Strippen ziehen

Vollanschluss-Wechsel: Vor- und Nachteile bei Kündigung der Telekom

Immer mehr Kunden machen von der Möglich­keit Gebrauch, ihren Anschluss nicht bei der Telekom, sondern einem alter­nativen Anbieter schalten zu lassen.
Von Thorsten Neuhetzki
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Immer mehr Kunden machen von der Möglich­keit Gebrauch, ihren Anschluss nicht bei der Telekom, sondern von einem alter­nativen Anbieter schalten zu lassen. Wer dies tut, hat keine geschäft­lichen Bezie­hungen mehr zu dem ehema­ligen Mono­polisten und bekommt seine gesamte Tele­fonrech­nung von dem anderen Anbieter, für den er sich entschieden hat. Deswegen muss aber kein Kunde Angst haben, dass aufgrund seines Anbie­terwech­sels die Straße vor seinem Haus aufge­rissen wird.

Für den Voll­anschluss bei einem Mitbe­werber wird nämlich in der Regel kein eigenes Kabel vom Konkur­renten ins Haus gelegt. Der neue Netz­betreiber baut ledig­lich die Strecke bis zur nächsten Vermitt­lungs­stelle aus. Zwischen dieser Vermitt­lungs­stelle - in klei­neren Orten meist nur eine, in Groß­städten mehrere - und dem eigent­lichen Tele­fonan­schluss wird wieder das Kabel der Telekom genutzt, das der Netz­betreiber zu diesem Zweck von der Telekom mietet. Wie genau dieses Verfahren funk­tioniert und was der Kunde beachten muss, erklären wir auf einer Info­seite zum Anschluss­wechsel.

Alter­nativ ist zum Komplett­anschluss über eine (gemie­tete) Telekom-Leitung auch ein Anschluss über ein TV-Kabel möglich. Auf weiteren Über­sichts­seiten haben wir für Sie zusam­menge­stellt, wie Sie einen güns­tigen Kabel­anschluss zum Surfen finden und wie die Technik funk­tioniert.

Kein Call by Call mehr möglich

Vollanschluss WechselDer Wechsel von Telefon- und Internetanschluss bringt Vor- und Nachteile mit sich. Eine andere Spar­möglich­keit verschließt man sich jedoch mit dem Anschluss­wechsel - egal ob Telekom-Leitung oder Kabel-Anschluss: Call-by-Call-Tele­fonate sind bei alter­nativen Anbie­tern meist nicht möglich, da diese keine direkten Verbin­dungen zu den Vor-Ort-Anbie­tern haben. Daher hört man nach dem Wechsel zur Telekom-Konkur­renz meist "kein Anschluss unter dieser Nummer", wenn man 010xy vorwählt.

Ange­sichts von immer mehr Fest­netz-Flat­rates ist der Verzicht auf Call by Call aller­dings vor allem bei Gesprä­chen in Mobil­funk­netze und ins Ausland schmerz­lich, sofern diese nicht durch Flat­rates abge­deckt sind. Zudem können auch nach dem Wechsel Verfahren wie Call­through und Call­back genutzt werden, über die sich eben­falls günstig ins Ausland tele­fonieren lässt. Einige Tipps zum Sparen auf diese Art haben wir auf einer Info­seite zum Thema Call by Call über alter­native Voll­anschlüsse zusam­menge­stellt. Sollten Sie eine Sprach­flat­rate fürs Fest­netz haben, gibt es weitere Möglich­keiten zum Sparen bei Mobil­funk- und Auslands­verbin­dungen. Beide Spar­möglich­keiten finden Sie zudem in unserem Calling­card-Rechner.

Wechsel nicht bundes­weit möglich

Aufgrund des erfor­derli­chen Ausbaus der Vermitt­lungs­stellen bietet bis jetzt einzig und allein die Deut­sche Telekom Tele­fonan­schlüsse bundes­weit an. Doch auch andere Unter­nehmen haben ihre Netze stark ausge­baut. In Verbin­dung mit anderen Tech­nolo­gien, die die Anbieter nutzen können, können auch Anschlüsse in Orten geschaltet werden, in der die Vermitt­lungs­stellen nicht direkt ausge­baut werden. Zudem koope­rieren inzwi­schen viele Alter­nativ­anbieter und stellen sich gegen­seitig ihre Netze zur Verfü­gung, um die Inves­titi­onskosten niedrig zu halten.

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