Smart-TV

Smart-TV: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Bei Smart-TV-Geräten kommt es vor allem auch auf die inneren Werte an. Insbe­sondere das Betriebs­system bestimmt über die Fähig­keiten des Smart-TVs. Darauf müssen Sie beim Kauf achten.
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Smart-TVs gibt es in vielen Größen – von 15 Zoll aufwärts bis jenseits der 75 Zoll. Die Auswahl hängt hier von der Wohn­situa­tion ab. Die meisten Käufer entscheiden sich für 55-Zoll-Geräte, was 140 cm Bild­schirm­diago­nale bedeutet. Nach einer Faust­regel (Diago­nale x 2,5) sollte dann der Sitz­abstand etwa 3,5 Meter betragen.

Ein beson­deres Augen­merk sollte man auf System-Soft­ware legen. Im Gegen­satz zur PC-Welt, in der es eigent­lich nur drei rele­vante Betriebs­systeme gibt, ist die Viel­falt in der Smart-TV-Welt deut­lich größer. Das liegt vor allem daran, dass eine ganze Reihe von Herstel­lern hier ihr eigenes Süpp­chen kocht. So nutzt etwa Samsung eine Weiter­entwick­lung des quell­offenen, auf Linux basie­renden Tizen. Das Betriebs­system kann Bilder über Quick Connect auf ein anderes Gerät senden und ist über Bixby nutzbar. Es lassen sich zudem auch SmartThings-Produkte inte­grieren. Der Nach­teil: Die App-Auswahl ist mager.

Auch Pana­sonic hat eine Eigen­entwick­lung am Start, nämlich das auf Firefox OS basie­rende myHome Screen. Und LG nutzt das ziem­lich mini­malis­tische WebOS in Verbin­dung mit einem eigenen App-Store.

Android bietet eine Fülle von Apps.
Android bietet eine Fülle von Apps.

Android-TV ist der Platz­hirsch

Wie in der Smart­phone-Welt hat auch in der Welt der Fern­seher Android die größte Verbrei­tung. Smart-TV-Geräte mit diesem Betriebs­system werden beispiels­weise von Asus, Sony, Sharp und TP Vision ange­boten. Bei diesen Marken kann das Smart­phone auch als Fern­bedie­nung verwendet werden, über Google Cast können zudem Inhalte vom Smart­phone oder Tablet auf das Fern­sehgerät über­tragen werden.

Der größte Vorteil von Android-TV ist die riesige Auswahl an Apps. Android-TV-Geräte haben direkte Anbin­dung an den Google Play Store.

Bei vielen anderen Anbie­tern ist die App-Auswahl hingegen eher einge­schränkt. Es empfiehlt sich deshalb vor dem Kauf den Inhalt des jewei­ligen App-Stores zu prüfen. Er bestimmt, was später mit dem Smart-TV alles möglich sein wird.

Steue­rung auch per Sprache

Neben dem Betriebs­system sind die Anschlüsse wichtig. HDMI-Ports kann man eigent­lich nie genug haben und auch ein Blue­tooth-Anschluss ist prak­tisch, etwa für Kopf­hörer oder Spiele-Controller.

Prin­zipiell sind Smart-TV-Geräte ganz klas­sisch über die Fern­bedie­nung zu nutzen, die sich mit Touch­pads oder Scroll-Rädern durchaus an die modernen Zeiten ange­passt haben. Bequemer geht das aber über Tablet oder ein Smart­phone. Das funk­tioniert beispiels­weise bei allen Android-Geräten, aber auch bei Samsung.

Viele Smart-TV-Geräte hören auch aufs Wort. So ist bei den allen Android-Geräten der Google Assi­stant mit an Bord, bei anderen Geräten steht Alexa über den entspre­chenden Skill bereit, Befehle auszu­führen. Aller­dings gilt auch hier: Wer sicher sein will, dass sein Privat­leben nicht ausspio­niert wird, sollte mögli­cher­weise auf die Sprachas­sistenten verzichten. Bisweilen ist ruckelfreies Streaming ein WLAN-Repeater wie der Fritz!Repeater 2400 notwendig.Bisweilen ist ruckelfreies Streaming ein WLAN-Repeater wie der Fritz!Repeater 2400 notwendig.

Ausrei­chend Speed ist Pflicht

Voraus­setzung für die smarten Funk­tionen ist eine Verbin­dung mit dem Internet. Sie kann wahl­weise über ein LAN-Kabel oder noch prak­tischer über WLAN erfolgen. Die Wahl hängt aber auch vom Standort des Fern­sehge­rätes ab. Dicke Wände beispiels­weise können die Feld­stärke des WLAN-Netzes so weit mindern, dass der Daten­strom ins Stocken gerät. Abhilfe können hier ein Repeater oder ein Power­line-Adapter schaffen.

Wer Videos über das Internet streamen möchte, braucht eine möglichst schnelle Verbin­dung. Für Full-HD-Movies sind mindes­tens 16 Mbit/s notwendig, der neue 4k-Stan­dard verlangt gar schon Verbin­dungen mit 25 Mbit/s. Wobei einzu­kalku­lieren ist, das auch andere Fami­lien­mitglieder über den Anschluss surfen und die von den Inter­netan­bietern genannten Werte fast immer nur die maximal mögli­chen sind. Unter dem Strich sind die empfoh­lenen Anschluss­geschwin­digkeiten als Mini­mal­anfor­derung zu sehen.

Auf der nächsten Seite gehen wir unter anderem auf die klas­sischen Fern­seher-Funk­tionen ein und geben einen echten Spar­tipp..

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