Gut beraten?

Fachhandel: Steigendes Interesse bei jugendlichen Käufern

Viele Kunden kaufen heute online. Nicht wenige, wollen vor Ort auspro­bieren und Fragen gleich beant­wortet bekommen. Jugend­liche entde­cken den Handel wieder.
Von der IFA in Berlin berichtet
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Die Messe IFA (ursprüng­lich „Inter­natio­nale Funk­ausstel­lung“) ist eine Messe für Privat­kunden (B2C) und schon immer für den Fach­handel (B2C). Das heißt, der kleine und der größere Händler fahren regel­mäßig nach Berlin, um ihre Liefe­ranten zu treffen, Geschäfte einzu­fädeln oder zu besie­geln und sich auszu­tauschen, wie es der Branche geht.

Bran­chen-Treff­punkt Berlin

Am Eingang zur Berliner Funkausstellung (Süd) wehen die Fahnen der Deutschen Telekom.Am Eingang zur Berliner Funkausstellung (Süd) wehen die Fahnen der Deutschen Telekom. Im Sektor Tele­kommu­nika­tion sind alle großen Vertei­lerhändler („Distri­butoren“) in Berlin, die Hersteller von Endge­räten und Zubehör sowieso. Wie schon berichtet, „traut“ sich nur ein einziger Netz­betreiber (die Telekom) auf die IFA. Voda­fone und Telefónica glänzen seit Jahren durch Abwe­senheit, wir haben diesen Umstand schon genauer unter­sucht.

Telekom infor­miert über die Lage des Fach­handels

Zur IFA lud die Telekom zu einer spezi­ellen Fach­pres­sekon­ferenz ein, wo um es um die Situa­tion des Fach­handels geht. Viele teltarif-Leser denken beim Handel an Geschäfte, wo über­eifrige „Berater“ dem Kunden allerlei Dinge, Geräte, Verträge und Schnick­schnack verkaufen wollen, den der eigent­lich gar nicht bräuchte. Das liege daran, dass der Verkäufer im Laden nur von verkaufter Ware lebt. Eine gute und ehrliche Bera­tung schlage sich nicht in seinem Einkommen wieder.

Diese Meinung ist falsch, denn längst hat die Branche bemerkt, dass die Kunden viel besser infor­miert sind (etwa durch teltarif.de) und daher viel besser vorbe­reitet ins Geschäft kommen, mit klarer Ansage: „Haben Sie das Gerät oder den Tarif zu dem und dem Preis?“

Was macht der T-Partner?

Georg Schmitz Axe ist Leiter Telekom Partner Telekom Deutsch­land Privat­kunden GmbH, so die exakte Bezeich­nung seines Titels. Unter „Telekom Partner“ versteht die Telekom die Fach­geschäfte, die Telekom Produkte (Tarife und Geräte) verkaufen, viel­leicht auch von anderen Netz­betrei­bern oder Service-Provi­dern, viel­leicht auch exklusiv. Es kann auch vorkommen, dass sich ein soge­nannter Telekom-Shop (früher „T-Punkt“) also ein Telekom-eigener Shop nicht mehr rechnet und dann in einen privat geführten T-Partner umge­wandelt wird, wobei das auch ehema­lige Mitar­beiter sein können, die sich selbst­ständig machen.

Fach­markt 2.0 - mehr erleben - mehr Angebot

Immer mehr setzt sich auch das „Shop-in-Shop“ oder das Fach­markt-Konzept durch, wo das Angebot größer ist, d.h. von (fast) jedem liefer­baren Produkt ist ein Muster vorhanden, das auspro­biert werden kann. Das Personal sollte sich damit auskennen und kann beraten oder im Marke­ting-Deutsch, der Kunde hat ein besseres „Einkaufs­erlebnis“.

40 weitere Fach­märkte sollen mit Hilfe der Telekom umge­baut werden, 60 gibt es davon schon. Das können mittel­stän­dische Unter­nehmen, aber auch Händler, die an das Netz von „Expert“, „Euro­nics“ oder Media/Saturn oder andere Vertriebs­formen ange­schlossen sind, sein.

Was junge Leute im Handel machen und ob die neuen Tarife wirk­lich so teuer sein müssen, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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