Forschung

Delfin spielt auf Unterwasser-Tablet

Die Rockefeller Universität und das Hunter College untersuchen das Verhalten von Delfinen anhand eines großen Unterwasser-Tablets.
Von Andre Reinhardt
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Delfine sind hochintelligente Meeressäuger, die zu komplexeren Gedankengängen und Problemlösungen in der Lage sind. Ihre Interaktionsmöglichkeiten mit der Umwelt werden deshalb gerne studiert. Ein aktuelles Video zeigt den Delfin Foster, der eine Art Unterwasser-Tablet zur Verfügung gestellt bekam. Die Bedienung erfolgt über einen 2,44 Meter großen Touchscreen. Was es mit diesem Gerät auf sich hat und wie Foster damit umgehen soll, hat ihm niemand beigebracht. Er studierte selbst die berührungsempfindliche Oberfläche und begriff, wie er Apps starten und mit ihnen interagieren kann.

Forscher beobachten Delfine bei der Tablet-Bedienung

Delfin Foster spielt am TouchscreenDelfin Foster spielt am Touchscreen Wissenschaftler der Rockefeller Universität und des Hunter Colleges führen derzeit umfassende Untersuchungen der kognitiven Fähigkeiten von Delfinen durch. Als Schauplatz für das aktuelle Experiment des Marine Säugetier-Kommunikation und Kognition Projekt, kurz m2c2, dient das National Aquarium in Baltimore. Ein 2,44 Meter großer Touchscreen wurde außerhalb des Beckens vor die Scheibe montiert und soll die Reaktionen des Meeressäugers Foster und seinen Artgenossen auf diverse Apps protokollieren. Es befinden sich keine elektronischen Komponenten im Becken selbst, die Berührungen der Delfine werden rein optisch erkannt.

Foster zockt gerne Delfin-Edition von "Whack-a-Mole"

Dem Spieltrieb der animalischen Probanden kommen die zur Verfügung gestellten Tablet-Games entgegen. Ein Video von Foster zeigt ihn bei einer Partie eines für ihn angepassten "Whack-a-Mole". In diesem Spiel muss der Delfin anstatt Maulwürfe kleine Fische erwischen, in dem er sie berührt. Dabei fand Foster heraus, dass sich seine Nase am besten für die Bedienung des Touchscreens eignet.

Das Ziel des Delfin-Projekts

Das Forscher-Team hofft, dass man mit diesem technologisch anspruchsvollen Touchscreen sowohl die Tiere wie auch die Wissenschaft bereichern kann. Man wolle ein "Fenster zum Verstand der Delfine" öffnen. Abseits der auf ihre Bedürfnisse angepassten Apps wird den Aquarium-Bewohnern zudem eine Tastatur mit Symbolen zur Verfügung gestellt. Die komplexe Auswahl an Interaktionsmöglichkeiten soll Aufschlüsse über die Denkweise der Delfine geben und den Wissenschaftlern dabei helfen, die Sprache der Meeresbewohner zu entschlüsseln.

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