich auf die Verjährung zu berufen (sog. "Einrede" im Sinne des Zivilrechts). Beruft man sich nicht ausdrücklich darauf, so wird man ohne weiteres zur Zahlung verurteilt.

Es passiert häufiger als man denkt, dass wissentlich verjährte Forderungen beglichen werden. Insbesondere früher galt es unter Kaufleuten als ehrenrührig, sich auf Verjährung zu berufen.

Im übrigen sollte man sehr vorsichtig sein mit rechtlichen Bewertungen hier im Forum. Allein in diesem Thread habe ich eine ganze Menge Unsinn gelesen, was Verjährung, Mahnung, Inkasso etc. angeht.

Philotech
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[] tiwaa antwortet auf
14.02.2004 18:34
Hallo,

ich habe mit Interesse alle Beiträge gelesen. Auch ich habe Mahnungen von KSP bekommen und zwar gleich von 3 verschiedenen Anbietern!! (01024, 01051 und 01081), darunter sind Zahlungsaufforderungen aus dem Jahr 2001. So wie ich das verstanden habe brauche ich diese nicht mehr zu zahlen, ist das richtig?
Da ich letztes Jahr umgezogen bin und mein alter Anschluß noch eine Weile bestehen blieb, sind auch dort Kosten angefallen, die ich bei der Telekom beglichen hatte.Ich habe die vage Vermutung, dass diese Kosten nie an die Fremdanbieter weitergeleitet wurden. Ich hatte aber mit einem DT Mitarbeiter alles besprochen und alle Rechnungen beglichen.
Naja, das glaubte ich zumindest. Was mich aufregt ist, dass ich nie von den Fremdanbietern eine Mahnung erhalten habe, und man diese ja auch nicht telefonisch erreichen kann, um mit einem Mitarbeiter zu sprechen. Also was soll ich tun? die 2001 Mahnung nicht bezahlen? Die offenen Beträge der Call-by-Call Anbieter nur an diese überweisen?

Danke im voraus
Tiwaa
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[1] johnnyt antwortet auf tiwaa
14.02.2004 18:53
ganz einfach!

für alles einen einzelverbindungsnachweis fordern. wenn sie diese nicht bringen können, kurzes schreiben, dass du ja gerne zahlen möchtest, sie aber in der beweispflicht stehen. deine nichtzahlung gilt nämlich konkludent als widerspruch. dh die beträge waren streitig und somit gilt die 80 tägige löschfrist laut tkg nicht. da der anbieter im gegensatz zu dir die möglichkeiten der speicherung hat, ist er auch in der pflicht den nachweis über die beträge zu bringen. wenn er diesen bringen kann, dann musst du auch zahlen, da du diese leistung ja auch genutzt hast. die beträge aus 2001 dürften aber mittlerweile verjährt sein, so dass du dazu nur die zahlung mit kurzem hinweis auf die erfolgte verjährung verneinst.

greetz

JohnnyT
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[1.1] tiwaa antwortet auf johnnyt
15.02.2004 10:18
Vielen Dank JohnnT für dein Antwort! Reicht es wenn ich telefonisch den Einzelverbindungsnachweis fordere?

Gruß
Tiwaa
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[1.1.1] johnnyt antwortet auf tiwaa
15.02.2004 12:12
hallo!

ich hab immer alles per fax gemacht, denn dann hast du im fall der fälle immer noch den sendebeleg asl nachweis und es kostet dich nur einen bruchteil der beim briefversand anfallenden kosten.

greetz

JohnnyT
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[1.1.1.1] Goernsi antwortet auf johnnyt
15.02.2004 20:30
Die KSB ist schon fast eine krimnelle Vereinigung. Hier wird mit System abgezockt. Ich habe auch weit überzogene Forderungen bekommen, ohne von 01051 jemals eine Mahnung gesehen zu haben. Ich würde die Hauptforderung ja sofort an 01051 überweisen, aber habe leider nicht einmal deren Bankverbindung!

Keine Angst: Vor Gericht hat die KsB keine Chance, wenn keine Mahnung durch den Anbieter verschickt wurde. In diesem Forum treiben sich leider einige KSB Mitarbeiter!!!

Hier ein Musterschreiben, dass alle Geschädigten gleich an 01051 faxen sollten:

Aktenzeichen XXxxxxXx
Buchungskonto XXXXXXX

Sehr geehrte Damen,sehr geehrte Herren,

ein Schreiben der Firma KSB vom 09.02.2004 ist bei mir am 14.02.2004 eingegangen .

Die Forderung der 01051 Telecom Gmbh wurde bisher nicht angemahnt. Mich befremdet ein Inkassoschreiben, ohne dass ich vorher eine Mahnung erhalten habe.

Bitte lassen Sie mir Kopie der Mahnschreiben von 01051 Telecom Gmbh und einen EVN zukommen. Sie wisse, dass sie in der Pflicht sind, mir einen Nachweis über die geforderten .... zu erbringen.

Erst dann kann ich prüfen, ob die HAUPTFORDERUNG von 01051 Telecom Gmbh überhaupt berechtigt ist.

Sobald Sie einen EVN liefern und ihre Forderung anmahnen, überweise ich ihre Forderung gerne auf ein Konto der 01051 Telecom GmbH!

Gleiches Schreiben geht Ihnen per Fax zu.

Mit freundlichen Grüßen

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[] weyel2000 antwortet auf
15.02.2004 11:47
Hallo monopoly,

danke für deine hilfreiche Antwort! Bei dir scheint ja der Nick Programm zu sein.

Noch mal zur genaueren Klärung meiner Absicht: Ich denke, allen hiervon Betroffenen ist daran gelegen, Argumente für ihr Anliegen und gegen die Praktiken der Call-by-Call-Anbieter und deren Kanzlei-Gehilfen in die Hand zu bekommen.
Mein Beitrag ist nicht dazu gedacht, die Rechtsposition dieser Anbieter zu erläutern, sondern Hilfe gegen aus meiner Sicht unrechtmäßige Anwaltskosten zu bekommen. Und dagegen gibt es einige schlagkräftige Argumente.
Im übrigen gibt es auch schon mehrere Urteile im Verbraucherschutz, daß eben auf AGB´s explizit und ausdrücklich hingewiesen werden muß.
Übrigens: in meinem BGB (Ausgabe 2001) gibt es keinen § 305a Nr2b, sondern nur 305 und mit keinerlei Bezug auf dein Anliegen.

Mein Zitat: "aus deinen Antworten könnte
man fast glauben, du bist Mitarbeiter bei 01051 oder vertritts deren Interessen..." war eher scherzhaft gemeint, der Betroffenen hat das auch größtenteils so vertanden, denke ich.

Wenn du meinst, mein Anliegen sei falsch oder unsachgemäß, dann halt dich doch einfach raus oder eröffne einen neuen Thread. Ansonsten warten wir natürlich immer noch auf konstruktive Unterstützung!

weyel2000
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[1] 12345 antwortet auf weyel2000
15.02.2004 11:58
Benutzer weyel2000 schrieb:
Übrigens: in meinem BGB (Ausgabe 2001) gibt es keinen § 305a Nr2b, sondern nur 305 und mit keinerlei Bezug auf dein Anliegen.

Du musst dir ein neues kaufen, es gab zum 1.1.2002 eine grundlegende Schuldrechtsreform, bei der eben z.B. die von dir erwähnten §§ 305ff. neu eingefügt wurden.
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[2] comedian antwortet auf weyel2000
16.02.2004 08:43
Hier findest du einen aktuellen Fall mit KSP
https://www.teltarif.de/forum/a-01024/43-...

Gruß
Comedian
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[] Goernsi antwortet auf
16.02.2004 07:41
ich überweise jedenfalls die hauptforderung direkt an 01051 und dann bin ich mal gespannt was die die ksp noch von mir will.

das letze mal haben sie jedenfalls kleinlaut beigegeben und nach einem mahnbescheid habe ich nie wieder etwas gehört...immer erst den leuten schön angst machen...meine auuforderung an alle, die von der ksp unter druck gesetzt werden: nicht zahlen!!!! datenschutz bemängeln!!! evn fordern!!!!
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[1] comedian antwortet auf Goernsi
16.02.2004 09:24
Theorie gibts von Monopoly. Einen aktuellen KSP-Fall findest du hier:

https://www.teltarif.de/forum/a-01024/43-...

Gruß
Comedian
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[] johnnyt antwortet auf
16.02.2004 07:50
....wenn du meinst.

zufällig kenne ich mich ein wenig damit aus. egal, soll jeder so machen, wie er es für richtig hält. und immer schön einschreiben MIT RÜCKSCHEIN schicken, ja?! ist nämlich die sicherste methode - NOT!

greetz

JohnnyT
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[] comedian antwortet auf
16.02.2004 08:41
Benutzer Monopoly schrieb:
Benutzer weyel2000 schrieb:
danke für deine hilfreiche Antwort! Bei dir scheint ja der Nick Programm zu sein.

Kannst mir gerne einen anderen vorschlagen.

Och, wie wärs mit 'Just_Theory'

Und dass man nach 30 Tagen ohne weitere Mahnung automatisch in Verzug kommt, ergibt sich auch aus § 286 Abs. 3 BGB.

Aber nur, wenn er auf der Rechnung darauf hingewiesen wurde. Ob der Telekom hinweis sich auch auf Positionen der Fremdanbieter bezieht ...

Dass du die Rechnung von 2002 'unwissentlich' nicht bezahlt hast, kann ich ebenfalls nicht verstehen, denn normalerweise wird bei mir immer der volle Betrag abgebucht, wenn ich nicht widerspreche.

Ach Gott! Er hatte doch geschrieben, dass er mit 'unwissentlich' meinte, alles habe sich mit der Zahlung der DTAG-Rechnung erledigt. Einen Abbuchungsauftrag hat auch nicht jeder.


Offensichtlich hast du also damals verbaselt, deine Rechnung zu bezahlen. Du bist in der Rechnung ausdrücklich darauf hingewiesen worden, dass der Verzug ohne weitere Mahnung eintritt, und das ist jetzt passiert.

Woher soll ein Normalmensch wissen, dass sich die Belehrung der DTAG auch auf die Positionen von Drittfirmen bezieht?

Gruß
Comedian
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[] comedian antwortet auf
16.02.2004 22:10
Benutzer Monopoly schrieb:
Wobei mir dein 'Batzenfall' hier auch nicht viel hilfreicher zu sein scheint als meine Anmerkungen.

Wenigstens hast du selbst erkannt, dass deine Anmerkungen nicht hilfreich waren.

Erstens ist seine Forderung nicht verjährt ... Wenn das Gericht nicht ganz doof ist, könnte es schon sein, dass es da mal genauer nachfragt.

Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht. Der Antrag auf Überleitung ins streitige Verfahren hat das bei KSP vorgesehene Standardverfahren aus den Angeln gehoben und die Kerle unter Zugzwang gesetzt. Darauf sind sie einfach nicht eingestellt.

Gruß
Comedian
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[] comedian antwortet auf
16.02.2004 22:17
Benutzer Monopoly schrieb:
natürlich ist Einschreiben mit Rückschein sicherer, der BGH hat aber letztens entschieden, dass ein nachweisbarer Einwurf ins Postfach ausreichen soll, was ich auch richtig finde. Dann reicht aber m.E. auch ein Einwurf-Einschreiben aus, da wird der Einwurf nämlich auch bescheinigt. Ich hab zwar noch nie probiert, die Bescheinigung bei der Post für 5,11 EUR anzufordern, laut AGB soll es aber gehen.

Das geht. Ich hatte bereits 1999 ein Verfahren beim VG Cottbus, wo das als Nachweis für den Zugang eines Antrags in einem Behördenpostfach akzeptiert wurde.

Gruß
Comedian
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[] comedian antwortet auf
16.02.2004 22:20
Benutzer Monopoly schrieb:
Benutzer comedian schrieb:
Ach Gott!

Monopoly würde reichen.

Monopoly

Entschludige, wenn ich übertrieben habe ...

Gruß
Comedian
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[] Goernsi antwortet auf
20.02.2004 09:45
Benutzer Monopoly schrieb:


'Der Schuldner einer Entgeltforderung kommt spätestens in Verzug, wenn er nicht innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung oder gleichwertigen Zahlungsaufstellung leistet; dies gilt gegenüber einem Schuldner, der Verbraucher ist, nur, wenn auf diese Folgen in der Rechnung oder Zahlungsaufstellung besonders hingewiesen worden ist. Wenn der Zeitpunkt des Zugangs der Rechnung oder Zahlungsaufstellung unsicher ist, kommt der Schuldner, der nicht Verbraucher ist, spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Empfang der Gegenleistung in Verzug.'

D.h. wenn man darauf hingewiesen worden ist, kommt man nach 30 Tagen auch ohne Mahnung in Verzug. Und wer in Verzug ist, muss normalerweise auch den Verzugsschaden tragen. Ähnliches ergibt sich vermutlich auch aus den AGB der 01051.


Monopoly

Was du schreibst ist totaler wirklich Schwachsinn.

01051 schreibt sogar auf Ihrer Homepage, dass sie Mahnungen verschicken.

Zitat:
"Bekomme ich von 01051 eine eigene Rechnung?

Nein, die 01051-Gesprächsgebühren finden Sie auch weiterhin auf der Rechnung der DTAG. Wenn Sie diese innerhalb von 7 Tagen bezahlen, sind alle Forderungen beglichen.

Nur im Falle eines Zahlungsverzugs bekommen Sie von 01051 eine Mahnung."

Sorry Monopoly, wenn der Anbieter selber sagt, er verschickt eine Mahnung, dann kann ich wohl auch davon ausgehen. Das KSP Schreiben ist nichtig. Ausserdem stimmt nicht einmal die Bankverbindung die 01051 auf Ihrer Website veröffentlicht. Wollen die kein Geld.

Scheinbar kann man mit Inkasso mehr verdienen als mit Billig-Telefonieren.

Die Firma ist genauso wie die miesen Anwälte von KSP ein Fall für den Staatsanwalt oder für den Spiegel. Hier wird massiv im grossen Stil abgezockt. Leider gibt es scheinbar viele Menschen die sich von solchen dummdreisten Formschreiben beeindrucken lassen.

NIEMALS GELD AN EIN INKASSOUNTERNEHMEN ÜBERWEISEN!!!!

Wenn alle diesen Rat beherzigen würden, gäb es dieses Krensgeschwür in unserer gesellschaft nicht mehr.

Goernsi