Anschlusswechsel

Ratgeber: Richtiger Wechsel des Festnetzanschlusses

Tipps & Tricks rund um den Wechsel des Telefon-, DSL- und Kabelanbieters
Von Thorsten Neuhetzki / Ralf Trautmann
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Einer der größten Fehler beim Wechsel von einem zum anderen Anbieter - zumal auf den ersten Blick naheliegend: Der Kunde kündigt seinen Anschluss beim alten Anbieter selbst. Was bei (fast) jedem anderen Vertrag selbstverständlich und richtig ist, führt beim Festnetzanschluss-Wechsel oft zu Problemen. Durch die Kündigung wird nämlich der bestehende Anschluss zu einem dann festgesetzten Termin abgeschaltet, wodurch es zu Problemen bei der Aktivierung des neuen Anschlusses kommen kann.

Sinnvoll ist es daher, den neuen Wunsch-Anbieter im Zuge der Bestellung des Anschlusses mit der Kündigung des alten Anschlusses zu betrauen. Dann nämlich können sich der alte und der neue Anbieter und die in der Regel auch beteiligte Deutsche Telekom untereinander abstimmen und einen gemeinsamen Termin für die Umschaltung finden. Auch bei der eventuell gewünschten Mitnahme der Rufnummer kann es bei Nichtbefolgen dieses Schrittes zu Problemen kommen. Für den Wechselantrag gilt: Geben Sie Name und Anschrift beim neuen Anbieter genauso an wie beim alten - und nennen Sie diesem alle Rufnummern, die zum Anschluss gehören.

Selbst gekündigt: Warten auf den neuen Anschluss

Telefonierende Frau Im schlimmsten Fall kann der neue Anbieter seine Telefonleitung bei der Telekom erst dann bestellen, wenn der alte Anbieter seinen Anschluss abgeschaltet hat. Dann können noch mehrere Wochen ins Land gehen, bis der neue Anschluss geschaltet ist. Wird über den neuen Anbieter gekündigt, passiert das normalerweise nicht. Somit gilt: Nur wenn dieses koordinierte Vorgehen nicht möglich ist, sollte der Kunde selbst kündigen und dann einen neuen Anschluss buchen. Wer allerdings bereits vorsorglich gekündigt hat, sollte seine Kündigung nicht einfach ohne Absprache zurückziehen. Das nämlich könnte der Anbieter als Vertragsverlängerung interpretieren.

Klappt alles reibungslos, was bei den meisten Wechselprozessen der Fall ist, so wird der alte Anschluss normalerweise morgens abgeschaltet und einige Stunden später kann dann der neue genutzt werden. Welcher Zeitraum dazwischen liegt, ist unterschiedlich - ganz ohne Unterbrechung ist ein Wechsel indes nicht machbar. Nicht in Panik verfallen sollte der Nutzer, wenn er zum Beispiel bei einem Testanruf vom eigenen Handy aus auf dem Festnetz nicht direkt erreichbar ist oder das Internet nicht gleich perfekt funktioniert. Einige Prozesse brauchen nach der Schaltung des Anschlusses noch bis zu 24 Stunden, bis sie fehlerfrei funktionieren. Das betrifft die Erreichbarkeit aus anderen Netzen, aber auch die Internetgeschwindigkeit, die bei einigen Anbietern erst nach Vertragsbeginn voll geschaltet wird.

Fazit: Anschlusswechsel ist einfach, dauert aber länger als ein paar Minuten

Am Tag des Anschlusswechsels, den der neue Anbieter in der Regel schriftlich mitteilt, kann der Kunde außer dem Anschließen der neuen Hardware nicht viel machen. Er muss abwarten, bis die Techniker der beteiligten Anbieter ihre Arbeit erledigt haben. Nicht vergessen werden darf, die Zugangsdaten für den Internetzugang zu ändern.

Wichtig ist aber, was vor dem Wechsel passiert. Der richtige Antrag und die korrekte Kündigung ist das Wichtigste beim Anbieterwechsel. Beachten Sie dabei auch - wie bereits erwähnt - , dass Sie dem neuen Anbieter alle Rufnummern ihres bisherigen Anschlusses mitteilen sowie den selben Namen und die selbe Adresse in identischer Schreibweise angeben. Und auch wenn direkt zum Start nicht alles fehlerfrei funktioniert, so erledigen sich einige Probleme nach kurzer Zeit von selbst. Wenn doch etwas schief geht: Üblicherweise lassen sich die Probleme per Hotline klären. Nur in seltenen Fällen funktioniert ein Anschluss nach dem Wechsel gar nicht mehr. Wenn Sie weitere Details zum Thema Anschlusswechsel erfahren und wissen wollen, was hinter den Kulissen geschieht, können wir Ihnen auch unseren Hintergrund-Ratgeber zum Anschlusswechsel ans Herz legen.

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