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Firefox-OS-Smartphone Alcatel One Touch Fire bekommt keine Updates

Das Firefox-OS-Handy Alcatel One Touch Fire von cong­star soll keine weiteren Soft­ware-Updates bekommen. Wir berichten über die Hinter­gründe und darüber, welche Auswir­kungen dies für die Käufer des Smart­phones mit Mozilla-Soft­ware hat.
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Im Sommer vergan­genen Jahres sind mit dem ZTE Open und dem Alcatel One Touch Fire die ersten beiden kommer­ziell vermark­teten Smart­phones mit dem Betriebs­system Firefox-OS auf den Markt gekommen. Dabei ist das Betriebs­system noch nicht ausge­reift, wie sich auch in Tests von teltarif.de gezeigt hat.

Alcatel One Touch Fire

Die Deut­sche Telekom hat das Alcatel One Touch Fire somit zunächst nur in Polen, nicht aber in Deutsch­land auf den Markt gebracht. Die Vermark­tung star­tete hier­zulande über die Discount-Tochter cong­star erst im Oktober. Dabei war hinter vorge­haltener Hand zu erfahren, die Verzö­gerung hänge damit zusammen, dass man sich mit der neuen Firefox-OS-Version 1.1 eine deut­liche Verbes­serung des Betriebs­systems verspreche.

Alcatel One Touch Fire bekommt keine weiteren UpdatesAlcatel One Touch Fire bekommt keine weiteren Updates Das Update brachte zwar deutsch­spra­chige Menüs auf den Touch­screen. Elemen­tare Funk­tionen wie der Abruf von E-Mails oder die Synchro­nisa­tion von Terminen und Adressen lassen sich aber nach wie vor nur unzu­reichend nutzen. Wer ein Handy mit Firefox-OS verwendet, gewinnt so leicht den Eindruck, dass das Betriebs­system noch nicht zu Ende entwi­ckelt ist.

Firefox-OS-Updates unre­gelmä­ßiger als zunächst geplant

Mozilla als Betreiber der Platt­form hatte ursprüng­lich ange­kündigt, in jedem Vier­teljahr ein Update zu veröf­fent­lichen, das neue Funk­tionen auf die Smart­phones bringt und bereits imple­mentierte Features nach­bessert. Aus den ehrgei­zigen Plänen ist aller­dings nicht viel geworden. Wurde Firefox-OS 1.1 im Herbst veröf­fent­licht, so lässt die Version 1.2 weiterhin auf sich warten.

Für Besitzer des Alcatel One Touch Fire als einzigem bislang offi­ziell auf dem deut­schen Markt verfüg­baren Smart­phones mit Firefox-OS scheint das nächste Update ohnehin keine Rele­vanz zu haben, wie das Online­magazin heise berichtet. So habe der Support des chine­sischen Unter­nehmens TCL, das hinter der Marke Alcatel One Touch steht, Nutzern auf Anfrage mitge­teilt, es gebe keine Pläne, das Alcatel One Touch Fire mit der nächsten Betriebs­system-Version auszu­statten.

App-Entwickler mit Frag­mentie­rung unzu­frieden

Soft­ware-Entwickler zeigen sich indes unzu­frieden mit der schon jetzt begin­nenden Frag­mentie­rung bei den Smart­phones, die auf dem Betriebs­system von Mozilla basieren. Anders als bei Android, wo große Geräte-Stück­zahlen im Markt sind, so dass es sich lohnt, Apps auch für verschie­dene Soft­ware-Stände anzu­passen, ist die Zahl der Firefox-OS-Nutzer bislang über­schaubar.

Beson­ders tragisch erwischt es aber die Besitzer des Tele­fons, die bei cong­star beispiels­weise bis zu 100 Euro für das Alcatel One Touch Fire ausge­geben haben, das ohne voll funk­tions­fähiges Betriebs­system aber kaum sinn­voll nutzbar ist. Aktuell wird das Handy sogar über real im Einzel­handel vertrieben.

Mozilla will dem Bericht zufolge nun versu­chen, TCL zu bewegen, zumin­dest die über­nächste Soft­ware-Version 1.3 wieder anzu­bieten. Das wiederum ist für die Nutzer eher ein schwa­cher Trost. Zum einen ist es unwahr­schein­lich, dass TCL sich darauf einlässt. Zum anderen ist es völlig offen, wann Firefox-OS 1.3 über­haupt veröf­fent­licht wird.

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