Datenschutz

Firefox Relay schützt Mail-Adresse und Online-Identität

Die Mail­adresse ist meist mit vielen Diensten verknüpft, sie ist also ein wich­tiger Teil der Online-Iden­tität. Sie preis­geben zu müssen, fühlt sich nicht immer gut an. Doch es geht auch anders.

Um sich vor Spam und uner­wünschter direkter Erreich­bar­keit zu schützen, hat die Mozilla Stif­tung einen Dienst für Tarn-Iden­titäten entwi­ckelt. Er heißt Firefox Relay und ist gerade aus der Beta­phase in den regu­lären Betrieb über­gegangen.

Zum Beispiel per Erwei­terung für den Firefox-Browser kann Relay Alias-E-Mail-Adressen gene­rieren, die statt der echten E-Mail-Adresse genutzt werden können und diese somit schützen.

Nach­richten werden weiter­geleitet

Firefox Relay Firefox Relay
Bild: Mozilla
Nach­richten an die Alias-Adressen werden dann auto­matisch an den echten Post­ein­gang der Stamm-Mail­adresse weiter­geleitet. Das ist zum Beispiel prak­tisch fürs Online­shop­ping oder für soziale Netz­werke.

Und so gehts: Nach dem Instal­lieren der Erwei­terung wird in E-Mail-Einga­befel­dern auf Websites auto­matisch am rechten Rand ein lila­far­benes Sechseck-Symbol ange­zeigt. Wer hierauf klickt gene­riert eine neue, zufäl­lige Adresse, die auf "@relay.mozmail.com" endet.

Zentrale Verwal­tungs­seite

Auf der Seite Relay.firefox.com können Nutzer ihre Alias-Adressen verwalten und zum Beispiel auf Mobil­geräten bei Bedarf auch neu gene­rieren. Fällt auf, dass Spam oder andere uner­wünschte Nach­richten an die Stamm-Adresse weiter­geleitet wurden, können hier alle Nach­richten blockiert oder der Alias direkt aus der Über­sicht gelöscht werden.

Der Dienst ist samt Erwei­terung und mit bis zu fünf Alias-Adressen kostenlos. Es gibt auch eine Premium-Vari­ante für einen Euro monat­lich, die unbe­grenzt viele Alias-Adressen und eine eigene E-Mail-Domain anbietet sowie die Möglich­keit, auf weiter­gelei­tete E-Mails zu antworten.

Inbox-Werbung im E-Mail-Post­fach kann unzu­lässig sein. Im Edito­rial: Wo darf Werbung stehen? lesen Sie, warum sich trotzdem in den kommenden Wochen fast nichts ändern wird.

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