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Telekom: Das kostet Roaming in Großbritannien nach dem Brexit

Nach dem Brexit greift die EU-Regulierung in Großbritannien nicht mehr. Im Zweifel kann Roaming auf der Insel sehr teuer werden. Zu den künftigen Preisen für Telekom- und o2-Kunden liegen bereits Informationen vor.
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Telekom-Kunden sollen EU-Tarif in Großbritannien behaltenTelekom-Kunden sollen EU-Tarif in Großbritannien behalten Großbritannien will die Europäische Union verlassen. Davon betroffen sind natürlich auch Mobilfunkkunden, die International Roaming auf der Insel nutzen. Solange das Vereinigte Königreich noch zur EU gehört, gilt dort die zum 15. Juni in Kraft tretende neue Verordnung, die vorsieht, dass die Kunden ihre Mobilfunkanschlüsse in allen Staaten der Europäischen Union zu den gleichen Konditionen wie innerhalb Deutschlands nutzen können.

Sobald Großbritannien die EU verlässt, entfällt naturgemäß auch die Regulierung für dieses Land. Es ist dann Sache des jeweiligen Mobilfunk-Netzbetreibers bzw. -Providers, welche Tarife für die Kunden gelten, wenn sie International Roaming im Vereinigten Königreich nutzen. Zwei der drei deutschen Netzbetreiber haben sich bereits dazu geäußert, mit welchen Kosten die Kunden rechnen müssen, wenn sie ihre deutsche SIM-Karte nach dem Brexit in Großbritannien einsetzen.

Telekom: Großbritannien bleibt tariflich "EU-Land"

Die Deutsche Telekom erklärt in ihren FAQs zur EU-Regulierung, Großbritannien werde auch nach dem Brexit vorerst weiterhin wie ein Mitgliedsstaat der Europäischen Union behandelt. Das bedeutet, die Kunden können im regulierten Tarif bzw. mit der in den aktuellen MagentaMobil-Tarifen voreingestellten All-inclusive-Option ihren Tarif in Großbritannien weiterhin zu den gleichen Konditionen wie innerhalb Deutschlands nutzen.

Ob diese Regelung langfristig Bestand hat, bleibt abzuwarten. Der Netzbetreiber dürfte das vor allem von den Konditionen abhängig machen, zu denen der die Roaming-Leistungen bei den Telefongesellschaften in Großbritannien einkaufen kann, die umgekehrt aber ebenfalls ein Interesse daran haben sollten, dass ihre Kunden auf dem europäischen Festland weiterhin zu fairen Konditionen telefonieren, simsen und surfen können.

o2 verschiebt EU-Austrittsländer in die Weltzone 3

Telekom informiert über Roaming-Regelung nach dem BrexitTelekom informiert über Roaming-Regelung nach dem Brexit Von Vodafone gibt es noch keine Informationen dazu, mit welchen Kosten die Kunden rechnen müssen, wenn sie ihren Mobilfunkanschluss nach dem Brexit in Großbritannien nutzen. o2 hat wiederum schon vor rund einem Monat mitgeteilt, Länder, die die Europäische Union verlassen, in die Weltzone 3 einzuordnen. Sollte diese Regelung Bestand haben, dann wäre die Nutzung einer o2-SIM in London, Manchester oder Liverpool künftig sehr teuer.

Aus der Weltzone 3 kostet ein einminütiges Handy-Telefonat nach Deutschland für o2-Kunden 1,49 Euro. Eingehende Gespräche schlagen minütlich mit 69 Cent zu Buche und der Versand einer SMS wird mit 39 Cent tarifiert. Für die mobile Internet-Nutzung wird ein Datenpaket angeboten, das mit einem Inklusivvolumen von lediglich 6 MB zum Preis von 1,99 Euro alles andere als ein Schnäppchen ist. Das Paket ist jeweils für maximal 24 Stunden gültig.

In einem aktuellen Artikel gehen wir auf weitere Sonderfälle ein und beantworten allgemeine Fragen zum EU-Roaming.

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