Anschlusswechsel

Ratgeber: Richtiger Wechsel des Festnetzanschlusses

Tipps & Tricks rund um den Wechsel des Telefon-, DSL- und Kabelanbieters
Von Thorsten Neuhetzki / Ralf Trautmann
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Wer seinen Festnetzanbieter wechselt, sollte zudem bedenken, dass Call by Call nur bei Anschlüssen der Deutschen Telekom möglich ist. Gerade wer viel ins Ausland telefoniert, kann mit Call by Call oftmals viel sparen. Als Alternative bieten einzelne Alternativ-Anbieter eine Flatrate für bestimmte Auslandsziele. Bei allen Anbietern ist es hingegen möglich, Callthrough zu nutzen. Hier sind die Gesprächspreise normalerweise günstiger als beim eigenen Anschlussanbieter, aber teurer als bei den günstigsten Call-by-Call-Anbietern.

Entscheidend ist in jedem Fall vor Vertragsabschluss auch in puncto Internet die Frage: "Was brauche ich?". Bereits Anfang des Monats haben wir Ihnen in einem Übersichtsartikel reine Festnetzanschlüsse vorgestellt. Sie kommen vollkommen ohne Internet daher und eignen sich vor allem für jene Kunden, die wirklich nur telefonieren, zum Teil sogar nur angerufen werden wollen. Wer aber auch einen Internetanschluss haben möchte, der muss in der Regel etwas mehr als die dort genannten Beträge zahlen.

Doppel-Flatpakete ab 20 Euro

Telefonierende FrauFestnetz-Anschluss: Telefonieren und Surfen via Doppelflat Kombianschlüsse aus Festnetz und Internet gibt es, je nach Standort und ohne Berücksichtigung von Neukundenaktionen, ab etwa 20 Euro pro Monat. Die nächste Frage ist, ob der Nutzer eine Internet-Flatrate und eine Festnetz-Flatrate benötigt. Ersteres kann in den allermeisten Fällen mit "ja" beantwortet werden. Bei einer Festnetzflatrate hingegen scheiden sich oft die Geister. Wer bereits einen Pauschaltarif auf dem Handy gebucht hat und alleine wohnt, benötigt in aller Regel keinen zusätzlichen Festnetz-Flatratetarif. Wer indes Familie und vielleicht sogar noch Kinder im Telefonie-fähigen Alter hat, der sollte den oftmals nur geringen Aufpreis zu einer Festnetz-Flatrate nicht scheuen.

Letzte vorab zu klärende Frage ist die der Bandbreite des Internetanschlusses. Sie stellt sich vor allem in Großstädten, wo es ziemlich schnelle Breitband-Anschlüsse gibt, die aber viele Nutzer gar nicht benötigen. Auf dem Land sind viele Anwender indes schon froh, wenn sie überhaupt DSL bekommen. Als Faustregel gilt: Wer ab und an Multimediadienste wie einen Live-Stream oder YouTube nutzen will, sollte einen Anschluss ab 6 MBit/s aufwärts buchen. Preislich unterscheiden sich diese oftmals kaum von 1 oder 2 MBit/s-Tarifen. Deutlich teurer wird es bei Tarifen jenseits der 16 MBit/s. Manche Anbieter sind aber dazu übergangenen, solche Abstufungen in den unteren Bandbreiten-Regionen nur noch bedingt anzubieten - so gibt es dann zum Beispiel "bis zu 16 MBit/s" - je nach Verfügbarkeit.

Welche Tarife für Ihren Vorwahlbereich in Frage kommen, erfahren Sie in unserem Breitband-Rechner. Hier können Sie Tarife nach individuellen Wünschen - zum Beispiel ohne Flatrates oder mit bestimmten Mindestgeschwindigkeiten - herausfiltern. Und noch ein obligatorischer Tipp: Bevor Sie unterschreiben, lesen Sie in jedem Fall auch genau das Kleingedruckte, um nachher zum Beispiel nicht auf versteckten Kosten zu sitzen - und bestellen Sie Optionen ab, die Ihnen ein neuer Anbieter automatisch mitliefern will, für den Sie aber keinerlei Verwendung haben.

Wenn Sie sich für einen bestimmten Anbieter und Tarif entschieden haben, geht es an den eigentlichen Wechsel. Dabei unterlaufen vielen Wechselwilligen Fehler, die das Ganze erschweren - wir zeigen Ihnen auf der folgenden Seite, was Sie beachten sollten.

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