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Fitbit Charge HR: Der aktuelle Activity-Tracker im Test

Mit dem Charge HR bringt Fitbit einen weiteren Activity-Tracker auf den Markt, welcher neben der Auf­zeichnung der täglichen Aktivi­tiäten und der Schlaf­gewohn­heiten auch noch konti­nuierlich die Herz­frequenz aufzeichnet. Wir haben den Fitness-Tracker getestet.

Der Fitbit Charge HR zeichnet im Bereich Aktivitäts-Tracking die zurückgelegten Schritte und Kilometer, die verbrauchten Kalorien, den Puls sowie die gelaufenen Etagen an. Dabei können die tagesaktuellen Daten bequem über den Knopf an der linken Seite des Trackers aufgerufen werden. Weiterhin können mit dem Fitbit Charge HR auch gezielt Aktivitäten, wie zum Beispiel die tägliche Jogging-Runde oder ein Spaziergang, aufgezeichnet werden. Dazu wird zu Beginn der Aktivität einfach der Knopf einmal lange gedrückt und die Aufzeichnung beginnt. Damit können dann Daten wie zum Beispiel die Distanz oder der Puls abgerufen werden. Um die Aufzeichnung zu beenden, wird der Knopf einfach noch einmal gedrückt. Die Fitbit-App bietet hier noch eine interessante Zusatz-Funktion, auf die wir weiter unten noch genauer eingehen werden.

Fitbit: Darstellung der gelaufenen Schritte Darstellung der gelaufenen Schritte
Bild: teltarif.de / Thomas Gehring
Angenehm am Charge HR ist die Tatsache, dass der Tracker automatisch erkennt, sobald der Nutzer zu Bett geht. Dabei wird neben der Schlaf-Dauer noch aufgezeichnet, wie oft der Nutzer wach oder unruhig war. Um möglichst sanft geweckt zu werden oder sich im Laufe des Tages an einen Termin erinnern zu lassen, steht ein Vibrations-Alarm bereit. Dabei ist die Vibration auch wirklich stark genug um geweckt zu werden.

Die aufgezeichneten Aktivitäten sowie die Schlaf-Daten können nicht direkt über den Tracker abgerufen werden. Sie stehen vielmehr erst nach der Synchronisation mit dem Smartphone oder dem Dashboard zur Analyse bereit.

Die aufgezeichneten Schritte haben wir mit denen des Jawbone Up24 verglichen. Dabei haben wir festgestellt, dass sich das Ergebnis nur geringfügig unterscheidet. Allerdings muss man ganz klar sagen, dass alle Tracker die gezählten Schritte immer etwas anders auslegen, was daran liegt, dass Bewegungen der Hand bzw. des Arms unterschiedlich gewertet werden. Positiv ist weiterhin aufgefallen, dass manuell aufgezeichnete Aktivitäten sehr genau sind. So konnten wir bei Läufen, welche wir noch zusätzlich mit der Garmin Vivoactive aufgezeichnet haben, nur sehr geringfügige Abweichungen feststellen. Auch die aufgezeichneten Schlaf-Daten unterscheiden sich nur minimal von denen des Jawbone Up24. Fitbit Schlaftracker in der iOS-App Schlaftracker in der iOS-App
Bild: teltarif.de / Thomas Gehring

PurePulse: Kontinuierliche Puls-Kontrolle

Die Funktion, welche den Fitbit Charge HR eindeutig von den anderen Trackern abhebt, ist die kontinuierliche Messung der Herzfrequenz. Durch die Messung der Herzfrequenz ergeben sich vor allem genauere Daten im Bereich der verbrauchten Kalorien. Weiterhin liefert der Fitit Charge HR auch recht brauchbare und wertvolle Informationen zur Gesundheit und Fitness des Nutzers. Auch können über die Fitbit-App Herzfrequenz-Zonen definiert werden, was gerade bei der manuellen Aufzeichnung von Aktivitäten interessant ist, da der Nutzer auf diesem Wege sieht, ob er sich in einer Zone bewegt, in welcher er entweder Fett verbrennt oder seine Fitness steigert.

Um die Genauigkeit der Herzfrequenz-Messung zu erhalten, haben wir die Puls-Uhr von Garmin beim täglichen Training sowie mehrere Stunden im normalen Alltag getragen. Dabei wird der Puls im Alltag wirklich exakt gemessen - wir kamen dabei auf Abweichungen von ein oder zwei Schläge die Minute. Beim Lauf-Training mussten wir jedoch feststellen, dass der Fitbit Charge HR etwas verzögert reagiert. Zeigt die Garmin Vivoactive beim Beginn eines Trainings fast sofort ein Ansteigen der Herzfrequenz, so reagiert der Fitbit hier leicht verzögert. Hat sich der Tracker dann allerdings eingependelt, so ist die Messung auch während des Trainings sehr exakt.

Auf der letzten Seite werfen wir einen Blick auf die zu Fitbit gehörenden Apps und Web-Funktionen. Außerdem lesen Sie dort unser Testfazit.

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