Hintergrund

Festnetz-Anschluss-Wechsel: Das passiert im Hintergrund

Wir erklären, was bei einem Wechsel des Telefonanschlusses im Hintergrund passiert.
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In zwei Ratgebern zum Wechsel des Festnetz-Anschluss-Anbieters bezüglich der Wahl des neuen Providers und Tipps, die es beim Wechsel zu beachten gilt, haben wir Ihnen bereits wichtige Aspekte des Procedere vermittelt. Jetzt wollen wir uns den technischen Teil ansehen und weitere Ratschläge geben.

Am Tag der Schaltung sollte dann alles recht schnell gehen. In der Regel werden Techniker der Telekom damit beauftragt, die ent­sprechenden Leitungen umzuschalten. Die Leitungsroute wird dann von der Telekom-Vermittlungsstelle auf die Vermittlungs­stelle des Mitbewerbers geschaltet, die Nummern entsprechend umgeroutet und eventuelle Zusatz­produkte wie DSL geschaltet. Während der Umschaltung hat der Kunde für einige Minuten keinen Telefonanschluss. In dieser Zeit werden in der Vermittlungs­stelle entsprechende Leitungen gezogen und verknüpft.

Der Techniker muss bei einer reinen Umschaltung in der Regel nicht in die Wohnung des Kunden. Nur wenn ein Anschluss komplett neu geschaltet wird, ist der Zugang zu Wohnung notwendig, da sich der Techniker davon überzeugen muss, dass die geschaltete Route auch wirklich bis zur TAE-Dose des Kunden funktioniert. Auch die Befürchtung einiger Kunden, die Straßen müssten bei einem Wechsel aufgerissen werden oder Wände durchgebohrt, lösen sich damit in Luft auf. Direkt nach der Umschaltung steht der neue Anschluss für den Kunden zur Verfügung.

Das gilt es zu beachten

Festnetz-Anschluss-Wechsel: Das passiert im HintergrundSo läuft der Wechsel ab.
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Wer mit seinem Anschluss zu einem anderen Anbieter wechselt und seine Rufnummern mitnehmen möchte, sollte beachten, dass er alle Rufnummern auf dem entsprechenden Formular angibt. Sollte hier eine der Rufnummern fehlen, wird die Telekom die Umkonnektierung in der Regel ablehnen. Gleiches gilt bei abweichender Schreibweise des Namens oder der Anschrift. Wer gleichzeitig mit seinem Anschluss­betreiber auch seinen Wohnort wechselt hat es etwas schwerer. Der Wechsel mit gleichzeitigem Wohnort­wechsel sei jedoch grundlegend kein Problem, versichern die Anbieter. Zu beachten gilt es jedoch, dass die Ruf­nummern nur dann mitgenommen werden können, wenn der Umzug innerhalb des gleichen Orts­netzes erfolgt. Der Kunde sollte diesen Auftrag dann am besten mit der Kunden­hotline oder einem Shop absprechen. Bei einer Bestellung über das Online-Interface könne es hier zu Problemen kommen.

Kurzfristig ist ein Wechsel zu einem anderen Anbieter nicht möglich. Die geschilderten Prozesse benötigen mehrere Tage, teils Wochen. Ist kein Port verfügbar oder kommt es zu anderen Kompli­kationen, kann sich der Wechsel noch weiter hinausschieben. Das ist auch einer der Hauptgründe, warum der Kunde nicht selbst seinen bisherigen Anschluss kündigen sollte, sondern dieses dem neuen Anbieter überlassen sollte.

Fazit: Wechsel ist für den Kunden einfach

Für den Kunden gilt: Wenn er alle Briefe, die er bekommt, beachtet, sollte ein Wechsel des Telefonanschlusses ohne Komplikationen ablaufen. Wichtig ist, sich bei der Antrag­stellung viel Zeit zu nehmen und alle Angaben in Ruhe einzugeben. Hier gemachte Fehler sind unter Umständen nur schwer zu korrigieren. Das betrifft insbesondere falsch ausgewählte Produkte. Grundsätzlich ist der Wechsel jedoch für jeden machbar und bedarf keiner besonderen technischen Kenntnisse.

Unsere Festnetz-Ratgeber im Überblick

Auf den Festnetz-Seiten von teltarif.de erhalten Sie einen Überblick über alle wichtigen Infos rund um die Festnetz-Telefonie. Wir informieren über die ver­schie­denen An­schluss-Arten und geben nützliche Tipps zum An­schluss-Wechsel. Er­fahren Sie alles über die Internet-Telefonie VoIP sowie die Vermittlungs­verfahren Callthrough und Call by Call.

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