Aufräum-Software

Defragmentierung bei Festplatten nicht mehr nötig

Nur wenige Nutzer löschen alte Verknüpfungen, Dateien oder Programme. So sammeln sich über die Jahre hinweg eine Menge Daten auf dem Rechner an. Das Problem: Die Kiste beginnt unter der Datenlast zu ächzen und wird langsamer und langsamer.
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Auch Festplatten sollten gepflegt werdenAuch Festplatten sollten gepflegt werden Spätestens wenn Windows zum Hochfahren doppelt so lange braucht wie seinerzeit im Neuzustand, ist es höchste Zeit, das System auszumisten. Mit einigen Tricks und nach der Anwendung bestimmter Tools läuft der Rechner wieder wie geschmiert.

Festplatte regelmäßig aufräumen

Wer viel mit seinem Rechner arbeitet, regelmäßig große Dateien abspeichert und immer wieder Tools installiert und deinstalliert, sollte auch häufiger seine Festplatte aufräumen, rät teltarif.de. Dabei sind es nicht einfach nur große Mengen Bilder, Videos oder Songs, die einen Rechner in die Knie zwingen. Viel eher sind es die Programme, die nebenbei laufen: "Große Datenmengen allein führen nicht zu langsameren Systemaus­führungen", erklärt Manuel Fischer, Bereichsleiter Software beim IT-Branchenverband Bitkom.

Vor zehn Jahren bedeutete Festplatten-Putz bei lahmen Computern noch vor allem das Defragmentieren. Der Grund: Programme werden auf der Platte nicht am Stück, sondern in vielen einzelnen Segmenten abgespeichert. "Wenn Nutzer häufig speichern, überschreiben, löschen und neuinstallieren, entstehen Datenlücken auf der Festplatte", sagt Fischer. Je unsortierter die Festplatte ist, desto länger braucht der Rechner, zusammenhängende Dateien zu finden und aufzurufen. Für ältere, lahmende Systeme empfiehlt sich deshalb nach wie vor das Defragmentieren. Mittlerweile kommen neue Rechner auch ohne die Defragmentierung aus, da seit Windows 7 die Windows-eigene Automatik dies selbst erledigt.

Keine Defragmentierung beim Mac

Auch das Apple-Betriebssystem Mac OS X braucht keine Defragmentierung. teltarif.de empfiehlt allerdings, regelmäßig die Zugriffsrechte zu überprüfen und diese gegebenenfalls reparieren zu lassen.

Bei neuen Rechnern bremsen eher andere Faktoren den Systemstart aus: "Viel wichtiger ist, dass hin und wieder die Autostarts überprüft werden", rät Fischer. Wer den Befehl msconfig in die Windows-Befehlszeile eingibt und dann Systemstart auswählt, sieht die aufgelisteten Programme und Dienste, die direkt mit dem Betriebssystem gestartet werden. Ebenso sollte man ab und an den Task-Manager (Strg+Alt+entf) aufrufen, um zu prüfen, welche Programme automatisch im Hintergrund ausgeführt werden. Je weniger Programme aktiv sind, desto weniger werden Speicher und Prozessor belastet. Die Wartezeit beim Rechnerstart kann auch ein aufgeräumter Desktop verkürzen.

Im Laufe der Zeit blockieren temporäre Dateien unnötig Speicher. "Viele Programme bieten an, temporäre Dateien nach einer voreingestellten Zeit automatisch zu löschen", erklärt Manuel Fischer. Darunter fallen beispielsweise Chroniken oder Verläufe von Browsern.

"Überprüfen Sie von Zeit zu Zeit, ob Sie die eingesetzten Add-ons oder Plug-ins im Browser tatsächlich verwenden und deaktivieren Sie diese im Zweifel", rät Fischer. Entfernen lassen sich Add-ons über das Einstellungsmenü. Grundsätzlich sollte man nur Add-ons installieren, die benötigt werden.

Diese Software kann helfen

Es gibt Programme, die Nutzern viel Aufräumarbeit abnehmen, indem sie Datenmüll aufspüren und entfernen. Für den privaten Gebrauch reichen dabei auch kostenlose Tools. Helfen könne Gratis-Software wie CCleaner oder Advanced SystemCare Free für Windows. Die Freewaretools wie CCleaner oder OnyX sind auch für Mac erhältlich und können helfen, nicht genutzte Dateien zu löschen. teltarif.de empfiehlt zudem, große Dateien und Datenmengen, die nur selten in Gebrauch sind, auf externe Festplatten zu verschieben - und sich nicht allein auf Tools zu verlassen: Die können zwar beim Entrümpeln viel Zeit und Arbeit sparen. Doch alles finden sie nicht, warnt teltarif.de: Nutzer sollten den PC dennoch manuell nach Dateien und Programmen durchforsten, die zusätzlich entfernt werden können.

Anstatt einer Festplatte können die eigenen Daten auch auf einer eigenen Cloud gespeichert werden. Wie das funktioniert, haben wir in einer gesonderten Meldung für Sie zusammengefasst.

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