Ausgelagert

Facebook-Messenger wird Pflicht

Facebook will sich mit einer ganzen Familie von Apps im Alltag der Nutzer etablieren. Dafür werden einzelne Funktionen in eigene Anwendungen ausgelagert. Jetzt kommen die Kurzmitteilungen an die Reihe.
Von Jennifer Buchholz mit Material von dpa
AAA
Teilen

Facebook spaltet seine Chat-Funktion weltweit von der all­gemeinen Smartphone-App des Online-Netzwerks ab. Der bereits im April angekündigte Schritt werde nun international umgesetzt, teilte Facebook am späten Montag mit. Damit kommt demnächst auch Deutschland an die Reihe, nachdem die Um­stellung zunächst nur in den USA und einigen anderen Ländern griff. Facebook erklärt, dass der Dienst in einer separaten App besser weiterentwickelt werden könne. Im Laufe der kommenden Tage wird die Nachrichtenfunktion der Facebook-App für iOS und Android dann vollständig eingestellt und in die Messenger-App ausgelagert.

200 Millionen nutzen Facebook-Messenger

Facebook koppelt den Messenger-Dienst von der Smartphone-App abFacebook koppelt den Messenger-Dienst von der Smartphone-App ab Die Messenger-App gibt es bereits seit mehreren Monaten und hat nach Angaben von Facebook 200 Millionen Nutzer. Sie soll nun alleinige Anlaufstelle für Chat­nachrichten über Facebook werden. Nutzer sollen in E-Mails und Nachrichten auf den Wechsel hingewiesen werden. Wer die Messenger-App nicht nutzen möchte, kann vorläufig noch über die mobile Browserversion des Netzwerks mit dem Smartphone Nachrichten versenden und empfangen.

Gründer Mark Zuckerberg hatte schon vor einiger Zeit den Plan ausgerufen, einzelne Funktionen stärker in getrennte Anwendungen zu platzieren. Facebook holte sich jüngst den bisherigen Chef des Bezahldienstes PayPal, David Marcus, als neuen Manager für den Bereich. Der Konzern übernimmt gerade für rund 19 Milliarden Dollar auch den deutlich größeren Kurznachrichtendienst WhatsApp, der aber eigenständig bleiben soll. Hier fehlt lediglich noch die Zustimmung einiger Wettbewerbshüter, um den Zukauf abzuschließen.

Und auch die Milliardenübernahme des 3D-Brillen-Spezialisten Oculus VR wurde erst vor wenigen Tagen abgeschlossen. Was Mark Zuckerberg mit der Datenbrille vor hat, lesen Sie in einer gesonderten Meldung.

Welche Dienste und Apps noch zu der Facebook-Familie gehören, lesen Sie auf der nächsten Seite.

1 2 letzte Seite
Teilen

Mehr zum Thema Facebook