Preisanpassung

Telefónica-Discounter ändern Tarife für Auslandstelefonate

Einige Telefónica-Marken informieren momentan ihre Kunden über Preis­an­passungen bei Aus­lands­tele­fonaten. Anrufe ins Fest- oder Mobilfunknetz diverser Länder der Zone Europa 2 kosten künftig mehr.
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Im Augenblick werden die Kunden verschiedener Telefónica-Marken wie Fonic oder K-Classic (Kaufland) per E-Mail darüber informiert, dass ab dem 1. Februar 2018 die Preise für Anrufe in die Fest- und Mobilfunknetze von Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Serbien, Ukraine und Weißrussland "angepasst" werden. Der neue Preis wird 39 Cent pro Minute betragen.

Diese genannten Länder gehören bei Telefónica zur Tarifzone "Europa 2". Betroffen sind durchweg Prepaid-Tarife. Ein Kunde, der mit dieser Preiserhöhung nicht einverstanden ist, kann für Auslandstelefonate einen anderen Mobilfunk-Anbieter, einen oder Call by Call im Festnetz verwenden (aktuellen Call-by-Call-Tarife gibt's im Tarifvergleich). Wer die jetzige Prepaidkarte nicht mehr verwenden will, kann diese leer telefonieren und nicht mehr aufladen oder sich in einem - je nach Anbieter - umständlichen Verfahren das Restguthaben auszahlen lassen.

Wie aus Branchenkreisen zu erfahren war, ändern auch andere internationale Telefongesellschaften ihre Preise für Auslandstelefonate immer wieder und wurden teilweise spürbar teurer.

Internationale Verrechnungspreise schwanken

Auslandstelefonate werden zu manchen Zielen teurerAuslandstelefonate werden bei Telefónica-Discountern zu manchen Zielen teurer Anrufe, die von außerhalb der EU nach Europa ankommen, sind dabei teurer, als von innerhalb der EU. Kommt ein Anruf ohne Rufnummerninformation (CLI), berechnen die Telefongesellschaften untereinander den Außerhalb-EU-Preis, auch wenn der Anruf aus einer Quelle innerhalb der EU stammen sollte. Damit soll verhindert werden, dass Anrufe "von außen" irgendwo "eingeschmuggelt" werden.

Anrufe in seltene Länder sind teurer

Anrufe in Länder, die wenig Telefonverkehr aus dem Ausland erhalten, sind oft teurer, weil die Telefongesellschaften für ihre eigene Technik gewisse Grundkosten (Kauf, Aufbau, Wartung, Energie, Personal) haben, die weitgehend unabhängig von der Vekehrsmenge (der Zahl und Dauer der Anrufer) sind.

Mit sogenannten Ping-Anrufen versuchen unseriöse Gesellschaften, mehr "Verkehr" in diese telefonmäßig "abgelegenen" Netze zu erzeugen, wobei nicht ganz klar ist, ob diese Rückrufe wirklich jemals im angezeigten Zielnetz ankommen oder schon unterwegs vorher von Grau-Anbietern ausgefiltert und zu hohen Tarifen abgerechnet werden. In diesem Bereich hat die Bundesnetzagentur kürzlich durchgegriffen.

Vor dem Anruf informieren

Es kann sich daher lohnen, vor einem Anruf ins Ausland die Tarife des eigenen Providers zu studieren.

In der verschickten Rund-E-Mail ist ein Referrer-Link über info.telefonica.de enthalten, der am Ende zur aktuellen Preisliste des eigenen Anbieters führt, beispielsweise für Fonic zur Fonic-Preisliste. Auch wenn diese Preisliste den "Stand 12/2017" trägt, enthält sie bereits die neuen, ab 1. Februar geltenden Preise.

Günstig ins Ausland telefoniert werden kann auch per VoIP (Tarifvergleich) oder per Calling-Card (Tarifvergleich).

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