Internetradio

FFH+: HitRadio FFH ab sofort in fünf Varianten

Das Programm von HitRadio FFH gibt es nun in vier weiteren musi­kali­schen Vari­anten. Dabei werden die glei­chen Wort­inhalte und Mode­rationen verbreitet wie im Haupt­programm, aller­dings mit unter­schied­licher Musik­farbe.
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Deutsch­lands Privat­radios stellen sich aktuell für die digi­tale Zukunft auf. Anders als in Ländern wie Groß­britan­nien, Norwegen oder der Schweiz heißt diese für die Sender aber vorrangig nicht DAB+. Im terres­trischen Digi­talradio strahlen die Kommerz­sender maximal ihre UKW-Programme im Simul­cast aus, um nicht zu stark Markt­anteile zu verlieren. So richtig wollen die Privat­radios diesen Stan­dard aber auch heute noch nicht, trotz stei­gender Hörer­zahlen. Haupt­argu­ment: DAB+ ermög­licht keine perso­nali­sierten Inhalte und Werbung. Einige große Sender vor allem im Norden und Osten sind bis heute nicht digital-terres­trisch hörbar.

Ganz anders sieht es bei inter­netba­sierten Wegen aus, wie Apps, Smart Speaker oder WLAN-Radios: Hier starten die Privat­radios nun zuneh­mend Inno­vationen wie Podcast-Portale oder Strea­ming.

FFH mal fünf

FFH in fünf VariantenFFH in fünf Varianten In der vergan­genen Woche präsen­tierte der hessi­sche Privat­radio­markt­führer FFH eine solche Inno­vation: Das gewohnte FFH-Programm gibt es nun in vier weiteren musi­kali­schen Vari­anten: FFH+ 80er, FFH+ 90er, FFH+ Charts und FFH+ Rock. Dabei werden die glei­chen Wort­inhalte und Mode­rationen verbreitet wie im Haupt­programm: Während im FFH-Haupt­programm ein aktu­eller Hit läuft, läuft zur glei­chen Zeit im Webchannel ein Hit aus den 80ern oder ein Rock-Hit. Jeder kann sich also "sein" FFH in einer eigenen Musik­rich­tung aussu­chen.

Ansonsten bieten die Programme iden­tische Inhalte: Nach­richten aus der Region, das Wetter, Comedy, Inter­views, Beiträge - eben das komplette FFH-Programm.

Mit der Neuaus­rich­tung im Webradio-Angebot reagiert FFH auf den Erfolg von Musik­strea­mern wie Spotify und stellt wieder die Stärken des Radios heraus. Bisher beschränken sich die meisten Privat­radios in ihren Webchan­nels auf Nonstop-Musik ohne Mode­ration und Nach­richten. Nur Musik ausstrahlen - das können die Musik­streamer wie Spotify oder Deezer aller­dings besser.

Ähnliche Projekte in Berlin. Öster­reich und Belgien

FFH ist nicht das erste Privat­radio in Deutsch­land in verschie­denen musi­kali­schen Vari­anten: In Berlin gibt es ein ähnli­ches Angebot - aller­dings nur bei der Morning-Show "Arno und die Morgen­crew" beim Sender 104.6 RTL. In Öster­reich plant der neue Privat­sender Radio Austria eben­falls unter­schied­liche Musik bei iden­tischen redak­tionellen Inhalten im Webradio. In Flan­dern, dem nieder­ländisch­spra­chigen Teil Belgiens, gibt es ein vergleich­bares Angebot beim Privat­sender Joe, der seine Inhalte in fünf verschie­denen Vari­anten sogar neben Internet über DAB+ verbreitet. Es gilt als sicher, dass weitere Privat­radios mit diesem Konzept folgen werden.

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