Maßnahme

Facebook geht härter gegen Regelverstöße in Gruppen vor

Wenn in Face­book-Gruppen wieder­holt gegen Regeln verstoßen wird, zieht das zukünftig Sank­tionen nach sich - nicht nur für Mitglieder, sondern auch für Admi­nis­tra­toren.
Von dpa /

Neuer Warnhinweis in Facebook-Gruppen Neuer Warnhinweis in Facebook-Gruppen
Bild: Facebook
Face­book verschärft wenige Monate vor der Bundes­tags­wahl das Vorgehen gegen Regel­ver­stöße in Gruppen bei dem Online-Netz­werk.

Dabei sollen die Reich­weite und Rechte von Gruppen und ihren Mitglie­dern einge­schränkt werden. "Je mehr Verstöße eine Gruppe oder ein Mitglied begeht, desto strenger werden unsere Einschrän­kungen, bis wir die Gruppe oder das Mitglied ganz von unserer Platt­form entfernen", erklärte Face­book in einem Blog­ein­trag heute. Neuer Warnhinweis in Facebook-Gruppen Neuer Warnhinweis in Facebook-Gruppen
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Sank­tionen bei wieder­holten Verstößen

Nutzer, die in Gruppen wieder­holt gegen Richt­linien verstoßen, sollen zeit­weise die Berech­tigung zum Verfassen von Beiträgen oder Kommen­taren verlieren - und zwar in sämt­lichen Gruppen. Zusätz­lich werden sie niemanden in Gruppen einladen oder neue Gruppen erstellen können.

Wenn sich in einer Gruppe insge­samt Regel­ver­stöße häufen, gibt es Konse­quenzen für sie. So wird für bestehende Mitglieder dann die Verbrei­tung von Inhalten aus der Gruppe einge­schränkt, sodass sie in ihrem News­feed tiefer ange­zeigt werden. Wenn Nutzer einer Gruppe beitreten wollen, die gegen Gemein­schafts­stan­dards verstößt, werden sie darauf hinge­wiesen. Auch Admi­nis­tra­toren von Gruppen werden stärker in die Pflicht genommen: Wenn viele Mitglieder einer Gruppe bereits gegen die Face­book-Regeln verstießen, kann von ihnen vorüber­gehend verlangt werden, alle Grup­pen­bei­träge zu geneh­migen. Sollten Admins oder Mode­ratoren "wieder­holt Inhalte geneh­migen, die gegen unsere Regeln verstoßen, werden wir die gesamte Gruppe entfernen", warnt das Online-Netz­werk.

Face­book versi­chert dabei, dass verein­zelte Regel­ver­stöße einzelner Mitglieder nicht dazu führen werden, dass eine Gruppe bestraft wird. Die Verlet­zungen werden sowohl auf Hinweis von Nutzern als auch von Face­books Soft­ware fest­gestellt, die die Inhalte durch­forstet. Die Maßnahmen sind zwar nicht direkt mit der Bundes­tags­wahl im Herbst verbunden, ihre Einfüh­rung in Deutsch­land wurde aber mit Blick darauf beschleu­nigt.

Wer sich bei Insta­gram und Face­book von den hohen Like-Zahlen anderer Nutzer unter Druck gesetzt fühlt, kann bald etwas dagegen unter­nehmen. Funk­tionen zum Ausblenden des Zählers, die lange getestet wurden, kommen nun für alle Nutzer.

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