Gut beraten?

Fachhandel: Steigendes Interesse bei jugendlichen Käufern

Viele Kunden kaufen heute online. Nicht wenige, wollen vor Ort auspro­bieren und Fragen gleich beant­wortet bekommen. Jugend­liche entde­cken den Handel wieder.
Von der IFA in Berlin berichtet

Entgegen der land­läufigen Meinung hat Schmitz-Axe fest­gestellt, dass in den Geschäften wieder jüngere Kunden auftau­chen und sich beraten lassen. Senioren brau­chen neue Handys, die wenigs­tens WhatsApp „können“, weil sie sonst vom Kontakt mit der Familie und den Erleb­nissen dort „abge­schnitten“ wären.

Neue Tarife - inter­essant auf den zweiten Blick

Vor einem Kaufabschluss ist ein ausführliches Gespräch hilfreich. Sei es auf der IFA oder später im Laden. Vor einem Kaufabschluss ist ein ausführliches Gespräch hilfreich. Sei es auf der IFA oder später im Laden.
Foto: Henning Gajek / teltarif.de
Schmitz-Axe stellte die aktu­ellen Tarife vor. So sieht er es durchaus als Vorteil, dass jetzt schon im MagentaMobil S die Option StreamOn „einge­baut“ wurde und das Daten­volumen von früher 2,5 auf 6 GB erhöht wurde. Damit solle die Unsi­cher­heit genommen werden, ob „wirk­lich alles drin ist“. Den auf den ersten Blick „hohen“ Einstiegs­preis von 40 Euro im Monat kann man durch die Kombi­nation von Ange­boten noch redu­zieren. So gibt es den „Young“-Rabatt. Ist der Kunde unter 28 Jahre alt, kostet der MagentaMobil S 10 Euro weniger. Gibt es im Haus­halt noch einen Fest­netz­anschluss, kommen weitere 5 Euro durch den MagentaEINS Rabatt (früher 10 Euro) in Frage, und wenn mehrere Karten auf einen Vertrags­partner abge­schlossen werden, gibt es den Family-Rabatt von 10 Euro noch oben­drauf.

Tarife für preis-sensi­tive Kunden

Schmitz-Axe weiß, dass bestimmten preis-sensi­tive Kunden nicht so viel ausgeben können oder wollen, weswegen die „Special“ Tarife speziell für diese Ziel­gruppe aufge­legt wurden. Im Special M mit Endgerät, gibt es für 35 Euro im Monat noch ein Handy dazu, enthalten sind eine All-Net-Sprache-SMS-Flat­rate und 2 GB Daten­volumen, womit man bei vorsich­tiger Nutzung (und Verwen­dung von WLAN, wo immer möglich) durchaus auskommen kann.

Wo ist mein Händler?

Gerade auf dem Land ist es gar nicht so einfach, einen Fach­händler zu finden, der Geräte da hat und fragen beant­worten kann. Die Telekom teilt auf ihrer Seite seine Such­funk­tion zur Verfü­gung, wo der nächste der bundes­weit über 300 Fach­händler zu finden ist.

16 Prozent der Kunden nutzen schon den „Cross-Channel“, d.h. sie bestellen im Internet, lassen sich aber das Produkt zum Fach­händler schi­cken. Das hat zwei Vorteile: Wenn man tags­über arbeiten ist, stellen Paket­dienste die Pakete oft nicht so zu, wie gewünscht oder die Pakete „verschwinden“ auch einmal und müssen mühsam „gesucht“ werden oder bleiben für immer verschwunden.

Im Fach­handel kann das Gerät ausge­packt und einge­richtet werden und manche Frage lässt sich klären oder eine Tasche, ein Lade­kabel oder anderes Zubehör hat der Händler auch an Lager.

Bera­tung mit Termin

Wer umfas­sende Bera­tung braucht, sollte nicht „einfach so“ in den Laden kommen, weil das zu Warte­zeiten und Frust führen kann. Es ist möglich, online Termine zu verein­baren, dann hat der Berater im Laden mehr Zeit. Rund jeder zweite Kunde, der sich beraten lässt, entschließt sich dann zum Kauf.

Die Telekom stellt ihren Händ­lern Werk­zeuge und Möglich­keiten zur Verfü­gung, auch auf social Media Kanälen präsenter zu sein. Das ist auch für den Kunden inter­essant, man kann im Vorfeld bestimmte Fragen schon klären und sich mit Freunden und Bekannten austau­schen, ob das Angebot des Händ­lers wirk­lich in Frage kommt.

„Unter­schreiben“ sollte man erst, wenn alle Fragen geklärt sind, das Bauch­gefühl stimmt, das vermeidet später Frust und Ärger.

Und: Zufrie­dene Kunden kommen später wieder, das hat sich auch in den Handel herum­gespro­chen.

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