Eine Uhr zum liken

Facebook-Smartwatch: Abnehmbares Display & 2 Kameras?

Angeb­lich plant Face­book nächstes Jahr im Wearable-Markt durch­zustarten. Eine unge­wöhn­liche Smart­watch mit beson­derem Gimmick soll Nutzer locken.

Face­book hat anschei­nend große Pläne im Bereich Weara­bles, zahl­reiche Infor­mationen rund um die erste Smart­watch des Unter­neh­mens wurden nun publik. Der Social-Media-Riese will seine schlaue Uhr unter anderem durch ein abnehm­bares Display-Element und zwei Kameras aus der Breite der Masse hervor­heben. Schnapp­schüsse, Selfies und Videos ließen sich auf diese Weise intui­tiver und flexi­bler aufnehmen. Es soll jeweils vorne und hinten ein Objektiv geben. LTE für eine autarke Nutzung, ein Herz­fre­quenz­sensor und ein modi­fiziertes Google Wear OS als Betriebs­system sind weitere Spezi­fika­tionen der Face­book-Smart­watch.

Mischt Face­book nächstes Jahr im Smart­watch-Sektor mit?

Kommt die Facebook-Smartwatch? Kommt die Facebook-Smartwatch?
Grayson Blackmon / The Verge
Nicht alles, was das US-ameri­kani­sche Unter­nehmen anfasst, wird zu Gold. Vor allem in puncto Hard­ware gelang Face­book bislang nicht der große Durch­bruch. Vor acht Jahren versuchte sich der Konzern in Zusam­men­arbeit mit HTC an einem Smart­phone, was, ähnlich wie Amazons Fire Phone, ein Miss­erfolg wurde. Verkaufs­zahlen der Oculus-VR-Head­sets oder des Portal-Video­chat-Geräts nannte die Firma bislang nicht. Aller­dings ließ Face­book verlaut­baren, dass die Oculus Quest 2 die Erwar­tungen über­troffen habe. Im nächsten Sommer soll schließ­lich die erste Smart­watch folgen.

Dies teilte TheVerge unter Beru­fung auf anonymen Insi­der­quellen mit. Jene Infor­manten plau­derten umfas­send hinsicht­lich der Face­book-Uhr aus dem Nähkäst­chen. Am Armband des Weara­bles befindet sich ein Rahmen aus rost­freiem Stahl. In diesem ist das entnehm­bare Display unter­gebracht. Der Bild­schirm besitzt vorne eine Kamera für Video­tele­fonate und hinten eine 2-MP-Knipse (1920 x 1080 Pixel) mit Auto­fokus für Schnapp­schüsse. Letz­tere lassen sich tätigen, sobald man das Display-Element aus dem Gehäuse nimmt.

Weitere Details der Face­book-Smart­watch

Der Hersteller will mit anderen Unter­nehmen koope­rieren, damit diese etwa Befes­tigungen des Display-Moduls für Dinge wie Ruck­säcke entwi­ckeln. Face­book soll außerdem mit den nord­ame­rika­nischen Netz­betrei­bern zusam­men­arbeiten, um die LTE-Verbin­dung für seine Smart­watch zu reali­sieren. Da das Produkt neben der Anbin­dung an Dienste wie Face­book selbst, Insta­gram und wohl auch WhatsApp, als Fitness­arm­band herhalten soll, kommt ein Herz­fre­quenz­sensor zum Einsatz. Anfangs wird sich der Käufer bei der Face­book-Smart­watch zwischen den Farben Schwarz, Weiß und Gold entscheiden können. Als Preis­emp­feh­lung stehen derzeit 400 US-Dollar im Raum.

Für die Verkaufs­pro­gnose bäckt das Team kleine Bröt­chen. Man gebe sich mit einem nied­rigen sechs­stel­ligen Bereich abge­setzter Uhren zufrieden. Zum Vergleich: Die Apple Watch verkaufte sich 2020 rund 34 Millionen Mal. Face­book scheint aller­dings an die Zukunft des Projekts zu glauben, es würden sich bereits die zweite und die dritte Gene­ration der Smart­watch in Entwick­lung befinden. Dass der Konzern die clevere Uhr vor der Veröf­fent­lichung wieder einstampft, erscheint also recht unwahr­schein­lich, aber eine endgül­tige Antwort darauf gibt es frühes­tens in einem Jahr. In Zukunft könnte die Face­book-Watch auch als Einga­begerät für die geplante AR-Brille fungieren.

Zuletzt machte Face­book durch härteres Durch­greifen bei Regel­ver­stößen in Gruppen auf sich aufmerksam.

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