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BNetzA lässt 52 000 Festnetznummern abschalten

Zahlreiche Umzugsunternehmen und Schlüsseldienste sind nicht mehr erreichbar. Die BNetzA hat ihre Festnetznummern abgeschaltet.
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BNetzA lässt Festnetznummern abschaltenBNetzA lässt Festnetznummern abschalten Die Bundesnetzagentur hat die Abschaltung von 52 000 Rufnummern angeordnet, mit denen Unternehmen Ortsnähe vorgetäuscht haben. Das teilte die Aufsichtsbehörde für den Telekommunikationsmarkt in Bonn heute mit. "Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass eine Telefonnummer im eigenen Vorwahlbereich zu einem Unternehmen vor Ort führt", sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Wir werden auch weiterhin entschieden gegen Unternehmen vorgehen, die Ortsansässigkeit vortäuschen."

Im konkreten Fall seien die 52 000 Ortsnetzrufnummern von einem namentlich nicht genannten Netzbetreiber an einen ebenfalls namentlich nicht erwähnten Wiederverkäufer überlassen worden. Dieser Wiederverkäufer habe dann Unternehmen die Nummern zugeteilt, die in den betreffenden Ortsnetzbereichen weder einen Anschluss noch einen Betriebssitz hatten. Dabei handelt es sich nach Behördenangaben insbesondere um Umzugs- und Entrümpelungsunternehmen sowie Schlüsseldienste, "die in ihrer Werbung mit der Rufnummer eine örtliche Nähe vorgetäuscht haben", wie die BNetzA sagt.

In Deutschland gibt es insgesamt etwa 5200 Ortsnetzbereiche, sprich verschiedene Vorwahlen. Im vorliegenden Fall sei nahezu in jedem Ortsnetz eine Nummer von der Abschaltung betroffen gewesen, teilte die BNetzA mit. Sie setze die Überprüfung von Anbietern aller Branchen, die eine Ortsansässigkeit vortäuschen, fort und geht gegen diese Wettbewerbsverstöße vor.

Spezielle Rufnummern für bundesweite Dienste

Die Auflage, dass eine Person oder Firma einen Bezug zu der Ortsvorwahl haben muss, wurde vor mehr als zehn Jahren eingeführt. Damals buchten zahlreiche damals aufkommende VoIP-Anbieter ganze Nummernblöcke in Großstädten wie Berlin und Hamburg, um diese bundesweit an ihre Kunden zu vergeben. Es wurde in diesen Städten in der Folge eine Knappheit an Rufnummern befürchtet. Als Alternative stellte die BNetzA 032-Rufnummern bereit, die sich aber nicht wirklich durchgesetzt haben. Firmen können alternativ auf 0180- oder 0800-Nummern zurückgreifen oder eine Festnetznummer in dem Ort ihrer Betriebsstätte angeben. Wir haben für Sie zusammengestellt, welche (Sonder-)rufnummern es in Deutschland gibt.

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