Eingebaut

eSIM bei Telekom und Vodafone im Vergleich

Die eSIMs von Telekom und Vodafone unterscheiden sich in einigen Punkten voneinander. Wir sind unter anderem der Frage nachgegangen, wie Kunden künftig einen Gerätewechsel vornehmen können.
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Nach Smartwatches soll die eSIM nun sukzessive auch auf Smartphones Einzug halten. Das Google Pixel 2 verfügt bereits über eine solche, fest im Gerät verbaute Karte, die für den europäischen Markt aber deaktiviert ist. So sind iPhone XS und iPhone XS Max die ersten Smartphones, die sich auch hierzulande mit der eSIM nutzen lassen. Offiziell wird das Feature bis Ende des Jahres freigeschaltet. Die Funktion ist in iOS 12.1 Beta 1 bereits enthalten. eSIM-Profile der Deutschen Telekom, die ursprünglich für Uhren wie die Apple Watch und die Samsung Galaxy Watch gedacht waren, können auf iPhone XS und iPhone XS Max problemlos aktiviert werden. Mit eSIM-Profilen von Vodafone, die ebenfalls eigentlich für Smartwatches gedacht sind, klappt das nicht. Stattdessen erhalten Kunden eine Fehlermeldung. Die eSIM ist anschließend gesperrt und muss von der Kundenbetreuung des Netzbetreibers erneut aktiviert werden.

Wie berichtet, will Vodafone die eSIM-Freischaltung auf dem iPhone erst dann ermöglichen, wenn die Funktion von Apple offiziell freigeschaltet wird. Dabei gibt es Unterschiede bei der eSIM-Nutzung in den Netzen der Deutschen Telekom und von Vodafone, die vor allem für Kunden interessant sind, die ihre Karte hin und wieder in andere Geräte einlegen wollen - etwa nach der Neuanschaffung eines Smartphones oder beim Wechsel zwischen zwei bereits vorhandenen Geräten.

Unterschiede bei Telekom und Vodafone

eSIM-Unterschiede bei Telekom und VodafoneeSIM-Unterschiede bei Telekom und Vodafone Bei der Telekom reicht es, zur Aktivierung den vom Netzbetreiber übermittelten QR-Code einzuscannen. Nach wenigen Sekunden erfolgt die Netzverbindung. Wird das eSIM-Profil gelöscht, so kann es nicht erneut genutzt werden, wie die Pressestelle des Unternehmens auf Anfrage von teltarif.de bestätigte. Soll die Karte auf einem neuen Endgerät eingesetzt werden, so ist es erforderlich, einen neuen QR-Code zu generieren.

Bei einem Gerätewechsel muss ein Telekom-Kunde, der die eSIM verwendet, derzeit die Hotline bemühen, um so einen neuen QR-Code generiert zu bekommen, der im Kundencenter zum Download bereitgestellt wird. Dieser Prozess soll den Angaben zufolge künftig vereinfacht werden. Dennoch ist die Telekom-Lösung für den Kunden umständlich. Besser wäre es, wenn sich der bereits vorhandene QR-Code abmelden und auf einem neuen Gerät erneut verwenden ließe.

Vodafone-Kunden müssen zur Aktivierung eines eSIM-Profils zusätzlich zum Einscannen des QR-Codes die sechsstellige ePIN eingeben. Im Gegensatz zur Telekom-Regelung ist es möglich, das eSIM-Profil auf ein anderes Gerät mitzunehmen. Möchte ein Nutzer die eSIM auf einem anderen Handy oder einer anderen Uhr verwenden, so kann er diese löschen und auf dem neuen Smartphone oder der neuen Smartwatch erneut aktivieren. Diese Lösung ist deutlich kundenfreundlicher als das Telekom-Angebot.

o2 bietet derzeit noch keine eSIM-Profile an. Die Telefónica-Marke hat aber bereits angekündigt, künftig ebenfalls die eSIM der neuen iPhone-Modelle von Apple zu unterstützen.

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