Verspätet

Facebooks 3D-Brille Oculus kommt erst 2016

Seit dem Kauf von Oculus durch Facebook warten Nutzer auf die erste VR-Brille des Internet-Konzerns. Nun hat Facebook allerdings bestätigt, dass die Wartezeit noch etwas länger wird. Denn die Oculus Rift soll erst im kommenden Jahr auf den Markt kommen.
Von Rita Deutschbein mit Material von dpa
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Der Pionier bei 3D-Brillen, die den Nutzer in virtuelle Welten eintauchen lassen, Oculus VR, wird das lukrative Weihnachtsgeschäft verpassen. Die erste Verbraucherversion der Brille Oculus Rift werde im ersten Quartal 2016 auf den Markt kommen, kündigte die inzwischen zu Facebook gehörende Firma an. Oculus-Manager Nate Mitchell wollte sich bei der Internet-Konferenz Disrupt in New York nicht zu Preisen äußern.

Facebooks 3D-Brille Oculus kommt erst 2016Facebooks 3D-Brille Oculus kommt erst 2016 Konkurrenten wie Samsung und der Smartphone-Spezialist HTC mit seiner VR-Brille namens Vive wollen ihre Brillen für die Darstellung virtueller Realität noch in diesem Jahr herausbringen. Sonys "Project Morpheus" wird dagegen ebenfalls für Anfang 2016 erwartet.

Das weltgrößte Online-Netzwerk hatte im Frühjahr vergangenen Jahres rund zwei Milliarden Dollar für Oculus ausgegeben. Bisher wurde nur eine Version für Software-Entwickler vertrieben. Facebook-Chef Mark Zuckerberg zeigt sich überzeugt, dass VR-Brillen viele Bereiche wie Unterhaltung und Bildung verändern können. Facebook lässt bereits in einem neuen Studio mit Kurzfilmen für die Oculus-Brille experimentieren.

Der Trend mit der virtuellen Realität

Mit den sogenannten VR-Brillen (VR: Virtuelle Realität) können die Träger in andere Welten eintauchen. Die Brillendisplays füllen dabei das gesamte Sichtfeld aus, wobei Sensoren die Kopfbewegungen ermitteln und die Darstellungen entsprechend anpassen. Dadurch wird der Eindruck erzeugt, der Nutzer befinde sich beispielsweise in einem anderen Raum. Aber nicht nur für Games eignen sich die VR-Brillen. Auch im Bereich der Architektur und der Entwicklung von Autos sowie beim Militär sind sie im Einsatz.

Es gibt die VR-Brillen allerdings auch mit einem anderen Konzept. Handelt es sich bei den Brillen von Sony und Oculus um selbständig nutzbare Brillen, die einen eigenen Prozessor haben und somit die für die grafische Darstellung notwendigen Daten verarbeiten, nutzt beispielsweise Samsung eine andere Methode. Bei den Brillen des südkoreanischen Unternehmens werden Smartphones als Bildschirm in ein Brillengestell gespannt. Das Display des Smartphones dient dann als Brillen-Bildschirm und für die Datenverarbeitung sorgt die CPU und die GPU des Handys.

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