Themenspecial Reise und Roaming Internet im Flugzeug

Lufthansa Flynet bald auch auf Asien- und Südamerika-Reisen

Weitere Flieger sollen mit Internet ausgestattet werden
Von Thorsten Neuhetzki

Lufthansa will Internet im Flug weiter ausbauen. Lufthansa will Internet im Flug weiter ausbauen.
Foto: Lufthansa
Internet im Flug­zeug ist aktuell eines der Steck­pferde der Luft­hansa. Mit Flynet hat sie Anfang dieses Jahres einen Neustart des Systems vorge­nommen, das den Kunden ein Inter­netsi­gnal auf Lang­stre­cken­flügen bescheren soll. Bislang wurde das Signal bei Flügen in die USA ange­boten. Aktuell laufen aber nach Angaben der Luft­hansa Tests, das Internet-Signal auch auf Stre­cken in Rich­tung Asien und nach Südame­rika anzu­bieten. Wann mit einem Start für die Kunden zu rechnen ist, lies Luft­hansa offen. Ein Spre­cher begrün­dete das gegen­über teltarif.de damit, dass "es neben der Technik auch etwa auf die entspre­chende Lizenz für jedes über­flogene Land ankommt".

Lufthansa will Internet im Flug weiter ausbauen. Lufthansa will Internet im Flug weiter ausbauen.
Foto: Lufthansa
Aktuell seien 43 Lang­stre­cken­flieger mit der notwen­digen Technik ausge­stattet. Die Signal wird über eine kleine Satel­liten­schüssel auf dem Rücken den Flug­zeuge empfangen und versendet. Dabei kommt beim Kunden nach Angaben der Luft­hansa ein WLAN-Signal an, dass bis zu 6 MBit/s im Down- und 1 MBit/s im Upstream bieten soll. Ein einstün­diger Zugang ist mit 10,95 Euro relativ teuer, die 24-Stunden-Flat­rate für 19,95 Euro ist ange­sichts des tech­nischen Aufwandes ein durchaus ange­messener Preis. Während der Lauf­zeit der Flat­rate kann der Flug­gast auf allen mit einem Hotspot ausge­rüsteten Luft­hansa- Anschluss­flügen sowie nach dem Flug in Luft­hansa Lounges im Internet surfen. Aller­dings scheinen Nutzer sich nicht darauf verlassen zu können, dass der Dienst funk­tioniert. In einschlä­gigen Foren ist davon zu lesen, dass das System häufiger nicht zur Verfü­gung stehe. Dem Luft­hansa-Spre­cher war dies auf Nach­frage nicht bekannt.

Zu den 43 Flie­gern mit Flynet-Technik sollen weitere Flieger kommen. "Sukzes­sive soll die gesamte Lang­stre­cken­flotte ausge­stattet werden", hieß es aus der Unter­nehmens­zentrale. Aller­dings könnte das zumin­dest beim A380 noch schwierig werden, da hier die entspre­chenden Zulas­sungen noch ausstehen. Unter­dessen hat Luft­hansa schon das nächste Ziel vor Augen. Wie die Airline bestä­tigte, laufen Über­legungen, auch Kurz­stre­cken­flüge mit Flynet anzu­bieten. Vermut­lich wird Luft­hansa hier die gleiche Technik einsetzen wie bei Inter­konti­nental­flügen, obwohl es hier unter Umständen sinn­voller wäre, statt Rich­tung All Boden­stationen anzu­funken. Als Gegen­argu­ment wäre anzu­führen, dass dann unter­schied­liche Technik in den Flug­zeugen instal­liert und auch ein neues Boden­netz aufge­baut werden müsste.

Auch Handys können künftig an Bord genutzt werden

Luft­hansa plant, künftig auch GSM-Antennen an Bord zu instal­lieren. Dann können auch Handys zur Daten­nutzung verwendet werden. Zudem wäre der Versand und das Empfangen von SMS möglich. Tele­fonieren will Luft­hansa an Bord aller­dings unter­binden. Zu den Preisen, die bei der Verwen­dung des Handys zu erwarten sind, machte die Airline auf Nach­frage keine Angaben und verwies auf die Handy­anbieter, denen die Preis­gestal­tung obliegt. Es muss also abge­wartet werden, welche Preise hier in Rech­nung gestellt werden. Zu befürchten ist beispiels­weise, dass einge­hende SMS berechnet werden könnten. Luft­hansa rechnet "im güns­tigen Fall" damit, dass die Handy-Funk­tionen zur Jahres­mitte 2012 zur Verfü­gung stehen.

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