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Facebook Messenger soll wieder schlanker werden

Über die Jahre ist der Facebook Messenger mit zahlreichen Funktionen regelrecht vollgestopft worden, was dessen Nutzung hemmt. Nun soll die Messaging-App für Facebook-Nutzer wieder deutlich an Umfang verlieren und performanter werden.
Von Stefan Kirchner
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Mit nunmehr 1,3 Milliarden monatlich aktiver Nutzer kann der Facebook Messenger ohne weiteres als einer der meist­genutzten Messenger bezeichnet werden. Dementsprechend versuchte Facebook auch über die Jahre hinweg zahlreiche neue Features einzubauen.

Jedoch ist Facebooks Chef-Entwickler für den Messenger, David Marcus, mit dem Ergebnis nicht mehr zufrieden. Die Smartphone-App sei mittlerweile einfach nur noch überladen mit dem Ballast von Funktionen, die ausprobiert, gescheitert und wieder eingestellt wurden. Dies hat Marcus in einem Blogpost bei Facebook verraten.

Als einzig logische Konsequenz dessen will man den Facebook Messenger für Mobil­geräte wieder schlanker machen.

Mobile Messaging neu erfunden?

Facebook MessengerEs stehen große Neuerungen an für den Facebook Messenger Welche Funktionen genau komplett oder zumindest nahezu restlos entfernt werden, nannte Marcus nicht. Lediglich das die App deutlich entschlackt werden soll, sprach er an. Ob damit letztlich auch der Facebook Messenger Lite, den es bisher nur für Android-Geräte gibt, eingestellt wird, bleibt offen. Angesichts der geplanten Umbau­maßnahmen des richtigen Messengers stehen die Chancen sehr gut, dass er auch weiterhin von den Entwicklern gepflegt wird.

In dem Facebook-Blogpost spricht Marcus an, dass das Versenden von GIF-Animationen, Emojis und so weiter in 2017 stark zugenommen hat. Statistisch gesehen wurden mehr als 500 Milliarden Emojis versendet, 18 Milliarden GIFs und 17 Milliarden Videochats. Daher soll genau dahin künftig die Reise des Messengers gehen.

Das Versenden der genannten Inhalte soll in Zukunft noch einfacher und noch schneller erledigt werden können. Details dazu blieb Marcus jedoch wie zu erwarten noch schuldig. Vermutlich werden die Pläne dazu in den kommenden Wochen ausgearbeitet und dann zeitnah veröffentlicht.

Gruppenchats und Firmen-Bots

Nicht zu vergessen sei zudem, dass auch die Gruppenchat-Funktionen weiter ausgebaut und vereinfacht werden soll. Eine der Wünsche ist es, aus einem reinen Textchat im Hand­umdrehen einen Videochat zu formen und das in Echtzeit. Nach Ansicht des Messenger-Chef-Entwicklers ist dies auch die Richtung, in welche sich die Industrie im Allgemeinen entwickeln wird. Ein Grund mehr für Facebook ganz vorne mitzumischen.

Aber auch bei den Chat-Bots werden Veränderungen anstehen, nachdem laut Facebook-eigener Statistik mehr als 200 000 Bots diverse Firmen auf Facebook und im Facebook Messenger repräsentieren. Dazu soll der Messenger auch zu einer Support-Zentrale ausgebaut werden, da Kunden lieber mit dem Support chatten anstatt anzurufen und direkt zu sprechen.

Es ist also noch so einiges zu erwarten vom Facebook Messenger in diesem noch sehr jungen Jahr. Die Frage ist nur: Wird der Messenger tatsächlich wieder schlanker und wie wirkt sich das auf Energie- und Ressourcen-Verbrauch aus?

Lesen Sie in einem weiteren Beitrag, dass der Facebook Messenger auch seine Schattenseiten haben kann und man auf der Hut sein muss.

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