Start ohne Anbieter

Alternative Roaming-Provider kommen erst später - Preise sinken trotzdem

Die alternativen Roaming-Provider, die zum 1. Juli starten sollten, scheint es noch nicht zu geben. Die Preise sinken trotzdem innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten. Was den Reise-Fan in Zukunft erwartet, lesen Sie bei uns.
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Kunden des Mobil­funk­netzbetreibers Telekom empfangen in diesen Tagen eine SMS, welche auf die neuen, ab dem 1. Juli geltenden EU-Roaming-Tarife und eine weitere grundlegende Neuerung hinweist. Ähnliche Kurz­mitteilungen dürften in Kürze auch Kunden von Vodafone, E-Plus/BASE und Telefónica o2 (o2, Fonic etc.) auf ihren Telefonen erhalten.

Alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union werden bei den neuen Roaming-Tarifen berücksichtigt. Einige Anbieter fügen noch Norwegen, Liechtenstein oder Island dazu (z. B. T-Mobile), die Schweiz gehört beispielsweise bei E-Plus oder Telefónica o2 mit ins EU-Länderpaket. Bei Vodafone oder Telekom ist dies bislang nicht der Fall, denn die Schweiz ist bislang kein EU-Mitglied.

Nun werden die Roaming-Tarife ab dem 1. Juli erneut gesenkt. Eine Gesprächsminute kostet dann in den EU-Ländern maximal abgehend 22 Cent (Taktung 30/1 Sekunden). Für ankommende Anrufe werden nur noch maximal 5 Cent pro Minute berechnet (Abrechnung Sekundengenau). Der Versand von SMS-Kurzmitteilungen ist in EU-Europa inzwischen wesentlich günstiger als im Inland: EU-weit können die Kurzmitteilungen für 7 Cent pro Stück verschickt werden, der Empfang bleibt kostenlos. Schickt man eine SMS aus dem deutschen Heimatnetz, werden je nach deutschem Tarif 9 bis 19 Cent pro Stück fällig, in Ausnahmefällen auch mehr.

Für die Datenübertragung dürfen EU-weit künftig maximal 23 Cent/MB berechnet werden, die Abrechnung muss 1-KB-genau erfolgen. Im Inland verlangen Discounter zumeist 24 Cent, takten aber teilweise in 100-kB-Blöcken.

Roaming-Preise sind für alle gültig

Telefonieren im Urlaub muss nicht mehr teuer seinTelefonieren im Urlaub muss nicht mehr teuer sein Diese neuen Roaming-Preise gelten für alle derzeit vier Mobil­funk­netz­betreiber in Deutschland und deren Kunden, egal ob sie direkt oder über einen Service-Provider oder virtuellen Netzbetreiber Kunde in den Netzen von Telekom (T-Mobile), Vodafone, E-Plus (BASE, Aldi Talk, Blau, simyo etc.) oder Telefónica o2 (o2, Fonic etc.) sind.

Wer für das Ausland bei seinem Anbieter bereits eine spezielle Auslandsoption gebucht hat, muss genau hinschauen, denn die EU-regulierten Tarife gelten dann nicht unbedingt.

Beim "Smart Traveller" zahlt ein T-Mobile-Kunde weiterhin abgehend 75 Cent Verbindungspreis pro Gespräch und bekommt zusätzlich ab der ersten Minute die innerdeutschen Inklusiv-Minuten seines gebuchten Tarifes angerechnet. Hat der Inlands-Tarif keine Inklusivminuten, wird zusätzlich zu dem Verbindungspreis der Minutenpreis des jeweilig gebuchten Tarifes (jedoch maximal 29 Cent pro Minute) berechnet.

Auch für ankommende Gespräche ist eine Verbindungsgebühr in Höhe von 75 Cent pro Gespräch zu zahlen; ein 60-minütiges Gespräch bleibt kostenfrei, ab der 61. Minute werden 19 Cent pro Minute berechnet. SMS und Daten kosten beim Smart-Traveller 7 Cent pro SMS bzw. 23 Cent pro MB (Taktung 1/1 kB). Wer auf Datennutzung im Ausland angewiesen ist, kann wie bisher die Datenpässe von Travel&Surf einsetzen.

Ähnliche Angebote haben auch Vodafone, E-Plus/BASE oder o2 unter jeweils anderen Tarif-Namen im Programm.

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