Find my phone

Ausprobiert: Wie die Google-Suche verlorene Smartphones findet

Es klingt einfach: "Find my phone" in die Google-Suchmaske eingeben und das eigene verlorene Handy wiederfinden. Wir haben es ausprobiert und dabei festgestellt, dass es einige Hürden geben kann, das Handy auf diesem Weg zu finden.
Von Thorsten Neuhetzki
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Den Schreckmoment kennt vermutlich jeder: Wo ist mein Handy? Wo hatte ich es zuletzt, wo könnte es jetzt sein? Google bietet seinen Nutzern nun nach eigenen Angaben durch eine Suchanfrage auf Google die Anwort: Es soll eine Karte angezeigt werden, wo das Android-Handy gerade ist. Wir haben den Dienst mit dem Suchbefehl "Find my phone" ausprobiert.

Voraussetzung ist zunächst, dass das Android-Gerät mit dem Google-Konto angemeldet ist. Das sollte bei den meisten Geräten aber gegeben sein. Doch auch im Browser muss sich der Nutzer mit seinem Google-Konto angemeldet haben, damit die Suche klappt. Und: Die Suchmaske muss auf Englisch umgestellt werden. Denn wer den "Find my phone"-Befehl in die Suchmaske mit deutscher Sprache eingibt, der bekommt allenfalls Nachrichten- und Blog-Beiträge zu dem neuen Feature.

Test-Ortung dank WLAN sehr genau

So sieht ein gefundenes Smartphone in der Google-Suche ausSo sieht ein gefundenes Smartphone in der Google-Suche aus Im Test funktionierte dann der neue Suchbefehl in unserem Fall gut. Unser Handy lag eingeschaltet und im WLAN eingebucht auf unserem Schreibtisch. Um die Suche auszuführen, sollten wir aus Sicherheitsgründen unser Google-Passwort nochmals eingeben. Kein Problem. Nach kurzer Suchzeit lokalisierte Google das Smartphone wie zu erwarten mit einer Genauigkeit von 17 Metern in dem Gebäude, in dem die teltarif.de-Redaktion seinen Sitz hat.

Nicht möglich ist natürlich eine genauere Lokalisierung. Die berühmte Sofaritze, in die das Handy gerutscht oder der Schrank hinter den es gefallen sein könnte, ist so nicht auszumachen. Auch hätten wir unser Handy im Aufzug oder vor der Tür verloren, wäre eine genauere Lokalisierung kaum machbar. Allerdings kann es per Mausklick über den Menüpunkt "Ring" zum Läuten gebracht werden - selbst wenn das Gerät eigentlich auf "lautlos" gestellt ist.

Fehlermeldung bei ausgeschaltetem Gerät

Doch es kann auch echte Probleme mit der Lokalisierung geben. Der erste Problempunkt ist ein ausgeschaltetes Gerät. In unserem Test funktionierte es nicht, dass die letzte bekannte Position mit einem entsprechenden Hinweis ausgegeben wird. Ist also das Gerät bewusst von jemandem deaktiviert worden oder war schlicht der Akku am Ende seiner Möglichkeiten, kann das Smartphone bzw. Tablet nicht mehr auf diesem Weg gefunden werden.

Zwei-Wege-Authentifikation kann sich als Hemmschuh erweisen

Ein anderes Problem stellt sich, wenn das Google-Konto mit einer Zwei-Wege-Authentifikation ausgestattet ist. Dann nämlich wird eine SMS an die hinterlegte eigene Handynummer geschickt. Ist aber das eigene Handy verloren, funktioniert dieser Weg nicht. Hier kann dann nur vom eigenen Rechner, der möglicherweise als dauerhaft vertrauenswürdig eingestuft wurde, gesucht werden. Plan B sind vorher festgelegte Backup-Codes von Google, auf die der Nutzer im Fall der Fälle aber auch Zugriff haben muss - über einen Cloud-Server oder analog als Zettel im Portemonnaie.

Voraussetzung für die Suche des Android-Gerätes ist die aktuelleste Google-App auf dem Endgerät. Diese ermöglicht noch mehr Funktionen, die aber weiterhin nur über den Google-Geräte-Manager nutzbar sind. Hier kann bei einem vermuteten Diebstahl das Gerät auch aus der Ferne gelöscht werden.

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