Umwelt

EU will weniger gefährliche Stoffe in elektronischen Geräten

Die EU-Kommission hat den Entwurf zur Neufassung der Richtlinie gegen gefährliche Stoffe vorgelegt. Schadstoffe in elektrischen Geräten sollen zurückgedrängt werden, um Weiterverkauf, Reparatur und Recycling zu erleichtern.
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Die EU-Kommission hat  den Entwurf zur Neufassung der Richtlinie gegen gefährliche Stoffe vorgelegt. (Symbolfoto)Die EU-Kommission hat den Entwurf zur Neufassung der Richtlinie gegen gefährliche Stoffe vorgelegt. (Symbolfoto) Die EU-Kommission will Schadstoffe in elektronischen Geräten weiter zurückdrängen, um Weiterverkauf, Reparatur und Recycling zu erleichtern. Sie legte dazu den Entwurf zur Neufassung der Richtlinie gegen gefährliche Stoffe vor.

Hoffnung auf profitablere Verwertung

Die Idee: Wenn beispielsweise in Handys weniger Schadstoffe mühsam ausgesondert und getrennt entsorgt werden müssen, wird die Verwertung profitabler. Auch die Reparatur würde weniger problematisch. Die Kommission will den Gebrauchtmarkt in Schwung bringen, auch für sehr teure medizinische Geräte - und letztlich die Lebensdauer verlängern. Unterm Strich hofft die Kommission, mehr als 3 000 Tonnen Sondermüll pro Jahr in Europa zu vermeiden.

Die Neufassung der sogenannten RoHS-Richtlinie ist Teil der Umsetzung eines 2015 vorgestellten Pakets zur Kreislaufwirtschaft, das Abfallmengen verringern soll. Dazu stellte die Kommission jetzt auch neue Finanzierungsinstrumente vor. Den Mitgliedsstaaten gibt sie darüber hinaus Leitlinien für die Energieerzeugung aus Abfall an die Hand, also für die Müllverbrennung.

Tipps zur Weiternutzung von Elektro-Altgeräten lesen Sie in einem anderen Artikel.

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