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FireChat fürs iPhone im Test: Messenger funktioniert auch ohne Internet

FireChat nennt sich ein neuer iPhone-Messenger, der auch ohne Internet-Anbindung funktioniert. Wir haben uns die App einmal angesehen und berichten über die Ersteinrichtung, die Funktionen und darüber, welche Erfahrungen wir im Test gemacht haben.
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FireChat nennt sich ein neuer Messenger, der bislang ausschließlich für das iPhone von Apple verfügbar ist. Seit der vergangenen Woche findet die kostenlose App immer mehr Zuspruch. Das spannende gegenüber den Mitbewerbern: FireChat funktioniert auch ohne Internet-Anbindung. Wir haben uns den Messenger einmal angesehen.

Nach dem Download wird die App gestartet. Dabei besteht die Möglichkeit, einen Benutzernamen einzugeben, unter dem man im Chat zu finden ist. Standardmäßig wird eine Zahl eingeblendet, es kann jedoch eine beliebige alphanumerische Kombination verwendet werden. Nach der Eingabe des Nicknames, der sich in den Einstellungen auch jederzeit ändern lässt, landet man auch direkt in einem Chat-Raum.

FireChat im kurzen TestFireChat im kurzen Test Es ist weder ersichtlich, welche Personen im automatisch zugewiesenen Raum anwesend sind, noch ist es möglich, gezielt mit bestimmten Chat-Partnern in Kontakt zu treten. Man landet generell in einem virtuellen Raum, der - abseits möglicher Zufälle - ausschließlich wildfremde Menschen miteinander verbindet.

Chatter "in der Nähe" sollen in eigenem Raum auftauchen

Als Alternative zum Chat-Raum "alle" steht noch der Raum "in der Nähe" zur Verfügung. Hier hatten wir im Test bislang keine fremden Nutzer vorgefunden. Als wir FireChat auf einem zweiten iPhone 5s installiert hatten, tauchte dieses als einziges Gerät im "In-der-Nähe-Raum" auf. Allerdings haben wir den Test in einer ländlichen Gegend durchgeführt, wo die Nutzerbasis entsprechend klein sein dürfte.

Demnach hatten wir auch eingeschränkte Möglichkeiten, FireChat ohne Internet-Verbindung zu testen. Mit iOS7 hat Apple das Multipeer Connectivity Framework, das es ermöglicht, dass iPhones und iPads die Möglichkeit haben, auch direkt über WLAN und Bluetooth miteinander zu kommunizieren - ohne den Umweg über das World Wide Web. Sobald wir im Test die Daten-Leitung gekappt hatten, konnten wir nur noch untereinander chatten, nicht aber mit anderen Nutzern.

Praktischer Nutzen nicht vorhanden

Blick in den Chat-RaumBlick in den Chat-Raum FireChat könnte es mit dieser WLAN- oder Bluetooth-Direktverbindung beispielsweise im Umfeld von Großveranstaltungen, wo die mobile Internet-Anbindung aufgrund von Überlastungserscheinungen oft nur in mäßiger Qualität zur Verfügung steht, ermöglichen, zu kommunizieren. Der praktische Nutzen hat sich uns im Test allerdings nicht erschlossen, zumal es nicht möglich ist, gezielt mit bestimmten Personen Kontakt aufzunehmen.

Neben Texten können die Nutzer theoretisch auch Fotos in den Chat-Raum posten. Diese kommen in der Praxis aber nicht bei den anderen Anwendern an. Nur der Absender selbst sieht das Bild, so dass es unklar ist, welchen Sinn dieses Feature hat. Die App lief im Test recht stabil. Allerdings taugt sie maximal als Zeitvertreib. Ein sinnvoller Einsatzzweck ist bei der aktuellen Version kaum vorhanden.

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