Neue Version

Firefox Quantum: Neues Design und schnellerer Seitenaufbau

Firefox 57 kommt mit einem veränderten Design - und die neue Browserversion lädt Webseiten sichtlich schneller. Die Browser-Engine wurde überarbeitet und der Speicherbedarf gesenkt.

Firefox 57 mit vielen Neuerungen Firefox 57 mit vielen Neuerungen
Bild. Mozilla
Wie angekündigt hat Mozilla heute das große Update des Firefox-Browsers veröffentlicht. Die neue Firefox-Version 57 bekommt sogar einen neuen Beinamen: Firefox Quantum. Dabei weckt diese Bezeichnung durchaus mehrere Assoziationen: Quantum ist im Bereich der Betriebssysteme ein Synonym für einen Zeitschlitz, also einen Zeitabschnitt von fester Länge, innerhalb dessen eine Ressource genutzt werden kann. James-Bond-Fans erinnern sich sicher an die fiktive Organisation in "Casino Royale" und "Ein Quantum Trost".

Mozilla bewirbt den neuen Firefox-Browser als "richtig gut" und "den besten", der neue Browser sei ein "Quantensprung" für die Web-Erfahrung der Nutzer. In der Tat konnten wir in einem ersten Kurztest auf verschiedenen Computern klare Performanceverbesserungen feststellen.

Das ist neu in Firefox Quantum

Firefox 57 mit vielen Neuerungen Firefox 57 mit vielen Neuerungen
Bild. Mozilla
Nach dem Herunterladen und der Installation von Firefox Quantum fällt zunächst das veränderte Logo auf: Die rote Farbe auf dem Rücken des Fuchses auf der linken Seite ist etwas kräftiger geworden. Das Design ist insgesamt etwas kantiger, beispielsweise bei den Tab-Reitern. Genauso hat Firefox übrigens schon einmal vor einigen Jahren ausgesehen, bevor die zuletzt abgerundeten Reiter eingeführt wurden. Doch auch die Schaltflächen und Menüleisten wurden neu gestaltet.

Das wichtigste ist jedoch, dass die Browser-Engine generalüberholt wurde, was zu einer deutlich schnelleren Surfgeschwindigkeit führt. Immer wieder erwähnt Mozilla den Konkurrenten Chrome als Vergleich: Firefox soll jetzt bis zu 30 Prozent weniger Speicher belegen als der Google-Browser. Der Pocket-Dienst ist nun ein fester Bestandteil des Browsers. Nach einer Anmeldung können damit Webseiten zum späteren Lesen gespeichert werden.

Einen etwas radikalen Weg ist Mozilla bei den Browser-Erweiterungen gegangen. Add-ons funktionieren in Firefox 57 nur noch, wenn sie für die Webextension-Schnittstelle aktualisiert wurden. Haben sich Entwickler nicht um eine Aktualisierung ihrer Erweiterungen gekümmert, werden diese im neuen Firefox deaktiviert. Mit diesem Schritt soll wohl verhindert werden, dass alte oder fehlerhaft programmierte Erweiterungen den Browser verlangsamen oder zum Absturz bringen können. In unserer Browser-Installation wurden beispielsweise die jahrelang erfolgreichen Add-ons DownThemAll, ImTranslator und wmlbrowser deaktiviert. "Video DwonloadHelper" wurde bereits für die neue Browserversion fit gemacht.

Screenshots können nun im Browser aufgenommen und direkt aus Firefox geteilt werden. Für Gamer unterstützt Firefox WASM und WebVR ohne zusätzliche Installation. Viele Funktionen wie privates Surfen oder Themes wurden in den neuen Firefox-Browser übernommen, auch der Aufbau der Menüs ist weitgehend gleich geblieben.

Die wichtigsten Internet-Browser stellen wir in einer Übersicht vor.

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