TV-Studie

Millionen trennen sich von Kabel, Satellit & Antenne

Laut einer Studie zur Entwick­lung der Verbrei­tungs­wege trennen sich neun Millionen Haus­halte bis 2030 von den klas­sischen Rund­funk­über­tra­gungs­wegen wie Kabel oder Satellit. Dafür steigt der Konsum von inter­net­basiertem Fern­sehen über­pro­por­tional an.

Die tradi­tio­nellen TV-Verbrei­tungs­wege Kabel, Satellit und Antenne werden bis 2030 neun Millionen Haus­halte verlieren. Das geht aus der Studie „Entwick­lung der Über­tra­gungs­wege“ des Bera­tungs­unter­neh­mens JC Consult Rese­arch hervor, deren Ergeb­nisse im Online­dienst des Maga­zins "Digital Fern­sehen" veröf­fent­licht wurden.

Fern­sehen: Nur IPTV wächst

Demzu­folge wird die Zahl der Haus­halte beim Satel­liten­emp­fang von aktuell 17,28 Millionen Haus­halte in Deutsch­land auf 14,6 Millionen sinken. Über das Kabel­netz empfangen aktuell 16,1 Millionen Deut­sche Fern­sehen, 2030 könnten es nur noch 10,9 Millionen sein. Damit wird das Kabel der Verbrei­tungsweg mit den meisten Kündi­gungen. Marginal wird auch die Bedeu­tung der Antenne fallen - von derzeit 1,52 Millionen Haus­halte auf 1,3 Millionen im Jahr 2030. Einen Anstieg erwartet die Studie ledig­lich beim Verbrei­tungsweg IPTV - von aktuell 5,2 Millionen auf 6,7 Millionen Haus­halte. Fernsehen wird immer mehr internetbasiert konsumiert Fernsehen wird immer mehr internetbasiert konsumiert
Foto: MediaMarkt / Saturn
Den größten Anstieg wird es jedoch bei "Cord Cuttern" geben, das sind Haus­halte, die sich von allen Rund­funk­ver­brei­tungs­wegen und auch von der IPTV-Tech­nologie loslösen und künftig nur noch inter­net­basiert und dabei mögli­cher­weise auch nur noch non-linear Fern­sehen schauen werden. JC Consult Rese­arch erwartet, dass in den nächsten drei Jahren deren Anzahl von aktuell 2,3 Millionen auf 4,2 Millionen und bis 2030 sogar auf 8,8 Millionen ansteigen wird.

Erwar­tungs­gemäß besagt die Studie, dass zwar die jüngere Bevöl­kerung immer weniger lineares TV schaut, dafür aber die ältere umso mehr. Durch diesen Effekt und die hohe Kauf­kraft der älteren Bevöl­kerungs­gruppen könnte sich eine Neude­fini­tion der werbe­rele­vanten Ziel­gruppe durch­setzen, hieß es.

Bis 2030 UHD-TV in fast jedem Wohn­zimmer

In der Analyse werde auch die Verbrei­tung der HD- und UHD-Empfänger unter­sucht. Die anhal­tend starken Verkaufs­zahlen führen laut der Studie dazu, dass schon 2023 alle Kabel­haus­halte und 2028 alle Satel­liten­haus­halte mit einem HD-taug­lichen Empfänger ausge­stattet sind. Bis 2030 stehe dann in fast jedem Wohn­zimmer ein UHD-Empfänger.

Welche Ange­bote es gibt und welche Technik notwendig ist, damit beschäf­tigt sich unser Ratgeber zum Thema IPTV.

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