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Apple zieht internen Facebook-Apps den Stecker

Die Kontroverse um eine Marktforschungs-App von Facebook, die sich die gesamten Aktivitäten auf einem Smartphone verschaffte, beeinträchtigt nun die Software-Entwicklung bei dem Online-Netzwerk.
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Face­book hatte die Markt­forschungs-App auf iPhones an Apple vorbei plat­ziert - über eine Funk­tion, die es Unter­nehmen erlaubt, haus­ei­gene Anwen­dungen auf Geräte von Mitar­bei­tern zu bringen. Die App auf diesem Wege an externe Studi­en­teil­nehmer zu verteilen sei ein Verstoß gegen die Regeln des Dienstes gewesen, betonte Apple - und entzog Face­book die Zerti­fi­kate dafür.

Seitdem liefen auch interne Test-Apps zum Beispiel für künf­tige Versionen von Insta­gram oder Messenger nicht mehr auf iPhones der Face­book-Mitar­beiter, berich­teten unter anderem das Tech­no­logie-Blog "The Verge" und der Finanz­dienst Bloom­berg. Betroffen sei auch die App, über die Face­book den Trans­port von Mitar­bei­tern orga­ni­siert.

Daten­sammel-App wird einge­stellt

Facebook habe gegen Regeln von Apple verstoßen (im Bild: Mark Zuckerberg)Facebook habe gegen Regeln von Apple verstoßen (im Bild: Mark Zuckerberg) Die App "Face­book Rese­arch" konnte mit den von ihr ange­for­derten Berech­ti­gungen unter anderem auf Unter­hal­tungen in Chat-Diensten, verschickte Fotos und Videos, Adressen besuchter Webseiten und auch Daten aus Ortungs-Anwen­dungen zugreifen, sagte IT-Sicher­heits­ex­perte Will Stra­fach nach einer Analyse der Anwen­dung dem Blog "Tech­Crunch". Unklar blieb zunächst, an welchen Infor­ma­tionen Face­book tatsäch­lich inter­es­siert war. Nutzer der App im Alter zwischen 13 und 35 Jahren hätten für die Teil­nahme bis zu 20 Dollar im Monat bekommen, hieß es.

Face­book betonte, die Nutzer seien über die Daten­samm­lung infor­miert worden - und bei Minder­jäh­rigen sei auch die Bestä­ti­gung der Eltern einge­for­dert worden. Zugleich kündigte das Online-Netz­werk an, die seit 2016 einge­setzte App zur Erfor­schung von Online-Gewohn­heiten einzu­stellen. Face­book ist daran inter­es­siert, früh­zeitig Trends im Verhalten der Nutzer zu erkennen, um seine Dienste daran anzu­passen.

Trotz schwa­cher iPhone-Verkäufe schafft es Apple dennoch auf seine gewohnten Gewinne zu kommen. Details lesen Sie in einer weiteren Meldung.

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