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Ab 2011 gibt es nur noch lange Festnetz-Rufnummern

Bestehende Rufnummern bleiben weiter geschaltet
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Ab dem 1. Juli 2011 gibt es in Deutschland für keine neuen, kurzen Festnetzrufnummern mehr. Wie die Bundesnetzagentur heute mitgeteilt hat, wird zu diesem Stichtag eine in vielen Ortsnetzen gängige Praxis dann Vorschrift. Demnach muss eine Rufnummer nach der führenden Null der Ortsnetzvorwahl mindestens elf Stellen lang sein. Ausnahmen gibt es lediglich für Hamburg, Berlin, München und Frankfurt am Main. Hier reicht es, wenn die Rufnummer zehn Stellen lang ist.

Für Leipzig bedeutet dies, dass eine ab Juli 2011 zugeteilte Rufnummer insgesamt zwölf Ziffern hat. Sie sähe also so aus: 0341-12345678. In Berlin hingegen würde die Nummer 030-12345678 lauten. Insgesamt ist sie in den vier genannten Städten also eine Ziffer kürzer. Bereits bestehende Nummern sind davon nicht betroffen und werden von den Anbietern nicht abgeschaltet.

Erhöhter Nummernbedarf durch ISDN und VoIP

"Bereits in den letzten Jahren war aufgrund des ständig steigenden Rufnummernbedarfs in mehreren Ortsnetzen die Vergabe elfstelliger Rufnummern notwendig", erläutert Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. Um Rufnummernknappheiten zu vermeiden und um durch die Vereinheitlichung effizientere Geschäftsprozesse sowohl bei der Nummernverwaltung als auch beim Netzbetrieb zu ermöglichen, habe man die neuen Regelungen zur bundesweiten Umstellung getroffen. "Insbesondere können wir durch die Maßnahme sicherstellen, dass kurzstellige Rufnummern von Telefonkunden weitestgehend bestehen bleiben und nicht in langstellige Rufnummern umgewandelt werden müssen, um so zusätzliche freie Rufnummern zu erzeugen."

Den erhöhten Rufnummerbedarf sieht die Bundesnetzagentur vor allem durch neue Techniken und preisgünstige Angebote, die zur Umwandlung analoger Anschlüsse in ISDN-Anschlüsse mit mehreren Rufnummern führen. Auch der zusätzliche Abschluss von Internet-Telefonieverträgen mit einer eigenständigen Rufnummer führe zum erhöhten Bedarf.

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