EU-Kommission

EU-WLAN-Standardisierung: Übergangsfrist gegen Engpässe

Am 12. Juni tritt die neue EU-Richtlinie für die WLAN-Standardisierung in Kraft. Um Engpässe bei WLAN-fähigen Geräten zu vermeiden, soll der bisherige Standard aber nun noch für ein weiteres Jahr gelten.
Von dpa / David Rist
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Ein WLAN-Logo wird in einem Café auf dem Bidschirm eines Tablet-Computers angezeigt.Eine einjährige Übergangsfrist soll ein Verkaufsverbot für WLAN-fähige Geräte verhindern Für die befürchteten Engpässe bei WLAN-fähigen Geräten wie Smartphones oder Router wegen einer neuen EU-Richtlinie zeichnet sich eine Lösung ab. Laut EU-Kommission ist eine einjährige Übergangs­frist geplant, in der nun doch teil­weise der bisherige Standard für WLAN-Netze weiter gelten soll. Die EU-Richtlinie, die am 12. Juni in Kraft tritt, schrieb eine Zerti­fizierung nach neuen Standards vor - von denen einige aber dafür sehr spät fertig­gestellt wurden oder immer noch in Arbeit sind. Die Industrie warnte deshalb schon seit dem vergangenen Jahr, dass ohne eine Übergangs­frist ab dem Sommer viele Geräte nicht mehr verkauft werden könnten.

Noch nicht alle Standards fertig

Üblicher­weise sorgen die Hersteller selbst dafür, dass Geräte den Standards entsprechen. In der unklaren Situation mit der Richt­linie müssten sie sich dafür an anerkannte Prüf­labore wenden. Davon gibt es in Europa einer­seits zu wenige, um alle Geräte schnell abzuarbeiten. Zum anderen war ohne fertige Standards auch offen, nach welchen Spezi­fikationen zertifiziert werden soll.

Die Standard-Organisation ETSI stellte den WLAN-Standard EN 301 893 in der Version 2.1.1 nun schneller als zuletzt geplant fertig und er soll am 8. Juni offiziell veröffentlicht werden. Der Branche zufolge fehlt noch unter anderem ein zentraler Mobilfunk-Standard, den Technik mit dem LTE-Datenfunk benötigt.

Bereits Anfang des Jahres hatte sich die Politik eingeschaltet, um ein Verkaufsverbot von WLAN-Geräten in der EU zu verhindern.

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